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SuperMarkt: Der etwas diskretere "Bank Run"

02.06.2012 | 17:36 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Nach den Griechen plündern nun auch die Spanier ihre Sparkonten, um das Geld in den sicheren Norden zu bringen. Es gibt schlechtere Strategien. Beachtlich ist die Dynamik des Kapitalabzugs.

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Gregor Gysi ist ein Mann, dem man vieles nachsagen kann, nur eines nicht: fehlendes Gespür für des Volkes Stimmung. So meinte der wohl bekannteste Vertreter des gescheiterten deutschen Realsozialismus unlängst in einem Interview mit dieser Zeitung: „Die Krise ist in Deutschland und Österreich noch nicht in den Wohnzimmern angekommen. Es ist, ganz im Unterschied zu Griechenland, Spanien oder Irland, bisher vor allem eine abstrakte Größe.“

Ob das nun der einzige Grund ist, der die Leute daran hindert, in Scharen zur „Linken“ überzulaufen, darf bezweifelt werden. Jedenfalls richtig ist der Befund, dass weite Teile der Bevölkerung noch sehr wenig von jener „schlimmsten Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs“ spüren, die vor ihren Haustüren zu wüten scheint. Ganz im Gegenteil: Die besten Restaurants sind auf Wochen hin ausgebucht, die Zulassungen teurer Mittelklassewagen jagen von einem Rekord zum anderen, die Zahl der Eigenheimbesitzer steigt in atemberaubendem Tempo. Und selbst dem schwer überschuldeten Staat wird das Geld geradezu nachgeworfen. Deutschland konnte sich seit Menschengedenken nicht so günstig finanzieren wie heute, dasselbe gilt für Österreich. Beides Länder, die als vergleichsweise sicher gelten, falls die Eurozone tatsächlich jenes Schicksal ereilen sollte, das renommierte Ökonomen für unabwendbar halten: den Zerfall.


Geordnete Kapitalflucht. Mit diesem düsteren Szenario rechnen übrigens nicht nur Experten wie Paul Krugman, sondern auch die Leute von der Straße. Insbesondere in jenen Euroländern, in die seit Jahren Milliarden an Hilfsgeldern gepumpt werden. So nutzen etwa die Griechen die Zeit der ökonomischen Wiederbelebungsversuche dazu, ihr Erspartes in den sicheren Norden zu transferieren. Dasselbe tun die Iren, Portugiesen, Italiener und nun auch die Spanier. Allein in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres haben sich fast 100 Milliarden Euro aus dem Land verabschiedet, das entspricht einem Zehntel der jährlichen Wirtschaftsleistung. In Italien waren es seit Mitte 2011 knapp 160 Milliarden Euro.

Die Kapitalflucht verläuft übrigens stets geordnet: Den Anfang machen ausländische Investoren, dann folgen vermögende Bürger und erst zum Schluss kommen die kleinen Sparer.

Beachtlich an Spanien ist die Dynamik des Kapitalabzugs: Wurden im Jänner netto fünf Milliarden Euro außer Landes geschafft, waren es im Februar 25Milliarden und im März schon 66Milliarden Euro. So etwas nennt man einen schleichenden „Bank Run“. Standen früher die Bürger in Schlangen vor den Bankschaltern, geht die Sache heute vergleichsweise gesittet über die Bühne. Ein paar Mouse-Clicks genügen und schon sind die Ersparnisse auf einem deutschen, österreichischen oder schweizerischen Konto geparkt. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil: Durch den elektronischen Fluchtweg verliert der „Bank Run“ seinen eigentlichen Schrecken, weil es nicht zu einem überraschenden Bargeldmangel kommt, der selbst große Banken und in der Folge ganze Staaten ins Wanken und schließlich zu Fall bringen kann. Heutzutage liest man davon einige Monate später in einer trockenen Notenbankstatistik.

Was die Sache aber nicht harmlos macht. In der Praxis stehen jene Banken, denen die Sparer davonlaufen, nämlich vor einem gröberen Finanzierungsproblem. Die Einlagen werden schließlich langfristig an Kreditnehmer verliehen – wollen nun alle Sparer auf der Stelle ihre Gelder zurück, kann die Bank nicht auszahlen.

Geschlossen wird diese Finanzierungslücke durch Ausleihungen bei der nationalen Notenbank. Verfügt diese nicht über genügend Reserven, wird sie die Europäische Zentralbank (EZB) anzapfen, die das Geld entweder druckt oder sich von nationalen Notenbanken leiht, die von anlagefreudigen Kunden überrannt werden und das überschüssige Geld gegen Zinsen der EZB überlassen. Allen voran die Deutsche Bundesbank. Laut aktuellem Stand schulden die Notenbanken der ökonomisch schwächeren Länder der EZB eine Billion Euro. Knapp zwei Drittel dieser Summe kommen von der Deutschen Bundesbank, womit auch klar wird, wie stark der Druck auf Deutschland ist, den Euro zu halten.


Trittbrettfahrer aus dem Süden. Nichts zu verlieren haben die Kapitalflüchtlinge aus den Problemländern. Beruhigt sich die Lage in der Heimat wieder, ist das Geld schnell wieder zurückzuholen. Würde die Eurozone auseinanderbrechen, läge das Ersparte wenigstens im ökonomisch robusten Teil Europas, der sich möglicherweise auch in einer verkleinerten Hartwährungsunion wiederfinden könnte. Ein Spanier, der auf sein in Deutschland geparktes Geld zurückgreifen könnte, verfügte auf jeden Fall über eine erhöhte Kaufkraft in seiner Heimat, die in diesem Fall wohl wieder die Peseta einführen würde.

Damit Deutschland nicht der letzte Depp in dem ganzen Spiel ist, wird es früher oder später seinen Widerstand gegen die Eurobonds und das vermehrte Drucken von Geld aufgeben, um den Euro so am Leben zu halten. Dem Geldwert in den noch stabilen Teilen Europas wird das zwar nicht gut tun, aber die Krise wäre dann auch in den Wohnzimmern der Deutschen und Österreicher angekommen. Was die politischen Chancen von Herrn Gysi in ungeahnte Höhe treiben dürfte.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.06.2012)

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53 Kommentare
 
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Gast: Die Krise
04.06.2012 01:11
0 1

Auch wenn es so ähnlich aussieht...

Die Krise heute unterscheidet sich von den 20iger Jahren bei genauerer Betrachtung gewaltig, im Grunde sind die Probleme sehr leicht zu lösen, einzig der Politiker fehlt, der Nägel mit Köpfen macht, ich denke auch nicht das Gregor Gysi mit dem Sozialismus aus der Geschichte das Problem lösen wird, als viel mehr die noch junge Piratenbewegung, und hier fehlt auch vielen guten Köpfen der Mut sich dazu zu bekennen obwohl sie schon längst in diese Richtung denken.

Meine wirkliche sorge ist ein ganz andere, der Versuch das Problem durch einen Militärische Aktion zu lösen, durch anzettelten eines gewaltigen Konflikts. Hier wird Europa wohl mitgerissen werden, ob es will oder nicht, die Kriegsgelüste des Kontinents sind denkbar gering, nicht aber die Gefahr das Europa einfach hineingezogen wird, erster Kandidat dafür ist der Nahe Osten.

Das Hauptproblem ist, das die Zeit verdammt knapp wird, für einen langsamen geordneten Übergang, hier denke ich der Zug ist längst abgefahren, das hätte 2010 oder spätestens Mitte 2011 passieren müssen, als die ersten Professoren zu brüllen begonnen haben, so geht's nicht, nur auf die wollte keiner hören, hat man nicht ernst genommen, das kochen des eigenen Süppchens war wichtiger, etc...

gute Darstellung der Situation

Die Eurokrise ist keine Rechenaufgabe, sondern eine Frage der Vertrauensbildung. Das deutsche System eines quasi Goldstandards (begründet in der speziellen Art der Besicherung der Geldschöpfung) erfordert zwingend, dass Staatsverschuldung mit Wirtschaftswachstum im Gleichgewicht steht. Die Euroländer erfüllen dies nicht, auch Deutschland nicht. Es handelt sich um ein labiles Gleichgewicht, das aktiv gehalten werden muß. Die Lösung liegt deshalb völlig richtig im Sparen und/oder höherer Wirtschaftsleistung. Nun führt aber Sparen zunächst zu geringerer Wirtschaftsleistung bevor mittelfristig mehr Wachstum entsteht. Die eigentliche Stabilisierung destabilisiert das System. Wenn diese Destabilisierungsphase nicht durch Vertrauen überbrückt werden kann, kommt es zum Zusammenbruch. Das Vertrauen kann dann nur durch eine zeitweise Aufhebung des Stabilitätsstandards hergestellt werden. Es wird also zwingend kommen, was Schellhorn beschreibt, je früher, um so geringer der Schaden.

Gast: Schluss mit Casino
03.06.2012 18:59
1 0

Island


Banken pleite gehen lassen, Manager verurteilen.
Island hat' richtig gemacht.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10158-island-erfolgsgeschichte

Antworten Gast: Hans M..
04.06.2012 06:30
0 0

Re: Island

Sehr richtig und der Autor macht sich Sorgen um Gysi. Ich mach mir eher Sorgen um den spanischen Präsidenten Rajoy und um Draghi denn die wollen an unser Geld für ihre Banken.
Ich bin schon lange für das Modell Island aber mit unseren Politikern die nur Handlanger der Banken sind nicht zumachen.

2 0

All vergessen das es vor dem "Schwarzen Freitag" einen Donnerstag gegeben hat

an dem alle Beschwichtiger bis spät Abends noch volles Rohr bliesen während sie champagnisierten und Kaviar schlürften - jene die am nächsten Tag vom Dach der Bank gesprungen sind.

Aber damals waren Banker noch Gentleman -heute sind sie nur mehr halbstaatliche zertifizierte Wiederholungstäter im Bereich organisierter Wirtschaftskriminalität mit starkem politischen Bezug.

2 1

Bankrun

Offensichtlich trauen viele der Politik zu tatsächlich eine Währungsumstellung der Privatvermögen per Gesetz und per Gewalt durchzuführen. Ansonsten wäre das abziehen des Kapitals unnötig.

2 0

Der reiche Grieche vom Genfersee

Und der Schweizer Bund ist eine politisch völlig unverdächtige Quelle.

Spiros Latsis, der vermögendste Mann Griechenlands, profitiert von der Krise in seiner Heimat: Über den Euro-Rettungsschirm pumpen die Europäer Milliarden in seine EFG-Bank.

http://derbund.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Der-reiche-Grieche-vom-Genfersee/story/12013534

Man kann sich nur mit Grausen abwenden und um die Realität psychisch verarbeiten zu können, um einen weiteren Doppler gehen...


"Die Einlagen werden schließlich langfristig an Kreditnehmer verliehen"

Diese Aussage ist falsch und gelogen. Es werden keine Einlagen verliehen, sondern aufgrund der Einlagen wird neues Geld (ohne Zins) produziert.

Dieses System (Assignaten) wurde, unter Androhung der Todesstrafe, den Menschen aufgepresst.

Gast: b754
03.06.2012 15:07
1 4

unser sozialphobiker ist wieder in seinem element

diese linken minderleister bringen jetzt auch noch ihr geld in sicherheit während die reichen brav ihr kapital im land lassen um den staat zu retten danke ihr neoliberalen ihr seid meine helden

Re: unser sozialphobiker ist wieder in seinem element

die linken haben verprasst

Antworten Antworten Gast: b754
03.06.2012 17:15
0 1

Re: Re: unser sozialphobiker ist wieder in seinem element

genau denn die haben alle die immobilien gekauft die jetzt leer stehen

Re: Re: Re: unser sozialphobiker ist wieder in seinem element

Wahlgeschenke

Gast: Ruhepol
03.06.2012 14:40
1 0

Der kleine Maxi

Die faulen Griechen sind Schuld, die Linken...

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/06/43309/

Das Finanzmonster hält alle in den Krallen, sofern man nicht Lagarde heißt und ein steuerfreies Top - Einkommen genießt..

Würden die Staaten ihre Schulden abbauen, und nicht mehr die Steuerzahler mit Abermilliarden die Guthaben bedienen, ja, wer dann?

Und langsam wirkt es leicht dümmlich, wenn von "Hilfe", und "Rettung" gesprochen wird, denn wem wird "geholfen"?

Was früher überraschen kam, komtm Heute schrittweise auf Schleichwegen.

Eine vorsichtige Erinnerung auf die 20iger Jahre. Aus meiner Sicht eine hervorragende Zusammenfassung (w).

„…..In den 1920er Jahren kam es in den USA zu einer deutlichen Ausweitung der Konsumgüterproduktion und der landwirtschaftlichen Produktion. Gleichzeitig bestand eine sehr ungleiche Vermögensverteilung, der Großteil der Bevölkerung hatte ein zu geringes Vermögen, um aus eigenen finanziellen Mitteln einen ausreichenden Absatzmarkt zu bilden. Die Expansion der Konsumgüterindustrie beruhte zum Teil darauf, dass viele US-Bürger einen Teil ihres Konsums über Kredite finanzierten. Während die Kredite für Konsumzwecke im Jahr 1919 noch 100 Millionen $ betrug, stieg dieser Betrag bis 1929 auf über 7 Milliarden $ ....“

Was hat sich gegenüber „Heute“ verändert und was ist anders? Wir haben auch Heute eine Überproduktion und eine abnehmende Kaufkraft und ein überbordendes Kreditsystem. Verfall der Börsenkurse und die Abhebung von millionenfachen Sparguthaben haben ihres dazu beigetragen.

Gast: Bärenfalle...
03.06.2012 10:12
7 2

Korrekt

Die linken Rattenfänger kriechen wieder aus den Löchern und propagieren erneut ihr bislang noch jedesmal gescheiterte System der "something for nothing" Ideologie.

Das weiß ich die Mehrzahl der Bürger und da heute linke Ideologie in allen Parteien fix verankert ist (selbst die FPÖ zieht mit dem Slogan "sozial statt sozialistisch" durch die Lande) tun taugt "links" in den meisten Ländern eben nicht zur Protestwahl.

Und da die meisten Politiker der Linken in D sich mittels Hummerfressen und "auf der eigenen Finca in der Sonne liegen" ein wenig unglaubwürdig gemacht haben wirkt das Gegeifere eines rhetorisch durchaus gewandten Gysi ein wenig peinlich.

Die vielkritisierte Bankenrettung ist übrigens Sozialismus pur einer dirigistischen Planwirtschaft.

Freie Märkte brauchen keine Zentralbanken die vorschreiben wie teuer Geld zu sein hat und die eine Blase nach der anderen kreieren.


mit einem schmunzeln erinnere ich mich an schellhorns auftritt bei "im zentrum" vor 3 (?) wochen:

da steht ein kleines manderl und stottert seinen text auf die einzige mit ihm vereinbarte frage runter. doch niemand reagiert auf ihn. nicht das publikum. und auch nicht die anderen diskutanten.

warum?
weil dauersuderei ohne einen winzig kleinen lösungsansatz langweilig ist!
schellhorn verschweigt uns aus ideologischen gründen woche für woche die verantwortlichen für die krise (oh nein, die staatsschulden waren es nicht! deren problematik liegt darin, dass die krise nicht einfach 'übergangen' werden kann. ihr vorteil: eine billige ausrede). und schellhorn hat noch keine einzige zeile in richtung umsetzbares lösungsmodell für die krise gebracht.

wer nimmt ihn ernst? seine paar fans in der zeitung. aber der rest ignoriert einen menschen, der als einzige quelle für seine theorien "renommierte ökonomen" (allerdings ohne namensnennung, eh klar) anzuführen weiß...

armer schellhorn. wenigstens hat er einen versorgungsposten und wir müssen ihn nicht auch noch durchfüttern!

11 1

Re: mit einem schmunzeln erinnere ich mich an schellhorns auftritt bei "im zentrum" vor 3 (?) wochen:

Beim österr. Rotfunk sind "Diskussionen" leider schon lange, und leider sehr oft, zur "Werbung und Selbstbeweihräucherung" von Regierungsentscheidungen verkommen.

Wollen Sie wirklich zumindest einige, "Pro- und Kontradiskussionen" zu diesem Thema hören, so müssen Sie zu "Feindsendern" wechseln. Bereits bei Beschränkung auf die deutsche Sprache bieten ARD, ZDF, Phönix, etc. eine wesentlich deutlichere Meinungs- und Argumentationsvielfalt an, als der ORF.

Wollen Sie jedoch nur Bestätigungen für die "Wunderwaffen der Regierung" konsumieren, so müssen Sie beim ORF bleiben.

Re: Re: mit einem schmunzeln erinnere ich mich an schellhorns auftritt bei "im zentrum" vor 3 (?) wochen:

sie haben recht mit ihrem vergleich des orf mit anderen sendern:

bei diesen wäre eine inhaltsleere stammelaussage wie die von schellhorn nicht mit höflichem schweigen quittiert worden. sondern es wäre ECHT peinlich geworden. für herrn s.!

Re: Re: Re: ondern es wäre ECHT peinlich geworden. für herrn s.

Kann ich nicht beurteilen. Habe ich, wie ORF-Nachrichten und ähnliches schon jahrelang, nicht mehr gesehen.

Nur "Boris" hat eine andere Einschätzung dazu als Sie. Und das ORF-Moderatoren Personen mit Gegenmeinungen eher abzuwürgen, unterbrechen oder auf sonstige Art zu diskreminieren versuchen (meine pers. Meinung, darüber gibt's wenig zu diskuttieren), war ja auch einer der Gründe für mein o.a. Seherverhalten.

Ich würde daher der Beurteilung von "Boris", zumindest das eine sachliche Darstellung enthalten war, mehr glauben schenken. Selbst wenn eine solche durch "besondere Umstände" eventuell nicht in "einem Zug" zum Ausdruck gebracht werden konnte.

5 0

Re: Re: mit einem schmunzeln erinnere ich mich an schellhorns auftritt bei "im zentrum" vor 3 (?) wochen:

Die Diskussionen im Hangar auf Servus TV sind auch immer solide mit wirklichen Persönlichkeiten und besetzt qualitativ immer hochstehend.
Ein Oberst Fallafel, der begeistert am ORF klebt ,kann dieser Liga nichts abgewinnen.

Re: Re: Re: Die Diskussionen im Hangar auf Servus TV ...

Meine Aufstellung der "Feindsender" war mit einem "etc." nicht abgeschlossen.

Deutsche Nachrichten und Diskussionen haben aber auch noch ein weiteren (wahrscheinlichen?) Pluspunkt. Denn hier diskuttieren Politiker (aller Parteien, und sogar welche aus den Krisenländern), Journalisten, Sachverständige, etc. eines Landes, welches a) wegen seines Sparkurses angefeindet wird und b) gleichzeitig bereits so etwas wie die "letzte Hoffnung" der Währungsunion ist.

D.h., zumindest mit deren Politikern kommen damit auch jene Leute zu Wort, welche in der Praxis über die Zukunft dieser Währungsunion entscheiden. Denn das der Rest an kleineren Ländern tatsächlich mehr Möglichkeiten hat, als sich einer Seite anzuschließen, ist wohl eher nur mehr Theorie und nicht mehr die vorhandene Realität.

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Ich hab die Sendung auch gesehen

Schellhorn hat eine glasklare Darstellung des Ist-Zustandes gegeben und auch eine klare Prognose wohin die derzeitige Finanzpolitik führen wird. Das diese negativ war ist nicht Schellhorns Schuld sondern liegt in der Natur der hinfälligen Sache.
Obwohl es nicht an Schellhorn liegt Lösungsansätze zu präsentieren, da das nicht seine Funktion in der Gesellschaft ist, hat er klar gesagt was zu tun wäre - nämlich in jenen Bereichen die sich als Sackgassenrennen entpuppt haben, den Retourgang einzulegen. Nebenbei hat er die so bekannte wie unfassbare Inkompetenz der Verantwortlichen in der Sache ruhig und emotionslos angesprochen

Und - Oberst Fallafel füttert mit seiner Stütze bzw. Bezug von Notstandshilfe niemanden durch, sondern Schellhorn füttert Oberst Fallapfel mit großem Löffel die von ihm abgelieferten Steuern.

Re: Ich hab die Sendung auch gesehen

ich habe verständnis, dass ein dauersuderant wie sie sympathie für seinen meister empfindet.

dass die leute über euch lachen, ist da nicht so wichtig....

9 0

Re: Re: Ich hab die Sendung auch gesehen

Nicht die Leute lachen. Die vom ORF ins Studio gesetzten Claqueure lachen zu den Propagandaschmäs die ihnen die staatlich finanzierte Partei-Propagandaorgel einfüttert.

Re: Re: Re: Ich hab die Sendung auch gesehen

sie tun mir echt leid mit ihrer unfähigkeit, die realität zu sehen.

sie glauben, weil hier im presse-forum die claqueure auf ihrer (und schellhorns) seite sind, wäre das im echten leben auch so?

sie sind repräsentant einer verschwindend kleinen doch dafür umso fanatischeren sekte.

sich seine eigene kleine illusorische welt basteln ist kein rezept, das auf dauer hält. selbsterkenntnis tut weh. aber irgendwann muss man sich diesem schmerz stellen, wenn man nicht ausgelacht werden will.

 
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Hobbyökonom