Euro: Die Brandstifter als Feuerwehr

16.07.2011 | 19:22 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

SuperMarkt: Merkel und Sarkozy verstehen sich blendend, die Zukunft des Euro entscheidet sich in Berlin und Paris. Das klingt freilich mehr nach einer gefährlichen Drohung als nach ruhigen Nächten.

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Geht irgendwo auf diesem Erdball etwas schief, beginnt in derselben Sekunde die Suche nach den Schuldigen. Die Bewohner dieses hübschen Planeten verfügen über das beneidenswerte Talent, rasch fündig zu werden: bei den anderen. Das ist ein wahrer Segen. Es beruhigt das Gewissen und erleichtert das Weitermachen (sofern der Schuldige nicht der Nachbar ist). Versäuft jemand sein Leben, hatte die herzlose Gesellschaft ihre Finger im Spiel. Stürzt jemand die Bergwand hinunter, war der Wetterbericht ungenau. Verliert die geliebte Fußballmannschaft ein Spiel, wurde dem Referee vom Gegner zuvor ein dickes Kuvert zugesteckt. Steht ein Staat vor der Pleite, haben engagierte Politiker ihren beherzten Kampf gegen sture Oppositionelle, gierige Spekulanten und parteiische Ratingagenturen verloren.

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Laufen die USA Gefahr, die öffentlich Beschäftigten nicht mehr bezahlen zu können, wird das nicht etwa der seit 2009 amtierenden Administration Obama angekreidet. Nein, für die budgetäre Misere sind die hinterwäldlerischen Vertreter der „Tea Party“ verantwortlich, die in den Reihen der oppositionellen Republikaner die Anhebung des verfassungsrechtlich verankerten Schuldenlimits blockieren. Prügel beziehen die budgetären Hardliner aus den USA auch in Europa. Schon deshalb, weil sie gesellschaftspolitische Positionen vertreten, die in europäischen Breiten nicht so gut ankommen.

Deutlich großzügiger zeigt man sich am alten Kontinent mit der eigenen politischen Führung. Bemerkenswert, sind mit Griechenland, Irland und Portugal drei Euro-Staaten technisch gesehen bankrott, mit Italien und Spanien zwei weitere stark gefährdet. Nicht etwa, weil die Regierungen besagter Länder in den vergangenen Jahren die Gesetze der ökonomischen Schwerkraft ignoriert hätten. Nein, weil sie von Hedgefonds an die Wand spekuliert und von „amerikanischen“ Ratingagenturen schlecht behandelt werden, wie Politiker und Kommentatoren mit verzweifelten Gesichtern betonen.

Erst vergangene Woche wagte die EU-Kommission mit Rückendeckung der nationalen Regierungen den atemberaubenden Versuch, Ratings über taumelnde Eurostaaten verbieten zu lassen. Wie diese Nachrichtensperre funktionieren sollte, wusste freilich niemand. Dafür war das Signal unmissverständlich. Hätte es noch eines Hinweises bedurft, dass die europäische Führung die Kontrolle über die Eurokrise verloren hat: voilà!

Die amtliche Bestätigung kam vergangenen Freitag. Hieß es bis dahin immer „alles im Griff“, meinte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in einem Interview mit der WAZ-Gruppe plötzlich: „Diese von Griechenland ausgelöste Vertrauenskrise gefährdet inzwischen den Euro als Ganzes.“ Das ist so, als käme ein Feuerwehrmann nach langwierigen Löscharbeiten eines kleinen Küchenbrandes mit der Botschaft zurück, dass der Brand nicht gelöscht sei, sondern mittlerweile die ganze Stadt bedrohe.

Der Herr Kommandant müsste sich wohl die Frage gefallen lassen, wie denn ein beherrschbares Problem derart eskalieren konnte. Weil die Bewohner nicht wussten, dass eine Herdplatte hin und wieder abzudrehen ist? Und die Einsatzkräfte mit dem falschen Löschzeug anrückten? Feuerwehrmann Schäuble weiß die Antwort: Die Brandmelder waren zu laut! Deshalb fordert Schäuble strengere Regeln für Ratingagenturen und Finanzmärkte. Denn: „Die Märkte verhalten sich teilweise sehr irrational.“

Eigenartig, scheinen doch die Marktteilnehmer die letzten zu sein, die noch rational handeln. Sie wissen nämlich seit einem Jahr, dass Griechenland mit Blankoschecks aus Europa nicht zu retten ist. Sie wissen seit einem Jahr, dass es keine gute Idee sein kann, Banken für den Ankauf von Staatsanleihen gefährdeter Länder keinen Cent Eigenkapital auf die Seite legen zu lassen (im krassen Gegensatz zu Krediten an erstklassige Firmen).

Zudem wissen sie auch, wer für die Eskalation des Küchenbrandes zuständig ist. Frankreich und Deutschland kommandierten den im Mai 2010 ausgerückten Löschzug, der in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Europäische Zentralbank (EZB) von der Hüterin des stabilen Geldes zur größten Bad Bank Europas umfunktionierte. Sie hatte den großen Instituten (vorwiegend französischer und deutscher Provenienz) fortan die Griechenland-Papiere abzukaufen, die diese zuvor erworben hatten. Hohe Renditen bei gleichzeitiger Garantie durch die Eurogemeinschaft – wer konnte da schon Nein sagen? Der Ankauf von Staatspapieren durch die EZB war ein glasklarer Bruch der Statuten, der ohne Angela Merkel und Nicolas Sarkozy nicht möglich gewesen wäre. Erklärt wurde der Vorgang so: Die Blankoschecks an Griechenland seien „alternativenlos“, die Hilfsgelder eine „einmalige Aktion“, die Ankäufe von Staatsanleihen durch die EZB eine reine „Notmaßnahme“.

Mittlerweile weiß auch Frau Merkel, dass es immer Alternativen gab. So ist plötzlich allerorts vom „Plan B“ die Rede. Dieser kann nur über jenen Weg führen, der auch von dieser Zeitung seit einem Jahr propagiert wird: den teilweisen Schuldenverzicht griechischer Gläubiger (das gibt Spielraum und Perspektive), die Öffnung abgeschotteter Märkte (das bringt Wachstum) und die Haushaltskonsolidierung in der gesamten Eurozone (das schafft Vertrauen bei den Geldgebern). Das ist kein einfacher Weg, aber immer noch besser als „Plan C“: der Zerfall der Währungsunion und die horrende Vermögensvernichtung in den (noch) stabilen Teilen Europas.

Keine rosigen Aussichten – aber auch das ist seit über einem Jahr bekannt. Selbst in Berlin und Paris.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.07.2011)

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45 Kommentare
 
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Gast: MimiTheKid
19.07.2011 11:44
1

Fragen an die Redaktion bezüglich Euro

Viellieicht können die folgenden Frage von der Wirtschaftsredaktion in Artikeln auch beantwortet werden.

Warum ist der Euro tot? und was bedeutet das? Wird das Öl dann nicht mehr in Euro abgerechtet?

Der Euro hat ja zum Dollar mit 1:1 begonnen, dann wurde der Euro für tot erklärt, weil er unter 1 gefallen ist, und jetzt ist er tot, wenn er auf 1,3 oder fällt.

Wer verliert was, wenn der Euro schwächer wird? Wieviel die Banken, wieviel der Staat, wieviel die Unternehmen, wieviel die Bürger?

Ist es mir persönlich egal wie der Euro verhält? Mein tägliches Leben bestreite ich sowieso nur in Euro.

Warum ist das ganze Gerede nicht einfach eine Kampange, die einfach was verkaufen will? Mir kommst so vor.

Gast: psycho3
18.07.2011 13:08
2

Euroland ist bankrott und erlebt nun die 5 Phasen des Sterbens

Euroland braucht keine Politiker, sondern eine Psychiaterin wie Elisabeth Kübler-Ross:

1) Nichtwahrhabenwollen:
Fehldiagnose (von den Ratingagenturen) die Röntgenbilder wurden vertauscht (zwischen Amerika u. Europa)

2) Zorn:
und Neid auf die (finanziell) Überlebenden.

3) Verhandeln (Kooperation):
durch kindliche Verhaltensweisen in Zukunft brav zu sein erhofft man Belohnung (nicht mehr Opfer der Spekulanten zu sein).

4) Depression:
nackte Verzweiflung, Verlustängste

5) Akzeptanz

Da wir erst in Phase 1 u. 2 sind, haben wir noch einen weiten Weg vor uns.
Allerdings treten wir schon in die kindische Phase ein, denn Eurolandpolitiker machen sich nur noch lächerlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_K%C3%BCbler-Ross#Die_f.C3.BCnf_Phasen_des_Sterbens

Gast: Zen Su Riert
18.07.2011 10:33
4

do ut des

die Lösung für Griechenland kann nur sein, haircut gegen selbstverpflichtung griechenlands zum unverzüglichen ausscheiden aus der euro zone. dann können zukünftig sämtliche griechen gerne 24/7 demonstrieren anstatt den karren aus dem dreck zu fahren.

dekandent

"die Gesetze der ökonomischen Schwerkraft ignoriert" haben aber einzig und alleine die banken, spekulanten und zocker. die glauben immer noch an das unendliche wirtschaftswachstum und erkennen nicht, dass zins"politik" wie der name sagt nur politik und nichts reales ist.

trotzdem ist dieser sektiererische wahn jahrelang an allen universitäten als glaubensbekenntnis gepredigt worden..........zum wohle des kapitals und schaden der bevölkerung.

das kapital ist halt schon völlig abgehoben, degeneriert und dekadent, und glaubt noch immer dass es das system irgendwie noch in den griff bekommt. aber die ungeheuer die es gerufen hat wird es wohl nicht mehr los.

Ständiges, ungezügeltes Wachstum = Krebs !!!

Es ist völlig undenkbar, ein biologisches System und die Wirtschaft ist nun einmal auch ein lebendes System, auf ewiges Wachstum zu programmieren!

Warum tun das alle diese Wirtschaftsidioten dann ??

Es funktioniert ohnehin nur mittels ständiger Geldentwertung, die letztlich immer zum Exitus führen muß, um dann wieder neu zu beginnen!!!

Also, je schneller ein Wirtschaftssystem wächst, um so früher stirbt es.

Gast: ASVG-Sklave
17.07.2011 13:34
0

Erkenntnis des Tages


Der Video-Clip von Prof. Hamer regte mich zum Nachdenken an, warum das Weg-Inflationieren der Währungskrise(n) nicht funktionieren kann:

Denn nur ein Bruchteil der wahnsinnig erzeugten Geldmenge (durch Quantitativ Easing, durch ungedeckte Staatsanleihen etc.) zirkuliert im Sektor der Güterproduktion und der Konsumation.

Eine, dieses Missverhältnis (zwischen Geld- und Gütermenge) korrigierende Inflation zur Auflösung des Geldüberschusses geht also daneben, weil sie nur auf den Produktions- und Konsumationssektor wirkt. Jener (überwiegende) Teil der generierten Geldmenge, der nicht „verfressen, versoffen, verraucht, verjuxt“ wurde, - und der in z.B. veranlagte Sachwerte, Immobilien und in ausländische Anlagenprodukte gesteckt wurde, kann durch die Inflation nicht reduziert werden. Die eingeplante Inflation wird also kein taugliches Mittel sein, um die Währungs- und Finanzkrise zu lösen. Es wird anderer Maßnahmen bedürfen.

Hier Hamers Video Clip:

http://aktien-boersen.blogspot.com/2011/07/prof-dr-hamer-die-entwicklung-der.html


Re: Erkenntnis des Tages ist ein Trugschluß!

Diese alte Theorie zur Inflationsentstehung gilt nicht mehr, da das Aufblähen der Geldmenge sofort zu einem Abfließen aus der Realwirtschaft in den Finanzsektor führt und dort durch Überangebot die Zinsen senkt!

Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
18.07.2011 10:04
0

Re: Re: Erkenntnis des Tages ist ein Trugschluß!


ist das nicht das, was ich meinte?

Ich spreche ja nicht von (unbeabsichtigter) Inflationsentstehung, sondern von vorsätzlicher Inflationssteuerung zur Beseitigung der Defizite, die nicht funktionieren kann, weil...... (siehe oben! Diesbezüglich sind wir uns einig, dass die Geldmenge in den Finanzsektor fließt. Dort mag sie zwar niedrigere Zinsen bewirken, aber deswegen noch keine Geldentwertung = Inflation, die die Politiker herbeisehnen um die Schulden abzubauen).

Gast: Anonymous1
17.07.2011 12:46
1

Immer schön ...

die Kirche im Dorf lassen.

1) Herbst 2008/März 2009 war unser "allseits heissgeliebtes" neoliberales Wirtschaftsexperiment klinisch tot. Nur durch den massiven Einsatz von kreditbasierten Staatshilfen konnte es am Leben erhalten werden. Verursacher dieses Zustandes waren zu 90% Finanzmarkt-Wegelagerer. 10% gehen auf die Kappe der Politik, da sie den Vorgenannten all Ihre Schweinereien ermöglicht haben.

2) In einem zinsbasierten Kreditgeldsystem muss sich der Staat verschulden, da es sonst kein - oder nicht in ausreichendem Maß - Geld gibt.

Antworten Gast: GlöcknervonNotreDame
17.07.2011 19:35
3

Re: Immer schön ...

Also: Das "neoliberale Experiment" wurde von den Notenbanken an die Wand gefahren, die künstlich die Zinsen nach unten drückten. Damit die Schuldenstaaten ihre Zinsen bezahlen konnten und auch mittellose Amerikaner zu ihrem Eigenheim kamen. Folge: Blasenbildung, wohin das Auge reichte.

Re: Immer schön ...

wieder einmal nix verstanden. zinsen sind die unbedingt notwendige antriebskraft jedes wirtschaftssystems, sonst gibt es keine investitionen. wenn ich nicht mehr herausbekomme, als ich hineinstecke, investiere ich nicht.
oder besäen sie ein feld, wenn sie weniger körner ernten als das verwendete saatgut?
die ursachen sind missbräuche des systems - natürlich auch spekulationsgier, aber auch das bequeme leben auf pump. unangemessene zinssätze können noch zusätzlich verschärfend wirken.

Zu Ihrer Information:

Getreide wächst und vermehrt sich (unter den richtigen Bedingungen). Geld macht das nicht. Oder wächst Geld etwa doch auf Bäumen? Oder auf Feldern? Eben.

http://www.banken-volksbegehren.at

Re: Zu Ihrer Information:

hab mir das interview des herrn professors angesehen. es stehen einige richtige dinge drin, aber die aktiva-seite und das bewertungsproblem ist einseitig und oberflächlich beleuchtet. überbewertungen von anlagen, die natürlich in viel zu starkem ausmass vorkommen, sind missbräuche des systems. sie können auch mit 200 gegen einen betonpfeiler rasen, oder eben vernünftig fahren.
die sorgfaltpflicht des ordentlichen kaufmanns muss wieder gelebt werden. dieses prinzip wurde leichtfertig über bord geschmissen, von den banken und von unseren verschuldungspolitikern.

Re: Zu Ihrer Information:

geld ist nichts anderes als umgesetzte arbeit. wer das nicht versteht, kann das zinsensystem nicht verstehen.
geld ist ein werkzeug und die handhabung dieses werkzeugs erfordert gewisse fertigkeiten.

Re: Re: Zu Ihrer Information stimmt das schon lange nicht mehr!

Schön wäre es, wenn Geld, wie es ja durch mehrere Jahrtausende üblich war, die Tauschhandelswirtschaft erleichterte!

Heute ist Geld zu rund 90% selbst "Ware".

Was also tun?

Die Finanzspekulation rigoros verbieten, oder so hoch besteuern, daß sie uninteressant wird und deshalb das Geld wieder in die Realwirtschaft investiert wird.

Kann man sich dazu nicht durchringen, sollten die Währungen gesplittet werden, in ein Zahlungsmittel für die Wirtschaft und eine Art Spekulations-Jeton. Diese beiden floaten frei zueinander. Damit entstünde ein Gummipuffer, der das Übergreifen von Krisen von einen auf das andere System abmildert.

Re: Re: Re: Zu Ihrer Information stimmt das schon lange nicht mehr!

klingt interessant!

Gast: check
17.07.2011 12:03
7

Fünfstern-Kommentar!

Danke Herr Schellhorn!

Das Aufquietschen der sozialen Schuldenwärmlinge zeigt, dass sie den Nerv getroffen haben!

Re: Fünfstern-Kommentar!

five star indeed

der vergleich passt

die brandmelder sind zu laut ! lol

Antworten Gast: spartacus
17.07.2011 13:00
7

Offenbarungseid

Das kapitalistische Finanzsystem ist nun selbst im Amerika kurz vor seinem Zusammenbruch und da gibt es unter den Postern noch intellektuelle Sozialhilfeempfänger, die Schellhorn mit 5 Sternen für das permanente Nachbeten längst widerlegter neoliberaler Dogmen auszeichnen. Offensichtlich ist für manche Zeitgenossen die Erde noch immer eine Scheibe - Fakten sind dabei kein Argument und somit nur hinderlich.

Re: Offenbarungseid

kapitalistisches finanzsystem in den usa? sie sehen wohl auch nur das, was sie sehen wollen! finanzierung des us-luxus auf pump, das ist die wahrheit. und natürlich auch die militärausgaben.

Re: Re: Offenbarungseid

Völlig richtig! Der einzig wichtige Punkt des derzeitigen Chaos ist die Staatsverschuldungspolitik !!!!!

Erst durch diese Staatsschulden konnte das Finanzsystem so aufgebläht werden, daß es heute die Realwirtschaft erdrückt!

Wer steckt schon sein Geld in eine produzierende Firma, wenn eine Staatsanleihe eine wesentlich höhere Rendite abwirft, nochdazu vom Steuerzahler 100&ig garantiert ?

Die rationalen Marktteilnehmer

agieren mit Leerverkäufen und treiben mit Hilfe der unregelmentierten Finanzmärkte ganze Staaten an den Rand der Pleite. Aber das stört den Realitätsverweigerer Schellhorn nicht. Er läßt sich doch seine Dogmen doch nicht von Fakten erschüttern!
Ach ja, wie ist das mit den USA? Dort werden rund um die Uhr Dollarscheine gedruckt, Staatsanleihen - vorwiegend an China - verscherbelt und Kriege zum Bezug wichtiger Ressourcen geführt. Der überbordende Sozialstaat kann in Amerika nicht als Grund für den kommenden Staatsbankrott herhalten. Dort funktioniert doch, laut Schellhorn, das Zusammenspiel des freien Marktes angeblich so toll. Die pösen Sozen sind dort wohl auch nicht an der horrenden Überschuldung beteiligt. Also - zuerst nachdenken Schellhorn! Und erst dann wieder schreiben!

Antworten Gast: Zen Su Riert
18.07.2011 10:36
2

Re: Die rationalen Marktteilnehmer

bitte erklären Sie doch dem geschätzten Publikum und mir, wie Marktteilnehmer mit Leerverkäufen (wovon?) ganze Staaten in die Pleite treiben?!? Erleuchten Sie uns! Oder haben Sie nur das SPÖ-Pateiakademie Rhetorikseminar besucht?

bei allem Mist,

den Politiker bauen: Ratingagenturen zu verteidigen und kein Wort von der Wurzel des Übels zu erwähnen, ist schlicht typisch neoliberaler - also steinzeitlicher - Dummchwatz!

Rating Agenturen sind, so wie die FED, Privatunternehmen im Dienste bestimmter Kreise, die durch Manipulation der Weltmärkte oder Auslösung von Kriesen versuchen noch mehr Geld aber vor allem Macht an sich zu raffen.

Das virtuelle Geldsystem ist nicht mehr lange aufrechtzuhalten, da es auf Luft "begründet" ist.

Re: Allen Mist bauen die Politiker !!!

Ohne Staatsschulden hätten die Finanzjongleure nur einen Bruchteil des Kapitals und als Anlagemöglichkeit nur die Realwirtschaft!

Es ist die unheilige Allianz Politiker/Banker, die das Chaos verursacht hat!

Und die Politiker wollen eben nicht gerne auf den Geldhahn verzichten, der ihnen die Stimmviehbestechung ermöglicht! So ist das!!

Das tiefere Übel ist die derzeitige Form der Neidhammeldemokratie!

Gast: horst krause
17.07.2011 10:05
0

straches wahlhelfer ist wieder aktiv


 
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