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SuperMarkt: Lernen von Amerika?

23.06.2012 | 18:02 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Während die USA für ihr Krisenmanagement gelobt werden, wird Europa für seinen Schuldenkurs heftig kritisiert. Erstaunlich. Der Erfolg des von den USA propagierten Weges zur Krisenbekämpfung hält sich in Grenzen.

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Als Barack Obama im Sommer 2008 durch Europa tourte, lagen ihm die Massen zu Füßen. Allein in Berlin pilgerten über 200.000Deutsche zur Siegessäule, um nach jedem Satz des Präsidentschaftsanwärters zu kreischen, als hätte ein Popstar seinen Groupies gerade ein paar Wortfetzen spendiert. Weitere fünf Millionen Deutsche verfolgten die Rede des angehenden US-Präsidenten vor ihren Fernsehschirmen – kollektive Begeisterung für einen Politiker, die beinahe Gespenstisches an sich hatte.

Vier Jahre später wird der charismatische US-Präsident in Europa noch immer verehrt wie ein Heiliger. Allerdings ist der mächtige Mann aus Washington auf Europa nicht mehr gut zu sprechen. Immer offener fordert Obama die Vertreter der Eurozone auf, doch endlich etwas gegen die eskalierende Krise zu tun, damit nicht die ganze Weltwirtschaft ins Unglück stürze. Als sich Kommissionspräsident José Barroso am Rande des G-20-Treffens in Mexiko sichtlich genervt den Hinweis erlaubte, dass die Finanzkrise doch eigentlich von den USA ausgelöst worden sei, sagte Obama kurzerhand ein Treffen mit den Europäern ab.


Ein komisches Vorbild. Obamas Kritik gilt vor allem den Deutschen. Sie sollten ihren Widerstand gegen Eurobonds aufgeben und die Europäische Zentralbank (EZB) von der Leine lassen, damit sie – wie die US-Notenbank Fed – großflächig Schulden angeschlagener Staaten aufkaufen dürfe, um diese Länder irgendwie solvent zu halten.

Das ist nicht unoriginell. Schon deshalb, weil die Staatsausgaben von einem Rekord zum nächsten eilen und die EZB seit Monaten kaum noch etwas anderes macht, als Staatsschulden aufzukaufen. Zudem hält sich der Erfolg des von den USA propagierten Weges zur Krisenbekämpfung in auffallend engen Grenzen. Abgesehen von explodierenden Staatsschulden ist nach vier Jahren staatlicher Krisenintervention nämlich nicht viel übrig geblieben. In seiner ersten Amtszeit hat Obama sechs Billionen Dollar an Staatsschulden angehäuft – und damit den Schuldenstand der USA innerhalb von vier Jahren um die Hälfte erhöht. Heute liegen die Verbindlichkeiten bei 104Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, für 2016 werden 115Prozent erwartet. Welch aberwitzige Dimensionen die Neuverschuldung erreicht hat, zeigt, dass das heurige Budgetdefizit um ein Fünftel höher sein wird als das gesamte Jahresbudget (!) der USA am Ende der Amtszeit von Ronald Reagan (1988).


Verpuffte Milliarden. Mit dem vielen Geld versucht Obama die verheerenden Folgen der Finanzkrise abzufangen. Die hohen Staatsausgaben vermochten an der desaströsen konjunkturellen Lage aber nur wenig zu ändern. Die Wirtschaft wächst zwar, aber das auch nur dank einer beeindruckend kreativen Inflationsberechnung. Erfreulich ist die zuletzt auf 8,2Prozent gedrückte Arbeitslosigkeit. Allerdings ist dieser Rückgang nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass viele US-Bürger die Suche nach Arbeit eingestellt haben. Mangels Aussicht auf Erfolg.

Ungeachtet dieser mageren Bilanz werden die USA weltweit für die Bewältigung der Wirtschaftskrise gefeiert. Erstaunlich. Bemerkenswert ist auch, dass alle Welt gebannt nach Europa blickt, die USA aber keinerlei Schwierigkeiten haben, neue Geldgeber für ihren Schuldenkurs zu finden. Das liegt freilich auch daran, dass die US-Notenpresse selbst als großzügiger Finanzier auftritt. Aber auch daran, dass Anleger eine Pleite der USA für unmöglich halten, weil im Notfall die „Fed“ jene Dollar drucken wird, die für die Tilgung der Schulden nötig sind.

Zudem bleiben kaum Alternativen zum Dollar: Die schlingernden Euroländer lassen derzeit keine Zweifel aufkommen, wie sie das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen wollen. Indem sie ihre überschuldeten Wohlfahrtssysteme ausbauen und die Steuern erhöhen. Wenn mit Frankreich die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas mitten in der Schuldenkrise das Pensionsantrittsalter von 62 auf 60Jahre senkt und Jahreseinkommen von über einer Million Euro mit 75Prozent besteuern will, dann ist das ein Signal, das durchaus verstanden wird. Allerdings nicht so, wie die europäischen Staatenlenker das gerne hätten.


Die richtigen Lehren. Nun ist es ja keineswegs so, dass Europa nichts von Amerika lernen könnte. Statt sich die unkontrollierte Staatsfinanzierung durch die Notenpresse aufschwatzen zu lassen, könnte sich Europa von den USA den Umgang mit gestrauchelten Banken abschauen. Dort wird nicht jede Pimperl-Bank vom Staat aufgefangen, sondern ihrem marktwirtschaftlichen Schicksal überlassen: Seit Ausbruch der Krise sind in den USA über 300Institute vom Markt verschwunden.

Nachahmenswert wäre auch der Umgang mit Unternehmern, die aus eigener Kraft zu reichen Leuten wurden. Ein Bill Gates wäre in Europa kein gefeierter Innovator, sondern ein übler Großkapitalist, der sich auf dem Rücken seiner geschundenen Arbeiterschaft einen goldenen Ast verdient hat. Europa geniert sich ja vor allem dafür, dass einige wenige mehr haben als der Durchschnitt. Statt sich dafür in Grund und Boden zu schämen, den Leuten Monat für Monat die Hälfte ihrer Arbeitseinkommen wegzunehmen, um nur ja genügend Futter für den Dickwanst namens Staat heranzuschaffen.

Aber so ändern sich eben die Zeiten: Sollten sich Europäer früher am „American Spirit“ orientieren, um ihre verstaubten Staatswirtschaften durchzulüften und die Innovationskraft der Unternehmer zu stärken, wird ihnen heute nahegelegt, ihre Staatsausgaben zu erhöhen, um Wachstum auf Kredit zu kaufen. Und sich damit ein Beispiel an jenem Schuldenkurs zu nehmen, den Europa in die USA exportiert hat.Barack Obama macht's möglich.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.06.2012)

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45 Kommentare
 
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Gast: Los Pollos Hermanos
29.06.2012 01:18
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Eigene Probleme

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Obama sieht allerdings einen Wahlkampfvorteil im Kritisieren Europas, um die eigene katastrophale Lage herunterzuspielen. Gerade in den USA bemerkt man die schlechte Wirtschaftslage viel stärker im Alltag als z.B. im viel zitierten Spanien.
Was zwar kurzfristig die Probleme vergessen lassen mag, wird das Pulverfass der Staatsverschuldung nicht einfach verschwinden lassen.

Gast: magra
28.06.2012 14:00
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amerika spricht...

... mit einer stimme, europa mit mindestens einem dutzend, beide sprechen nonsens,aber amerika versteht man wenigstens dabei.

Gast: walter77
27.06.2012 12:22
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amerika das Land der Träume das war einmal

vom ami kann man gar nichts lernen
amerika hat ghettos
verwahrloste menschen
siehe las vegas da leben menschen tunneln ...und das seit Jahren
sorry usa sind ein Land ohne Kultur
ich weiss nicht wie das da drüben weiter gehen soll..
Amerika hat ja mehr oder weniger durch ie weltkriege ihre stellung erhalten,,,heute fehlt den amis ein weltkrieg bzw ein kaputtes Europa...
wenn europa endlich mal aufrüstest und quasi ach mal werltpolizei spielt kann die USA einpacken...die EU ist ja heute schon viel reicher siehe GDP wikipedia... man bedenke das Armerika kein Sozialstaat ist..amerikas Zeit ist eindeutig abgelaufen....

Gast: phj
25.06.2012 11:54
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Das Einzige

was wir Europäer lernen können (müssen) ist das schnelle Handeln auf Situationen,welches in USA viel beser funktioniert als in EU.


Gast: Mathematiker
24.06.2012 23:53
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2016 stehen die Amerikaner vor der Pleite und der US-Dollar wird um 70 Prozent abgewertet.


Antworten Gast: Halbwissen
25.06.2012 11:27
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Re: 2016 stehen die Amerikaner vor der Pleite und der US-Dollar wird um 70 Prozent abgewertet.

Abgewertet gegenüber was ?

Antworten Gast: USA-EU
25.06.2012 09:58
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Re: 2016 stehen die Amerikaner vor der Pleite und der US-Dollar wird um 70 Prozent abgewertet.

2013 stehen 12 von 17 Euroländer vor der Pleite und der Euro beginnt ins Nirwana abzuwandern.

Hast du das von Nostradamus ?


VON DEN AMIS`s LERNEN?

was denn bitte?

Das letzte Gute (ihrerselbst aufgezwungene) von denen war die Luftbrücke im Marshal - Plan nach dem II. WK...seitdem ist mir kein Verdienst von dieser kriegslüsternen Nation mehr bekannt.
Es wäre es besser für USA, sich aus den globalen Kriegsschauplätzen zurückzuziehen, anstatt Europa dauernd den Maulkorb zu verpassen auch wegen dem Verteidigungsplan im Interesse der NATO.
Der Druck aus den USA gegen Europa kann die Existenz der UNION gefährden, die Gegnerschaft scharrt schon in den Startlöchern.
Dann ADEEE...mit der transatlabtischen ALLIANZ!

Gast: super
24.06.2012 20:08
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48 millonen us-bürger beziehen "lebensmittelmarken"


muß wirklich ein tolles land sein....

Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.06.2012 09:56
2 0

Wo ist der Unterschied zu Österreich?

Die USA helfen Bedürftigen mit Lebensmittelmarken, Österreich hat dafür die Mindestsicherung und die Sozialhilfe.

Die 48 Mio. USA Bürger stellen 15% der Gesamtbevölkerung dar.

In Österreich haben wir auch offiziell schon mehr als 1 Mio. Menschen in Armutsgefährdung, das sind auch 12% der Gesamtbevölkerung.

In Österreich beträgt die Mindestsicherung für Kinder ca. 120.- Euro pro Monat. Das reicht doch nicht einmal die Kinder mit Nahrung zu versorgen.

Ist es wirklich gerechtfertigt, aus Österreichischer Sicht, diese Kritik zu üben?

Die österreichischen Amibasher halten die Ösis auch für klüger und gebildeter.

Typischer Fall von Selbstüberschätzung.
Oder schlimmer, der Versuch jemand anderen dümmer oder schlechter hinzustellen um nur ja nicht selber Letzter zu sein.

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Halten Sie uns für blöd, Herr Schellhorn?

"Aber auch daran, dass Anleger eine Pleite der USA für unmöglich halten, weil im Notfall die „Fed“ jene Dollar drucken wird, die für die Tilgung der Schulden nötig sind."
BrettonWoodsSystem, mein lieber Franz Schellhorn, zwingt alle Nationalbanken die USBondsaufzukaufen!!! (1) Deshalb spricht man von der Unabhängigkeit der Nationalbanken, den sie gehören des FED!
Zweitens sollen ein Teil der Sichteeinlagen der aller Banken in USBonds sein(2)
USA ist längst bankrott, wäre der Zwang nicht da, USBonds immer wieder aufzukaufen!


nein danke

Was soll Europa von Amerika lernen? Etwa, dass die Notenbank bei Bedarf Geld in unbegrenzter Höhe druckt? Oder etwa, dass weiterhin Wachstum auf Kredit ermöglicht wird? Da sind die europäischen Vorschläge des Sparens der öffentlichen Hand und neue Schulden - so überhaupt - nur für Infrastruktur im weiten Sinne - vorzuziehen.

Gast: Get
24.06.2012 13:19
7 0

Was soll man von den USA lernen?

Wenn man pleite ist einfach andere Länder zu überfallen?
Oder wenn man kein Geld mehr hat einfach mehr drucken lassen und andere Länder zwingen mit Dollars zu handeln und zu zahlen?
Wenn man Soldaten braucht einfach Hispanos mit der Greencard ködern - sofern sie dann den Krieg überleben?
Oder sie einfach illegal arbeiten lassen um eine Sklavenrasse zu haben?
Krisen auf ander Länder abzuwälzen siehe Hypothekenkrise?
Ein Land voller sozialer Unruhen und immer weiter auseinanderdriftender Klassen?
Ein Land mit nahezu null sozialer und medizinischer Versorgung für die Unterschichten?
usw.
Nein danke - Europa verzichtet.

Gast: anke ingebrigsten
24.06.2012 12:40
3 2

Fakten?

wegen Frankreich: nicht das Jahreseinkommen soll mit 75%, sondern jeder zusätzlich verdiente Euro ab einem Einkommen von 1 Mio. soll mit 75% besteuert werden. Das ist ein sehr großer Unterschied. Und wem wird die Hälfte der Einkommen weggenommen? Hier gehts immer um marginale Steuersätze!
Außerdem sind Vergleiche mit 1988 nur zulässig wenn man sich die realen Zahlen anschaut, und nicht die nominellen, wie in diesem Artikel...
Wirtschaftsjournalismus in Österreich...

Antworten Gast: RonaldMcDonald
24.06.2012 13:44
1 0

Re: Fakten?

Steht ja da: "Jahreseinkommen von über einer Million Euro mit 75Prozent besteuern". Der Hinweis mit den nominellen und realen Zahlen ist interessant. Vor allem kann man sich vorstellen, wie hoch die Geldentwertung seither war.

Gast: unngustl
24.06.2012 12:37
2 0

Außer die Erdäpfel...

… ist noch nie etwas Gutes aus diesem schönen schönen Land gekommen.

Re: Außer die Erdäpfel...

die kommen aus Suedamerika........

Gast: dumbmoney
24.06.2012 11:57
7 0

Schuld ist immer der Andere

Barroso: <Wir verbitten uns Belehrungen aus den USA, die für die Finanzkrise verantwortlich sind.>

Wer hat Europa denn gezwungen diesen Finanz Mist aus Amerika zu kaufen. Keiner anderer kaufte, nicht Asien, nicht Afrika, nicht Australien, nicht Russland, nicht die Ölscheichs aus Arabien.

Nur die Europäer (englische, kontinentaleur. Banken) in ihrer Gier nach hoher Rendite kauften diese giftigen Papiere.

Als es damals in der Hochphase die Spatzen schon von den Dächern pfiffen, dass mit diesen Papieren etwas nicht stimmt, fragte ein Chef einer US Investmentbank seine Leute vor den Computern. "Who are those grazy guys" welche jetzt noch kaufen. "the germans" (Landesbanken) war die Antwort.

Gast: 1. Parteiloser
24.06.2012 11:52
3 1

Das Gelddenken bringt die Gesellschaft nicht weiter!

Auch wenn es erhebliche Unterschiede im Gelddenken zwischen den USA und Europa gibt, so sind beide Denkmuster für die Gesellschaft unbrauchbar.

Geld kann heute nicht mehr viel. Gelddrucken führt nur noch zum Aufrechterhalten der kranken Strukturen der beiden Wirtschaftsregionen.

In den USA wird durch das Gelddrucken der, vor allem importierte Konsum, am Leben erhalten. Die dazugehörige eigene Leistung im Wirtschaftsraum fehlt schon lange und wird dadurch auch noch lange fehlen.

In der EU wird das gedruckte Geld von den Monstern Staatsunwesen und Finanzunwesen vernichtet und hält diese beiden Bereiche weiter so aufgebläht, dass der Realwirtschaft immer mehr die Luft zum atmen genommen wird. Auch in der EU fehlt immer mehr die eigene Leistung zur Versorgung der Gesellschaft. Das einnahmenseitige Sparen, zur Finanzierung der Banken, der riesigen geschützten Bereiche und des Frühpensions- und Förderwahnsinns zeigt auch schon Wirkung.

Es ist also so, dass weder die amerikanischen Philosophie betreffen dem Geldwesen, noch die Europäische Philosophie, die Gesellschaft wirklich weiter bringt.

Es ist höchste Zeit in Leistung zur Versorgung der Gesellschaft zu denken und die Leistung zur Schaffung von Wohlstand zu provozieren. Nur so kann die Gesellschaft die notwendigen Leistungen zur Versorgung bekommen und der negative Trend der Armutsberichte gestoppt werden.

Versteht das irgendwer?

Antworten Gast: Halbwissen
25.06.2012 11:33
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Re: Das Gelddenken bringt die Gesellschaft nicht weiter!

Geld drucken führt aber auch zur Währungsabwertung !

Dies bedeutet weniger importierter Konsum und mehr Export.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.06.2012 12:11
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Re: Re: Das Gelddenken bringt die Gesellschaft nicht weiter!

Mit der Währungsabwertung durch Gelddrucken haben Sie prinzipiell Recht.

Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass es ein gewaltiger Vermögensverlust ist und auch ein gewaltiger Einkommensverlust. Der Einkommensverlust führt dann zu einer geringeren Kaufkraft und damit zu einer Rezession. Am Ende kommt also genau das was man vermeiden wollte.

Gelddrucken zur Währungsabwertung, um die Korrekturen im Wirtschaftsraum durchführen zu können, funktioniert aber nur dann, wenn es die anderen Hauptwährungen nicht machen. Das massive Gelddrucken um die gewünschte Währungsabwertung zu bekommen wird ja von allen wichtigsten Währungen durchgeführt (USD, GBP, JPY, EUR).

Weil das aber genauso läuft, so funktioniert Ihre Aussage nicht wirklich. Es wird nur eine hohe Teuerungsrate bleiben, genauso wie massive Einkommensverluste und reduzierte wirtschaftliche Aktivitäten.

Gelddrucken kann niemals eine Lösung für die schweren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Disbalancen sein. Am Ende hat jeden Gesellschaft genauso viel wie die Gesellschaft zusammen auch geschaffen hat. Diese Tatsache kann durch Gelddrucken nicht außer Kraft gesetzt werden. Das gilt besonders Heute, weil das gedruckte Geld ja nur in den Monstern Staatsunwesen und Finanzunwesen verschwindet und keine Leistung für die Gesellschaft mehr provoziert. Genau das ist der Fehler im System.

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
25.06.2012 14:45
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Re: Re: Re: Das Gelddenken bringt die Gesellschaft nicht weiter!

Vermögen und Einkommensverluste gibt es aber nur in Branchen wo es keine Versorgungsengpässe gibt !

Die Vermögens- und Arbeitskraftlenkung sollte doch der eigentliche Sinn des Gelddruckens und der Inflation sein.

Fair wäre Geld drucken allerdings nur wenn jeder Bürger direkt den selben Geldbetrag in die Hand gedrückt bekommt.
Vermögende die ihr Geld nicht investieren sind dann halt UNVERMÖGEND.

Re: Das Gelddenken bringt die Gesellschaft nicht weiter!

bla, bla

Gast: yamo
24.06.2012 09:32
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Das wäre fast ein guter Artikel geworden,

aber am Ende kam dann doch wieder das übliche Staatsbashing und hat damit das Propagandaziel dieser Kolumne erreicht: böser Staat, super Markt.

 
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Hobbyökonom