26.05.2012 18:05 | Meine Presse Merkliste 0

SuperMarkt: Die Ruhe nach dem Sturm

21.01.2012 | 18:14 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Wer nach dem Verlust des "Triple A" eine radikale Kurskorrektur der Regierung fürchtete, darf aufatmen. Erst vergangenen Freitag konnte sich die Republik auf den Finanzmärkten problemlos fünf Milliarden Euro leihen.

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So ein kleiner Schock ist zwar nie sehr angenehm, hin und wieder aber ganz hilfreich. Der nicht ganz zufällig „verlorene“ Führerschein kann zu einer dauerhaft „trockenen“ Fahrweise führen, wie eine kleine Nachprüfung zu Ferienende das Lernverhalten dauerhaft zu verändern in der Lage ist. Der Schock kommt aber nicht immer in heilsamer Begleitung – wie der politische Diskurs in Österreich sehr schön zeigt. So geht etwa die Kanzlerpartei SPÖ eine Woche nach dem Verlust des Triple A ausgiebig der Frage nach, ob österreichische Spitzensportler in ihrer Heimat auch genug Steuern zahlen.

Die ÖVP wiederum erklärt, warum die Aushängeschilder der Nation ihre steuerrechtlichen Privilegien behalten sollen, während die Grünen mit den Subventionen für die Salzburger Festspiele nicht ganz einverstanden sind. Dem BZÖ sind die Gehälter der Mitarbeiter der Parlamentspräsidenten zu hoch. Und die FPÖ fordert nach dem Verlust des Triple A allen Ernstes einen Parlamentskindergarten – nicht für die 183 Insassen, sondern für deren Nachkommen.


Alles reine Ideologie? Nun könnte es natürlich sein, dass die Klärung all dieser Fragen nicht wirklich zu den prioritären Aufgaben eines gerade nach unten gestuften Landes gehört. Aber ein derartiger Hinweis liefe wohl umgehend Gefahr, als „ideologisch gefärbter“ Befund getadelt zu werden. So wie die SPÖ täglich davor warnt, Sparen zur „Ideologie“ zu erklären. Wer also meinen sollte, dass ein ausgeglichener Haushalt etwas mit ökonomischer Vernunft zu tun hat, ist aus Sicht der Sozialdemokraten ein brandgefährlicher Amokläufer. Weitsichtige Denker – wie führende Gewerkschafter und ökonomisch versierte Schriftsteller – wissen hingegen, dass nach dem Verlust des Triple A bei den öffentlichen Ausgaben so richtig Gas zu geben ist. Jetzt erst recht! Nur so sei das Schlimmste zu verhindern.

Das „Schlimmste“ ist hierzulande freilich nicht der Staatsbankrott, sondern die Möglichkeit, dass gebremste Staatsausgaben zum höchstpersönlichen Sparparket eskalieren. Deshalb dürfe der Staat jetzt nicht in die Krise gespart werden, wobei der ÖGB in dieser Frage sogar in Standard & Poor's einen Verbündeten gefunden haben will: Die Ratingagentur habe nämlich nach der Abstufung zahlreicher Euroländer davon abgeraten, Staatsschulden nur durch Einsparungen abzubauen. Nicht erwähnt wird freilich, dass allein der Bund heuer Ausgaben von 73,5 Milliarden Euro plant. Gegenüber 2010 ein Plus von neun (!) Prozent. Dieser Anstieg führt auch zum erwarteten Defizit von 9,1 Milliarden Euro, nicht etwa „zu niedrige“ Einnahmen. Letztere werden heuer auf dem Rekordwert von 64,4 Milliarden Euro erwartet.

Selbstverständlich ist es eine Variante, zur Abdeckung dieses Defizits wieder an der Steuerschraube zu drehen. Höhere Einnahmen führen in Österreich allerdings nicht zu einem ausgeglichenen Haushalt, sondern zu noch höheren Staatsausgaben. Bis dato ist es noch keinem einzigen Staat gelungen, einen desolaten Haushalt einnahmenseitig zu reparieren. Sanierungen sind ausschließlich über gekürzte Staatsausgaben gelungen, jüngst etwa in der Schweiz und in Schweden.

Der skandinavische Wohlfahrtsstaat ist mittlerweile mit weniger als 30 Prozent seiner Wirtschaftsleistung verschuldet. Und die Schweiz hat in den vergangenen sieben Jahren dank Schuldenbremse ausschließlich Überschüsse erwirtschaftet. Ohne dass Berichte über grassierende Massenarmut zu uns durchgedrungen wären. Österreich könnte es den schwedischen Sozialdemokraten gleichtun und empfindliche Abschläge für Frühpensionen einführen. Jedes Jahr, das die Bürger näher an das gesetzliche Pensionsantrittsalter bringt, entlastet den Staatshaushalt um eine Milliarde Euro.

Österreich könnte natürlich auch eine Schuldenbremse nach dem Vorbild der Schweiz einführen, die nur in Ausnahmefällen Defizite zulässt – mit der Bedingung, diese in den drei darauffolgenden Jahren abzubauen. Dazu bräuchte es keine Bestimmung in der Bundesverfassung, sondern „nur“ eine entschlossene Regierung.


Courage lohnt sich. Eine derartige Entschlossenheit könnte sich bezahlt machen: Laut einer OECD-Studie wurden in den vergangenen 35 Jahren 56 Prozent aller Regierungen aus dem Amt gejagt, wenn sie budgetäre Schieflagen mit höheren Steuern beheben wollten. Nur jede fünfte Regierung wurde abgelöst, wenn sie öffentliche Ausgaben kürzte. Auch die österreichische Bundesregierung wird die Staatsausgaben zurückfahren müssen. Spätestens dann, wenn die laufenden Kosten (Zinsen) des immer schneller wachsenden Schuldenberges die Einnahmen aus höheren Steuern auffressen.

Das scheint angesichts niedriger Zinsen in weiter Ferne zu liegen. Erst vergangenen Freitag konnte sich die Republik auf den Finanzmärkten problemlos fünf Milliarden Euro leihen. Noch dazu sehr günstig. Das wird sich schlagartig ändern, wenn die Europäische Zentralbank aufhören muss, Großbanken unbeschränkt billiges Geld zur Verfügung zu stellen, damit diese die Schulden der Eurostaaten finanzieren. Die EZB kann nämlich nicht auf Dauer die Notenpresssen auf Hochtouren laufen lassen, so sie nicht unkontrollierbare Inflationsraten riskieren will. Dann wird keine Rede mehr von gut untergebrachten Staatsanleihen sein, sondern von explodierenden Zinsen.

Je länger also die politische Elite der Republik wartet, den Haushalt ausgabenseitig in Ordnung zu bringen, desto größer und härter werden die Korrekturen. Aber wer weiß, vielleicht steht bis dahin zumindest der Parlamentskindergarten. Dann wäre zumindest ein Problem gelöst.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2012)

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54 Kommentare
 
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heduda
23.01.2012 18:03
0 0

wenn man einzelne Beträge

beläßt und andere rauslöscht, entsteht ein falsches Bild .Das muß ich der Presse vorwerfen .Das haben sie nicht nötig.Aber Sie glauben Sie haben es nötig.Schwach.Aber Sie zeigen auch immer wieder Stärke.Deshalb hab ich Hoffnung.Würde ja sonst nimmer hoffnungsvoll posten.Meine Agression richtet sich immer hauptsächlich gegen eine Ausage,aber nicht gegen derer Person.

Gast: zensuriert doch mal wen anderen
23.01.2012 11:33
0 1

der plan

der sozialistischen einheitspartei SPÖVP ist klar: da der sieg des HCS bei der nächsten wahl nicht verhindert werden kann, machen sie noch soviele schulden, dass HC nur verbrannte erde übernehmen kann. dadurch glauben sie, bei neuwahlen mit glanz und gloria an die macht zurückkehren zu können. wenn sie sich da nur nicht täuschen. vielleicht sind die österreicher doch nicht so doof und vergesslich wie sie oft scheinen, dann geht der schuss mächtig nach hinten los.

Dirac
23.01.2012 01:11
0 0

Standard & Poor's as Verbündete vom ÖGB

Zuerst konnte ich es nicht ganz gleuben, dass der ÖGB in Standard & Poor's einen Verbündeten gefunden haben will, bis ich folgendes in der Erklärung zum downgrading der Euroländer gefunden habe:

"...As such, we believe that a reform process based on a pillar of fiscal austerity alone risks becoming self-defeating, as domestic demand falls in line with consumers' rising concerns about job security and disposable incomes, eroding national tax revenues."

Also frei übersetzt machen sie sich Sorgen, dass zu strenge Sparmaßnahmen die Inlandsnachfrage in stocken bringen und durch den resultierenden Einnahmenrückgang die Staaten noch mehr Probleme bekommen.

Inwieweit mit diesem Statement auch Österreich gemeint sein könnte, sei dahingestellt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass S&P eher die Staaten des Südens, die in einer Rezession sind oder darauf zusteuern, ansprechen will.

Gast: Lukas
22.01.2012 22:44
1 0

Gratulation an Herrn Schnellhorn!

der Artikel spiegelt das katastrophale Versagen Österreichs Parteien wider. Viele wissen was besser wäre, aber keine Partei hat den Mut das ehrlich zu vertreten. Bis jetzt haben die Österreicher die Lügen vor Wahlen den politischen Pharisäern auch leider immer wieder abgekauft. Unsere Kinder werden uns dafür verfluchen, sie dürfen den Wohlfahrtsstaat auf Pump bezahlen...

Was ist schon ein Ausgabenplus von neun Prozent?

Ein Zeichen dafür, wo so die reale Inflation zu liegen kommt, auch, wenn es niemand zugibt.

3 0

Its so easy : 30 Mrd. EURO brächten alleine

die Umstellung auf das schwedische Pensionsmodell u. das schweizer Verwaltungs- u. Steuersystem !!!

Doch die Gewerkschaft meint, das AUSPLÜNDERN der Kinder u. Wertschöpfer ist OK, darum fährt auch kein Gewerkschafter mehr nach Schweden u. schon gar nicht in die "neoliberale" Schweiz.

Intelligente Menschen haben ein gesundes, ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, da ergäben sich so einige Fragen...

Das werte Österreicher ist gelebte Sozialpartnerschaft !

heduda
22.01.2012 18:32
0 1

Politisch seid ihr ängstliche Nudelaugen

aber fachlich ist Eure Zeitung Spitze.

2 15

es gibt NICHTS dümmeres,

als einzelmaßnahmen anderer staaten zu kopieren!

wer eine schuldenbremse a la schweiz oder schweden will, muss auch das politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche..... system dieser länder abpausen!

und er muss auch einen bevölkerungsaustausch bewerkstelligen.

aber solche banalitäten halten einen supermarketman auf seinem ideologie-trip nicht auf: lang lebe der neoliberale gaul, der uns die letzten 20 jahre bis hierher getragen hat und einfach nicht verrecken darf.

Antworten El Barato
22.01.2012 13:21
7 0

Re: es gibt NICHTS dümmeres,

Zynisch könnte man anmerken:

Der Bevölkerungsaustausch ist bereits in vollem Gange.

Allerdings hat dieser leider nichts mit einer Schuldenbremse zu tun.

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
22.01.2012 14:58
3 0

Re: Re: es gibt NICHTS dümmeres,

der war gut

15 1

Ziemlich dumm Herr Oberst

Nachdem sie das Volk nicht austauschen können müssen sie das Volk klüger machen. Ist so in der Schweiz passiert wo das Volk durch die laufenden Abstimmungen in der direkten Demokratie gelernt hat die Konsequenzen ihrer Entscheidungen abzuschätzen. Nicht so in Österreich wo sozialistische Politiker mit Sätzen wie "die Pensionen sind sicher" und "wir haben noch Zeit für Sparmaßnahmen" jenen Anteil der Wähler der entsprechend unintelligent ist die demzufolge auch bevorzugt SPÖ wählt, etwas vorlügt. Wenn sie sich, für mich nachvollziehbar, im Krone Forum besser beheimatet vorkommen dann wechseln sie doch dorthin oder bilden sie sich zumindest nicht ein hier in der Presse auf ähnlich leichtgläubige und schlicht gerstrickte Poster zu treffen. Die durchschauen nämlich ihre Postings ziemlich schnell als das was sie sind - nämlich Unsinn!

Re: Ziemlich dumm Herr Oberst

Wen wählen denn die intelligenten Österreicher? Die Bauern- und Beamtenartei?

Antworten Antworten Gast: 12345
22.01.2012 13:30
2 0

Re: Ziemlich dumm Herr Oberst

Die Schweizer sind eben schon im 21. Jahrhundert angekommen.
Österreich hat natürlich wieder alles verschlafen.
Peinlich, dass ich die österreichische Staatsbürgerschaft habe.

1 15

Re: Ziemlich dumm Herr Oberst

ich nehme posten nicht ernst. das ist eine lustige freizeit- und zwischendurchbeschäftigung.
und das presse-forum ist ob seiner hochnäsigkeit ganz besonders amüsant.
(besonders so obergscheite wie sie sind grund für erheiterung - von der schweiz schreiben und keine ahnung über die schweiz haben, grins, grins grins!)

11 2

Sie irren ja schon wieder Herr Oberst...

...sie kapieren einfach nicht, dass sie hier im Presse-Forum nicht derjenige sind der über andere Poster hier lachen kann - dafür sind ihre Postings zu dumm! Hier lachen die anderen Poster über sie - da können sie nichts verdrehen um irgendwie besser da zu stehen. Halten sie sich an meinen Vorschlag - gehen sie wieder ins Krone-Forum, da passen sie hin, da fallen sie nicht dumm auf!

2 6

Re: Sie irren ja schon wieder Herr Oberst...

doch zurück zum ursprung des irrsinns: schellhorns fanatismus, den viele hier teilen, und seine bedeutungslosigkeit.

im leitartikel einer zeitung, die tatsächlich eine halbwegs vernünftige zahl von lesern hat und somit relevant ist, heisst es heute:
"Die vergangenen eineinhalb Jahrzehnte waren für die Reichen des Landes wahrlich fette Jahre. Allein seit 2001 haben sich die Privatvermögen auf rund 1300 Milliarden mehr als verdoppelt, die Nettoeinkommen der Unselbstständigen sind magere 12 Prozent gestiegen."
(heutiger kurier, peter rabl)

die wampen dieser fetten säcke werden von schellhorn verteidigt, manchmal direkt, manchmal hintenrum.
sie und andere, denen ich ganz gewiss keinerlei reichtum zubillige, klatschen beifall zu ihren eigenen ungunsten.
somit haben sie sogar recht: ich sollte nicht lachen, weil eigentlich ist das zum weinen!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast895
22.01.2012 18:27
1 0

Re: Re: Sie irren ja schon wieder Herr Oberst...

Zu Wampen und fetten Säcken die noch nie etwas sinnvolles gearbeitet haben und als lebenslange Transferbezieher wie die Maden im Speck leben fallen mir die sozialistischen Funktionäre der AK und des ÖGB ein!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
22.01.2012 15:16
3 0

Re: Re: Sie irren ja schon wieder Herr Oberst...

Glauben Sie doch nicht alles was in den Zeitungen steht !

Die Redakteure haben ja nicht ein mal Halbwissen.

Seit dem Jahr 2000, also den letzten 12 Jahren, hat der Dow Jones um 10 Prozent zugelegt.
Seit dem Jahr 2009, also in den letzten 3 Jahren, hat der Dow Jones um 80 Prozent zugelegt.

Sind die Aktionäre jetzt um 10 oder um 80 Prozent reicher geworden ?

0 6

Re: Sie irren ja schon wieder Herr Oberst...

ICH lache, über wen ich lachen will.

ihre arroganz ist atemberaubend!
wenn ich meine statements wortwörtlich zb im standard poste, dann habe ich überwiegend zustimmung.
presse- und standard-forum unterscheiden sich dadurch, dass das rosarote mindestens 5 mal so groß ist.
wenn sie so wollen: was kümmert es mich wenn mich eine (verschwindende!)minderheit für dumm hält...
ein weiterer grund zum lachen!

und falls es ihnen noch immer nicht genügt: sogar der CR dieser zeitung hat sein eigenes forum vor ca einem jahr in einem leitartikel als 'intellektuell wohlstandsverwahrloste' bezeichnet.

so, machen sie jetzt ihr nachmittagsschläfchen und träumen sie voll arroganz von der eigenen klugheit!

Gast: einerdervielNachdenkt
22.01.2012 10:03
10 0

für mich ist Schellhorn

für mich ist Schellhorn einer der besten, und vernünftigsten Jornalisten die Österreich derzeit hat. Bei den verantwortlichen Politikern habe ich das Gefühl, dass sie keine Ahnung haben, welches langwieriges Elend der Menschen sie mit ihrer Politik verursachen werden

Gast: Markus Trullus
22.01.2012 09:08
7 0

Freundschaft!

Wer nach dem Verlust des "Triple A" eine radikale Kurskorrektur der Regierung fürchtete, darf aufatmen.......
Leider, leider. Wie FS richtig beschtreibt: Die Schweden habens geschafft, aber wir Ösis sind scheinbar zu blöd dazu; und damit meine ich nicht die Politiker, sondern uns Bürger. Auch ich.
Soz. Freundschaft, Ösis, Freundschaft!!!

hoxworth
22.01.2012 08:48
1 0

inflation

"Die EZB kann nämlich nicht auf Dauer die Notenpresssen auf Hochtouren laufen lassen..."

das hat sie aber zumindest in den nächsten jahren vor, lt. einem bericht vor zwei tagen hier in der presse, die rede ist von 10 billionen!

12 0

wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe...

Die Zinsen werden nicht steigen, denn die EZB wird Geld drucken bis zum bitteren Ende - und Österreich, so wie alle anderen Staaten, werden Schulden machen bis zum bitteren Ende, denn jetzt scheint ja alles wieder in Ordnung...
die Dummheit und kriminelle Energie der Politiker ist grenzenlos

4 6

JaJa die Finanz-Danistakratie

Es ist nicht möglich, Schulden einer geschlossenen Volkswirtschaft zu reduzieren/begleichen. Schuld daran ist der Zins.

Der Wert des Zinses entsteht durch die Nutzung von Wert-Äquivalent (Münzen, Banknoten).
Eine Volkswirtschaft kann aber kein Entgelt für Nutzung von Geld aufbringen, da dies niemals in Umlauf gebracht wurde und daher schlicht nicht existiert.

Mittlerweile bezahlt man beim Erwerb einer Ware 40% des Preises nur für Zinsen(!), welche bei der Wertschöpfung anfallen und an den Endverbraucher weitergegeben werden.

Ein verzinstes Geldsystem endet zwangsläufig und ausnahmslos in der Hyperinflation, weil der Wert des Zinses keinen realen Gegenwert besitzt und dessen Erbringung daher ausgeschlossen ist.

Die politischen Eliten dieser Republik haben mittlerweile viel zu wenig Macht um sich gegen Finanz-Danistakratie und Massen-Medien durchzusetzen. Tatsächlich sehen wir lediglich Politik-Darsteller, die alles dafür tun um ihren lukrativen Posten so lange als möglich behalten zu dürfen.

http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/plan-b.pdf

5 0

Wer also meinen sollte, dass ein ausgeglichener Haushalt etwas mit ökonomischer Vernunft zu tun hat, ist aus Sicht der Sozialdemokraten ein brandgefährlicher Amokläufer.

nicht nur aus der sicht derer - die restlichen parteien denken genauso, ebenfalls die waehler

irgendwann wird niemand mehr die anleihen zeichnen ausser die zentralbank
die schulden wachsen exponentiell und wir werden uns (wieder einmal) in die liste der laender einreihen, die eine hyperinflation erleben mussten
http://en.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation

nur um wieder 2 generationen spaeter den gleichen fehler zu machen - weil das einzige, was wir aus der geschichte lernen ist, dass wir nichts aus der geschichte lernen

das einzige (wird aber nicht gemacht werden) was dieses szenario verhindern koennte waere eine ganz massive senkung der staatsausgaben
bei 10 mrd zinsen / jahr und 10 mrd zusaetzlicher neuverschuldung muss eine fiskalische luecke von 20 mrd geschlossen werden, allein um den status quo aufrecht zu erhalten.
um den kurs zu reversieren, muessen mehr als 20 mrd eingespart werden - da dies deflatorische wirkung haette und ein teil der wirtschaft zusammenbrechen wuerde, der nur durch die staatssubventionen am leben erhalten wird, werden die steuereinnahmen in weiterer folge einbrechen & noch massiveres sparen ist angesagt

jedoch bei gleichzeitiger deregulierung & oeffnung der markte, einstellung jeglicher umverteilung sollte die rezession in 1 jahr vorbei sein - dann gehts wieder bergauf

allerdings der derzeitige kurs fuehrt uns mit 200 sachen gegen die betonwand

Antworten Gast: Halbwissen
22.01.2012 15:48
0 0

Re: Wer also meinen sollte, dass ein ausgeglichener Haushalt etwas mit ökonomischer Vernunft zu tun hat, ist aus Sicht der Sozialdemokraten ein brandgefährlicher Amokläufer.

irgendwann war gestern

 
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