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SuperMarkt: "Austro-Masochisten" unter sich

12.11.2011 | 18:12 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

In Österreich wächst die Sorge, bald nicht mehr zu den besten Schuldnern der Welt gezählt zu werden. Die Angst kommt leider ein bisschen spät. Man hat die höchste Bonitätsstufe de facto schon verloren.

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Wäre dieses Land in jeder Hinsicht so geschickt wie im Dramatisieren von Bagatellen und im Bagatellisieren von Dramen, müsste niemand um eine segensreiche Zukunft Österreichs fürchten. Verbietet beispielsweise die EU herkömmliche Glühbirnen, wird das ganze Land von einer Welle der Empörung erfasst – und soll der Text der Bundeshymne um das Wort „Töchter“ ergänzt werden, verwandelt sich ein politikmüdes Land plötzlich in ein aufmüpfiges Tollhaus.

Werden aber in ein und demselben Bundesland innerhalb von zwölf Kilometern Entfernung zwei nigelnagelneue Krankenhäuser in die Landschaft gestellt, wird dieses Ereignis als wünschenswertes Bekenntnis zum staatlichen Gesundheitssystem bejubelt. Mit großmütiger Geduld nehmen es die Bürger auch hin, dass das Budgetdefizit seit mittlerweile 40 Jahren noch jeder Hochkonjunktur getrotzt hat und der ohne Unterlass wachsende Schuldenberg von der Politik als Beitrag zur Sicherung der Zukunft verklärt wird.

Wer aus der Reihe tanzt und vom „österreichischen Weg“ nicht restlos überzeugt ist, darf sich über wenig schmeichelhafte Ehrentitel wie „Berufskassandra“, „Alarmist“, oder Austro-Masochist“ freuen. Etwa, wenn man sich den Hinweis erlaubt, dass Österreich bald kein erstklassiger Schuldner mehr sein wird, weil der belastete Staatshaushalt einer konjunkturellen Abschwächung nicht gewachsen sein wird. Stimmt nicht, meint Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP), Österreichs „Triple A“ sei stabil. Nicht zuletzt deshalb, weil das Konsolidierungsprogramm laufend „übererfüllt“ werde. Sekundiert wird der Finanzministerin von der nicht gerade ÖVP-verliebten Arbeiterkammer, die Österreich ebenfalls beste Bonität bescheinigt.

Unglücklicherweise wird Österreich das „Triple A“ nicht bald verlieren, wie an dieser Stelle vor zwei Wochen zu lesen war: Es hat die höchste Bonitätsstufe de facto schon verloren. Auch, wenn Österreich von den großen Agenturen noch mit erstklassiger Bonität geführt wird, gilt das Land an den Märkten seit vergangener Woche nur noch als zweitklassiger Schuldner. Das lässt sich an den rasant steigenden Aufschlägen ablesen, die Österreich zahlen muss, um Käufer für seine Staatsanleihen zu finden.

Einer österreichischen Tradition folgend ist die Ursache dafür freilich nicht im Inland zu finden. Sondern im krisengeschüttelten Italien, das nur noch mithilfe der Europäischen Zentralbank solvent ist. Nun besteht kein Zweifel daran, dass die prekäre Lage unseres zweitwichtigsten Auslandsmarktes die ökonomische Stabilität im Inland beeinträchtigt. Allerdings ist Italien auch für Deutschland ein enorm wichtiger Abnehmer – Berlin hat aber keinerlei Probleme, an frische Kredite zu kommen. Ganz im Gegenteil, Deutschland wird von Geldgebern regelrecht bedrängt, sich doch bei ihnen zu verschulden, während zu Österreich auf Distanz gegangen wird.

Dafür gibt es gute Gründe. Schließlich würde kein vernünftiger Mensch auf die Idee kommen, seine Hausbank um einen neuen Kredit zu bitten, damit die Zinsen für bereits laufende Verpflichtungen abgedeckt werden können. Genau das macht aber die Republik Österreich. Ein Land, das aus eigener Kraft den Zinsendienst nicht mehr erwirtschaften kann, wird die Außenwelt schwer davon überzeugen können, ein verlässlicher Schuldner zu sein.

Nicht gerade gut macht sich derzeit auch das wachsende Risiko, dem österreichische Banken in Osteuropa ausgesetzt sind. Hinzu kommt eine hausgemachte Verschuldungsautomatik, die dafür sorgt, dass Österreich selbst im Falle eines Wirtschaftsbooms neue Schulden aufnehmen müsste. Hierzulande wachsen nämlich die Ausgaben per Gesetz mit den Einnahmen mit, nicht zuletzt die Zuwendungen an die Länder und Gemeinden. Das wiederum führt zu einem „strukturellen Defizit“, das derzeit bei zwei Prozent der Wirtschaftsleistung liegt.


Ungebetener Gast. In nicht einmal zwei Wochen werden Experten der Ratingagentur Moody's nach Wien reisen, um sich von Vertretern der Staatsführung erklären zu lassen, wie sie die Zukunft des Landes zu sichern gedenken. Verlöre Österreich auch hochoffiziell das „Triple A“, würde sich nicht nur die Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte weiter verteuern, sondern auch jene der privaten. Die Plaudereien mit der Regierung dürften jedenfalls aufschlussreich sein. Anzutreffen ist hierzulande nicht nur ein Kanzler, der bei jeder Gelegenheit die Geldgeber des Landes als üble Spekulanten beschimpft, sondern auch ein Vizekanzler, der noch vor wenigen Tagen in London gemeint hat, ohnehin keinen Einfluss auf die Bonität des Landes zu haben.

Wer weiß, vielleicht erklären die Moody's-Leute der Staatsführung ja, dass der beste Weg, das „Triple A“ zu schützen, noch immer eine verantwortungsvolle Finanzpolitik ist. Und dass Regierungen gewählt und bezahlt werden, um genau dafür zu sorgen.



franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.11.2011)

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94 Kommentare

wird eh Zeit, dass wir auch unter einen Regenschirm

kommen
soll uns die EU doch mit 500 Milliarden sponsern
mir egal, neue Sparprogramme werden uns so oder so aufgehalst
müssen die Deutschen halt mehr arbeiten, damit sie unseren Bürokratenstaat finanzieren
die Frage ist nur, wie lange sich die Deutschen die EU noch leisten können

Antworten Gast: Franz9
13.11.2011 16:11
2 0

Das große römische Weltreich

regierten wenige Senatoren wie das kleine Land Österreich! (Alles ganz ohne Computer!)

Wie konnten nur Raab, Figl und Kreisky den Staat mit einer deutlich kleineren Regierung aufbauern?

in den öster. Medien erfährt man ja nichts, da schauts schlecht aus für unsere Banken!

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/11/31636/

Antworten Gast: deutschländer
13.11.2011 13:00
1 0

Re: in den öster. Medien erfährt man ja nichts, da schauts schlecht aus für unsere Banken!

wurscht.die deutschen zahlen eh alles.

10 0

AAA

hat nicht die Fekter gemeint wir hätten kein Problem mit dem Rating...jetzt wo die Prüfer vor der Tür stehen wird fleissig über eine Schuldenbremse diskutiert - da sieht man wie wenig diese Sesselfu... von den Märkten und deren Dynamik verstehen! 5 vor 12 will man noch was zusammendoktern um sich dann an anderen abputzen zu können....lächerlich

Gast: Plach2
13.11.2011 10:13
0 8

Welcher Arbeitnehmer ist davon betroffen?

Wiederum sind es die Banken, Zocker und Spekulanten.

Rote Zahlen

Das die 10-jährigen Staatsanleihen vergangene Woche um etwa 10% gestiegen ist, liegt einzig und allein an Italien. Es gab schlicht keine neuen "fundamentals". Allen berechtigten Ärger zum Trotz, Österreich steht nicht vor dem Abgrund.

Noch nicht. Denn was in den letzten 30 Jahren hier finanziell abgeht, nun ja, das hat der Schellhorn ja schon gesagt.

Hier ein spannender Artikel dazu: "Österreich und seine Geschichte roter Zahlen"

http://zuwi.at/themen/staatsschulden/osterreich-und-seine-geschichte-roter-zahlen/

Re: Rote Zahlen

Ihr Link ist leider so traurig wie wahr. Anfügen möchte ich noch, dass die Politiker vor 20 Jahren schon nicht mehr aus und ein wußten und uns schon damals eine immerwährende Pensionsreform bescherten.
Daher auch der EU Beitrittsschlager, wenn wir die EU wählten wären die Pensionen sicher.
Um sich aus der Verantwortung für ihre Fehler zu stehlen, drängten sie in die EU. Wie man sehen kann, mit einem ordentlichen Defizit in den EU Beitrittsjahren 93 -95 begleitet um uns dann mit der EU im Rücken abzukassieren. Reallohnstagnation half aber auch nicht, die Defizite zu senken, obwohl Konzern- und Bankengewinne explodierten.

Gast: Empörter
13.11.2011 09:44
1 5

Banken an die Kandare!

So jetzt ist es also auch schon so weit dass wir als Staat höhere Zinsen für Anleihen bezahlen dürfen, weil unsere lieben Banken ein zu grosses Rad gedreht haben? Risiko im Osten? Die Banken haben uns bisher nichts geschenkt - im Gegenteil sie waren MEISTER im STEUERSPAREN - jetzt muss der GESAMTE Gewinn ALLER Banken und Finanzinstitute an den STAAT überwiesen werden bis die Zusatzkosten für den Staatsbürger auf Heller und Pfennig und mit Zinseszins beglichen sind. Gehälter durch den Staat regeln mit Obergrenzen wie bei Beamten. Boniverbot und Einstellkungsstopp bis wieder herinnen ist. Es reicht. Die Politik muss aktiv werden.

Re: Banken an die Kandare!

wie wäre es mit Nachdenken vor dem posten ?

verwaltungsreform

jetzt. der finanzausgleich (die landesherzöge geben das geld aus oder verspekulieren es - der bund zahlt und bürgt) bringt uns um. traut euch und sagt, dass die bulä 2012 aufgelöst werden.

Gast: Plach2
13.11.2011 09:13
2 6

ÖVP Finanzminister fahren den gesamten Staat an die Wand!

(Moterer, Pröll, Fekter)

und die SPÖ unterstützt sie dabei!

Gast: Alsojetztabba
13.11.2011 09:10
0 0

Danke an die Regierungen der letzten 30 Jahre

Jetzt wird über die große Staatsverschuldung und Bonität Österreichs geredet. Dabei gibt es spätestens seit den 90er Jahren Grund dazu. Beispiel: 1995 hatte Österreich eine Staatsverschuldung von 68% am BIP (Quelle: Eurostat). Als wir den Euro einführten wars nur ein bisschen weniger. Deswegen auch die Privatisierungen von 2000-2007 (an denen sich wohl einige eine goldene Nase erkorruptioniert haben). Aber hohe Staatsverschuldung ist wirklich keine Neuigkeit für Österreich. Jetzt gibts halt dummerweise nicht das notwendige Wirtschaftswachstum um das zu kaschieren und man hat jede Menge Gelder verspekuliert (NÖ, Linz,....), zwei große Banken völlig herunter gewirtschaftet (BAWAG bereits 2007 durch Spekulationen, Hypo - ohne Hilfe vom Bund wäre Kärnten komplett pleite). Dann noch AUA, ÖBB, Flughafen Wien, 25% Gehaltssteigerung für die Beamten seit 1999 etc etc. Wann kommt eigentlich die Parteiensteuer damit die für die Krise bezahlen, die sie jahrzehntelang herbei gefreunderlwirtschaftet haben??

13 0

Es wäre doch so einfach ...

Der Staat müßte nur agieren, wie eine verantwortungsbewußte Familie. Es gibt ein Familieneinkommen und das ist die Grundlage für die Ausgaben. Auch bei manchmal unumgänglichen Schulden wird sehr gut übrlegt, ob man sich die Rückzahlungsraten leisten kann. Die Betonung liegt dabei immer wieder auf Verantwortungsbewusstsein. Der Sozialismus hat die Verantwortung des Einzelnen allerdings abgeschafft. Seit damals ist man nicht mehr selbst für seine Existenz verantwortlich, sondern die Anderen. Und diese Anderen müssen dafür Sorge tragen, dass es einem gut geht. Und diese Anderen sind schuld, wenn etwas schief läuft. Und da sich dieses denken, dass die Anderen schuld sind wenn Österreich seine Bonität verliert sogar bis zu den höchsten Politikern durchzieht kann dieses Land nur den Bach runtergehen. Soviel können die Leistungsträger gar nicht mehr erwirtschaften was "die Anderen" verbraten.
Kinder können verantwortungslose Eltern, die ihre Familie in den Ruin führen nicht in die Wüste schicken. Wähler könnten das bei verantwortungslosen Politikern sehr wohl tun. Warum machen sie das nicht?

Antworten Gast: Bärenfalle...
13.11.2011 10:19
5 0

Re: Es wäre doch so einfach ...

Warum nicht ?

Weil wir in einer Demokratie leben in der 2/3 der Bevölkerung direkt oder indirekt vom Staat leben.

Tja, die Durchseuchung der Wahlen mit Transferleistungsemfpängern hatten die Erfinder des Wahlrechts nicht auf dem Plan.

Einzige Möglichkeit Ihr durchaus funktionierendes Modell umzusetzen wäre:
Wahlrecht nur für Nettozahler.

Versuchen Sie dafür mal eine Mehrheit zusammen zu bekommen....

Es folgt daher, aufschieb- aber nicht abwendbar, der Staatsbankrott.

Erst dann sind die vielzitierten einschneidenden "Reformen" tatsächlich umsetzbar, vorher nicht.


Antworten Antworten Gast: Markus Trullus
15.11.2011 07:09
0 0

Re: Re: Es wäre doch so einfach ...

Ich fürchte schwer, sie haben recht.
Populistisch verdorbene Wähler müssen erst aus dem freien Fall hart aufschlagen, aber sie rufen sich zu: "uns wird nix passieren, weil bis jetzt ist nix passiert": 5mm vor dem Aufschlag am Beton!
Ob es danach "Kraft genug" zum Wiederaufbau geben wird, ist sehr fraglich.

Antworten Gast: Alsojetztabba
13.11.2011 09:13
0 0

Re: Es wäre doch so einfach ...

wohlgemerkt: wie eine verantwortungsbewusste Familie. :-) Da soll's ja auch Familien geben, die geben viel mehr Geld aus, als sie haben, bis es nicht mehr geht. Das entspricht dann wohl der liebe Regierungsfamilie.

Über diese Familien

empört sich der Privatfernsehkunde allwöchentlich zu Recht.

Im Bereich der Politik jedoch wählen wir die "Kunden" Zwegats jedoch stetig wieder - im Gegenteil, wir fordern von ihnen, stets mehr Geld für Plasmafernseher und Zigaretten auszugeben.

Gast: Schönwetter
13.11.2011 08:31
4 1

Kleine Zeitung : Interview mit Wirtschaftsprofessor

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/2875215/dieses-system-platzen.story

Kleine Zeitung : Panikstimmung wird auch in Österreich verbreitet, weil die Ratingagentur S&P am Dienstag über die Bonität Österreichs urteilt. Es könnte zu einer Herabstufung kommen, wenn nicht - wie mit einem Schuldenlimit in der Verfassung - der Wille zum Sparen gezeigt wird, lauten die Zurufe. Wie beurteilen Sie die Warnung?

Prof. Dr. Max OTTE: Ich wundere mich, dass sich Europas Politiker immer noch von den angelsächsischen Ratingagenturen ihre Finanzpolitik bestimmen lassen. Die Einwände sind einseitig. Auch die USA haben kein Schuldenlimit - bzw. eines, das dauernd angepasst wird. Und sie werden mit AAA eingestuft. Österreich ist um ein Vielfaches solider und dennoch soll das Land herabgestuft werden?

Antworten Gast: Antiamisfinanzhaie
13.11.2011 11:03
2 1

Re: Kleine Zeitung : Interview mit Wirtschaftsprofessor

JA! österreich wird herabgestuft wenn wir das zulassen...wenn wir noch zulassen das moodys, s&p, fitch...im auftrag der us-haie uns herabstufen, gegen uns spekulieren und damit gewinne erwirtschaften...weil wir einfach zu naiv sind um uns zu wehren...es fehlt uns an stärke in der eu. die amis sind auch sehr interessiert uns klein zu halten...btw amerikas staatsanleihen hätten schon längst ramschstatus bekommen sollen.

Antworten Gast: Gehbitte
13.11.2011 09:24
5 0

Re: Kleine Zeitung : Interview mit Wirtschaftsprofessor

Da irrt der Herr Professor: erstens ist USA nicht mit Österreich vergleichbar, weil USA trotz ihrer Schulden mit dem Dollar eine Währungsreserve für so gute wie alle Staaten der Erde bereitstellen und ausserdem eine enorme Wirtschaftsmacht darstellen. Österreich ist nichts als ein Kleinsstaat in Europa. Und zweitens sind ja nicht die Ratingagenturen schuld am schlechten Zustand des Staatshaushaltes. Im Schuldzuweisen sind Politiker wenigstens Weltmeister, beim Übernehmen von Verantwortung Rohrkrepierer. Es wird immer so getan als ob die Ratingagenturen die Krise entfachen, in Wahrheit waren sie in der Vergangenheit viel zu milde. Der Feind sitzt nicht außerhalb sondern auf der Regierungsbank und das seit mindestens 3 Jahrzehnten. Denn solange häuft sich unser Schuldenturm schon auf - ohne Rücksicht auf spätere Generationen. (Schon 1995 hatten wir bereits 68% Staatsverschuldung am BIP - zur Einführung des Euro musste durch Privatisierungen die Verschuldung gesenkt werden, was kurzfristig mit 60,2% in 2007 gelang) Und jede Partei bedient ihr Klientel wenn sie mal an der Macht ist. Die Beamten sind nur das aktuellste Beispiel mit +25% mehr Gehalt (Inflationsbereinigt!) zwischen 2000 und 2009.

Antworten Antworten Gast: Nordslowene
13.11.2011 11:29
2 3

Geh Bitte!

Die Stellung der US-Wirtschaft und deren weiteres Schuldenmachen ist davon abhängig, dass der USD weiterhin Weltwährung akzeptiert und vorallem von den Chinesen gestützt wird . Die Konkurrenz des EURO kann man da nicht gebrauchen. Haben Sie nicht kapiert, dass wir uns gerade in einem Wirtschaftskrieg befinden?

Re: Geh Bitte!

den Euro in dieser Form gibt es bald nicht mehr, die US-Amerikaner brauchen dabei gar nichts zu tun !

Gast: Delta
13.11.2011 08:30
6 1

Wir bedanken uns im Chor

bei der Schulden Partei Österreichs - für Geldvernichtung bis zum Umfallen.

Gast: Nordslowene
13.11.2011 08:14
5 5

Wieso man Mitarbeiter von Moodys

oder anderer Ratingagenturen als "Experten" bezeichnet ist mir ein Rätsel. Das einzige worin die Experten sind ist im Vertreten US-Politischer und Wirtschaftlicher Interessen.

Ja, natürlich.

Die Frage ist bloß, warum Du dieses Wissen nicht an den Märkten zu Geld machst?

Wer bessere Information besitzt, als der Rest der Anleger, kann mit dem Ausfüllen von Orderformularen weit mehr Geld verdienen, als mit dem Presse-Postingformular.

Re: Wieso man Mitarbeiter von Moodys

weil die Ahnung davon haben wie die Wirtschaft und das Finanzwesen funktioniert, ganz im Gegensatz zu unseren dämlichen Politikern die nicht mal wirtschaftliche Basics verstehen die jeder Student an der WU im ersten Semester lernt.

Antworten Gast: Gehbitte
13.11.2011 09:26
4 4

Re: Wieso man Mitarbeiter von Moodys

Ich frage mich welches Interesse die USA daran hätte ein schwaches Europa zu haben? Allein schon weltpolitisch wäre das nicht logisch und wirtschaftlich sind die Verflechtungen zu eng als dass man diese Absicht verfolgen würde.

danke herr schellhorn fuer artikel wie diese

das macht eine zeitung lesenswert!

8 2

Re: danke herr schellhorn fuer artikel wie diese

dem schließe ich mich an!

Gast: Rumpex Lumpex
13.11.2011 00:51
6 2

Experten von Moody s

Sind das jene "Experten", die die Immobilienkrise antizipiert haben?

Was? Wie?

Die haben gar nichts vorhergesehen? Die haben keine Ahnung gehabt, was credit default obligations (CDOs) eigentlich sind?

Ja, worin sind die dann Experten?

Experten der Selbstbereicherung, ach so.*

* Moodys läßt sich für seine Ratings bezahlen - von den gerateten Unternemen.....nein, natürlich nicht. Es wird sicher Juristen geben, die uns erklären können, dass Querfinanzierungen über zwölf Ecken VÖLLIG legal sind.

Antworten Gast: Paria
13.11.2011 10:21
2 1

Re: Experten von Moody s

CDO = Collateralized Debt Obligation

CDS = Credit Default Swap

Sorry fürs "gscheidln", aber so ist das halt mit dem Bildungsauftrag.

10 0

Re: Experten von Moody s

Um zu wissen, dass Österreich finanziell mit dem Rücken zur Wand steht, brauche ich keinen Experten.

Aber bei den Realitätsverweigerern in der Regierung und vor allem der geistigen Sparlampe im Kanzleramt kann es nicht schaden, wenn es ihm jemand mit einem einfach zu verstehenden 3-Buchstabensystem klar macht. Wobei da wohl ein 1-Buchstabensystem besser wäre, das könnten ihm sogar seine Leibblätter "Krone" und "Österreich" erklären.

Re: Re: "Experten" von Moody s

Sehr treffend!

Gast: I*cheißmian
12.11.2011 23:29
8 2

Vielleicht könnte der Auto einmal erklären wer denn "die Geldgeber " sind. Banken leihen sich das Geld zu 1,5 % von der EZB und kaufen damit Staatsanleihen die zwischen 3 und 16 % Zinsen bekommen.

Oder sie verleihen die Kohle an Hedgefonds und diese machen das Gleiche. Kurz: die Eigentümer der Banken bekommen ihren Gewinn risikolos von den Steuerzahlern. Und bei dieser Konstruktion des Finanzsystems helfen auch keine "gesunden Staatsfinanzen", wir müssten nämlich die Verschuldung de facto auf 0 senken. Wenn alle anderen auch diesen Weg folgen (was praktisch nicht geht), dann wird eben wieder der schwächste Staat rausgepickt und mittels Hebelinstrumenten so lange angegriffen bis es aufgefangen werden muss - wegen Donimoeffekt etc.

Woher kommt eigentlich dieses blinde Vertrauen in die Ratingagenturen? Dem Staat vertraut man prinzipiell nicht aber den Ratingagenturen schon. Weshalb eigentlich, hat der Autor einen tieferen Einblick in diese Agenturen als in seinen eigenen Staat? Das die Ratingagenturen "nur ihren Job machen" glaubt der ja wohl selbst nicht.

Bin übrigens gegen hohe Staatsverschuldung und gegen zu hohe Steuern. Wird mir beim kommenden Finanzarmageddon aber auch nichts helfen.

Antworten Gast: nestbeschmutzer
15.11.2011 07:19
0 0

Re: Vielleicht könnte der Auto einmal erklären wer denn "die Geldgeber " sind. Banken leihen sich das Geld zu 1,5 % von der EZB und kaufen damit Staatsanleihen die zwischen 3 und 16 % Zinsen bekommen.

OK; und die EZB hat das Geld aus der... Luft?? Das sind Steuergelder und Spargelder von mir und ihnen, mit denen da traktiert wird!!!
Genau deshalb bin ich eingeschworener NEOLIBERALER!
Lasst das Geld bei denen, die es sich hart erarbeitet haben, jeder nach seinen Kompetenzen und Können!!! Runter mit Steuern, weg mit den idiotischen Staaten, die sich nur Selbstversorger- pfünte aufgebaut haben und aufbauen. Die uns sozialistische Gerechtigkeit als Enteignungs- Umverteilung verkaufen wollen und das Füllen der eigenen rechten und linken Partei- Taschen meinen. Weg mit dem derzeitigen Staaten!!! Diese Gerechtigkeit hat noch kein Staat der Welt je in der Geschichte geschafft! Das ist das blutigste Märchen, das er uns immer wieder unterjubeln möchte!
Und immer sind wir BürgerInnen, die das bezahlen müssen!

Die Staatsverschuldung ist die Hauptursache dieser "Finanzkrise"!!!

Zum Anfang waren die Anleihen der Staaten ein sicheres und ertragreiches Geschäft. Die daraus resultierenden Gewinne wurden von den Bankern den populistischen Politikern wieder zur Stimmviehbestechung angedienert.

Nun sind die Schulden so hoch, daß diemeisten Staaten den Zinsenaufwand nur mehr mit neuen Schulden bedienen können und so ist die Politik von der Finanzindustrie erpreßbar geworden, indem die Banker durch Kreditverweigerung an die Realwirtschaft diese jederzeit in Geiselhaft nehmen können und es auch schon getan haben.

Merkel&Sarkozy sind zu feige, um auf den Tisch zu hauen und die Banken darauf zurückzustutzen, wofür sie ursprünglich gedacht waren, nämlich als Diener der Realwirtschaft diese mit Fremdkapital zu versorgen.

Dazu wäre ein kräftiger Paukenschlag mit Nullstellung aller Staatsschulden erforderlich und anschließender Neuaufstellung des ganzen Bankwesens.

Sozusagen krönender Abschluß und gleichzeitiger Neuanfang ist ein feierliches Abschwören der Keynes`schen Irrlehren.


Antworten Antworten Gast: nestbeschmutzer
15.11.2011 07:21
2 0

Re: Die Staatsverschuldung ist die Hauptursache dieser "Finanzkrise"!!!

Jaaaa
Es lebe Hayek!

Antworten Antworten Gast: I*cheißmian
13.11.2011 20:06
0 0

Re: Die Staatsverschuldung ist die Hauptursache dieser "Finanzkrise"!!!

Inwieweit ist Regulierung von Banken ein Abgesang auf Keynes? Muss mir Keynes "General Theory..." noch einmal durchlesen......

Re: Re: Die Staatsverschuldung ist die Hauptursache dieser "Finanzkrise"!!!

Keynes wird von den Politikern bekanntlich dazu mißbraucht, das ständige Schuldenmachen, als höchste Stufe wirtschaftspolitischer Weisheit zu verkaufen!

So hat es Keynes aber gar nicht gemeint, sein größter Fehler war aber, die Schwächen der Politiker nicht zu berücksichtigen.

Gast: Neutralo
12.11.2011 22:29
13 2

Stimmt

Leider stimmt alles in diesem Artikel. Begonnen hat es vor 40 Jahren, als Kreisky und der neuerdings Bildungsbürger Androsch erklärten, dass ein paar Milliarden Schulden nicht schlimm seien und ein Staat eh nicht bankrott gehen kann. Diese Feststellungen "von oben" haben das Denkvermögen der Österreicher vernichtet und die Mentalität nachhaltig verändert. Nach endlosen neuen Sozialhilfen wie das freie Kindergartenjahr und nach vielen, überfallsartig schnell verhandelten Finanzausgleichen sind wir nun da, wo wir sind. Schulden ohne Ende, Einwände dagegen oft mit blankem Zynismus beseitigt. Dass es auch anders geht zeigt uns die Schweiz mit ihren Budgetüberschüssen. Aber die haben wir ja lange nicht ernst genommen.

Antworten Gast: Gehbitte
13.11.2011 09:37
2 0

Re: Stimmt

Es stimmt, dass es 1975 los ging mit dem Schulden machen. Wobei aus damaliger Sicht absolut gerechtfertigt. 1975 war die Staatsverschuldung mit 16,5% am BIP geradezu "lächerlich" und in Österreich gab es einiges zu tun und zu entwickeln. Allerdings ist die Verschuldung innerhalb kurzer Zeit bedenkenlos von den Genossen in Höhen getrieben worden, die nicht akzeptabel sind. 1995: bereits 68%, 1992 die 60% Marke gesprengt. Bis zu Kreiskys Abtritt 1984 war die Quote auf fast 50% gestiegen, was eine Erhöhung von ca. 190% innerhalb von 9 Jahren entspricht. Ob das gerechtfertigt war, da die Invesitionen entsprechende Früchte abwarfen, muss man hinterfragen.

1 5

Re: Stimmt

1. Es hat nicht Androsch erklärt, dass ein Staat nicht bankrott gehen kann, sondern das war bis vor gut fünf Jahren für ALLE Wirtschaftswissenschaftler praktisch unmöglich.

2. Die Reformen zur Kreisky-Zeit als Auslöser der derzeitigen Staatsschulden zu bringen ist zumindest eher mutig, wenn nicht völlig aus der Luft gegriffen.

3. Wie man die Volkswirtschaften Österreich und Schweiz in bezug auf Staatsverschuldung miteinander vergleichen kann ist mir ebenfalls ein Rätsel, vor allem (!) wenn man bedenkt, dass die Schweiz über ein drittel des weltweiten Kapitals in Ihrem Land bunkert und sich mit dieser, meiner Ansicht nach, "Frechheit" auch noch international rühmt.

Zitat Herbert Prohaska: "Gute Nacht!" Zitat Ende

Re: Re: Stimmt

kreisky hat das Land schuldenfrei übernommen und danach für stimmen verkauft

Die größere Gefahr für das triple A ist nicht der Schuldenstand, sondern die Insuffizienz dieser Regierung!!!


Gast: xom
12.11.2011 21:18
2 0

offensichtlich ist...

herrn schellhorns wahrnehmung getrübt. die unterstellungen zur der "typisch österreichischen haltung" zu diversen themen trifft vielleicht auf die politikerkaste zu, das österreichische volk erkenne ich hier absolut nicht wieder?!?

5 0

Aufbruch

Höchste Zeit für einen Aufbruch aus den mittlerweile mehr als 50 Jahren an ängstlichem Nichtstun und Bravsein. Die Lebensgeister der Menschen müssen wiedererweckt werden - Mut zum Risiko muss sich wieder lohnen - https://sites.google.com/site/mausesdergrosse/ - nie mehr in der Gruppe kuschen, lassen wir es wieder tuschen! Sobald nur endlich mal die Ängstlichkeit und der Druck zum Angepasstsein abnehmen, ist in Ö vieles möglich!!!

Gast: Geld istweg!
12.11.2011 20:45
2 0

Was ich schon immer sagte:

Die Politik führt uns im Verein mit den Banken in den Ruin! Politiker glauben immer noch sie werden gewählt, wenn sie Geschenke in Form von Subventionen oder Sozialleistungen verteilen. Nachdem sie vorher die Staatsschulden erhöhen und uns mit den Rück-und Zinseszinszahlungen zusätzlich belasten.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/708112/James-Turk_Wir-erleben-eine-Krise-des-Sozialismus?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/index.doc

3 0

Investoren verlieren das Vertrauen in österreichische Staatspapiere...


http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/oesterreich-banken-werden-zum-staatsrisiko-11525610.html


2 0

Re: Investoren verlieren das Vertrauen in österreichische Staatspapiere...

ich kann mich noch an mit ~10% verzinste Schilling Staatsanleihen erinnern.

Antworten Gast: Mitzi9
12.11.2011 20:36
2 0

Frau Fekter hat den Durchblick!

15.6.2011: Die Mrd. für Griechenland sind für Österreich ein gutes Geschäft (Fekter ans Parlament)

27.10.2011: Die Kernprobleme sind gelöst; (Fekter nach dem EU Gipfel)

... ich glaubs ihr.



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