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SuperMarkt: Wohlstand ohne Wachstum

12.05.2012 | 18:15 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Natürlich geht es auch ohne Wirtschaftswachstum. Die Menschheit steht kurz davor, sich einen jahrtausende alten Traum zu erfüllen: Endlich wird ein gutes Leben auch ohne harte Arbeit möglich sein.

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Zugegeben, die aktuelle Nachrichtenlage bietet kaum Gründe, um früh am Morgen mit einem vergnügten Liedchen auf den Lippen aus den Federn zu hüpfen und gleich einmal die ganze Welt zu umarmen. Bei den Wahlen in Griechenland werden nach 380 Milliarden Euro schweren Finanzhilfen jene Parteien mit einer überwältigenden Mehrheit ausgestattet, die den Rest der EU dazu nötigen wollen, das Land dauerhaft zu subventionieren. Während sich in den Geberländern die Überzeugung durchzusetzen scheint, dass Griechenland durch den aufgezwungenen Sparkurs in den Ruin getrieben wird – und nicht durch völlig überzogene Ausgaben öffentlicher und privater griechischer Haushalte.

Erfreulicher ist da schon die Botschaft, die hochkarätige Ökonomen und Politiker seit Wochen absetzen: Kürzungen in überschuldeten Staatshaushalten sind nicht unumgänglich. Es gibt eine echte Alternative, und die heißt Wachstum. Noch besser: Die Annahme, dass ein materiell weitgehend sorgenfreies Leben nur mit harter Arbeit und dauerhafter Wertschöpfung zu erreichen sei, ist eine böse Erzählung aus kapitalistischen Urzeiten. Wohlstand für alle ist nämlich möglich, ohne dass dem Götzen Wachstum tagtäglich ein hohes Arbeitsopfer darzubringen wäre. Womit ein Traum in Erfüllung zu gehen scheint, der die Menschheit seit Beginn ihrer Existenz begleitet.

Künftig muss kein „Mehrwert“ mehr geschaffen werden, damit Jobs dauerhaft sicher sind und der Staat über höhere Einnahmen die wachsenden Ansprüche einer alternden Gesellschaft stillen und den Sozialstaat finanzierbar halten kann. Niemand muss mehr bis zum Erreichen des 58. Lebensjahres schuften, um durchschnittlich 20 Jahre lang eine Pension überwiesen zu bekommen. Die beste Lebenszeit am Arbeitsplatz abzusitzen, scheint sich dieser Tage überhaupt als ganz großer Irrweg zu entpuppen.


Deutschland lenkt ein. Wer das alles für populistisch und zynisch hält, liegt nicht ganz falsch. Genauso sieht aber das Konzept aus, das Europas Führung zur Lösung der Schuldenkrise einsetzt. Der Quell des neuen Wohlstands liegt nun offiziell in Frankfurt am Main. Tief in den Kellern der Europäischen Zentralbank sprudeln jene Milliarden aus dem Boden, die Europas Bürgern alle unerwünschten Korrekturen gelebter Gewohnheiten ersparen und die kühnsten staatlichen Konjunkturprogramme möglich machen. Die Löcher in den Haushalten werden einfach mit gedruckten EZB-Geldern gestopft.

Unglücklicherweise führen stark wachsende Geldmengen bei gleichzeitig schwacher Wirtschaftsleistung zwar zu einem fortschreitenden Kaufkraftverlust. Vergangenen Donnerstag ließ aber selbst die Deutsche Bundesbank durchblicken, dass eine schnellere Entwertung des Geldes akzeptabel sei. Womit die letzte Hüterin der Geldwertstabilität ihren Widerstand aufgibt. Was wiederum die Herausgeber des britischen Wirtschaftsmagazins „The Economist“ freuen wird. Erst unlängst hat die Hausbibel der Staatskeynesianer Deutschland aufgefordert, sich endlich zu entspannen und eine höhere (Preis-)Inflation zuzulassen. Denn nur so könne die Eurozone überleben. Wer es gerne etwas klarer hätte: Das Überleben der Eurozone ist also nur mit einer fortschreitenden Entwertung von Vermögen und Einkommen zu schaffen.

Das ist bemerkenswert. Schon deshalb, weil die Idee hinter der Währungsunion ja weniger jene war, Vermögenswerte und Einkommen flott zu entwerten. Ganz im Gegenteil, und das aus gutem Grund: Eine rasche Entwertung des Geldes trifft vor allem jene, die besonders wenig davon haben.


Harte Zeiten, lockere Geldpolitik. Gut, nun könnte man argumentieren, dass besondere Zeiten besondere Mittel erfordern. Nur ist aus der Geschichte der Menschheit leider kein Beispiel bekannt, dass finanziell angeschlagene Staaten ihren Bürgern über das Drucken von Geld dauerhaft zu einem guten Leben verhelfen konnten. Experimente dieser Art endeten ausnahmslos verheerend. Nicht zuletzt deshalb, weil hoher Wohlstand nicht die Folge hoher Staatsausgaben ist – bestenfalls umgekehrt, solange sich produktive Bürger bereitwillig ihre Taschen leeren lassen.

Natürlich geht es auch ohne Wirtschaftswachstum. Etwa dann, wenn die Bevölkerung bereit ist, ihre Ansprüche an den umverteilenden Sozialstaat zurückzuschrauben. Wer allerdings der Meinung sein sollte, dass eine älter werdende Gesellschaft den gewohnten Lebensstandard zumindest halten soll, wird Wirtschaftswachstum als Grundbedingung begreifen. Nicht jenes, das künstlich von Staatshand und Notenpresse geschaffen wird. Sondern jenes, das reale Nachfrage kennt, die von produktiven Arbeitnehmern und Unternehmern gestillt wird.

Stabiler Wohlstand ohne produktives Wachstum gibt es nämlich nur in der keynesianischen Märchenstunde. Schade, eigentlich.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.05.2012)

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131 Kommentare
 
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Fehler von Schellhorn

"Stabiler Wohlstand ohne produktives Wachstum gibt es nämlich nur in der keynesianischen Märchenstunde. Schade, eigentlich. "

Stabiler Wohlstand ist doch eine stagnation des Wohlstands.

ich sage: eine stagnation des wohlstandes ohne produktives wachstum bei unveränderlicher bevölkerungspyramide ist möglich.

"Geldsozialismus" nennt man das !!


Jeder Euro aus dem Bankomat MUSS durch Wertschoepfung verdient werden. Doch nach 40 Jahren Umverteilungs- Gehirnwaesche gilt das nicht mehr...

Doch solange Ruhegenuessler, Pensionisten, Transferempfaenger u. Landeshauptleute das Kinder-Auspluenderungsmonopol, politisch gedeckt, besitzen, wird sich NICHTS aendern.

Auch pos. Beispiele wie Schweiz u. Schweden werden ignoriert.

Ists Boesartigkeit oder nur Dummheit ???

Bitte: Bashing alleine reicht nicht!

Ich bin mir sicher, dass jeder erstzunehmende Ökonom Inflation nicht mit "Mehrwert" gleichsetzt.

Im Gegenteil: Echte Ökonomen rechnen mit bereinigten Werten, die dann verglichen werden.

Hr. Schellhorn übernimmt die Sprechweise und Interpretation von Managern (hier sind ausfrücklich nicht Unternehmer gemeint!!!!), die durch steigenden Zahlen und "besseren" Umsätzen ihre Eigentümer beeindrucken müssen/wollen. Von Substanz kann hier keine Rede sein.

Leider setzt sich diese Sichtweise bei Politikern und offensichtlich auch bei Chefredakteueren durch. Auch wenn sie jetzt noch angegriffen wird.

Warum glaube ich, dass hier bereits die "Sichtweise" ihre Wirkung zeigt?

Weil im Artikel noch immer angenommen wird, dass nur durch arbeitende Menschen ein "Mehrwert" geschaffen werden kann.
Diese Annahme gilt aber immer weniger, und wird in einigen Jahre vollständig falsch sein.

Wozu brauche ich Verkäufer? Amazon hat viel eine bessere Beteuung als eine "Billa-Angestellte". Das System wird sicher übernommen werden.

Wozu brauche ich Arbeiter in der Logistik-Branche? Autonome Maschinen werden unsere Kühlschränke automatisch befüllen.

Irreal?
Schon mal Berichte über japanische Hausmessen gelesen? Das gibts schon in "Serie".

Sogar die Aufgaben eines Chefredakteurs wird durch frei(-willige) Community-Prozesse ersetzt werden. So wie generell das mittlere Management vollkommen unnötig werden wird.

Menschliche Arbeit wird nicht mehr notwendig sein. Wir müssen uns sowieso was überlegen.

Gast: Bänkster
14.05.2012 10:39
2 0

Wahl zwischen PEST und CHOLERA

>>>> die klassische Wahl zwischen PEST und CHOLERA....

und keiner kann wirklich sagen, was schlimmer ist.

Das deflationäre Schockszenario (PEST) wäre schon eingetreten, wenn die EZB nicht ihre Geldschleusen geöffnet hätte.

Problem"lösung" per Druckerpresse (CHOLERA) verschiebt und verzerrt die Probleme in die Länge und verschiebt den drohenden Kollaps in die Zukunft.

Ein Pensionist mag sich letzteres wünschen - die Druckerpresse verteilt die Last auf alle, trifft aber besonders sozial Schwache und sehr wahrscheinlich auch unsere Kinder. Das Zinseszinsproblem läßt sich nicht einfach per Druckerpresse auslöschen. Es gibt kein geordnetes deflationäres Zurückfahren der Verschuldung.

Wo es Verlierer gibt, gibt es auch Gewinner. Die sollte man auch einmal unter die Lupe nehmen. Dazugehören Hochfinanz und jene, sehr wohlhabenden, die es sich leisten können massiv in Sachgüter wie Grund, Wald & Boden, Gold, Diamanten, Kunst und etc zu diversifizieren.

Der sprichwörtliche "kleine Mann" hat bestenfalls xx.xxx oder vielleicht max. 1xx.xxx Euro auf der Bank, die mit 2 % Mickrigzinsen deutlich unter der wahren Teuerung bestraft werden. Er läuft damit im Hamsterrad seiner Arbeit, während sein Erspartes und Sein Lohn auf der Bank entwertet werden und dann dennoch 5-6 % Kreditzinsen zahlen muss, um sich seinen Traum eines Fertigteilhauses nach 30 Jahren Arbeit leisten zu können.

Ist eigentlich ziemlich klar - wer GEWINNER und wer VERLIERER ist.

Gast: Gastdozent
14.05.2012 10:34
1 0

Gratulation für diesen Artikel!!

sie haben es auf den punkt gebracht und die harte realität ausgesprochen.
wenn die EZB ihre gesetzliche aufgabe,nämlich die wahrung der geldwertstabiltät, als ziel aufgibt dann gute nacht europa.
dann haben uns die eurobefürworter tatsachlich betrogen und belogen.
diese herrschaften müßten sich eigentlich vor dem europäschen gerichtshof verantworten.
aber dafür scheint es keine gesetzliche möglichkeit zugeben, für alle anderen sehrwohl schon, denke an die berühmte "Gurkenkrümmung ect."

Gast: Markus Trullus
14.05.2012 07:41
0 0

extensives und intensives Wachstum...

Wobei zwischen inneren und äußerem, zwischen qualitativen und quantiativem Wachstum unterschieden werden muss. Qualität zu verbessern, sei es in Richtung Nachhaltigkeit, Bildung, Produkte für längere Lebenszyklen, mit höherem, besseren lokalen Service zur besseren Nutzung, immer gut ist. Und Quantitativ verkraften wir persönlich und unsere Umwelt nicht mehr viel. Also scheint ganz simpel jedermann/frau erkennen zu können, wo wir den zukünftigen Fokus hinlegen sollen...

Gast: freigeldverfechter
13.05.2012 23:44
2 0

Wachstumswahn

Rechnet doch mal spasseshalber aus wie viele Autos, Häuser und Straßen in 50 Jahren oder 100 Jahren mehr gebaut werden müssen als heute, wenn die Wirtschaft jährlich um 3% wächst .....

Stabieler Wohlstand ist NUR ohne diesen Wachstumswahn des Zinseszins-Systems möglich!!

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Natürlich geht es auch ohne Wachstum der Geldmengen


- Reset im Finanzsystem
- Weg mit den Zentralbanken
- Weg mit dem fraktionalen Bankensystem
- Freie Geldwahl des Bürgers
- Echte Demokratie
- Geringste staatliche Einmischung in Bürgerangelegenheiten
- Freier Markt

Das wäre ein System, das für den Bürger gemacht ist und nicht für Machteliten wie das im jetzigen System der Fall ist.

Die Österreichische Schule weiß das bereits seit sehr langer Zeit.

mises.org

Gast: wertschöpfung2
13.05.2012 18:22
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Aufstieg und Abstieg

Warum prosperiert Asien!
Asiaten stehen in der Früh auf und sagen sich: "ich möchte heute viel Geld verdienen und bin bereit alles dafür zu tun."

Europäer stehen in der Früh (oder doch etwas stäter) auf und sagen sich: "wem kann ich etwas wegnehmen".


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und ewig grüßt das Murmeltier

Die Griechen, die heute im Dreck nach Nahrung suchen,bei den Suppenküchen anstehen,die Jugend, die zur Hälfte auswandern muß weil es keine Arbeit gibt,ja,die sind Schuld an der Misere.Im Schellhornreich wären selbst die Suppenküchen und das Abfallstierln gegen die Marktlogik.Also gegen seinen "gesunden"Hausverstand.Das griechische Volk sah von den Milliardenhilfen keinen Cent. Die "Hilfen "gingen für die Refinanzierung der Staatschulden drauf und dienen nur als Einleitung für neue Zinsgeschäfte der Banken,die da von Risiken befreit(Kontrollbankgarantie)und to big to fail ,volles Risiko gehen,bei Unternehmens und Projektkrediten und den Kauf von Staatsanleihen.Die Sozialhilfen an die Reichen wird nicht in Frage gestellt.Die Griechen haben also Recht.Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.Spannend,wie jetzt die Finanzindustrie zu purzeln anfangen wird.Das Millenium der Schweißausbrüche und Sprünge beginnt.Endlich!.
Gleich löschen wäre unfähr.Ist ja ziemlich Arbeit,so ein Posting.

Antworten Gast: Bänkster
14.05.2012 10:48
1 0

Unsinn !

"Das griechische Volk sah von den Milliardenhilfen keinen Cent."

Das ist schlicht FALSCH.

Ohne die Milliardenhilfen wären im Mai 2010 (vor 2 Jahren!) die Gehaltschecks und Pensionskonten leer geblieben - der griechische Staat wäre pleite gewesen und die Griechen müssten schon seit Mai 2010 bei Suppenkuchen Schlange stehen.

Etwa 100 Mrd Euro wurden zudem beim jüngsten Schuldschnitt den Griechen nachgelassen.

Die Millardenhilfen haben den Griechen ein paar Järchen Zeit und etwas mehr Luft verschafft, absolut notwendige Maßnahmen zu treffen - sie haben es leider völlig verpasst !

Noch immer gibt es viel zu hohe Staatsgehälter in viel zu viel privilegierten Bereichen, Steuerhinterziehung und massiven Geldfluß in Steuerparadiese während am Ende der griechischen Gesellschaft manch einer wirklich zu hungern beginnt.

Schuld ist nicht Deutschland oder irgend ein anderes Land, auch nicht die EU oder der IWF - schuld sind in erster Linie die Griechen selbst, die über Jahrezehnte stets jene Politiker gewählt haben, die ihnen am meisten versprochen haben.

In keinem anderen Land (ausser Irland) wurden die Gehälter - vorallem beim Staat - so stark gesteigert wie in Griechenland in den Jahren 2000 bis 2008.

Dass man die Griechen überhaupt in die EU aufgenommen hat, ist ebenfalls in erster Linie den griechischen Trickserein und Lügen zuzuordnen. Dass die Kontrollmechanismen der EU versagt haben, entläßt die Griechen nicht aus ihrer Schuld.

Re: und ewig grüßt das Murmeltier

wenn die bösen banken kippen, könnten sie direkter und härter betroffen sein, als ihnen lieb ist. ich wäre vorsichtig mit meiner schadenfreude.

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Re: Re: und ewig grüßt das Murmeltier

Schon klar.Ich glaub halt das reiner Tisch auf lange Sicht weniger hart sein wird.Außerdem war einfaches Leben immer ein Faibel für mich.Genuß durch Verzicht.Ich sehe es locker.Wünsch natürlich niemanden aus dem einfachen-bis zweifachen-Volk das er extrem hart landet.Ich weiß schon was Sie meinen.Aber irgendwann muß man sich für eine Richtung entscheiden.

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Re: und ewig grüßt das Murmeltier

Die Griechen kehren dahin zurück, wo sie vor der EU- Geldschwemme standen.

Dass in der Zwischenzeit durch das billige Geld und die Fehlinvestitionen viele Strukturen zerstört wurden ist klar. Da können sie sich bei der Zentralbank und bei den EU- Politikern bedanken.

Gast: kritikus
13.05.2012 18:13
2 0

"wohlstand ohne wachstum": die frage ist allerdings für wen?

es ist bei der verwendung der griechenlandhilfen leider erschreckend ähnlich wie bei der verwendung der entwicklungshilfe für die dritte welt:
bekanntlich wird ja etwa die hälfte aller entwicklungshilfe für WAFFEN ausgegeben;

in griechenland landet das geld (bzw. der vorteil daraus) vor allem bei politikern und anderen in diesem dunstkreis, die mit den politikern durch günstlingswirtschaft verwoben sind, die etwa durch mit protektion vergebene posten versorgt werden im ausser kontrolle geratenen weil monströs aufgeblähten griechischen staatsapparat!

im ersten moment könnte man ja glauben, es hat griechenland (mit vor allem deutschland, was die zahlungen pro einwohner betrifft aber genauso mit uns österreicherinnen und österreichern!) jetzt wen gefunden, der diesen schmarotzer aushält, in wahrheit ist aber auch das eine illusion, da eben nur wenige in die dortige vetternwirtschaft eingebundene davon profitieren und der großteil der griechischen bevölkerung und das land an sich nichts davon hat!

im alten römischen reich haben die römer selbst auch nichts mehr gearbeitet und geglaubt, der wohlstand macht sich ganz von selbst; wie das römische reich allerdings dann in wahrheit "ausgegangen" ist, ist bekannt, es haben sämtliche annehmlichkeiten aufgehört, sämtliche versorgungssysteme wie die gesundheitsversorgung, die rechtsordnung und die einhaltung und durchsetzung dieser, die infrastruktur, die warenversorgung und andere "selbstverständliche" dinge sind zusammengebrochen!

Gast: HB4242
13.05.2012 18:03
1 6

SuperMarkt: Wohlstand ohne Wachstum ...

Unglaublich, wieviele Leute sich am Muttertag Zeit nehmen, so einen Schwachsinn zu kommentieren .....

Antworten Gast: test
14.05.2012 10:12
0 0

Re: SuperMarkt: Wohlstand ohne Wachstum ...

unglaublich wieviele Leute einen Tag feiern den die Industrie ins Leben gerufen hat um Geld zu verdienen...

Gast: streng gläubige Freiheitsapostolin
13.05.2012 17:09
4 9

was ist wirklich wichtig?!

-überhaupt mal zu leben dürfen/können, wird allgemein und individuell durch Liebe/Sex und viel Körpereinsatz von Müttern gemacht...
- Luft, Wasser, Essen, Kleidung & Behausung; das wächst bzw. liefert alles die Erde selbst, & Sonne, Mond etc...
- bisserl soziale Beziehungen usw...na, dazu brauchts auch keine künstliche Zivilisation ;-)

-diese neue Gesellschaftsform samt irr viel Konsum und Ressourcenverbrauch etc...ERWERBSARBEITSZWANG für fast alle drin dazu (mit immer größerem Abgabendruck DAFÜR! Irre Besteuerung der ARBEITSKRAFT, das ist längst LOHNSKLAVEREI!!!!!!)
ist geschichtlich sehr jung, gibts so erst paar Generationen, und wen wunderts, wenn hier immer mehr Menschen das EIGENE KINDER bekommen schlichtweg verweigern (müssen). Wer wünscht dem Nachwuchs eine Existenz als billig bezahlter LOHNSKLAVE oder mehrfach verasxxte & ausgebeutete Mama & Kleinwohnungsfrau...

Gast: Altemanze
13.05.2012 14:18
2 9

so 1 Schwachsinn!

Als ob die uralten Geschichten vom Paradies nicht eine REALE Vergangenheit hätten; vor paar tausend Jahren, im Zwischenstromland, arabische Halbinsel, naher Osten, NORDAFRIKA (!)... als die Landschaft noch mit BÄUMEN bewachsen waren, natürliche Gärten inkl. vielen Nutrzpflanzen die deto natürliche Umgebung für Menschen und Tiere bildeten...und ausserdem auch eher das NOMADENleben in Gruppen die hptsl. Lebensart waren... diese miese und ausbeuterische `Arbeitsethik` entstand erst in der Mangelwirtschaft (!) des zwangsweise entwickelten SESSHAFTEN Existierens. Mit vererbbarem Grundbesitz (der die Unterdrückung der Frauen bedeutet) und vielen Kriegen (um Land & Frauen & SKLAVEN)
Leutl`n, lernts Geschichte, und schauts die Ergebnisse neuerer Archäologie an.

Gast: Bänkster
13.05.2012 12:50
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Gratulation

an Franz Schellhorn!

Wirklich gut und klar geschriebener Artikel - und leider auch zutreffend und wahr: bezüglich des untauglicher und sehr unsozialen Versuches, die Probleme in erster Linie mit der EZB Druckerpresse lösen zu wollen (oder glauben lösen zu können).

Müssen wir wirklich jeden Unsinn und Fehler der USA nachmachen? Wie der Autor geschrieben hat: Geldmengenausweitungen haben noch nie in der Geschichte ein Problem lösen können ohne zumindest nicht noch grössere Probleme und Ungerechtigkeiten zu verursachen.

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Re: Gratulation

Du hast von geldmenge null ahnung,genauso wie greenspan der es wenigstens zugab.

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Grundsätzlich stimmt das

ABER in diesem System, in dem wir nun sind, hat das Beenden des Geldflusses verheerende Auswirkungen. DAS sollten sie nicht vergessen.

Das ist so als würden Sie einem Süchtigen plötzlich sein Heroin entziehen und keinen Ersatz bereithalten. Die Auswirkungen wären nur noch unangenehmer.

Schon jetzt wieder bemerken wir, dass in EU die Geldmenge nur mehr sehr wenig wächst (in GB bei Null) und schon droht die Wirtschaft in eine Rezession abzugleiten und die Schulden drohen Staaten in die Insolvenz zu befördern. Die folgenden Bankenzusammenbrüche sollten auch noch erwähnt werden.

All das könnten wir überleben, aber wer möchte das JETZT erleben?


Gast: Ein Jammerartikel!
13.05.2012 12:39
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Der Schuß der total daneben ging!

Wachstum und vor allem Produktvielfalt (das größte Problem heute im Handel, der Einheitsbrei), kann man nicht herbeireden ohne die dafür notwenigen Grundlagen zu bilden!

Das erste Problem ist das Schutzwesen, mit dem die großen es dem Einzelnen unmöglich machen sich einen Platz zu suchen, dann kommt noch so etwas wie Garantie hinzu (Dient ebenfalls dem Schutz der Großen und kaum dem Konsumenten), mit der Basis sind höchstens Arbeitslosigkeit und Sozialhilfeempfänger System realisierbar.

Dei nächste Hürde sind die Raummieten für Projekte, während die großen Konzerne bei qm Preisen von 1 Euro bis 10 Cent verhandelnd und den auch bekommen, muß der einzelnen Froh sein für das Objekt weniger als 20.- Euro/qm zu zahlen. Auch bei Strom und Energie bekommen die großen große Subventionen durch Haushalte und den Kleinbetreiben.

Und zu allerletzte, Gesundheitswesen, Soziale Absicherung, wer selbst etwas auf die Beine stellen will, wir hier die nächste große Hürde haben, wo es doch viel gesünder ist, Arbeitslos zu seien, als selber etwas zu machen!

Gast: b754
13.05.2012 11:52
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jp morgan hat uns ja wieder gezeigt wie toll das neoliberale system ist

milliarden verluste in sechs wochen da gehören ordentlich boni ausgezahlt für so exzellente leistungen die spekulanten sind die nazis des 21jhdt

Antworten Gast: Hanibal L.
14.05.2012 08:55
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Re: jp morgan hat uns ja wieder gezeigt wie toll das neoliberale system ist

ihr vergleich spekulanten vs. nazis zeigt ihre geisstesgroesse. das uebertrifft den schwachsinn der schreiberlinge die nicht wissen wie sich zins definiert noch bei weitem.

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Wir leben in einer sozialistischen Planwirtschaft

Mit Liberalismus hat das Ganze nichts mehr zu tun.

Die Elite bevormundet das Volk im Namen des "Sozialismus" und hat es in Wirklichkeit versklavt.

 
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