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SuperMarkt: Unser Planwirtschaftsminister

09.06.2012 | 17:59 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Wenn sein starker Arm es will, stehen die Treibstoffpreise still. Im Kampf gegen steigende und fallende Preise greift Minister Reinhold Mitterlehner gern zu unorthodoxen Lösungen.

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Als der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble im Dezember des Vorjahres nach Wien reiste, war der Auftrag klar. Zusammen mit österreichischen Gesinnungsgenossen sollte der neue Stabilitätskurs der Konservativen in einer gemeinsamen Pressekonferenz der Öffentlichkeit verkauft werden. Vizekanzler Michael Spindelegger und Finanzministerin Maria Fekter propagierten denn auch die von Deutschland eingeforderte Rückkehr zur budgetären Disziplin. Nur einer wollte sich nicht so recht ans Protokoll halten. Klar, die Haushaltsdefizite müssten sinken. Aber Europa dürfe nicht nur eisern sparen, der Staat müsse jetzt auch kräftig investieren. Woher das Geld dafür nehmen? Nun ja, die EZB sollte es vorübergehend einfach drucken, die Schleusen öffnen. Eine etwas höhere Inflationsrate sei schließlich allemal besser als steigende Arbeitslosigkeit sowie soziale Spannungen.

Unbestätigten Gerüchten zufolge wollte der deutsche Gast von Michael Spindelegger nach der Veranstaltung nur noch eines wissen: Warum um alles in der Welt wurde auch ein Sozialist auf das Podium gebeten? Dem österreichischen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner vorzuwerfen, er sei Sozialist, ist freilich schwer übertrieben. Ein Mann, der sich zu inszenieren weiß und dem unorthodoxe Ansätze für die Lösung publikumsträchtiger Probleme nicht ganz fremd sind, trifft es eher. So scheint es im Ministerium seit Monaten nur noch ein Thema zu geben: Nein, nicht das blamable Abschneiden des Wirtschaftsstandorts Österreich in jüngsten Rankings, sondern schwankende Spritpreise. Zwar beteuert selbst das Ministerium, dass Benzin und Diesel hierzulande relativ günstig seien – aber das wohl nur deshalb, weil der Staat ein scharfes Auge auf die Treibstoffkonzerne geworfen hat und – wenn es sein muss – auch nicht davor zurückschreckt, die Marktkräfte lahmzulegen.

Wie an diesem langen Wochenende. Der Wirtschaftsminister hat nämlich verfügt, dass die Preise an den Zapfsäulen nur bis zum Dienstag vergangener Woche erhöht werden durften. Gesenkt werden durften sie bis Mittwoch 12 Uhr – danach mussten sie bis Sonntag Mitternacht stabil bleiben. So etwas nennt man gemeinhin die vorübergehende Einführung der Planwirtschaft, im österreichischen Wirtschaftsministerium spricht man lieber von der Einführung von „Standesregeln für Tankstellenbetreiber“, mit dem Ziel, Preissprünge in der reiseintensiven Zeit zu stoppen.

Diese Regeln sind übrigens der letzte Schritt in dem seit Monaten laufenden Kampf des Ministers gegen steigende und fallende Preise. Den Anfang machte eine Verordnung, die festlegte, in welcher Reihenfolge Treibstoffpreise ausgeschildert sein müssen – damit sich kein Autofahrer verschaut und irrtümlich eine teurere Zapfsäule ansteuert. Dann durften die Preise nur mehr einmal am Tag erhöht werden. Als die Massen(medien) immer noch über hohe Treibstoffpreise klagten, wurde die Gangart verschärft: Benzin und Diesel durften nur noch um Punkt 12 Uhr mittags verteuert werden, um es der Nachbartankstelle so schwer wie möglich zu machen, ebenfalls mit den Preisen nach oben zu gehen. Und mit der aktuellen Regelung soll verhindert werden, dass die Autofahrer an langen Reisewochenenden von den Treibstoffkonzernen „abgezockt“ werden.


Ein Erdbeer-Preiskorridor? Wer nun meint, dass große Nachfrage bei begrenztem Raffinerieangebot höhere Preise nach sich ziehe, hat die Rechnung ohne den Wirtschaftsminister gemacht. Für ihn ist ein steigender Bedarf offensichtlich noch lange kein Grund, auch mehr zu bezahlen. Da ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die neuen Standesregeln für Zimmervermieter ausgearbeitet sind. Höhere Preise in den Weihnachtsferien? Schweinerei! Und warum sind Erdbeeren im Winter teurer als im Sommer? Schrecklicher Verdacht: Gesundheitsbewusste Bürger dieses Landes sind schutzlos den Interessen bäuerlicher Geschäftemacher aus südlichen Gefilden ausgeliefert. Ein vom Wirtschaftsministerium verhängter Erdbeer-Preiskorridor könnte dem unschönen Treiben ein jähes Ende bereiten.

Nun gibt es Hinweise darauf, dass der Wettbewerb auf dem österreichischen Treibstoffmarkt nicht funktioniert. Wenige Anbieter, viele Nachfrager – ein geradezu perfektes Umfeld für Scheinwettbewerb und Verhaltenskartelle mit abgestimmten Preisen. Derartigen Vermutungen mit staatlichen Eingriffen in die Preisgestaltung beizukommen, ist freilich lächerlich. Es gibt tonnenweise Literatur, die zeigt, dass amtliche Preisregelungen nur einen Effekt haben: ein tendenziell steigendes Preisniveau, weil sich alle an den zulässigen Höchstpreisen orientieren. In erwachsenen Marktwirtschaften gibt es für vermutete Marktmissbräuche Wettbewerbsbehörden, die scharf gegen derartige Missstände vorgehen. Österreich verfügt über eine derartige Behörde, sie hat auch unlängst angekündigt, sich die Sache genauer anzusehen. Samt Hausdurchsuchungen! Wie nett, da werden sich die Treibstoffkonzerne aber freuen, dass die Besucher ihr Eintreffen so artig avisieren und noch genügend Zeit bleibt, ein wenig Ordnung in die Akten zu bringen.


Bitte nicht aufsperren! Österreich ist aber nicht nur ein Land, in dem der Wirtschaftsminister in die Preisgestaltung freier Unternehmen eingreift. Sondern auch eines, in dem die gesetzlich verordnete Unternehmervertretung gegen das Aufsperren von Geschäften vorgeht. So protestierte die Wirtschaftskammer Salzburg scharf gegen eine Ausnahmeregelung für einen Lebensmittelkonzern, der sein soeben eröffnetes Geschäft auf dem Salzburger Hauptbahnhof auch feiertags offen halten will. Die Wirtschaftskammer bedauert den „Kniefall vor einem Konzern“ (wohlgemerkt ein zahlendes Mitglied ebendieser Kammer). Protestnoten gab es auch von Kirche und Gewerkschaft. Nur die Mitarbeiter protestierten nicht. Sie hatten sich mit ihrem Arbeitgeber auf einen Sonderkollektivvertrag geeinigt.

Schade, dass Herr Schäuble längst wieder abgereist ist. Sonst hätte er gesehen, dass sich Sozialisten hierzulande oft an jenen Stellen finden, an denen sie am wenigsten erwartet werden.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.06.2012)

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33 Kommentare
 
12
Gast: Benzonator
11.06.2012 14:06
1 0

So what

Um den Benzinpreis wird ein mords Tamtam gemacht.

Aber dass ein Handwerker aufgrund der horrenden Steuern und Abgaben von den 80 EUR/h die er kostet nur 10 EUR/h behalten kann, daran denkt niemand.

Der wahre Wucher herrscht nicht an der Tankstelle, sondern beim Staat mit seinen sinnlosen 9 Bundesländern.....

Gast: Tankwart
10.06.2012 23:11
1 0

Von den wirklichen Wirtschaftsproblemen wird abgelenkt

Ob an der Tankstelle ca. 4 € pro Füllung mehr bezahlt wird, das sind nicht die echten Schwierigkeiten in Ö; das sind populistische Regelungen, um von den wirklichen Wirtschaftsproblemen abzulenken

habe heute getankt bei shell um 3.15 dollar / gallone

ca. 66 eurocent / liter oder in dollar, 83 cent / liter

haha ;-)))))

Antworten Gast: CDO
11.06.2012 10:50
0 0

Re: habe heute getankt bei shell um 3.15 dollar / gallone

ich gratuliere! (nicht zu der ersparnis im cent-bereich, sondern dazu, dass sie das leben führen, dass sie sich aussuchen, und offenbar zufrieden damit sind)

Gast: b754
10.06.2012 12:43
1 4

das system schellhorn oder auch neoliberales system genannt

„Die gemeine Seerose( Nymphaea maligna comunalis) ist eine erdachte Unterart aus der Familie der Seerosengewächse (Nymphaeacea), ein mehrjähriger, krautiger Oberflächenwucherer, der in modernen, schnelllebigen Gesellschaften immer größere Verbreitung findet. Zum einen gilt die Seerose als Meister der Selbstinszenierung, weil alle Voraussetzungen ihrer Schönheit unter Wasser verborgen bleiben. Zum anderen enthalten ihre Blüten eine berauschende Substanz namens Nuciferin, nach deren angstlösender , antiseptischer, beruhigender und stimmungsaufhellender Wirkung der Bedarf ebenso steigt wie nach einer aus getrockneten Seerosensamen hergestellten Seife, die wegen ihrer schuldabwaschenden Reinigungskraft vor allem bei Managern, Bankern und Politikern sehr begehrt ist.
Von der Antike bis zur Neuzeit galt die Seerose als Symbol für Unschuld, Reinheit und Keuschheit; die triebdrosselnde Wirkung der Seerosensamen half Mönchen und Nonnen, ihr Keuschheitsgelübde einzuhalten. Allerdings gab es auch weltliche Mahner, die in die in der Pflanze einen „Vernichter der Liebe“ sahen. Und auch die moderne Wertschätzung der Seerose als Vorbild der Selbstdarstellung bleibt ambivalent. Ihre wohlriechenden Blüten mit den spiralförmig angeordneten Kronblättern decken zwar einen wunderschönen Mantel des Vergessens über alles Darunterliegende – über Grund und tiefe, Motive und Absichten; Botaniker weisen aber zu Recht darauf hin, dass die Seerose ein Starkzehrer ist und ihrem Untergrund so viel Nährstoffe entzieht, dass sie ihren eigenen Lebensraum zu zerstören droht

Antworten Gast: kettensäge
10.06.2012 13:46
1 0

Re: das system schellhorn oder auch neoliberales system genannt

waren sie heute bei der haschkuchenparty in tirol dabei?

Gast: b754
10.06.2012 12:11
2 8

schellhorn der graf der presse

den kleinen steurzahler aussackeln damit wir die verluste der großen ausgleichen ganz im neoliberalen sinne
freier markt statt freier bürger

Re: schellhorn der graf der presse

wenn sie "neoliberalismus" begriffen hätten, würden sie wissen, dass die verluste der großen, das problem der großen blieben. das überwälzen auf die kleinen hat damit rein gar nichts zu tun, sondern wird einzig durch den eingriff des staates bedingt.

3 0

Solange der Staat

am Benzinverkauf mehr verdient als die ÖMV, steht der zuständige Minister jedenfalls in einem Interessenkonflikt.
Andere frage: wie entwickelt sich der Preis für Heizöl, dieser wird selten thematisiert?

in der sache bin ich diesmal auf schellhorns seite.

die preisregulierung ist nonsens!

aber den fokus ein bisschen erweitert zu haben, wäre eines journalisten schon würdig. also:

1. es ergibt sich in diesem zusammenhang ein demokratie-problem: rund die hälfte der ösis sind halt autofahrer. und die meisten davon jammern und schimpfen über den benzinpreis - kann das ein demokratisch gewählter repräsentant bzw ein minister überhören? selbst das im preisvergleich dazu völlig unbedeutende parkpickerl in wien wird nicht zu halten sein, wenn es eine mehrheit dagegen geben sollte.

2. es gibt ein eklatantes marktversagen. nicht die mineralölfirmen sondern die verbraucher versagen: sie schaffen es (im kleinen) nicht, dort zu tanken, wo billiger angeboten wird. und 'im großen' versagen sie auch. eine studie in deutschland hat ergeben, dass genau diesselbe mobilität aufrechterhalten würde, wenn die bürger das auto SINNVOLLER nutzen würden - bei EINEM DRITTEL des gesamtspritverbrauchs!
das würde den preis enorm drücken und insgesamt dem bürger nur einen bruchteil der kosten verursachen...

leider fallen s. diese aspekte nicht auf, stattdessen ein halber kommentar bestehend aus sozi-hass. schellhorn ist halt der kickl unter den journalisten!

Gast: Vernunftwende
10.06.2012 10:31
0 3

Jetzt räumt sogar der Autor ein dass der Wettbewerb in Ö vielleicht nicht ganz funktioniert, was wäre denn das Gegenrezept?

Ansonsten halt die üblichen Übertreibungen z.B. "blamables Abschneiden" - als ob die Rankingpositionen um Welten auseinanderliegen würden.

Ich frage mich was passiert sobald Deutschland zu Eurobonds ja sagt, ist dann Schäuble auch ein Sozi? Oder vielleicht doch eher ein Realist der nebenbei gesagt weiß dass eine völlig deregulierte Marktwirtschaft nur zu einer Monopolwirtschaft führt.

Gast: Vernunftwende
10.06.2012 10:30
0 3

Jetzt räumt sogar der Autor ein dass der Wettbewerb in Ö vielleicht nicht ganz funktioniert, was wäre denn das Gegenrezept?

Ansonsten halt die üblichen Übertreibungen z.B. "blamables Abschneiden" - als ob die Rankingpositionen um Welten auseinanderliegen würden.

Ich frage mich was passiert sobald Deutschland zu Eurobonds ja sagt, ist dann Schäuble auch ein Sozi? Oder vielleicht doch eher ein Realist der nebenbei gesagt weiß dass eine völlig deregulierte Marktwirtschaft nur zu einer Monopolwirtschaft führt.

Treibstoffe, Energie etc. sind staatlich geschützte Monopole !!


Das ist das Kernproblem ! Ein echter, freier Markt (siehe Handys etc.) treibt die Preise nach unten.

Doch solange Nadelstreif- u. Trachtensozialisten in rot/schwarzen Monopolen, sozialpartnerschaftlich geschützt, für ABZOCKE mit bis zu 1,4Mio € jährlich belohnt werden...

Re: Treibstoffe, Energie etc. sind staatlich geschützte Monopole !!

ganz abgeshen von der tatsache, dass über 50% des preises nicht markt- sondern staatsgetrieben sind. zum wiederholten male: wenn dem minister der spritpreis zu hoch ist, soll er da eingreifen, wo er zuständig ist: bei den steuern und abgaben!

Gast: 1. Parteiloser
10.06.2012 09:13
10 0

Planwirtschafter sind immer Verwirtschafter!

In Europa sind alle Politiker, alle Entscheidungsträger, auf allen Ebenen, nur noch Planwirtschafter, egal in welchen Farben diese auch immer schillern.

Es sind Planwirtschafter, welche ideologische und hilflose Pläne zur Dominanz über die Gesellschaft machen und diese dann von Lobbyisten mit direkten Zugriff auf die Gesetzgebung auch umsetzen.

Es sind Planwirtschafter, welche für deren absurde Ideen immer die Anderen zur Kassa bitten und keinen Respekt vor Eigentum und Leistung haben, auch keinen Respekt vor wesentlichen Menschenrechten wie Freiheit und Eigenverantwortung.

Das sind Planwirtschafter, welche in Österreich schon Zwangsabgaben von 40.000.- Euro kassieren, kaum mehr einen Nutzen für die Gesellschaft haben mit den irren Gelder aber trotzdem nicht auskommen.

Alle Staatswirtschaften müssen Planwirtschaftlich organisiert sein. Die Entscheidungsträger kommen immer aus den geschützten Bereichen, also aus den Planwirtschaften und kennen ein freies ungeschütztes Leben, ohne besonderen Schutz und Finanzierung durch die Anderen, gar nicht. Es ist nur logisch, dass es so zu einer Dominanz der gelernten Planwirtschafter über die Gesellschaft kommen musste.

Die Planwirtschaften in Europa manifestierten sich in Staatsausgabenquoten bis zu 55% des BIP, in einem riesigen geschützten Bereich, einem Förder- und Frühpensionswahnsinn, Posterl- und Amterlschacher, Korruption und Ausheben der Grundrechte.

Planwirtschaft ist immer eine Mangelwirtschaft.

Re: Planwirtschafter sind immer Verwirtschafter!

kommt noch hinzu, dass es neben der nationalen planwirtschaft auch supra-nationale planung gibt, in form der eu und auf der finanzebene von der ezb.

da geld bei jeder transaktion 50% ausmacht (geld gegen ware, geld gegen dienstleistung) allerdings es 1 zentralplanungsstelle gibt, die entscheidet ueber die geldmengensteuerung, was das geld fuer eine kaufkraft hat, was der leitzins sein soll und welche konditionen es fuer geschaeftsbanken gibt (mindestreserve, etc.), kann man eigentlich gar nicht mehr von marktwirtschaft sprechen, weil ja mindestens 50% der transaktion von planwirtschaftlern durchgefuehrt wird ...

Antworten Gast: IrgendEiner
10.06.2012 22:30
0 0

Re: Planwirtschafter sind immer Verwirtschafter!

Ich kann Ihnen nur recht geben

Gast: iokukawa
10.06.2012 06:53
3 0

irgendwie lächerlich, bei produkten mit über 50 % steuerbelastung

an freie marktwirtschaft zu denken.

marktmißbrauch ist vor allem das minütliche ändern von preisen weil der kunde keine gelegenheit hat, die preise der verschiedenen anbieter zu vergleichen. oft ist ja die nächste tankstelle mehr als 20 km entfernt, und wenn der tank leer ist macht man keine rundfahrt von mehr als 100 km nur um sich einen überblick über die preise zu verschaffen. die diversen internetangebote zum preisvergleich liefern nur hausnummern. bis man bei einer tankstelle angelangt ist, hat sich der preis schon 5 mal geändert.

zu recht würde man auch nach preisregelungen rufen, wenn hoteliers alle halben stunden willkürlich ihre preise ändern, und man am freitag noch nicht weiß was das zimmer am samstag kosten wird.

das mindeste ist doch, daß kosten für die grundlegenden lebensbedürfnisse, - und dazu gehört mobilität, und dafür ist ein auto auf dem land ohne alternative, - für ein monat fix geplant werden können.
und das hindert die unternehmen überhaupt nicht, sich einem preiswettbewerb zu stellen.


0 0

Re: irgendwie lächerlich, bei produkten mit über 50 % steuerbelastung

Dass nur einmal am Tag um 1200 die Preise erhöht werden dürfen haben Sie aber schon mitbekommen?

Gast: Gusti Wollf
10.06.2012 06:15
0 0

a fehlt in "Planwirtschftsminister"

Bitte ausbessern !

Die Trachtensozialisten sind viel gefährlicher als die Pseudomarxisten !


Die Vorherrschaft der ÖMV (öst. Monopol-Ölverwaltung) gehört ZERSTÖRT , werter Minister !!
ECHTE Konkurrenz belebt die Preise nach unten.(siehe Handys etc)
Doch solange ÖMV-Vorstände für diese sozialpartnerschaftlich geduldete ABZOCKE mit 1,4 Mio Euro pro Jahr belohnt werden (echte Sozialisten findest Du hauptsächlich bei Monopolen), ists schad ums Papier...

Vielleicht sollte er mal NZZ lesen.:

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/standort-oesterreich-in-der-kritik-1.17173605

Re: Die Trachtensozialisten sind viel gefährlicher als die Pseudomarxisten !

"ECHTE Konkurrenz belebt die Preise nach unten.(siehe Handys etc)"

ach DESHALB gäbe es ohne eu-eingriff nach wie vor die unverschämte roaming abzocke: weil die vielen telekom-firmen sich gegenseitig ECHTE konkurrenz machen....

1 0

Re: Re: Die Trachtensozialisten sind viel gefährlicher als die Pseudomarxisten !

Die Roaming-Regulierung - ein weiteres Beispiel Planwirtschaft: auch wenn die negativen Auswirkungen für Konsumenten zur Zeit noch nicht spürbar sind, so wird das auf lange Sicht nicht so bleiben ..

http://mises.org/daily/3183/


Antworten Gast: 1. Parteiloser
10.06.2012 09:33
2 0

Die Relevanz der OMV bei den Tankstellenpreisen!

Es stimmt schon, dass die Weltmarktpreise für Rohöl in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Das liegt aber kaum in der Verantwortung der OMV, das liegt vor allem an der irren Geldschöpfung und der Flucht dieses Geldes in Rohstoffe.

Wie hoch ist aber der Anteil der OMV an den Tankstellenpreisen?
Welthandelspreis letzte Woche bei 0,49 Euro pro Liter. Die MÖSt pro Liter Benzin (schwefelfrei und Bio-Anteil) ist 0,482 Euro (Andere: 0,515 Euro).

Beispiel: Verkaufspreis Benzin 1,40 Euro
MÖSt 0,482 Euro
MWSt 0,233 Euro
Rohöl 0,49 Euro

Die Marge für den Transport zur Raffinerie, das Raffinieren, Transport zur Tankstelle, der Vorfinanzierung, dem Betrieb der Tankstelle beträgt also 0,195 Euro pro Liter. Diese Leistungen der OMV und der Tankstellenbetreiber, inkl. Gewinne!, betragen also nur 14% des Verkaufpreise. Da wird dann auch noch mit Steuern hingegriffen!

Der Staat kassiert, ohne eine Leistung zu erbringen, aber satte 0,715 Euro pro Liter, also 51%.

Weil aber Umsatz nicht gleich Marge, nicht gleich Gewinn ist, so hat die OMV nur einen Gewinn von 3,1% vom Umsatz.

Re: Die Trachtensozialisten sind viel gefährlicher als die Pseudomarxisten !

OMG; wie Recht Sie haben! Aber am schlimmsten sind die Kammersozen in der Wirtschaftksammer und Bauernkammer. Das sind die wirlichen Interventionisten und Bevormunder!

by the way: in den letzten Tagen wurde der Euro stärker, der Preis des Rohöls sank: Hätte unsere Wirtschaftssoze nicht widernatürlich eingegriffen, dann wären die Benzinpreise gefallen!

Gast: LegendIn
09.06.2012 21:46
8 0

Österreich ist das einzige Land des ehemaligen Ostblocks, welches die Wende von 1989 nie vollzogen hat.

Mittlerweile, nach Schüssels Abwahl, sind ALLE österreichischen Parlamentsparteien mehr oder weniger sozialistisch, was Wirtschafts-, Steuer- und Schuldenpolitik betrifft:

Die "banalen Sozialisten" der SPÖ

Die "Nationalen Sozialisten" der FPÖ

Die "liberalen Sozialisten" des BZÖ

Die "Öko-Links-Stalinisten" der Grünen

Und die "Trachtensozialisten" der ÖVP

Wie soll ein Staat reformiert oder zumindest österreichs Budget saniert werden, mit 183 +/- sozialistischen Kasperln?

 
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