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Spanien: Antrag auf Bankenhilfe abgeschickt

25.06.2012 | 11:03 |   (DiePresse.com)

Spanien sucht heute offiziell um Hilfsmilliarden für den maroden Banksektor an. Das Land soll bis zu 100 Milliarden Euro brauchen.

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Zwei Wochen nach der Ankündigung hat Spanien nun offiziell Hilfe aus dem Euro-Rettungsfonds für seine maroden Banken beantragt. Die EU-Kommission bestätigte am Montag, der Antrag sei eingegangen. EU-Währungskommissar Olli Rehn begrüßte, dass Spanien den Antrag gestellt hat. Die spanische Regierung bittet in dem Antrag um "finanzielle Unterstützung für die Rekapitalisierung der spanischen Finanzhäuser, die dies benötigen".

Eine Summe nennt die Regierung nach den Angaben nicht. Nach gängiger Meinung dürfte Madrid maximal um 62 Milliarden Euro an Notkrediten bitten. Diese Zahl hatten zwei unabhängige Gutachten als höchstmöglichen Kapitalbedarf für den spanischen Bankensektor genannt. Die Euro-Partner hatten bereits bis zu 100 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Drei bis vier Prozent Zinsen

Nach Angaben der staatlichen spanischen Nachrichtenagentur EFE geht die Regierung in Madrid davon aus, dass für den Kredit eine Rückzahlungsfrist von mehr als 15 Jahren und eine Schonfrist von fünf bis zehn Jahren festgelegt werde. Der Zinssatz werde zwischen drei und vier Prozent liegen.

Nach Griechenland, Irland und Portugal ist Spanien das vierte Euro-Land, das unter den Rettungsschirm schlüpft. Anders als in den anderen Fällen geht es dabei erstmals um spezielle Notkredite zur Stabilisierung des wankenden Bankensystems in Spanien. Damit entgeht die viertgrößte Volkswirtschaft den in Madrid befürchteten strengen Auflagen und Kontrollen seines Staatsbudgets. Allerdings muss Spanien seinen Finanzsektor reformieren, vor allem seine angeschlagenen Sparkassen. Im Extremfall könnte das auch die Schließung einzelner Institute bedeuten.

Nervöse Märkte beruhigen

Der Brief enthält demnach den formalen Hilfsantrag, nennt aber keine Details über die Modalitäten des Kredits. Die Konditionen müssen erst noch mit der Eurogruppe ausgehandelt werden. Dabei geht es vor allem um die Höhe der Zinsen und die Rückzahlungsfristen. Spanien will versuchen, ähnlich günstige Konditionen wie Griechenland, Irland und Portugal zu erhalten. Die Verhandlungen sollen laut EU-Kreisen spätestens bis zum 9. Juli, dem nächsten Treffen der Euro-Finanzminister, abgeschlossen sein.

Die spanische Regierung wollte den Hilfsantrag zunächst noch weiter hinauszögern, doch die Eurogruppe machte Druck, dass Madrid das Hilfegesuch so schnell wie möglich schickte. Dies soll die nervösen Finanzmärkte beruhigen.

Ob das Geld aus dem laufenden Rettungsschirm EFSF oder aus dem permanenten Krisenfonds ESM, der im Juli starten soll, kommt, ist noch offen. Die Kredite werden an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob geleitet, der sie an notleidende Banken weitergibt. Verantwortlich für die Rückzahlung ist die spanische Regierung.

 

(APA)

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35 Kommentare
 
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Unerklärlich

In der Organisation der EU ist ja wirklich der Wurm drinnen. Man fragt sich manchmal wirklich, welcher IQ unter 100 erforderlich ist, um in diesem "Vielleichteinmalstaatenbund" Entscheidungskriterien mitgestalten zu können.
Wie kann man es z.B. zulassen, Dass Mitglieder, die diametral gegensätzliche Prinzipien im Finanzwesen vertreten, wie GB, oder der Eurozone gar nicht angehören, wie Schweden, oder gar Zypern, welches gerade einmal auf Ramsch abgestuft wurde, die Präsidentschaft in der zweitgrößten Wirtschaftszone der Welt die Präsidentschaft übernehmen können ??????????????????

Dass der Artikel unter " › Wirtschaft › Finanzen › Mein Geld " steht, ist bezeichnend


Und hat eine Menge Humor;-)


Gast: trader1
25.06.2012 21:43
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anleihenkurse für anfänger

nehmen wir an, da gibt es die megajumbo anleihe mit kurs 100 und zinsen von sagen wir mal 4% .. ausständig sind damit man es leichter rechnet halt um die 100 Mrd euro.

und jetzt kommt der kleine karli, und möchte eine mini anleihe von 1 Mrd euro platzieren .. und weil er ein ganz schlauer ist und das geld braucht, bietet er halt mehr sagen wir 4,5% zinsen ..

genau aufpassen, .... jetzt kommen die spekulanten mit ihren hinterhältigen spekulationsattacken :-)

.. weil es ja den märkten egal ist ob sie karlianleihen oder megajumboanleihen halten fällt jetzt die megajumboanleihe von 100 auf 99,5%...(dann ist sie wieder gleich viel wert wie die karli anleihe, die 4% zinsen von der jumboanleihe + rabatt von 0,5% sind 4,5% yield = 4,5% zinsen karlianleihe ) und mit einem schlag sind 500 Mio EUR weg, also die hälfte der karlianleihe.

.. und am nächsten tag steht in der Zeitung .. wahnsinn 500 mio weniger, alle rennen ganz hektisch hin und her, die politiker hauen auf die spekulanten hin, und schon werden neue milliarden gedruckt, weil die zinsen müssen runter, damit die megajumboanleihe nicht weiter fallt ..... also sinds dann am übernächsten tag schon 200 Mrd euro im system.

und das interessante dabei ist, wenn der karli das nochmals macht, dann sind es schon 1 mrd, die mit einem schlag weg ist .. usw. usw. usw.

was also wirklich die ursache für das ganze ist, das sollte jetzt gar nicht mehr so schwer zum kapieren sein :-)

Wieso Bankenhilfe und wieso geht das nicht anders?

Zum ersten glaube ich, dass kein Mensch in Europa Mitleid mit den Banken hat - ich vermute mal, gerettet werden sollen die Einlagen.

Aber ich glaube, das geht auch anders: Wieso gibt man in Spanien das Geld einfach den Spanischen Banken, die dann das machen, was Banken halt so machen (müssen): Die "faulen" Kredite werden fällig gestellt und zig Familien werden aus den neu erworbenen Immobilien geworfen, weil aufgrund der Wirtschaftskrise das Einkommen für die Bedienung der Kredite nicht mehr reicht. In der Folge hat man einen weiteren Versteigerungsfall der auf die Immobilienpreise drückt und zusätzlich hat man einen Sozialfall - man wird hoffentlich die Familie nicht verhungern lassen und ihr irgendeine Form von Dach über dem Kopf geben. Wenn die Immobilienpreise aber weiter fallen, so kündigen sich schon die nächsten Wertberichtigungen in den Banken an...
Wieso kauft ein staatlicher Fonds nicht alle neu "faul" gewordenen Kredite (mit einem entsprechenden Abschlag) den Banken ab und verschafft den Familien eine Atempause, um wieder finanziell Fuß zu fassen? Wäre vermutlich mehr Arbeit - die könnte sich aber lohnen. Man könnte ja auch aus den Eigenheimen vorerst staatliches Eigentum machen (anstelle versteigern und irgendein Investor kauft das zu einem Spottpreis) und über eine vorerst sehr günstige Miete zumindest einen Teil der Finanzierungskosten hereinbekommen? Zumindest darüber nachdenken könnte sich lohnen...

Antworten Gast: x1314
26.06.2012 12:02
0 0

Re: Wieso Bankenhilfe und wieso geht das nicht anders?

Die Idee mit dem Aufkaufen notleidender Kredite ist charmant, so könnte es z.B. gehen.

Dass es nicht gemacht wird, liegt mE. daran, dass ständig von "Anreizen" geplaudert wird. Man müsse Menschen hetzen, sonst bekommt man das Geld nicht zurück, meinen manche. (in größerem Stil können wir das an GR mitverfolgen). Die Idee mit der Atempause wäre nach Meinung derer ein "falscher Anreiz".

Re: Wieso Bankenhilfe und wieso geht das nicht anders?

Der Idee kann man natürlich viel abgewinnen.
Ich persönlich habe ja den völlig irren Gedanken, dass der Steuerzahler für seine Zwanginvestition in irgendeine Bank dafür auch Anteile, Stimmrecht etc. bekommt. Damit kann der Staat dann (als Vertreter der Steuerzahler) ja z.B. Ihren Vorschlag umsetzen.
Wenn eine Bank das nicht will, darf sie pleitegehen und der Staat übernimmt die Kredite in Ihrem Sinne.
Klingt seltsam? Ist es eigentlich nicht. SWE hat jenen Teil des Banksystems, der tatsächlich "systemrelevant" ist (Geshäftsbanken) bei der eigenen heftigen Bankenkrise in dieser Art über die Runden gebracht.

Gast: Mission to the Edge of Space
25.06.2012 18:20
0 0

Spanien: Antrag auf Bankenhilfe abgeschickt

Bis der Antrag ankommt, werden's sicher schon 200 Milliarden Euro brauchen.

Re: Spanien: Antrag auf Bankenhilfe abgeschickt

Bis dahin soll der ESM in Kraft gesetzt sein. Mit anderen Worten: Die Summe kann dann widerspruchsfrei beliebig hoch sein - die Angelegenheit ist dann tatsächlich alternativlos.

Gast: radius
25.06.2012 16:56
3 0

Fekter, Faymann, Fischer, stoppen Sie den ESM!!!

Wir werden Sie zur Verantwortung ziehen.

Gast: radius
25.06.2012 16:52
0 0

Nicht 100, sondern 615 Mrd. werden kolportiert.

Daher beantragt De Guindos, Ex-Lehman-Banker, keine genaue Zahl, nach oben offen.

Antworten Gast: Bärenfalle...
25.06.2012 20:02
0 0

Re: Nicht 100, sondern 615 Mrd. werden kolportiert.

Peanuts ;)

Habe die Zahl gerade in meinen Taschenrechner geklopft.

Dauert keine 2 Sekunden.

Wäre ich die EZB würde nach Drücken der Enter Taste natürlich "Geld" wie aus dem Nichts erscheinen und Spanien zur Hilfe eilen.

Mein Taschenrechner schafft bis 10^99.

Die EZB ist sicherlich besser ausgestattet und schafft locker ein paar Zehnerpotenzen mehr.

Am "Geldmangel" wird es sicherlich nicht scheitern *G*

Re: Re: Nicht 100, sondern 615 Mrd. werden kolportiert.

Sie brauchen einen Duden, keinen Taschenrechner.

Gast: logik Prophet
25.06.2012 16:50
0 0

denk mal nach, gaaanz langsam.

Alle Länder Europas sind verschuldet. Richtig??

Ja bei wem sind denn die alle verschuldet? Müsste es nicht ein Land geben das besser da steht als alle anderen, weil alle anderen bei diesem Land Schulden haben?

Verfolge das Kapital und du findest das Ungetüm das für alles Leid auf dieser Welt verantwortlich ist. So einfach ist es.

Müsste es nicht ein Land geben das besser da steht als alle anderen, weil alle anderen bei diesem Land Schulden haben?

Staaten halten relativ geringe Werte an Anleihen anderer Länder.

Gast: logik Prophet
25.06.2012 16:39
0 0

denk mal nach, gaaanz langsam.

Alle Länder Europas sind verschuldet. Richtig??

Ja bei wem sind denn die alle verschuldet? Müsste es nicht ein Land geben das besser da steht als alle anderen, weil alle anderen bei diesem Land Schulden haben?

Verfolge das Kapital und du findest das Ungetüm das für alles Leid auf dieser Welt verantwortlich ist. So einfach ist es.

Re: denk mal nach, gaaanz langsam.

Herr Prophet, "logik" ist nie und nimmer ein Adjektiv, auch kein Verb. Warum schreiben Sie es dann klein?

Fürchterlicher gehts nicht mehr! Wir finanzieren die spanischen Spieler und Bankster!

Wie kommen wir eigentlich dazu von unseren angeblich österr.Interessen vertretenden Regierern fortlaufend belogen, falsch informiert und an der Nase herumgeführt zu werden. Wenn Marktwirtschaft, dann ordentlich, dann muß auch der KONKURS VON BANKEN selbstverständlich sein. Wer spekuliert (siehe spanische Immobilienblase) hat die Folgen seines Handelns zu tragen. Wer hier von SOLIDARITÄT SPRICHT WIRFT NEBELTÖPFE. Denn Solidarität mit Gaunern und Spielern ist nur mehr dumm.
Das gilt im übrigen auch für jene österr. Kreditinstitute die unter den Rettungsschirm der Steuerzahler schlüpfen wollen und dies dank Fekter wie bei der ÖVAG oder Kommunalkredit tun.

Gast: _warum_
25.06.2012 16:04
0 0

...liebe frau EDERER,

wann bekomm ich jetzt endlich meinen tausender...?

Und man druckt fleißig weiter...

Das ist ja mittlerweile nur noch lächerlich Bits und Bytes die auf irgendwelchen Computern hin und her geschickt werden fern von jeder Realität. Die Wahnwitzigen Geldsummen haben schon lange nichts mehr mit den wirklichen Wirtschaftsleistungen zu tun, der Euro ist gescheitert ob mans hören will oder nicht. Wenn die einzige Lösung unserer Eliten das Gelddrucken ist dann gute Nacht....

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Spanien sucht heute offiziell um Hilfsmilliarden für den maroden Banksektor an. Das Land soll bis zu 100 Milliarden Euro brauchen.

ABGELEHNT, sollte die Antwort darauf lauten, statt im zweiten Halbsatz das Land SP als zu rettendes, zu nennen !!!

Haben denn Banken nicht schon genug Unheil angerichtet, indem sie sich wegen angeblicher Relevanz retten lassen durften ?!

WANN wird endlich wieder der Mensch als der wahre Leistungsträger seiner Werte angemessen gewürdigt, statt all die Gestalten in feinsten Zwirn welche niemals einen Nagel in die Wand schlagen mussten nur um ein Bild aufzuhängen oder gar ihre Gesundheit für eine Firma opferten,..... weiterhin zu bezahlen ?????

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Re: Spanien sucht heute offiziell um Hilfsmilliarden für den maroden Banksektor an. Das Land soll bis zu 100 Milliarden Euro brauchen.

einfach einmal in Google "cityboy" eintippen und sich die leider sehr seltene Doku ansehen welche veranschaulicht, wie und von WEM vor allem, diese Brocker leben !

Ebenso hilfreich dazu, "2030 Aufstand der Alten" ebenso in Google zu finden, wohin all die ständigen Forderungen (arbeiten bis 65,70,80...) führen wollen und sollen !

Gast: retlif maps
25.06.2012 14:33
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10 Tage

bis zur Meldung ESP braucht "220 Milliarden"..

Warum? Zuerst einmal werden wir wegen der vielen verschiedenen genannten Summen eh bald wieder den Überblick verlieren - weiters muss man uns auf ITA vorbereiten, da wird wahrscheinlich noch mehr gebraucht....

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Was jetzt?

Vor ungefähr einer Woche hieß es Spanien kann sich selbst retten - dann hieß es 40 Mrd würden ausreichen - jetzt sind es schon 100 Mrd die veranschlagt werden.

In einem anderen Artikel ist die Rede von bis zu 300 Mrd.

Also was stimmt jetzt?


Also was stimmt jetzt?

Die Summe aus alldem;-)

Sorry, aber ich kann das alles nicht mehr mit dem notwendigen Ernst sehen. Ich finde diese Salamitaktik auch entwürdigend.
Man erinnere sich an die ersten Summen, die im GR-Kontext genannt wurden. Man hat sich damals um (bisher) Faktor 20 verschätzt. Und es ist überhaupt kein Ende absehbar.

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Wann schließen die ersten Geldhäuser?

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10283-banken-am-abgrund-biz-schlaegt-alarm

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Re: Banken am Abgrund - BIZ schlägt Alarm

Wann schließen die ersten Geldhäuser?

hoffentlich schon bald, am besten aber heute, gäbe es Politiker welche nicht von solchen abhängig sind und sie für die eigenen Fehler verantworten lassen würden.

Solange aber die beiden (rot-schwarzen) Volksgegner werken dürfen weil sie davon ja auch selbst profitieren, wird genau nichts entsprechendes passieren, ausser der ESM durchgepeitscht werden !

 
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