Auch bei Shell ist der Milliardengewinn nur ein Abglanz

Der führende europäische Ölkonzern Royal Dutch Shell verfehlt wegen Abschreibungen die Gewinnerwartungen der Analysten. Im vierten Quartal verdiente das Unternehmen mit 1,8 Milliarden Dollar eine Milliarde weniger als erwartet.

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AFP (ADRIAN DENNIS)

Der Ölkonzern Royal Dutch Shell hat im vierten Quartal einen Gewinnsprung verbucht. Der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten stieg um 14 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro), wie der britisch-niederländische Konzern am Donnerstag in London mitteilte. Die Erwartungen der Analysten lagen allerdings um eine Milliarde Dollar höher.

Der Zuwachs geht auf eine höhere Produktion im Zuge der BG-Group-Übernahme und Sparmaßnahmen zurück. Der Umsatz stieg um 11,5 Prozent auf 67 Milliarden Dollar.

Shell kämpft wie auch die Wettbewerber seit längerem mit Kostensenkungen, Investitionszurückhaltung und dem Verkauf von Unternehmensteilen gegen den Ölpreisverfall an. Der Konzern hatte im Februar 2016 die Mega-Übernahme des Konkurrenten BG Group abgeschlossen.

Im Gesamtjahr 2016 setzte Shell 234 Milliarden Dollar gegenüber 265 Milliarden Dollar in 2015 und 421 Milliarden Dollar in 2014. Der Nettogewinn im Vorjahr lag bei 4,6 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Dollar in 2015, 14,9 Milliarden Dollar in 2014).

Shell ist an der Börse 212 Milliarden Dollar wert. Der weltgrösste Ölkonzern, ExxonMobil, bringt auf 344 Milliaren Dollar. Exxon sind im Vorjahr die Erlöse von 237 auf 205 Milliarden Dollar eingebrochen, der Gewinn halbierte sich auf 7,8 Milliarden Dollar. 2014 hatte der Konzern noch 32,6 Milliarden Dollar verdient.

>>>Kleinster Gewinn seit 20 Jahren für US-Ölriesen ExxonMobil

 

 

(APA/dpa)

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