Die angeschlagene Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS) will den italienischen Staat bis Ende des Jahres um eine weitere Finanzhilfe in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro bitten. Damit wolle sie ihre Eigenkapitalquote stärken und die Auflagen der europäischen Bankenaufsicht erfüllen, teilte die Bank am Mittwoch bei der Vorstellung ihrer Planung für die Jahre 2012 bis 2015 mit. Zugleich wolle sie bis 2015 etwa 4600 Mitarbeiter entlassen und rund 400 Filialen schließen, um die Rentabilität zu erhöhen.
Erst am Dienstag hatte Italien angekündigt, die Bank mit einer Finanzhilfe von zwei Milliarden Euro zu stützen. Zudem ersetzte der Staat einen der Bank im Jahr 2009 gewährten Kredit von 1,9 Milliarden Euro durch einen neuen Kredit. Damit belaufen sich die Hilfen für die BMPS, die das älteste Geldinstitut der Welt ist, bereits auf insgesamt 3,9 Milliarden Euro.
Die im Jahr 1492 gegründete toskanische Bank benötigt früheren Berichten zufolge bis Ende Juni fast 3,3 Milliarden Euro, um die von der europäischen Bankenaufsicht EBA festgeschriebene Eigenkapitalquote von neun Prozent zu erreichen. Das vergangene Jahr hatte die Bank infolge der Auswirkungen der Schuldenkrise mit einem Verlust von knapp 4,7 Milliarden Euro abgeschlossen.
(APA)

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