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Zypern stellt Antrag auf EU-Hilfen

25.06.2012 | 18:17 |   (DiePresse.com)

Der Inselstaat braucht EU-Hilfen und verweist dabei auf die Auswirkungen der Griechenland-Krise. Zuvor wurde das Land von der Ratingagentur Fitch auf Ramschniveau herabgestuft.

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 Zypern flüchtet als fünftes Land unter den Euro-Rettungsschirm. Der Inselstaat bittet seine europäischen Partner um Hilfe aus den Krisenfonds EFSF oder ESM, wie die Regierung am Montag mitteilte. Als Begründung verwies Zypern auf die Auswirkungen der Griechenland-Krise. Die Banken beider Länder sind stark miteinander verflochten. Kurz zuvor hatte die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit Zyperns herabgestuft und auf Ramsch-Niveau gesetzt.

Zypern ist nach Griechenland, Irland, Portugal und Spanien das fünfte Euro-Mitglied, das ein Rettungsprogramm braucht. Spanien will allerdings nur für seine Banken Hilfe.

Eng verwoben mit Griechenland

Die drittkleinste Volkswirtschaft im Währungsraum übernimmt am 1. Juli den EU-Ratsvorsitz. Die Entscheidung, unter den Rettungsschirm zu schlüpfen, war an den Finanzmärkten erwartet worden und galt zuletzt nur noch als Frage der Zeit.

Der zypriotische Regierungssprecher Stefanos Stefanou hatte am Vortag gesagt, bei einem möglichen Antrag gehe es nicht nur darum, ob Zypern seine Banken retten könne, sondern auch um "notwendige Reformen, die durchgeführt werden müssen". Als Hauptproblem des Inselstaates gilt der eng mit den griechischen Geldhäusern verwobene Bankensektor.

Die Regierung in Nikosia stellte am Montag einen offiziellen Antrag auf Finanzhilfen der Eurozone, wie aus einer am Montag in Brüssel verbreiteten Erklärung der EU-Vertretung Zyperns hervorgeht. Die Finanzhilfen sollten die Risiken des angeschlagenen Finanzsektors für die zypriotische Wirtschaft "zügeln", hieß es darin. Es war aber zunächst nicht klar, ob Zypern - wie Spanien - die Hilfen nur für seinen Bankensektor benötigt. Diplomatenkreisen zufolge müssen die Geldhäuser des Inselstaates wegen der Schuldenkrise im benachbarten Griechenland rund 3,5 Milliarden Euro abschreiben.

Eine IWF-Sprecherin erklärte, dass beim Währungsfonds kein Hilfeersuchen eingegangen sei. Es handle sich um eine Sache zwischen einem Euroland und dem europäischen Rettungsschirm. Einen weiteren Kommentar wollte die Sprecherin nicht abgeben.

Die Ratingagentur Fitch hatte die Kreditbewertung Zyperns von "BBB-" um eine Stufe auf nunmehr "BB+" gesenkt. Damit rutscht die Bonitätsnote knapp in den Bereich der spekulativen Anlagen, die als Ramsch-Status bezeichnet werden. Zudem setzte die Agentur den Ausblick für Zypern auf "negativ". Damit ist in den kommenden Monaten eine weitere Herabstufung möglich.

(APA)

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19 Kommentare
Gast: mysterium
26.06.2012 10:29
0 0

Man weiß wohl, wieviele Gelder der Organisierten Kriminalität in Zypern Heimat finden.

Dürfen wir die jetzt mitfinanzieren???

Wie blöd ist die EU Politik tatsächlich?

"...und auf Ramsch-Niveau gesetzt..." und was war vorher? Eine Groteske.

Hier wurde anscheinend zugewartet bis man in der EU war. Die Milliarden die in Zypern durchgeschleust wurden nehmen immer mehr ab. Also auf gehts zum Inkasso.

Gast: zypern1
26.06.2012 07:59
2 0

Konten

die müssten nur die Offshorekonten plündern, dann wären sie der reichste Staat in der EU.
Klage müssten sie auch nicht befürchten, ist eh alles Schwarzgeld.
So liegt bei denen "unser" Schwarzgeld und bald auch unser offizielles von der EZB/EFSF/ESM ......

Steht Euro vor dem AUS?

Kommt der ESM zu spät für die Eurorettung, da die notwendigen Milliarden zur Abwehr von Angriffen auf Italien und/oder Spanien in den derzeitigen Rettungspaketen nicht vorhanden sind? Ist der Euro bald Geschichte? Vor allem nimmt der deutsche Finanzminister Schäuble (Aussage: mehr Brüssel, weniger Deutschland) an, dass die Richter in Karlsruhe dieses Regelwerk als über die Verfassung hinausgehend verifizieren und somit eine Volksabstimmung notwendig wird?

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/goodbye-euro-d201491.html

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/?em_cnt=467190&em_cnt_page=4

Gast: diesteueroasen
25.06.2012 22:31
0 0

Zypern ist eng verwoben mit GR - oje, die zahlen auch alle keine steuern(das erledigen die österreicher u.D.) und haben hunderte mrd. in den ausländischen steueroasen steuerfrei geparkt. die eu wird immer mehr ein lustiger und skurriller verein.


Na

solangsam kommen die Rettungsschirme wohl an Ihre Belastungsgrenze!!!!

Wir wissen, wer Hilfe erhält, scheidet als "Bürge" aus, die entsprechenden Bürgschaftsbeträge werden auf die verbleibenden Staaten verteilt !!!!
Das macht es für die die sich noch über Wasser halten erheblich teurer.

Und dann stellt sich die Frage:

Wieviele "FAULE EIER" vertragen die Rettungsschirme ?????

Ist wie bei den 10 kleinen Negerlein. Aus 17 sind jetzt 12 geworden. Dauert nicht lange dann wackelt Belgien, Italien, Frankreich.

UND DANN ???????
Da wird einem so langsam wirklich mulmig.

Gast: UKW
25.06.2012 20:24
0 0

Warum so zögerlich?

EU-Hilfe gibt es immer erst dann wenn der Hut brennt. Am besten wäre es die EZB druckt gleich für alle 27 Mitgliedsstaaten so viel Geld, dass für alle genug da ist und die Geldschein den Banken, Unternehmen, Politikern und natürlich den Bürgerinnen und Bürgern, den Mindestsicherungbeziehern und Zugewanderten bei den Ohren herauskommen. Alles könnte so schön sein, wenn nur die Notenpresse nicht immer für ein paar Tage aufhören würde zu drucken. Womöglich würde dann sogar das Interesse an den Banknoten schwinden, wenn noch mehr Geld im Umlauf ist. Wenn das so weiter geht, können wir uns mit den Scheinen bald den A. auswischen. Hoffentlich färben sie nicht ab.

Gast: Bärenfalle...
25.06.2012 19:52
1 0

Wir tanzen Sirtaki

Die Musik wird schneller und schneller und schneller ... den ersten Tänzern geht die Luft aus und sie müssen von starken Händen gestützt werden die dadurch selber zunehmend aus dem Takt kommen.


Gast: Gesichtschirurg
25.06.2012 19:50
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Die Pleite Zyperns wurde durch die EU gezielt herbeigeführt...

...um sich die Erdgasvorkommen an der zypriotischen Küste günstig einzuverleiben. Das ist der tatsächliche Grund warum dieses, nicht einmal auf dem europäischen Festlandssockel liegende Land, in die EU aufgenommen wurde.


Re: Die Pleite Zyperns wurde durch die EU gezielt herbeigeführt...

Ich habe immer geglaubt,um uns Türken ging's dabei !

Die EU macht ihre Mitglieder pleite!

Südzypern ist Mitglied der EU und pleite! Nordzypern ist kein Mitglied und wirtschaftlich kerngesund! Liefert sogar Strom für den Süden. Das zeigt uns alles...

Zypern in Finanznot

Dieses Land ist doch genauso korrupt wie Griechenland. Es hat sich jahrzehntelang als Steueroase unrechtmäßig an europäischen Steuerhinterziehern bereichert und jammert jetzt etwas von "Griechenlandkrise". Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Man sollte diese unverschämte Insel fallenlassen.

Antworten Gast: Mai
25.06.2012 19:34
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Re: Zypern in Finanznot

Völlig richtig.

Gast: bbc
25.06.2012 19:06
1 0

köstlich

Es gab Zeiten, da war es notwendig, dass Kolonialmächte ein Land besetzen, um dieses auszubeuten.

Dank EU, unseren Politikern und Medien ist dies offensichtlich nicht mehr notwendig. Diese leiden seit geraumer Zeit unter der Wahnvorstellung, dass die Welt untergeht, wenn wir nicht wie die blöden für den Süden zahlen.

Doch nicht nur das - sie streiten sich geradezu darum, immer mehr und mehr Geld und Kompetenzen, an die "Problemlöser" von der EU abzugeben (Spindelegger) - andere glauben, die Hilfe sei ein Riesengeschäft (Fekter) - und manchen zaubern die verlorenen Milliarden nur ein Lächeln aufs Gesicht (Faymann).

Es wäre fast schon erheiternd, wenn es nicht unser Geld und unsere Zukunft wäre, die hier verprasst wird.

Die EU und die Südländer

Unter einem Rettungsschirm am Abend
henkt man sich zum ersten Male ein
Unter einem Rettungsschirm am Abend
kann es Gott sei Dank nicht anders sein
Mancher Wunsch wird wach
manches Herz wird schwach
wenn es klopft, wenn es tropft
auf ein Rettungsdach
Und dann denkt sich so ein Rettungsschirm am Abend:
Sagt euch ruhig Du, ich deck' euch zu

Und wer bezahlt das alles......?

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Wettbewerbstopf statt Blumentopf!!!!

Man sollte die Gelder die zur Verfügung stehen im Wettbewerbsverfahren jenen Staaten zukommen lassen, welche die Reformen am schnellsten und effektivsten in Angriff nehmen
...und die anderen werden irgendwann im Mittelmeer versenkt ;-)))

...ich denke, dann hat Österreich bald wieder einen Mittelmeerhafen ;-))))))))))))

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Wettbewerbstopf!!!


Das ist seit Wochen bekannt...

und wieviel Mrd. möchten die Zypiroten? Darf man das vielleicht auch erfahren? Oder sind wir schon mit fast beiden Füßen im ESM, dass man schon jetzt nichts Genaueres mehr erfahren darf?

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Re: Das ist seit Wochen bekannt...

laut Fitch brauchen sie rund 4 Mrd für die Sanierung des Bankensektors (spiegel.de)

Ja, es fällt auf, dass seit 2 Wochen Zahlen sehr ungern genannt werden. Stimmt schon, wir sollten uns anscheinend schön langsam daran gewöhnen...einfach stupide anerkennen dass es so ist....und zahlen.

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