26.05.2012 18:05 | Meine Presse Merkliste 0

Davoser Glühwein-Sozialismus

28.01.2012 | 19:03 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos wurde ausgiebig über Alternativen zum Kapitalismus nachgedacht. Dabei existiert dieser nur noch am Papier.

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So kann es nicht weitergehen. In diesem Punkt waren sich die elitären Teilnehmer des Davoser Weltwirtschaftsforums und die in klirrender Kälte kämpfenden Aktivisten der „Occupy“-Bewegung einig. Wie auch darin, dass nur eines zu ändern ist, um die Welt wieder von der schiefen Bahn zu bekommen: der Kapitalismus. Oder, um es in den Worten von Klaus Schwab, dem Gründer des Weltwirtschaftsforums, zu sagen: „Der Kapitalismus in der bisherigen Form passt nicht länger zu unserer Welt.“

Doktor Schwab diagnostizierte noch andere unschöne Dinge: „Wir haben die Lektionen aus der Finanzkrise von 2009 nicht gelernt. Wir sind überschuldet. Wir haben Zukunftsinvestitionen vernachlässigt, wir haben den sozialen Zusammenhalt geschwächt, und wir laufen Gefahr, das Vertrauen künftiger Generationen vollständig zu verlieren.“ Nun ja, das ist nicht gelogen. Bleibt nur zu fragen, wer „wir“ sind. „Wir“ Politiker, „wir“ Banker, „wir“ Konzernlenker, „wir“ Arbeiter? Nein. Gemeint sind all jene, die eine Wirtschaftsordnung für ziemlich passabel halten, die Millionen von Menschen aus der Armut geführt und in der westlichen Welt für Massenwohlstand gesorgt hat, aber in dieser Form offenbar nicht mehr in unsere Welt passt.


Schweizer Hüttengaudi. In einem der luxuriösesten Wintersportorte der Welt wischt sich also die erste Führungsebene der Politik und Wirtschaft die Schuld am Schlamassel von den Schultern wie frischen Schnee. Das hat was. Wirtschaftskapitäne, die stets den freien Markt predigten, um sich bei erster Gelegenheit demütig um staatliche Hilfsgelder anzustellen. Weil sie Produkte auf den Markt brachten, die sie nicht verstanden und damit horrende Summen in den Sand setzten. Politiker, die es seit Jahrzehnten nicht schaffen, weniger Geld auszugeben als sie einnehmen, und nun die Überschuldung der von ihnen geführten Staaten den von ihnen regulierten Märkten unterjubeln.

Nachdenken über Verbesserungen ist natürlich immer gut. Allerdings sollte die Frage erlaubt sein, auf wen hier eigentlich eingeprügelt wird. Auf einen Kapitalismus, der nur noch auf dem Papier existiert, in der Praxis aber längst von einem knallharten Staatssozialismus abgelöst wurde, der das Leben der Menschen demokratischer Länder bestimmt wie selten zuvor. Während also in Davoser Skihütten bei Glühwein und Biospeck über die zerstörerische Kraft ungezügelter Märkte sinniert wird, hat es sich der Staat in den Wohnzimmern der Bürger gemütlich gemacht.

In ganz Europa ist der Staat größter Investor, Unternehmer und Arbeitgeber zugleich. Kein wichtiger Bereich, der nicht von Staatshand gelenkt würde. Nehmen wir nur die Geldpolitik: Die Höhe der Zinsen hat schon lange nichts mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun. Sie wird von den Zentralbanken künstlich niedrig gehalten, um verschuldeten Staaten den Zinsendienst zu ermöglichen. Dasselbe gilt für die Geldmenge, die von den Zentralbanken künstlich hoch gehalten wird, um finanziell angeschlagenen Staaten den Zugang zu frischem Kapital zu ebnen. Nur deshalb kann sich Italien heute so günstig verschulden wie in den vergangenen 25 Jahren nicht. Ein Land, das sich gerade mit einer Expertenregierung selbst unter Kuratel stellte.

Der staatlich manipulierten Geldpolitik ist es auch zu danken, dass Griechenland seit fast zwei Jahren mit frisch bedruckten Euroscheinen über Wasser gehalten wird – mit dem Ergebnis, dass das Land heute genauso pleite ist wie vor zwei Jahren. Nur die Schadenssumme ist angeschwollen. Ist das jener Kapitalismus, der nicht mehr so recht in unsere Zeit passen will?

In einem Punkt haben die „Occupy“-Aktivisten allerdings recht: Es war ein verheerender Fehler, die vor dem Untergang stehenden Banken mit Haut und Haaren zu retten. Statt das Versagen der Aktionäre einer kapitalistischen Lösung zuzuführen und sie von der Last ihres Vermögens zu befreien, wurden sie von der Politik auf Kosten der Steuerzahler gerettet. Nicht zuletzt deshalb, weil viele der angeschlagenen Geldhäuser in öffentlichem Eigentum standen.

Zu all dem passt, dass die deutsche Regierung vergangenen Donnerstag einen neuen Rettungsfonds für taumelnde Banken bereitgestellt hat. Deutsche Institute haben nämlich tonnenweise Anleihen in ihren Büchern, deren Rückzahlung höchst fraglich ist. Durchgebracht wurde das Geld nicht von rauschende Parties feiernden Playboys. Sondern von Regierungen, die trotz rekordverdächtiger Steuereinnahmen ihre Rechnungen nicht mehr begleichen können.

Das also ist jener Kapitalismus, der nicht mehr so recht in unsere Welt passen will? Vielleicht sollten sich die Davoser Eliten im nächsten Jahr der Frage zuwenden, wie denn die Regierungen europäischer Schuldnerstaaten wieder zu zügeln wären. Damit auch die „Occupy“-Aktivisten eine Zukunft haben und ihre Zeit mit Nützlicherem verbringen können als in klirrender Kälte den falschen Mond anzubellen.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.01.2012)

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29 Kommentare
 
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"Es gibt kaum eine Fehlentwicklung in der Wirtschaft,

die sich nicht auf staatlichen Einfluss rückführen lässt", meint F. von Hayek.

Somit braucht es einen STARKEN, SUPERSCHLANKEN STAAT (nicht einen irre aufgeblähten, schwer überbezahlten) als Ordnungsrahmen
u. eine Wirtschaft die nirgends zu einer steuergeldfinanzierten, halbstaatlichen Konkurrenz (siehe SCHWEIZ) treten muss.

Weder K. MARX noch der "washington consensus" (siehe Niedergang Amerikas) sind im Besitz der ökon. Wahrheit.

Die ökosoziale MARKTWIRTSCHAFT ist völlig OK.

Nur die Beamten, Bürokraten u. Pensionistendiktatur in Österreich MUSS beendet werden.


Gast: Emantsag
30.01.2012 14:16
0 1

Peinlicher Kommentar

Ein System, das Privateigentum an Produktionsmitteln ermöglicht und in dem der Staat als großer Player in Komplizenschaft mit der Geldelite auftritt, um den Mittelstand mittels Schuldbeziehung auszunehmen, nennt man Staatsmonopolistischen Kapitalismus, nicht Sozialismus.

Oberflächliche Betrachtungen in Ehren, Herr Schellhorn, aber das geht zu weit und ist einfach nur peinlich.

Antworten starshaper
31.01.2012 19:15
0 0

RETRO

Sie haben wohl irgendwann in den 1970er Jahren ein Schulungsheft der SED gelesen und seither nichts mehr...

Leitwolf
30.01.2012 00:27
3 0

Kapitalismus ist nicht nur Derivatehandel. Vor allem gehts um Privateigentum an Produktionsmitteln

Die Alternative dazu muss nicht unbedingt Kommunismus heissen, es böte sich auch die Leibeigenschaft an, so wie sie sich ja schon vor 1848 bewährt hat. Das ist die Angebotsseite.

Nachfrageseitig haben wir zwar noch eine relative Freiheit zu konsumieren was uns beliebt, es wird allerdings zusehends unleistbar. Die Doktrin des Klimawandels verbietet uns vieles was wir gesetzlich noch dürfen. Es ist aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis die neue Realität Gesetz wird.

Das ist in der heutigen "Demokratie" nicht anders möglich. Erst müssen die freilich völlig unabhängigen Medien Stimmung machen, dann erst kann die Regierung Schritte setzen. Andernfalls käme es zu Problemen bei der Compliance.

Und das Grundübel des Kapitalismus besteht wohl darin, dass es schon längst nicht mehr das leistet, was die Regierungen von ihm verlangen. Dass man ihn de facto längst abgeschafft hat, entschuldigt ihn dabei nicht. Wenn der Staat, ganz gegen sein Wesen, irgendwo Freiheit gewährt, dann will er dafür fürstlich entlohnt werden. Beispielsweise mit jenem Wachstum, dass man schon längst verbucht hat, aber dann nicht eingetreten ist.

Gast: Hunting
29.01.2012 15:23
0 4

Die Blüten des Raubkapitalismus

Das US-Justizministerium wirft der Wegelin Bank Beihilfe zur Steuerhinterziehung vor. Zehn weitere Banken stehen ebenfalls im Visier der amerikanischen Justiz, darunter Credit Suisse und Bank Bär. Die Amerikaner wollen Namen von mutmasslichen Steuersündern. Mit Ausnahme der US-Kunden werden sämtliche Geschäfte in die neu gegründete Notenstein Privatbank übertragen, wie die Wegelin Bank am Freitag mitteilte.Besitzerin des neuen Unternehmens ist die Raiffeisengruppe. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Vermögenswerte der bisherigen Wegelin-Kunden in der Höhe von 21 Milliarden Franken werden vollumfänglich in die Notenstein Privatbank integriert. Auch die 700 Wegelin-Mitarbeitenden wechseln unter das Dach des neuen Finanzinstituts.

Gast: yamo
29.01.2012 14:55
2 0

Hätte man diesen Kommentar 2006 auch schon schreiben können,

oder war damals noch gute alte Zeit?

Fragt sich nur was damals eigentlich um so viel anders war? Wenn man von der Eskalationssstufe des Geldes absieht, und dem Siegenzug der Smartphones, bleibt nicht viel.

Gast: UKW
29.01.2012 13:53
7 1

Völlig richtig, Herr Schellhorn!


ujvar
29.01.2012 12:47
7 1

Ja der Staatskapitalismus, also der Sozialismus durch die allg. Wohlfahrtstür hat wieder versagt, die massiven Schulden der Länder, nichrs anderes bringt uns finanziell um

Lügen wir uns nichts vor, wieder gehen wir an zuviel Sozialismus mit gütigem gesicht zugrunde

Distractio
29.01.2012 12:10
2 1

„Der Kapitalismus in der bisherigen Form passt nicht länger zu unserer Welt.“

So eine Aussage durch jene Eliten, die "Kapitalismus" immer einfach so definieren wie sie es gerade nötig haben, lässt in mir kaum Hoffnung aufkommen, dass wir bald das Ende dieses weltweiten Kollektivismus mit faschistischem Umhang sehen.

Vielen dank für diesen Beitrag, er findet bei mir vollste Zustimmung.

Guter Beitrag:
http://dalaeuftwasschief.wordpress.com/2011/11/20/vater-staat-wirds-schon-richten/

periskop
29.01.2012 11:20
3 0

"Der Kaptalismus passt nicht mehr in diese Welt" heißt: wir sind mit unserem Latein am Ende!

Man kann den "Kapitalismus" nicht durch ein anderes System ersetzen, weil er gar kein "System" ist. Es gibt ja hier keine Dogmen und keine Tabus, die dazu zwingen, immer wieder den gleichen Fehler zu machen (woran der Marxismus gescheitert ist). Alle machen das, was sie für vernünftig halten, deshalb ist alles möglich. Es gibt einerseits riesige Unterschiede, aber andererseits auch so etwas wie einen Massenwahn. Ein solcher war die Idee, dass sich die Staaten ewig ein Wohlleben auf Pump leisten könnten, was sich jetzt als unmöglich erweist.
Trotzdem wagt es niemand, diese Politik aufzugeben, weil dann alle den Gürtel enger schnallen müssten, was das Volk nicht geduldig hinnehmen würde. Deshalb versucht man die Krise mit den Mitteln der Geldpolitik abzuwenden. Die lang erprobten Mittel wirken aber nicht wie sonst, obwohl das Gelddrucken und auch das Einsammeln fast wertloser Staatspapiere schon in einem Ausmaß praktiziert wird, das nicht mehr lange durchzuhalten ist.
Jetzt ist guter Rat teuer, niemand kennt eine Lösung. Es scheint, dass die Welt einer Wirtschaftskrise nie gekannten Ausmaßes zusteuert.
So eine ausweglose Lage hat noch jedesmal zu Gewaltherrschaft und Krieg geführt, wovor uns ein gütiges Schicksal bewahren möge!

Collector
29.01.2012 10:32
0 3

Die Strategie der Elite heißt "creative destruction"!

Ein Bankier wurde gefragt: "Warum unterstützen Sie Bela Kuhn, den Kommunisten (mit Mörderregime in Ungarn)?" Antwort: "Er runiniert das Land, das ist unser Gewinn. Denn da können wir billig einkaufen".
Heute wird durch den EURO ("kollektiver Wahnsinn!" nach Minister Hague) Europa ruiniert. ´Die Heuschrecken freut es.
(mit Raiffeisen, Erste und Unicredit in 10 Tagen zwischen 30-100% Gewinn!).
Dank der idiotischen Politik von Merkel/Schäuble, die, wie Davos zeigt, sich mit ihrer "Fiskal(spar)union" nur noch lächerlich machen.

Gast: Österreicher in Frankfurt/Main
29.01.2012 10:13
11 0

wie immer ausgezeichnet!

Sehr geehrter Herr Schellhorn,

danke für diesen ausgezeichneten Artikel. Er zeigt, dass nicht alle dem widersinningen Geplapper unserer Politiker auf den Leim gehen.

Zwei Dinge haben die DDR überlebt: Das Ampelmännchen und der Sozialismus in den Köpfen der Menschen. Wir können unsere Probleme nicht mit nochmehr staatlichen Einfluß und staatlichen Regulierungen lösen, wir müssen die Eigenintiative der Menschen fordern und deren Recht auf Selbstbestimmung zu lassen.

Gast: haniok
29.01.2012 09:37
0 9

sozialismus

also ich bezweifle, dass man von sozialismus sprechen kann, wenn der staat zwar umteilend fungiert aber die umteilungsfunktion nicht von "oben" nach "unten" passiert sondern von "unten" nach "oben"

und sei's nund kapitalismus oder staatssozialismus, es kann kein funktionierendes system geben in dem manche menschen mehr haben als sie in 10 Generationen verbrauchen können während andere menschen verhungern und wie ist doch gleich das zitat von jean ziegler...

"Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet."

zum nachlesen.. http://www.sueddeutsche.de/kultur/dokumentation-jean-ziegler-nicht-gehaltene-rede-zur-eroeffnung-der-salzburger-festspiele-1.1124001

Antworten Gast: jannn
29.01.2012 18:47
2 0

Re: sozialismus

Jean Ziegler-- war das nicht der Freund vom Gaddafi??

7 0

Re: sozialismus

nachgelesen. und sich schon vorher ein bisschen mit jean ziegler befasst.
der mann gibt kindliche gutmenschenideologien von sich, ohne die probleme in entwicklungsländern auch nur ansatzweise zu verstehen. es ist gut, dass er kein sprachrohr in salzburg bekommen hat, denn er fördert gedankenlose plattheiten.
schönen gruss aus einem bitterarmen entwicklungsland.

Gast: Hans Berger
29.01.2012 09:34
8 0

*** CHAPEAU! ***

Der beste Kurzkommentar zur wirtschaftlichen Lage in GutLinksÖkoVollkasko-Europa!

DANKE!

13 0

dieser artikel findet meine ungeteilte zustimmung

herr schellhorn, danke.
wenige trauen sich die wahrheit zu sagen und sie auf den punkt zu bringen.
das gedankenlose nachplappern der ablenkungspropaganda - die kapitalisten und spekulanten seien schuld - spielt nur denjenigen in die hände, die den ganzen schlammassel hauptverursacht haben: unsere um jeden preis wiedergewählt werdenden wollenden politikerInnen der meisten couleurs.

10 0

Ausgezeichneter Kommentar!

Danke für den ausgezeichneten Artikel. Hier wird ein klarer Durchblick geboten, während andere Kommentare in den Medien nur alles vernebeln.

Gast: Bärenfalle...
29.01.2012 08:50
5 0

Analog zur Elektrotechnik

BIP = Scheinleistung

Staatliche Umverteilung und Finanzwirtschaft = Blindleistung

Realwirtschaft = Wirkleistung

In den letzten 20 Jahren wurde jedes weitere Wachstum der Scheinleistung gelobt und dabei ignoriert, dies geschah nur aufgrund stetig zunehmender Blindleistung im System.

Und nun steht "die Elite" wie die Kuh vor dem herankommendem Zug vor der Maschine Wirtschaft
und wundert sich:

Die Drähte glühen, die Maschine frisst soviel Sprit und Ressourcen wie noch nie, alles auf Anschlag, Drehzahl hoch und trotzdem kommt am Ende kaum mehr was raus.
Aber schön warm ist es schon in der Nähe der Maschine (soziale Wärme ;)

Und jetzt wird überlegt ob man nicht die Drehzahl noch ein wenig steigern könnte (Wachstum) oder ein paar Zusatzaggregate anschrauben soll um die Maschine besser zu kontrollieren.

Derweil verziehen sich die ersten Hellhörigen denen das Surren der Lager, die heiße Isolierung der Verkabelung und das gequälte Heulen der Kühllüfter verdächtig vorkommt schon mal Richtung Ausgang, leise diskutierend ob das Ding am Ende entweder auseinanderfliegt oder der Sprit im Tank vorher ausgeht.


Antworten Gast: Halbwissen
29.01.2012 13:41
0 0

Re: Analog zur Elektrotechnik

Hallo !

In dem Artikel über die Zinsen haben Sie geschrieben das Geldschöpfung nur durch Kreditvergabe möglich ist.

In wikipedia wird auch der Ankauf von Aktiva als Mittel der Geldschöpfung erwähnt.
Was sagen Sie dazu ?

Übrigens guter Vergleich !

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Re: Analog zur Elektrotechnik

ist aber der sekundäre und tertiäre Kapitalmarkt mit seinen Derivaten nicht auch Blindleistung?

4 1

Re: Re: Analog zur Elektrotechnik

natürlich ist er das.
ebenso wie überbordende sozialleistungen, die menschen verleiten, wenig bis nichts zu arbeiten.

spekulieren und faulsein auf kosten der anderen, beides sind blindleistungen.

Alpha17
29.01.2012 08:44
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Die Summe aller Schulden und aller Vermögenswert ist

Null. Der Überfluss der Einen ist das Elend der Anderen.

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Re: Die Summe aller Schulden und aller Vermögenswert ist

Genau das stimmt eben nicht. Würde durch wirtschaftliches Handeln nur Wohlstand von A nach B verschoben, dann wären die einen tatsächlich nur reich, weil die anderen sind, u.u. Und dann ließe sich wahrscheinlich auch die ganze Umverteilerei rechtfertigen.
tatsächlich werden aber auch

4 0

Re: Die Summe aller Schulden und aller Vermögenswert ist

weiser spruch. und wer hat die politikerInnen gewählt, die jedes jahr neue wohltaten auf schulden versprochen haben?
wollen sie geld ausleihen, es für luxus konsumieren und dann den geldverleiher als schuldigen bezeichnen?

breznkarli
29.01.2012 03:16
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Der verstaatlichte Kapitalissmus

Der größte Player in der freien Marktwirtschaft waren die Staaten selbst. Mit ihren vermeindlichen Sicherheiten konnten sie Schulden machen ohne ende.

Und sie taten es auch. Daraus wurde der sozialistische Kapitalismus. Kreisky war ein Gründungs Mitglied. Geld am freien Markt aufnehmen, und das Volk als Zwangsbürgen unterschreiben lassen.

Und das Volk unterschrieb am Wahlzettel. Es bekam ja auch etwas ab vom großen Kuchen. Und schließlich war ja der Staat der Kreditnehmer. Und die Bürgen hatten ja nichts zu befürchten...

 
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