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SuperMarkt: Wie teuer ist teuer?

16.06.2012 | 17:55 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Die Teuerungswelle ebbt ab. Das jedenfalls behaupten die Statistiker. Glaubt man einem alten Sprichwort, dann ist die Statistik jedoch so etwas wie die Laterne für einen Betrunkenen.

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Endlich einmal eine richtig gute Nachricht: Das Leben ist zwar wieder ein bisschen teurer geworden, aber bei Weitem nicht so schlimm wie befürchtet. So verteuerten sich Güter und Dienstleistungen im vergangenen Mai gegenüber dem Vorjahreszeitraum um schlanke 2,1 Prozent. Das ist zwar mehr als nichts, aber auch der niedrigste Preisschub, der hierzulande seit November 2010 gemessen wurde. Noch erfreulicher ist aber, dass sich der Preisschub seit Monaten abschwächt, was wiederum auf einen nachhaltigen Trend hoffen lässt. Von Hyperinflation also keine Spur.

Unglücklicherweise gibt es aber ein kleines Problem: Die Millionen von Verbrauchern wollen die jüngst von den statistischen Seismografen aufgezeichneten Teuerungsraten nicht so recht glauben. Auch die Arbeiterkammer ist skeptisch. So ventilierte deren Präsident Herbert Tumpel vergangene Woche die leisen Zweifel an der Aussagekraft der „offiziellen Inflationsrate“. Letztere scheine mit der Realität in den Supermärkten nicht mehr übereinzustimmen, sondern zu niedrig zu sein.

Da ist was dran, auch wenn zur Ehrenrettung der Statistik Austria erwähnt sei, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) nicht behauptet, nur die Preisentwicklungen in den Supermarktregalen abzubilden. Vielmehr spiegelt der Index das Auf und Ab jener Ausgaben wider, die ein österreichischer Durchschnittshaushalt eben so hat. Und dieses Preisniveau steigt – so will es die Statistik Austria wissen – eben nur mehr sehr schwach.


Blanke Unwissenheit? An dieser Stelle soll nicht unterschlagen werden, dass sich der Autor dieser Kolumne erst vor wenigen Tagen einen Rüffel von den staatlichen Statistikern eingehandelt hat. In einer Aussendung verwehrte sich der Direktor der Bundesanstalt Statistik Österreich nämlich „auf das Entschiedenste“ gegen den in einem „Presse“-Kommentar erhobenen Verdacht, die Statistik Austria verschleiere über einen geschickt gefüllten Warenkorb das wahre Ausmaß der Teuerung. „Aussagen dieser Art zeugen offenkundig von einer Unvertrautheit des Autors dieses Kommentars mit der Methodik der Inflationsberechnung.“

Na dann wollen wir uns doch einmal etwas mit der Methodik der Inflationsberechnung vertraut machen. Allein um die Entwicklung des Preisniveaus zu zeigen, messen die Statistiker die Preise von 791 Waren und Dienstleistungen. Sapperlot! Von Müsli, Butterkeksen, Bauchfleisch, Dauerhartwurst, Kaugummi, Trainingsanzug, der Änderungsschneiderei über Nachhilfestunden, Gipskartonplatten, Dampfbügeleisen, Flachbildfernseher, Flugticket bis hin zu Mieten findet sich alles, was das Verbraucherherz so begehrt.

Und noch viel mehr! Oder wussten Sie etwa, dass ein typischer Haushalt im Jahr fast gleich viel Geld für Tischtennistische ausgibt wie für Emmentaler? Oder dass die (stark sinkenden) Preise für Flachbildfernseher und Notebooks den jährlichen Verbraucherpreisindex ähnlich stark beeinflussen wie jene für Butter, Milch und Gebäck (kumuliert) beziehungsweise die monatliche Gasrechnung?

Neu sein dürfte vielen Haushalten auch, dass die Miete der eigenen vier Wände nur 4,067 Prozent der monatlichen Ausgaben verschlingt. Natürlich könnte man jetzt auf den Gedanken kommen, dass dieser Anteil wohl eher dem Ausgabeprofil von Dietrich Mateschitz entspricht, ein durchschnittlicher Haushalt aber viel mehr als vier Prozent für Miete aufzuwenden hat. Vermutungen dieser Art deuten freilich wieder auf eine eklatante Unvertrautheit mit der Materie hin. Die Experten der Statistik Austria erklären die bescheidene Gewichtung von Wohnungsmieten im Verbraucherpreisindex (VPI) damit, dass viele Bürger im Eigentum wohnen. Deren (teilweise beträchtliche) Ausgaben für das zum Kauf einer Wohnung geliehene Kapital wird im VPI nicht erfasst. Diese Kosten seien – im Gegensatz zur Miete – keine Konsumausgaben. Interessant.

Bemerkenswert ist auch, dass heimische Haushalte für Freizeit- und Kulturdienstleistungen fast so viel Geld ausgeben wie für Mieten. Der Drang der Österreicher in die Museen und Fitnessstudios des Landes zählt vermutlich zu den bisher meistunterschätzten Phänomenen überhaupt. Wie sportlich die Bevölkerung ist, zeigt auch, dass sie gleich viel Geld für Reitstunden ausgibt wie für Fachbücher. Womit die Statistik Austria das gut gehütete Geheimnis über den fortschreitenden Bildungsnotstand der Österreicher lüftet: Reiten statt Lesen, das kann auf Dauer nicht gut gehen!

Besser abzulesen ist die Entwertung des Geldes durch die auf Hochtouren laufenden Notenpressen am „Miniwarenkorb“, der die Preise für den wöchentlichen Einkauf misst (häufig gebrauchte Verbrauchsgüter, Nahrungsmittel und Treibstoffe). Und siehe da: In zweieinhalb Jahren hat sich der wöchentliche Einkauf um 13 Prozent verteuert. Seit 2005 um ein Viertel. Noch stärker gestiegen sind die Preise für Rohstoffe und Vermögenswerte, für deren Erwerb heute oft doppelt so viel Geld hinzulegen ist wie noch vor wenigen Jahren („Asset“-Inflation).

Im Dunkeln munkeln. Regierungen verlassen sich natürlich lieber auf die allgemeine Teuerungsrate. Das bringt der jeweiligen Staatsführung gleich mehrere Vorteile: So wird der Eindruck erweckt, die Politik des billigen Geldes bliebe folgenlos und der Wert des Geldes stabil. Zudem lässt eine niedrigere Teuerungsrate das Wirtschaftswachstum besser aussehen, als es tatsächlich ist. Berechnet wird das Wachstum nämlich zu laufenden Preisen (nominelles Wachstum). Zieht man davon die offizielle „Inflationsrate“ ab, erhält man das reale Wirtschaftswachstum. Ist das nominelle Wachstum schwach, helfen niedrige Teuerungsraten dabei, das reale Wirtschaftswachstum über der Nulllinie zu halten.

Das alles sind Dinge, die Teuerungsraten nicht offenlegen. Sollen sie wohl auch nicht. Glaubt man nämlich einem alten Sprichwort, dann ist die Statistik so etwas wie die Laterne für einen Betrunkenen. Sie dient nicht wirklich der Erleuchtung, gibt dafür aber jede Menge Halt. Oder so ähnlich.



franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.06.2012)

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60 Kommentare
 
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Gast: Hugo Weizer
20.06.2012 11:01
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Keine großen Abweichungen von VPI

Ich habe bei einigen Punkten nachrecherchiert, und kann die Anzweiflung vom VPI nicht nachvollziehen.
1. Im Warenkorb habe ich die Ausgaben für Wohnung, Wasser, Glas, Brennstoffe mit ~31 % gefunden.
Mit 4 % Miete, hat man unwissend, der populistisch die Statistik falsch gelesen, weil die Zusammenstellung sich auf die Gesamtbevölkerung bezieht und genauso ein Anteil von Eigenheim, … im Warenkorb enthalten ist.
2. Flachbildfernseher vs. Butter
Meine Ausgaben für Butter in acht Jahren sind ungefähr 370 € (1,79 € x 26 x 8 Jahre)
Mein Flachbildfernseher hat 400 € gekostet, ich hoffe dieser hält 8 Jahre, der letzte, war ein Röhren, hatte 18 Jahre gehalten. Warum sollen beide Produkte nicht einen ähnlichen Anteil im Warenkorb haben?
Man muss auch berücksichtigen, dass sich in den letzten 20 Jahren das Volumen der Einkaufswagen verdoppelt hat, damit die Menschen mehr einkaufen.
Kleine Verfälschungen, z.B. durch Produktwechsel, halte ich für möglich, aber keine Abweichungen in diesem Ausmaß. Meiner Meinung nach wird versucht, von Statistik Austria (STAT), die Inflation und den Warenkorb realistisch wie möglich darzustellen.

Glaube nur der Statistik, die Du selber gefälscht hast !


Scherz beiseite ! Die Austrostat sollte sich schämen !!
Derart primitive Vorgangsweisen werfen ein Licht auf die "Unabhängigkeit" dieser Einrichtung. Siehe auch ORF, Krankenkassen, Nationalbank u. alle staatsnahen Betriebe.

Warum soviel Bösartigkeit ????

Gast: Gruftmaus
18.06.2012 10:54
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was?

Heute schon einkaufen gewesen?
Wöchendlich schlägt die Inflation zu. (vor allem bei Grundnahrungsm. und Tiefkühlprod.)
Ich kauf nur mehr 50% erm. Sachen und selbst die sind immens überteuert.

Selbst Käse ist in den letzten 2 Monaten um 40% teurer geworden. (Eine Frechheit!)
Eure Maus.

Gast: flieger1961
18.06.2012 08:23
0 0

Und wierder "verwehrt" sich einer auf das Entschiedenste...

Verwehren kann man etwa den Zutritt zu irgendetwas, zB zu Journalistenjobs, wenn der Bewerber in der deutschen Sprache - wie hier der Fall - nicht ganz sattelfest ist.

Die braven Statistiker haben sich gegen "den in der Presse erhobenen Verdacht" sicher verwahrt.

Antworten Gast: DoktorDuden
18.06.2012 12:56
0 0

Re: Und wierder "verwehrt" sich einer auf das Entschiedenste...

Also laut OTS hat sich die Statistik Austria "verwehrt"...Vielleicht hätte es der Autor unter Anführungszeichen setzen sollen? Aber das ist vermutlich nicht der Punkt..

Gast: unfreier Maurer
17.06.2012 22:08
1 0

Die Teuerung ist "part of the game"

Natürlich ist das EU-System daran interessiert, den Menschen zu kommunizieren, dass es ihnen gut geht und dass sie nur denken, sie hätten vor wenigen Jahren noch für 50 Euro einen mit unterschiedlichsten Konsumgütern nahezu vollen Einkaufswagen bekommen. Heute kaufe ich mit € 50 beim Hofer Lebensmittel (ohne Getränke) ein und siehe da: Der Wagen bleibt weniger als halb voll!

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Solche Statistiken sind "part of the game." Das Politbüro ist wahrscheinlich schon längst von Moskau nach Brüssel gezogen und das EU-Parlament mit den Sitzen in Straßburg und Brüssel ist gleich zahnlos wie die Duma im sowjetichen Moskau.

Es MUSS so kommen, wenn wir die Auferstehung des für Tod gedachten Kommunismus oder eine Synthese aus Kommunismus und Kapitalismus zu erwerten haben, was auch immer mehr ernst zu nehmende Leute sagen und das auch gut begründen.

Die Teuerung, mit der wir jetzt konfrontiert sind und die noch weiter gehen wird, wenn der Euro entwertet wird (u.a. zum Zweck der Schuldenreduktion), ist Teil eines großen Planes, der nach und nach realisiert wird. Mit dem Ziel, einer de-facto sowjetischen EU nach josefinischem Prinzip.

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Herr Schellhorn hat übrigens mit dem Artikel den Nagel auf den Kopf getroffen! Ich finde, er hat Rückrat bewiesen, indem er den "Rüffel" angsprochen hat. Gleichzeitig hat er auch eine gute Portion Wortwitz und die Fähigkeit, sich spitz und gekonnt zu artikulieren, bewiesen. Schade, dass es nicht mehr Journalisten von seinem Format gibt!

Gast: So, so....
17.06.2012 20:25
0 0

Jeder Zusammenhang ist rein zufällig und in keiner weise beabsichtigt...

Rein zufällig steht meine Antwort und das Grundproblem dort:

Kartellgesetz: Reform geht zu wenig weit
http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/766586/

(Vorausgesetzt die Zensur der Presse findet es würdig meine bescheidene kleine Meinung Freizuschalten für den gehobenen Leser, aber nicht zu viel antun jetzt, unangenehmes paßt nicht in der alles wird gut Welt....)

Der Verbraucherpreisindex spiegelt keine Inflation wieder

Er ist ein reiner Preisindex, kein Kostenindex.

Produkte, die ständig verbessert werden (wie zB die Elektronik), ziehen den Index ständig nach unten ("Abverkaufs-indexsenkung"), bevor sie dann herausgenommen und durch ein aktualisiertes Produkt ersetzt werden, das wieder den Index nach unten zieht.

Und hört mir auf mit dem alten Argument "Amerika-Reisen". Würde die Qualität aller Produkte immer gleich bleiben, so könnten sich auch die Preise für solche Reisen nicht dauerhaft stark verändern.

Jedenfalls, unterm Strich, ist der VPI dadurch stets ein wenig unter der echten Inflation angesiedelt.

Gast: Gast gegen Geldmengentheorien
17.06.2012 16:41
0 0

UND NEBENHER WIEDER DER GANZE GELDMENGENTHEORIE-SCHWACHSINN OHNE EINE SEKUNDE NACHZUDENKEN

Danke, das ist ein Kommentar mit eigenen Gedanken (die man nicht jeden Tag liest).

Aber: NEBENHER WIEDER DER GANZE GELDMENGENTHEORIE-SCHWACHSINN OHNE EINE SEKUNDE NACHZUDENKEN

In der Druckversion wir auch noch als Kasten hervorgehoben, dass die Inflation die "Aufblähung der Geldmenge" sei und daher das "Gelddrucken durch die EZB" daran "Schuld".

NEIN!! Infaltion ist die Erhöhung der Löhne und Gehälter und der Preise (jeweils mit Schuldzuweisung an den anderen oder die Araber mit Ihrem Öl).

Jetzt geht die Inflation zurück (auch weil Öl gerade billiger wird) und dennoch fällt dem Kommentator nicht auf, dass genau das Gegenteil der Fall sein müsste (hätte er - oder die denen er nachplappert - recht).

NIemand zahlt für eine VW-Golf mehr als er muss nur weil er gerade "flüssig" ist! (eher das Gegenteil, von den "Reichen" lernt man sparen und %e herausverhandeln).

Teurer durch das Veranlagungsmöglichkeiten suchende Geld werden nur absolut einmalige DInge (Liebhaberpreise steigen wenn Reiche sich darum raufen).
Kaiser Frank-Josef hat für den Kuss von Klimt (der ihm nicht gefiel und den er für eine staatliche Sammlung kaufte, weil er etwas bei "seiner" Jubiläumsausstellung kaufen sollte) rund zwei Jahresgehälter eines UniProf gezahlt. Heute ist das Ding 500 bis 1.000 MIllionen EUR "wert" (und wird nie verkauft werden).

Wer etwas vertretbares (technische EIgenschaft anders herstellbar) wie Gold kauft wird bald den Absturz erleben.

Antworten Gast: HB4242
17.06.2012 19:36
0 0

Re: UND NEBENHER WIEDER DER GANZE GELDMENGENTHEORIE-SCHWACHSINN OHNE EINE SEKUNDE NACHZUDENKEN

Kein Kommentar !

Heute wird wieder mal ordentlich 10suriert .....

Gast: liebe Verschwörungstheorethiker
17.06.2012 16:25
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COOL DOWN LIEBE VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER

Auch wenn die Statistik Austria offenbar nicht manns genug ist den wilden Theorien meiner vor-Poster entgegenzutreten und verständliche Transparenz herzustellen:

COOL DOWN LIEBE VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER !!

Zwei Dinge - einfach zum Nachdenken.

Mein Auto aus 1979 hatte 15 Liter verbleites Super verbraucht und 70 PS gehabt.
Mein derzeitiges Auto braucht 11 Liter unverbleit und hat 195 PS.
Da ich heute 50 % mehr Klometer fahre brauche ich für die Statistik Austria gleich viel Benzin.
Dieses ist aber wesentlich teuerer geworden.
Daher hat Bezin wesentlich zur Inflation beigetragen.
(In Wahrheit aber nur rund halb so viel, weil mit den gleichen Litern viel weiter fahre, nun mit Automatik, Klimaanlage, usw)

Wenn die "gefühlte" oder "echte" Inflation wahr wäre, dann hätten sich seit 1990 tägliche Einkäufe gegenüber der allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerung doppelt so schnell entwickelt. Wird müßten dann nicht länger rund 60 % sondern bereits 120 % (es sind aber nur mehr 55 %) für die täglichen Bedürfnisse aufwenden und hätten für ANschaffungen, Urlaub, neues AUto, Wohnung renovieren, usw schon seit Jahren nichts mehr ausgegeben ( komisch sieht gar nicht so aus !!??!)

Gast

Antworten Gast: gast45
17.06.2012 18:08
0 0

Re: COOL DOWN LIEBE VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER

.. sie vermischen preiseentwicklung mit technischem fortschritt .. ich würde sagen mit absicht .. daher ein gegenbeispiel :-) .. alsdann: lebenserwartung heute doppelt so hoch wie vor 150 Jahren. Also jeder der über 50 ist, hat seine über die jahrhunderte gerechnete lebenserwartung locker überschritten. drum wird die ärztliche versorgung jenseits der 50 Jahre eingestellt. Ist ja im übrigen auch sehr sozial, schliesslich sollen alle gleich wenig haben, und warum soll das nicht auch für die lebenserwartung gelten - ??
... und schon haben wir wieder ein paar milliarden für inserate und das friedensprojekt europa gefunden:-):-)

Gast: biserl
17.06.2012 15:23
0 0

Was fehlt

Was fehlt ist der Verweis wo den dieses ganze Kleingedruckte den auffindbar ist.

Ich bin sicher die Statistik Austria und unsere Politiker würden sich über ein reges Bürgerinteresse freuen, oder?

Gast: Cotillion
17.06.2012 14:40
0 0

Warum

Die Frage die sich mir dabei aufdrängt: wenn ohnehin jeder weiß, wie akkurat solche offiziellen Statistiken - egal ob Inflation/Arbeitslosigkeit/BIP - sind, warum werden sie dann überhaupt noch publiziert? Warum nehmen Medien/Politiker/Volkswirte/Bürger/Unternehmer... so etwas ernst?

Im Endeffekt nützt das nämlich niemanden, weil strukturelle Probleme nur dann behoben werden können, wenn man sich überhaupt klar ist, dass man welche hat?! Wofür Statistiken erstellen, wenn man das Ergebnis ohnehin verfälschen will?!


Ich zahle Euro 900,00 Miete an die Gemeinde Wien.

Ich bitte diejenigen, die unter der Brücke schlafen, sich zu melden... -(

Zum Artikel:
Schellhorn for Minister of Finance.. !

Gast: frager1
17.06.2012 13:06
0 0

Der hat ja wirklich keine Ahnung


Die Kritik an den Fragwürdigkeiten des VPI sind berechtigt. AK und Schellhorn sind da ja einer Meinung.

Aber der Deflator des BIP wird nicht so berechnet wie sich das der kleine Maxi vorstellt!

Sorry, der kleine Franzi!

Eines muss man hier richtig stellen

- Mietkosten um die vier Prozent gibt es durchaus - hier haben Sie sogar den Link: http://diepresse.com/home/panorama/wien/749687/Wien_Ute-Bock-eroeffnet-neues-Fluechtlingsheim?from=suche.intern.portal

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Fälscherinflation

Bei der Inflationsberechnung wird der hedonische Preisansatz verwendet:
Noch Fragen?
der wird verwendet um die Bürger als dumm zu verkaufen:
Computer 2010: 1Ghz und EUR 1000
Computer 2011: 2Ghz und EUR 1100.

lt Inflation daher ca 40% günstiger da er ja doppelt so schnell ist!

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Vielen Dank, Herr Schellhorn

Mit dieser Kolummne wird die Presse ihrem Anspruch gerecht. Scharf analysiert, gut geschrieben, - herzlichen Dank.

Bitte weiter so.

Gast: b754
17.06.2012 11:45
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was wir uns wirklich nicht leisten können sind neoliberale wie schellhorn

und nicht vergessen die spö ist schuld
freier markt statt freier bürger

Antworten Gast: fritziwaldi
17.06.2012 14:23
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Re: was wir uns wirklich nicht leisten können sind neoliberale wie schellhorn

Na, diesmal ist dem guten "b754" aber wirklich überhaupt nix zu Schellhorns Artikel eingefallen, außer halt seinem absoluten Lieblingswort "neoliberal".

Aber Hauptsache, er gibt seinen Senf zu jedem gedruckten Wort von Schellhorn dazu - wie das Amen im Gebet (oh, sorry: ein Fundi-Sozialist wie b754 ist ja sicher Atheist oder Agnostiker)

Re: was wir uns wirklich nicht leisten können sind neoliberale wie schellhorn

.......und ewig stinkt die löchrige rote Socke .....

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Sehr guter Artikel.

Danke.

euro austritt-heist deflation

wenn wir aus dem euro austreten würden und sich der neue schilling gegenüber den meisten währungen aufwertet,hätten wir mit an sicherheit grenzender wahrscheindlichkeit eine deflationäre entwickung.d.h. ein grossteil der waren würde durch die günstigeren werdenden fremdwährungen billiger importiert.(immer vorausgesetzt die preise werden an den konsumenten weitergegeben )
gepaart mit einer steuersenkung für private und betriebe könnten wir in relativ kurzer zeit ertmalig wirklichen wohlstand für die bevölkerung schaffen.

gruss

Re: euro austritt-heist deflation

Dummerweise würde auch ein Großteil der bisher in Österreich produzierten Waren durch die günstiger werdenden Fremdwährungen billiger importiert.

Re: euro austritt-heist deflation

Was Sie skizzieren hat aber nichts mit Deflation an sich zu tun...

 
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Hobbyökonom