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SuperMarkt: Reichtum ohne Leistung

04.02.2012 | 18:42 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Vertreter der SPÖ appellieren an die Reichen, ihren Besitz mit der Allgemeinheit zu teilen. Andernfalls könnte bald die ganze Republik in Flammen stehen.

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In süditalienischen Gemeinden ist es durchaus üblich, dass adrett gekleidete Herren mit finsterem Blick und geladener Pistole ein Lokal betreten, um dessen Besitzer gegen ein kleines Zeichen der finanziellen Anerkennung Schutz vor Schicksalsschlägen anzubieten. In entwickelten Rechtsstaaten wie Österreich sind derart plumpe Annäherungsversuche undenkbar. Hier geht das erstens viel subtiler, zweitens werden nicht dunkle Gestalten vorstellig, sondern freundliche Repräsentanten verfassungsrechtlich geschützter Institutionen. Wie Werner Muhm zum Beispiel. So meinte der Chef der Arbeiterkammer Wien unlängst gegenüber dieser Zeitung: „Wir wollen auch nicht haben, dass nach so einem Paket die Republik brennt.“

Soll heißen: Wenn sich die Staatsführung schon gezwungen sieht, ihren Bürgern ein hartes Sparpaket vor die Nase zu knallen, sollten auch die Vermögenden zahlen, so sie nicht Opfer eines brandschatzenden Mobs werden wollen. Bereits im September 2011 meinte Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ), dass die Reichen vernünftig genug wären, Vermögensteuern hinzunehmen. „Denn sie (die Besitzenden, Anm.) wollen auch in Frieden leben können. Was nützt es, wenn man reich ist und sich ständig bedroht fühlt?“


Schutzgeld für den Sozialstaat. Nun kommt es nicht alle Tage vor, dass ein aktiver Staatssekretär und der Wirtschaftsberater des amtierenden Bundeskanzlers eines westlichen Industrielandes vermögenden Bürgern lodernde Häuser in Aussicht stellen, falls sie ihren Besitz nicht mit der Allgemeinheit teilen wollen. Wer also bisher meinte, die SPÖ versuche, auf ihrem Feldzug für höhere Steuern auf Besitz nur den gefräßigen Staat mit frischem Futter zu versorgen, lag völlig falsch. In Wahrheit wollen die Sozialdemokraten nur die Vermögenden beschützen. Vor Amok laufenden Massen, die es nicht dulden, dass der hoch verschuldete Sozialstaat einen ausgeglichenen Haushalt anzupeilen hat, während die Reichsten der Reichen in ihren ererbten Villen ungerührt eisgekühlten Champagner vor sich hinschlürfen. Willkommen im Klassenkampf des dritten Jahrtausends!


Ursache und Wirkung.
Bedauerlicherweise scheint die SPÖ die bloße Existenz privaten Vermögens schwerer akzeptieren zu können als den Umstand, dass heute so gut wie niemand mehr in der Lage ist, mit eigener Arbeit Vermögen zu schaffen. Und das nicht etwa, weil Erbschaften und Besitztümer zu gering besteuert wären. Sondern ausschließlich deshalb, weil sich ein angeblich so sozialer Staat Monat für Monat ungeniert an den Erwerbseinkommen seiner Bürger vergreift.

Jemand, dem hierzulande das Kunststück gelingen sollte, monatlich 1000Euro (!) auf die Seite zu legen, dürfte sich nach frühestens zehn Jahren harten Sparens bei seinem Bankberater vorstellen, um einen auf 25 Jahre laufenden Kredit für sein Eigenheim zu beantragen. Ist dieser Kredit mit hoch versteuerten Arbeitseinkommen erst einmal abgestottert, wird eine steuerfreie Weitergabe an die Nachkommen aus Sicht von SPÖ und Grünen zu einem Akt sozialer Ungerechtigkeit. Weshalb der Staat „seinen“ Anteil einzufordern habe. Schließlich hätten die Erben für das unentgeltlich erworbene Vermögen nichts geleistet.

Was nicht gelogen ist. Aber welche Leistung hat eigentlich der Staat erbracht, außer das Erwerbseinkommen des Erblassers beim Aufbau des Vermögens nach Kräften zu dezimieren? Eine wirklich „gerechte“ Steuerpolitik ginge eben nicht der Frage nach, wer Steuern entrichtet hat, sondern ob besteuert wurde. Die öffentliche Hand sichert sich „ihren“ Anteil ja nicht nur während des Vermögensaufbaus, sondern konfisziert in weiterer Folge bis zur Hälfte der Erträge aus Besitz. Einzig die Übertragung findet noch ohne den Fiskus statt – eine offensichtlich inakzeptable Steuerlücke, die nun geschlossen werden soll.

Dabei spricht tatsächlich viel dafür, Vermögen im Aufbau schwächer, aber bei der Weitergabe ein zweites Mal zu belasten. So wie das auch in Deutschland oder der Schweiz geschieht. Nicht zu vergessen wäre dann aber, dass genannte Staaten mit weit niedrigeren Steuerquoten das Auslangen finden. Mit dem großen Vorteil, dass sich Erben die Steuer auf Ererbtes auch leisten können, ohne die Substanz zu verringern. Begnügte sich Österreich wie das wiedervereinigte Deutschland mit einer Steuerquote von 39,2 Prozent, ersparten sich die Bürger dieses Landes immerhin zehn Milliarden Euro – pro Jahr.


Eine schreiende Ungerechtigkeit. Es ist allerdings ein denkbar schlechter Zeitpunkt, dann über die strukturelle Änderung des Steuersystems zu reden, wenn der Staatshaushalt aus dem Ruder läuft. Erst recht, wenn die Steuereinnahmen sprudeln wie nie zuvor. Der frühere Finanzminister Hannes Androsch (SPÖ) brachte es unlängst auf den Punkt: Angesichts der „schreienden Ungerechtigkeiten auf der Ausgabenseite ist das Vorhaben, mit neuen oder höheren Steuern Gerechtigkeit zu schaffen, eine Illusion – und angesichts der hohen Spitzensteuerbelastung zugleich eine Provokation“.

Der Staat wird auf derartige Spitzfindigkeiten keine Rücksicht nehmen und auf den Besitz der Österreicher verstärkt zugreifen – ohne die Bürger mit einem Konzept zu belästigen, wie die Ausgaben des Staates nachhaltig an die Einnahmen anzupassen wären. Weshalb die höheren Steuern jenen Weg nehmen werden, den sie hierzulande noch immer genommen haben: Sie werden erst recht nicht ausreichen, um die noch schneller wachsenden Ausgaben des Staates abzudecken.

Diesen Irrweg endlich zu beenden wäre zweifellos ein größerer Akt der sozialen Gerechtigkeit, als die brennende Republik mit höheren Steuern auf Vermögen löschen zu wollen.



franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.02.2012)

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497 Kommentare
 
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Gast: Karl Schlosser
06.02.2012 19:00
1 0

Wozu brauchen wir die Reichen ?

Nach dem Krieg gab es kaum Reiche mit Vermögen und deshalb brauchten wir das Marshall-Plan-Geld um wieder Arbeitsplätze aufzubauen.
Und was brauchen wir jetzt um ständig neue teure Arbeitsplätze zu bauen, weil die alten wegfallen ?
Eine alte Gewerkschaftsweisheit: Wir brauchen die andere Seite, so wie sie uns braucht !
Ohne die Reichen geht es halt auch nicht.

Gast: africano
06.02.2012 18:33
2 0

Wer hat die Reichen ,reicher gemacht ?

Es war die SPÖ und der ÖGB ,welcher den Klein und MIttelbetrieben ein garaus machte.
Die ROTEN Socken waren es,welche durch ihren Neid Komplex und die Hetzjagd nach immer billigeren Produkte ,sogar ihre EIGENEN Firmen umbrachten.
Sie, welche vor den ausländischen Konzernen
Buggeln und Schleimen ,sollten einmal in einen Spiegel schauen (aber bitte ,nicht im Prater ).

Gast: Na und?
06.02.2012 15:05
5 0

Ich will Neuwahlen!

Bitte, bitte machen wir Neuwahlen!

Das Kasperltheater ist ja nicht mehr auszuhalten. Seit einem Jahr (!!!) werden neue Steuern bzw. Leistungskürzungen diskutiert, und was passiert: Das Gegenteil!!Das Defizit wächst schneller als die Steuereinnahmen!

Ein österreichisches Schicksal ist auch, daß die Bevölkerung bei unglaublicher Steuerbelastung große Teile der anfallenden Arbeiten selber erledigt: Rettungsdienst, Altenpflege, Feuerwehr, Kinderbetreuung, Landschaftspflege, Katastrophenschutz, Bau und Erhalt von Sportstätten, ....

Wenn nicht Legionen von Freiwilligen in ihrer Freizeit unentgeltlich arbeiten würden, könnte Österreich sofort zusperren!!!

Man fragt sich, wozu man Steuern zahlt ,wenn im Regelfall die staatliche Leistung nicht da ist, noch einmal verrechnet wird oder ungenügend ist.

Antworten Gast: Pfefferkorn
06.02.2012 16:03
2 0

Re: Ich will Neuwahlen!

Vollkommen richtig! Und wer die staatliche Verwaltung dann in Anspruch nimmt (Reisepass, Gerichte etc.) muss erst wieder Gebühren berappen.

Gast: Karl May
06.02.2012 12:38
3 0

Kommunismus hat noch nie funktioniert

Sozialismus, Kommunismus, Marxismus etc. haben noch nie wirklich funktioniert. Ich kenne kein Land wo der Kommunismus breiten Wohlstand brachte. Wenn dann gab es nur breite Armut und ein paar Bonzen die es sich gut gehen liessen.

Antworten Gast: Nur wenn nicht so genannt wird
10.02.2012 10:38
0 0

Re: Kommunismus hat noch nie funktioniert

Doch in Ö laut einer Bulgarin. Den hätten sie gerne gehabt ...

Gast: gast45
06.02.2012 12:36
2 0

ja mei ..

wird halt die floskel, habst ein paar millionen für den werner noch durch sätze wie, sonst brennt die hütten ergänzt :-):-)

Gast: Armer Steuerzahler
06.02.2012 12:29
3 0

Hans-Hermann Hoppe hat doch recht !!

Hans-Hermann Hoppe hat doch recht, der Staat ist eine Verbrecherorganisation. Er schafft sich die Regeln selbst und handelt wie er es gerade braucht.

Glosar
06.02.2012 12:03
2 1

In Österreich lohnt sich das ARBEITEN nicht mehr! Man darf nichts verdienen, nichts haben, nichts besitzen, und vor allem nichts herzeigen, sonst werden ALLE richtig neidisch und der nächste sturm im wasserglas ist vorprogrammiert!!!

Es ist ein Land wo die Menschen tatsächlich glauben ein Anrecht auf das Vermögen der ANDEREN zu haben... wo KEINER bereit ist etwas zu opfern, wenn schon DIE ANDEREN... immer DIE ANDEREN... egal ob "die da oben" oder "die da drüben"...

Karl Marx schau oba!!!


Antworten Gast: Kunibert
06.02.2012 12:22
1 0

Re: In Österreich lohnt sich das ARBEITEN nicht mehr! Man darf nichts verdienen, nichts haben, nichts besitzen, und vor allem nichts herzeigen, sonst werden ALLE richtig neidisch und der nächste sturm im wasserglas ist vorprogrammiert!!!

Leider gibt es viele Idioten, die Steuern fordern, die sie inflationsbedingt bald auch selbst zahlen müssen.
Und dann kommt alle Jahre eine Komissartruppe ins Haus, die die Wände abklopft und alle Vermögenswerte aufspürt.
Hatten wir schon in Rotchina bei den Steinhäusern. Die Holzhäuser wurden gleich verbrannt, in der Asche kann man besser suchen.

Gast: Erinnerung !
06.02.2012 10:50
1 5

Habt Ihr die Londoner Krawalle schon wieder vergessen

Jetzt wo es draußen ohnehin saukalt ist!

Gast: Glückwunsch !
06.02.2012 10:47
1 3

Da werden sich aber freuen, wenn sich noch mehr Pensionisten das Heizen nicht leisten können! Denn die Reichen fürchten nichts mehr, als sich nicht mehr am Elend anderer weiden zu können!

Immer auf die wehrlosen - wahrlich christlichsozial!

Gast: Entwirrung
06.02.2012 10:42
0 4

Liebe(r) "fefe", für Dich noch einmal: Wenn ich etwas (geldwertes) ERBE, dann kommt etwas herein, ist also (und heißt auch deshalb) EINKOMMEN (Vermögenszuwachs) für mich und sollte logischerweise von mir auch nach dem EINKOMMENSTEUERTARIF versteuert werden! Eine Berücksichtigung des Verwandtschaftsgrades zwischen Erben und Erblasser ist sachlich) unbegründet! Denn wer einer Sippenvergünstigung das Wort redet, der müßte auch Sippenhaftung einfordern! Ob der Erblasser die Verlassenschaft erarbeitet (versteuert oder schwarz), selbst geerbt, gewonnen, erschwindelt, erschlichen, ergaunert, gestohlen oder geraubt hat, hat mit der Steuerpflicht des Erben nichts zu tun!

Ich hoffe, die Pressezensi läßt es zu, Dich weiterzubilden!

Antworten fefe
06.02.2012 23:46
1 0

Re: Liebe(r) "fefe", für Dich noch einmal: Wenn ich etwas (geldwertes) ERBE, dann kommt etwas herein, ist also (und heißt auch deshalb) EINKOMMEN (Vermögenszuwachs) für mich und sollte logischerweise von mir auch nach dem EINKOMMENSTEUERTARIF versteuert werden! Eine Berücksichtigung des Verwandtschaftsgrades zwischen Erben und Erblasser ist sachlich) unbegründet! Denn wer einer Sippenvergünstigung das Wort redet, der müßte auch Sippenhaftung einfordern! Ob der Erblasser die Verlassenschaft erarbeitet (versteuert oder schwarz), selbst geerbt, gewonnen, erschwindelt, erschlichen, ergaunert, gestohlen oder geraubt hat, hat mit der Steuerpflicht des Erben nichts zu tun!

Das ist freilich falsch. Eine Erbschaft ist gleichrangig einer Schenkung. Das geht den Staat einfach nichts an. Das Geld wurde bereits ausgiebig besteuert und das muss reichen.

Selbst arbeiten. Wäre doch eine Lösung anstatt anderen pausenlos in die Tasche greifen.

Antworten Fritz
06.02.2012 11:05
2 0

Re: Liebe(r) "fefe", für Dich noch einmal: Wenn ich etwas (geldwertes) ERBE, dann kommt etwas herein, ist also (und heißt auch deshalb) EINKOMMEN (Vermögenszuwachs) für mich und sollte logischerweise von mir auch nach dem EINKOMMENSTEUERTARIF versteuert werden! Eine Berücksichtigung des Verwandtschaftsgrades zwischen Erben und Erblasser ist sachlich) unbegründet! Denn wer einer Sippenvergünstigung das Wort redet, der müßte auch Sippenhaftung einfordern! Ob der Erblasser die Verlassenschaft erarbeitet (versteuert oder schwarz), selbst geerbt, gewonnen, erschwindelt, erschlichen, ergaunert, gestohlen oder geraubt hat, hat mit der Steuerpflicht des Erben nichts zu tun!

Wenn Sie so konsequent sind und ein Erbe als EINKOMMEN bezeichnen, das versteuert werden muss, dann müssten auch sämtlichen Grundsicherungsbezieher ihre Einkommen aus Sozialleistungen ebenfalls versteuern!

Es ist doch nicht einzusehen, dass meine Kinder mein versteuertes und sauer erarbeitetes und ERSPARTES Einkommen nur versteuert erben dürfen, während andere Grundsicherungsbezieher mein weggesteuertes Erbe unversteuert "erben" dürfen!

Antworten Antworten Gast: Entwirrung
06.02.2012 12:05
0 1

Re: Re: Liebe(r) "fefe", für Dich noch einmal: Wenn ich etwas (geldwertes) ERBE,

Ja, natürlich!
Nur dürfte der Einkommensteuertarif bei diesen Summen noch nicht greifen!
Und den Progressionsvorbehalt für Sozialleistungen gibt es bereits!
Ist lesen wirklich so schwer?

Gast: Beobachter
06.02.2012 10:39
0 3

Mir war schon immer klar, daß uns DIE PRESSE dumm halten möchte!

Sie wirken nicht - wie es aber ihr Verfassungsauftrag wäre - an der Meinungsbildung mit, sondern sie machen Meinung ganz im Sinne der Gstopften
Fakten ! Fakten! Fakten!
wie zum Beispiel, daß ERBSCHAFTEN Einkommen sind! Das will die Mehrheit der Lohnposterer noch immer nicht kapieren!
Und erst recht nicht, daß es allemal gerechter ist, wenn die ERBEN die Erbschaft nach dem Einkommensteuertarif versteuern müssen, als ihr Erwerbseinkommen gleich zweimal (ESt+MwSt) !

Antworten Fritz
06.02.2012 11:07
1 0

Re: Mir war schon immer klar, daß uns DIE PRESSE dumm halten möchte!

Grundsicherungen sind ebenfalls unversteuertes EINKOMMEN, das aus bereits versteuerten EINKOMMEN abgezweigt wurde!

Antworten Antworten Gast: Schubser
06.02.2012 12:09
0 0

Re: Re: Mir war schon immer klar, daß uns DIE PRESSE dumm halten möchte!

Lernens doch bitte erstmal lesen!
".... nach dem Einkommensteuertarif!
Progressionsvorbehalt gibt es auch!

0 1

schlechte schellhorn kalkulation

"Jemand, dem hierzulande das Kunststück gelingen sollte, monatlich 1000Euro (!) auf die Seite zu legen, dürfte sich nach frühestens zehn Jahren harten Sparens bei seinem Bankberater vorstellen, um einen auf 25 Jahre laufenden Kredit für sein Eigenheim zu beantragen."

schellhorn, wo baust der durchschnittsösi häuser? in kitzbühel?

Antworten Gast: Gast 75983
06.02.2012 16:19
1 0

Re: schlechte schellhorn kalkulation

Wer redet vom Durchschnitt? Kann der Durchschnitt 1.000 Euro im Monat sparen? 2,8 Mio. arbeitende Ös zahlen gar keine Steuer (weil Einkommen zu niedrig). Für diese wird die Erbschaftssteuer wahrscheinlich kein Problem werden und daher gilt auch dieses Beispiel, das leider stimmt, nicht für diese.
Im übrigen ist das eine kleinkarierte Rechnerei, Herrn Schellhorn hier Weltfremdheit zu unterstellen.

Antworten Antworten fefe
06.02.2012 23:52
1 0

Re: Re: schlechte schellhorn kalkulation

Das heißt also, dass 2,8 Mio. Österreicher nichts zur Allgemeinheit beitragen. Aber alle anderen sollen das dann schultern und ihre Ersparnisse oder Vermögen auch noch hergeben. Weil genug nie genug sein kann. Gierige Bande.

Irgendwann wandern doch diese Leistungsträger aus wenn es ihnen reicht. Oder sie hören zu Arbeiten auf oder reduzieren das so weit, dass sie nicht weiter behelligt werden.

Es ist ja jeder blöd, der sich abstrudelt mit Ausbildung und Arbeiten oder Schaffen von Werten, wenn er keinen Vorteil davon haben darf.

So hatte man das in der DDR gemacht und deswegen musste man eine Mauer rundherum bauen. Jeder der einigermaßen bei Trost ist und etwas leistet macht sich doch da aus dem Staub.

Antworten Gast: Leider doch gute Kalkulation
06.02.2012 16:16
1 0

Re: schlechte schellhorn kalkulation

1000 x 12 Mo x 10 J = 120.000
(Annahme: Realzins = Null)

Eine mittelprächtige 100 m2 AB-Whg in Wien kostet 400 - 500.000 (leider!!), Häuser am Land mit gutem Standard sind auch nicht massiv billiger.

Damit hätte man nach 10 Jahren 20 - 25 % Eigenmittelanteil angespart, viel ist das nicht.

Noch kritischer: die Vermögenszuwachssteuer berücksichtigt meines Wissens bei Immobilien nicht, den nominellen Wertzuwachs durch Inflation. Der müsste jedenfalls herausgerechnet werden.


Antworten Gast: HubertHuemer
06.02.2012 11:25
0 0

Re: schlechte schellhorn kalkulation

Ein Eigenheim kann auch eine Eigentumswohnung sein - vielleicht nicht im Burgenland, aber im "Rest" von Österreich.

ernstd0
06.02.2012 10:09
2 0

...die presse wird immer systemkritischer...

...und das ist absolut hervorragend!

kann sich irgend jemand vorstellen, in welchem wundervollen, blühenden land wir leben würden, wenn wir politiker hätten, die vernünftige rahmenbedingungen schaffen und wachstumsimpulse setzten würden?

ich gebe die hoffnung nicht auf, dass leistung sich auszahlt.

"Ich muss in meinem Traum, in meiner Gedankenwelt, schon der sein, der ich sein will und das besitzen, was ich besitzen will. Erst dann, wird es allmählich in der realen Welt passieren."

Quelle: http://www.diary-of-a-future-millionaire.blogspot.com

wenn die politiker so weitermachen, wird es bald keine mehr geben, die träumen. weil schlicht und einfach die perspektiven fehlen. dann werden auch die letzten auf die transferzahlungen warten...und warten...und warten... aber keine idiot, sorry, leistungsträger wird sich mehr bemüssigt fühlen, diese transferleistungen zu erwirtschaften.....

Gast: plebs potus
06.02.2012 10:08
0 0

Ein "Staat" in dem es Gang und Gäbe ist den Folgeregierungen durch gezielte Verschuldung verbrannte ERde zu hinterlassen

Ein "Staat" in dem es Gang und Gäbe ist den Folgeregierungen durch gezielte Verschuldung verbrannte ERde zu hinterlassen

Braucht mir nicht zu erzählen, dass es neue Steuern braucht. Hörts auf aus Parteipolitischen Spitzfindigkeiten heraus unseren Staatsapparat in die Pleite zu wirtschaften, weil nur deswegen geht es unserem System schlecht. Fekter bekennt sich doch zu einer Schuldenpolitik. Würde sie Gewinne erzeugen, wär sie ja blöd weil durch die Wahlfollge dann die Folgepartei die Lorbeeren des Vorgängers einheimsen.

 
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