Greenstart geht in die nächste Runde

Awattar, Ökogotschi und Tausendundein Dach: Das sind die Gewinner des ersten Greenstart-Wettbewerbs. Das Interesse war enorm - deswegen wird die Initiative verlängert.

Schließen
"Greenstars sind Teil der Unternehmung Energiewende, die unser Land nachhaltig gestalten wird", sagt Umweltminister Andrä Rupprechter – ROBERT JAEGER / APA

Die ersten Greenstars Österreichs stehen fest: Awattar, Ökogotschi und Tausendundein Dach haben sich unter mehr als 60 Einreichungen beim ersten grünen Start-up-Wettbewerb des Klima-und Energiefonds in Kooperation mit dem Umweltministerium durchgesetzt. Mit einem Startkapital von je 15.000 € können die Gewinner des Wettbewerbs nun die ersten Wachstumsschritte setzen.

Kommentar: Start-up-Förderung ist sinnvoll investiertes Geld

Nachhaltige Entwicklung

Angespornt vom Erfolg wird der Wettbewerb fortgesetzt: "Innovative Geister wie Greenstars braucht das Land, um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben", sagte Umweltminister Andrä Rupprechter bei der Preisgala in der Österreichischen Nationalbibliothek am Dienstagabend vor rund 300 Teilnehmern. "Sie sind Teil der Unternehmung Energiewende, die unser Land nachhaltig gestalten wird." Neben Rupprechter traten Greenstart-Pionier Mike Lin, US-Botschafterin Alexa Wesner, Medienprofi Alexis Johann und Philips-Austria-Generaldirektor Robert Körbler beim Event auf.

Die Sieger beim ersten Wettbewerb kamen aus unterschiedlichen Bereichen. Awattar von Gründer Simon Schmitz ist ein Pionier der grünen und marktdynamischen Stromversorgung: Durch finanzielle Anreize sollen Kunden des neuen Versorgers verstärkt zu jenen Zeiten Strom verbrauchen, in denen besonders viel Wind-und Sonnenenergie zur Verfügung steht.

Ökogotschi von Erfinder Robert Praxmarer ist ein innovatives Computerspiel für Kinder und Jugendliche, das Nachhaltigkeitsthemen spielerisch in den Alltag einbindet. Das kleine Ökogotschi wird vom Spieler großgezogen und ernährt sich dabei von Wissen und eingesparten CO2-Ausstößen. Tausendundein Dach ist eine Fotovoltaik-Einkaufsgemeinschaft für Firmen aus dem KMU-Sektor. Gründerin Cornelia Daniel-Gruber will mit ihrem Start-up möglichst viele KMU zusammenbringen, um gemeinsam eine Fotovoltaikanlage zu bauen und dabei über die Einkaufsgemeinschaft die Preise für Großkraftwerke zu sichern.

Bereit für den Markt

Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima-und Energiefonds, freute sich bei der Preisgala mit seinen ersten Schützlingen: "Das ist ein großer Moment für uns. Vor etwa eineinhalb Jahren hatten wir eine bloße Vision: grünen Technologien und Dienstleistungen den Schritt in den Markt zu erleichtern. Mit Greenstart haben wir dieser Idee Leben eingehaucht. Nun sind die ersten drei Greenstars bereit für den Markt und können bereits morgen mit umfassendem Know-how und Expertise ihre Arbeit starten." Tatsächlich dürften die ersten 15.000 € Startkapital aus dem Preisgeld nur der Anfang sein - in der Fachjury und bei der Preisgala waren viele Investoren und Business Angels anwesend.

Über 70.000 Stimmen

66 Einreichungen langten bei der ersten Runde des Greenstart-Wettbewerbs ein, zehn Finalisten erhielten je 6000 € Startkapital und wurden weiter begleitet. Die drei Gewinner erhielten je 15.000 € Preisgeld. Eine Expertenjury und rund 74.000 Stimmen im Onlinevoting entschieden zu je 50 Prozent über das Ergebnis. Die Website (www.greenstart.at) bleibt aktiv-der Wettbewerb wird fortgesetzt.

 

 

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Greenstart geht in die nächste Runde

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.