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EU-Gipfel: Krisenländer kommen leichter zu Geld

29.06.2012 | 18:29 |   (DiePresse.com)

Die deutsche Kanzlerin Merkel gibt nach. Italien und Spanien können leichter auf den Euro-Rettungsfonds zugreifen - ohne Auflagen erfüllen zu müssen.

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Durchbruch nach einem 13 Stunden langen Nervenkrieg: Auf Druck Italiens und Spaniens hat der EU-Gipfel am Freitag in Brüssel Nothilfen zur Stützung von Euro-Wackelkandidaten beschlossen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel lenkte nach hartem Ringen ein und kam den Krisenländern entgegen. Diese sollen künftig leichter auf den Euro-Rettungsfonds zugreifen können - und dabei weniger Auflagen erfüllen müssen. Der Rettungsfonds soll zudem Banken aus hochverschuldeten Ländern direkt Hilfen gewähren und damit deren Staatshaushalte entlasten. Im Gegenzug stimmten Spanien und Italien nach anfänglicher Blockade einem Konjunkturprogramm von 120 Millliarden Euro zu.

Die Einigung gelang nach einer turbulenten Nachtsitzung. Die unter Druck der Finanzmärkte stehenden Länder Spanien und Italien pokerten hoch. Die Kanzlerin kam ihren Widersachern, Italiens Premier Mario Monti und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy, entgegen. In einem anderen Punkt blieb Merkel hart: Nach ihrem klaren Nein tauchen gemeinsame Anleihen (Eurobonds) nicht im Kommunique des Gipfels auf. Die Beschlüsse sollen von der Eurogruppe bis zum 9. Juli umgesetzt werden. Die Märkte reagierten auf die Schnellmaßnahmen positiv: Die Zinsen an den Anleihemärkten gingen in der Früh deutlich zurück, die Börsen waren weltweit im Plus und auch der Euro profitierte. Zeitweise stieg die Gemeinschaftswährung wieder über die Marke von 1,26 Dollar.

VIDEO: EU-Gipfel: Lange Nachtschicht brachte den Durchbruch

Nach dem ersten Tag des 25. EU-Gipfels seit Krisenbeginn gibt es konkrete Einigungen: Eine zentrale Bankenaufsicht soll kommen, ein Wachstumspakt beschlossen - und der Zugriff auf den Rettungsfonds soll erleichtert werden.

"Sind unserer Philosophie treu geblieben"

Die Bundeskanzlerin verteidigte die Beschlüsse: "Wir sind unserer Philosophie, keine Leistung ohne Gegenleistung, treu geblieben", sagte Merkel am Freitag bei der Ankunft zur zweiten Gipfelrunde. "Insofern bleiben wir also vollkommen in unserem bisherigen Schema: Leistung, Gegenleistung, Konditionalität und Kontrolle." Merkel muss am frühen Nachmittag nach Berlin zurückreisen, um an der Abstimmung zum Fiskalpakt und Rettungsfonds ESM im Bundestag teilzunehmen.

Laut Gipfelerklärung einigten sich die Regierungschefs darauf, die bestehenden Instrumente der Hilfsfonds EFSF und ESM "flexibel" zu nutzen, um die Staatsanleihenmärkte zu stabilisieren. Italien und Spanien leiden derzeit unter hohen Zinsen und haben akute Schwierigkeiten, sich frisches Geld an den Märkten zu besorgen. "Wir bekräftigen, dass es von ausschlaggebender Bedeutung ist, den Teufelskreis zwischen Banken und Staatsanleihen zu durchbrechen," heißt es in der Erklärung.

ESM kann Banken direkt unterstützen

Länder mit guter Haushaltsführung können vom Sommer an - ohne zusätzliche Sparprogramme - Unterstützung aus den Rettungsschirmen EFSF und ESM erhalten, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Sie müssen dafür lediglich den Haushaltsempfehlungen der EU-Kommission folgen. Details sollen die Euro-Finanzminister bei ihrem nächsten Treffen am 9. Juli festlegen.

Der Krisenfonds ESM soll Banken künftig direkt unterstützen dürfen. Bisher war das laut ESM-Vertrag nicht möglich, sondern das Geld sollte an die Regierung des jeweiligen Landes überwiesen werden. Das würde die Schulden der Staaten erhöhen, weswegen Italien und Spanien dagegen protestiert hatten.

Einheitliche Bankenaufsicht

Voraussetzung dafür ist aber laut Erklärung, dass vorher eine einheitliche Bankenaufsicht in der Euro-Zone geschaffen wird, bei der die Europäische Zentralbank (EZB) eine zentrale Rolle spielen soll. Merkel sprach von einer "Superaufsichtsbehörde" für Europas Banken. In einem zweiten Schritt soll dann dem Rettungsfonds EFSF erlaubt werden, angeschlagene Banken direkt mit Kapital zu versorgen, wie Van Rompuy sagte. Allerdings setzt dies eine Vereinbarung mit dem betreffenden Land und "angemessene Konditionen" voraus.

Im Falle Spaniens, das um Unterstützung aus den Euro-Rettungsfonds gebeten hat, wurde vereinbart, dass die Hilfen zwar beim EFSF beantragt, dann aber in den geplanten dauerhaften Rettungsschirm ESM überführt werden sollen. Dieser verzichtet auf seinen bevorzugten Gläubigerstatus, der nach Ansicht der spanischen Regierung das Interesse an Staatsanleihen der viertgrößten Euro-Volkswirtschaft hätte sinken lassen. Die Eurozone werde sich auch das irische Sanierungsprogramm nochmals anschauen und andere Fälle ähnlich behandeln, kündigte Van Rompuy an. Neue Instrumente würden dabei nicht geschaffen, wurde in deutschen Regierungskreisen betont. "Es bleibt bei dem Prinzip Kontrolle vor Haftung", hieß es.

Italien erreicht Entgegenkommen

Italien hat in einem anderen Punkt ein Entgegenkommen erreicht: Staaten, die die vereinbarten Regeln zu Schulden und Budget einhielten, würden nicht von der Troika aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) kontrolliert, wenn sie finanzielle Hilfen eines Rettungsschirms in Anspruch nähmen, sagte Regierungschef Mario Monti. Vereinbart wurde, dass in diesen Fällen die betroffenen Länder die Länderempfehlungen der EU-Kommission verbindlich umsetzen müssen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone habe derzeit aber keine Absicht, eine solche Hilfe zu beantragen, betonte Monti.

Mit der Einigung in der Eurogruppe ist auch der Weg für die endgültige Verabschiedung eines EU-Wachstumspakets frei, mit dem 120 Milliarden Euro an Investitionen mobilisiert werden sollen. Italien und Spanien hatten ihre Zusage am Donnerstag noch verweigert, solange sie keine Hilfe erhalten. Spanische und italienische Diplomaten hatten nach der Blockade betont, dass ihre Länder die Wachstumsmaßnahmen keinesfalls ablehnten. Sie forderten jedoch eine Einigung auf weitere Schritte, die ihnen in der Staatsschuldenkrise unmittelbar helfen. Die hohen Zinsen, die Italien und Spanien derzeit für neue Schulden zahlen müssen, gelten als nicht lange tragbar.

Merkel lobt Beschlüsse

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte Freitag früh die Beschlüsse und sprach von "guten Entscheidungen" des Euro- und EU-Gipfels. Dies betreffe insbesondere das Wachstum und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sowie zukünftige Maßnahmen im Rahmen von EFSF und ESM. "Wir werden weiterarbeiten bei den langfristigen Maßnahmen", so Merkel. Damit sollte der Gipfel zu einem "guten Abschluss" gebracht werden.

Auch Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker begrüßte den Kompromiss. Dieser gehe nicht so weit, wie er gewollt - aber weiter, als er erwartet habe. "Frau Merkel war nicht isoliert, in der Vergangenheit nicht, und sie ist auch jetzt nicht isoliert", betonte er. "Wenn wir eine kohärente Erklärung der Beschlüsse abgeben, bin ich sicher, dass dies die Märkte beruhigen wird."

"Basis für gemeinschaftliche Anleihen"

Der italienische Ministerpräsident Monti betonte, dass nun der Weg frei sei für spätere gemeinschaftliche Anleihen in der Eurozone. Die Währungsgemeinschaft habe mit ihren nächtlichen Beschlüssen dafür die Basis gelegt, sagte der Italiener, der auf Entlastungen für den Schuldendienst seines angeschlagenen Landes gedrängt hatte.

EU-Gipfelchef Van Rompuy hatte zuvor das Programm des zweitägigen Spitzentreffens komplett umgekrempelt. Er setzte die Krisensitzung der 17 Eurostaaten in der Nacht an; ursprünglich wollten sich die "Chefs" der Euroländer erst Freitagmittag zusammensetzen.

USA fordert weitere Schritte

Die USA haben die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Stabilisierung der Euro-Zone begrüßt, aber zugleich auch weitere Schritte zur Eindämmung der Schuldenkrise gefordert. Die Probleme in Europa könnten nicht über Nacht gelöst werden, sagte ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama am Freitag mit Blick auf den nächtlichen Verhandlungsmarathon in Brüssel. Nach den Beschlüssen des EU-Gipfels gebe es noch viele Details, die geklärt werden müssten. Die Euro-Zone müsse daher weitere Schritte unternehmen, um die Region zu stabilisieren.

(APA)

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306 Kommentare
 
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Gast: Nostradamus
30.06.2012 15:58
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Der Krisenfonds ESM soll Banken....

Es läuft und kann nur auf eine Währungsreform mit Enteignung (fast)aller Spareinlagen hinauslaufen und damit auch Nullstellung der Staatsschulden. Wie nach dem Krieg, wir fangen mit Null Ersparnissen an. Meines Erachtens will Fr.Merkel das auch mit ihrer Entscheidung, denn so blöd kann die doch nicht sein, dass sie nicht weiß, wohin das führt. In kurzer Zeit werden die nationalen Währungen wieder eingeführt, Schulden gibt es keine und und die Wirtschaft wird wieder prosperieren. Denn nach dem Niedergang kommt immer wieder ein selbsttragender Aufschwung. Nur werden dabei sehr viele Menschen auf der Strecke bleiben, was ja von einigen Schichten gewünscht wird.

Gast: Get
29.06.2012 22:43
2 0

Die neuen Verträge von Versailles mit wahrscheinlich dem gleichen Endgergebnis.

Aber wie gewollt so geliefert.

Gast: eine Million Milliarden
29.06.2012 21:47
1 0

borderline

das Euro Konstrukt ist sowohl psychotisch als auch neurotisch.
Zum Lachen und Weinen ist auch die latente Ambivalenz:
Ende zweiter Absatz : " Das neue Instrument soll bis zum Sommer zur Verfügung stehen."

Ende vierter Absatz : "Neue Instrumente würden dabei nicht geschaffen,…"

Der Umwelt, wir sind ein Teil davon, tut es sicher gut, wenn wir alle etwas weniger, "leisten", vielleicht sogar in ausgewogener Proportion zu Intellekt, Reflexion und möglicher Zukunft.

Antworten Gast: eine Million Milliarden
29.06.2012 22:31
0 0

Re: borderline

die Verweise auf die Textabsätze beziehen sich auf den noch nicht erneuerten Artikel unter derselben headline vor 18.29
**

0 0

Wenn man sich die deutschen Abgeordneten so

ansieht (aktuell im TV) dann muß man feststellen daß viele davon noch viel schlimmer sind als unsere. Da gibt es welche die voller Inbrunst ihre Freude darüber ausdrücken daß sie Souveränität abgeben dürfen.

Italien und Spanien

haben nicht nur Angela Merkel über den Tisch gezogen, sie sind auch einen großen Schritt weiter gekommen, Deutschland und die noch verbliebenen wirtschaftlich starken EU-Länder dauerhaft zu schwächen. Doch überreißen die ESM-Fantasten nicht.

Gast: EFF EFF
29.06.2012 19:30
1 0

Man muss sich doch organisieren und protestieren.

Die Kommentarfunktion im Mainstream als Wutablassventil ändert kaum etwas.

Gast: Geldbetrachter
29.06.2012 19:28
1 0

EU-Gipfel: Krisenländer kommen leichter zu Geld

- und woher kommt das Geld?

Das gesetzlich anerkannte Geld (Scheine, Münzen) wird dabei bei Zentralbanken unter Kreditschöpfung geschaffen:
Neues Geld schafft dabei unter Kreditvergabe die selbe Menge an Schulden plus aufzubringende Zinsen (zB 100Milliarden Dollar/Euro etc. für das System geschaffen = 100 Milliarden Dollar/Euro etc. Schulden plus Zinsen) Staaten nehmen Geld auf, ohne es selbst zu schaffen-> Daher gibt es überhaupt Staatsschulden.

Das gesetzlich geduldete Geld (digitales Geld) wird dabei bei Banken unter Kreditschöpfung geschaffen:
Neues Geld schafft dabei unter Kreditvergabe die selbe Menge an Schulden plus aufzubringende Zinsen. Staaten nehmen Geld auf, ohne es selbst zu schaffen-> Daher überhaupt Staatsschulden.

Unter diesem Geldsystem wird man folglich die Schulden nie los.
Schulden sind diesem angewendeten Geldsystem - zum Vorteil der in unserem Fall Fiat money Geldbetreiber- systemimmanent. Am meisten profitieren bei Geldschöpfung aus dem Nichts (=Fiat money) die Besitzer der Zentralbanken und am zweit meisten die Besitzer der Banken. Zentralbankenbesitzer können durch Geldmengensteuerung Krisen schaffen.

Man kann als Nicht-Zentralbank oder Nicht-Bank (=Privatperson, Nicht-Bank-Unternehmen, Staat) Geld umverteilt bekommen und Geld umverteilen und so auch Schulden verteilen- die Schulden wird man im System aber nie los.

Bekommen Krisenländer Geld, so haben die, die das Geld aufnehmen, folglich die selbe Menge an Schulden plus Zinsen zu begleichen.

Die EE und der EURO sind nur retten,

wenn ale Mitglieder die gleiche Wettberbsfaehigkeiten haben. Seit gestern haben Italien und Spanien das Ziel erreicht. Jetzt sind alle Mitglieder Wettbewerbsschwach!


Kapitulation!

Das ist die bedingungslose Kapitulation unserer Kanzlerin vor dem europäischen Sozialdemokratentum!

Das wir alles sehr teuer werden. Wir werden uns auf Kürzungen bei den staatlichen Pensionen vorbereiten müssen. Die Kürzungen werden unmerklich über Inflation stattfinden.

Antworten Gast: HB4242
29.06.2012 19:30
1 0

Re: Kapitulation!

Die Kapitulation, das war 1945.

Seither wird D von den Alliierten regiert !

(Das hat absolut nichts mit Parteipolitik und schon gar nichts mit den Sozialdemokraten zu tun ....)


Re: Re: Kapitulation!

Die Sozialdemorkatisierung unserer Gesellschaft in den letzten 50 Jahren mit zunehmender staatlicher Bevormundung und Entrechtung der Bürger und Bürgerinnen in Kombination mit einem ausufernden Sozialstaat, der zu dieser exzessiven Verschuldung der Staaten führte, hat dieses Chaos in Europa verursacht!

Die österreichischen Verräterparteien

SPÖ und ÖVP werden bei den nächsten Wahlen hoffentlich einen ordentlichen Denkzettel erhalten!

Gast: angiesrückzieher
29.06.2012 18:40
3 0

die SPÖ, faymann u.die bilderberger fahren einen sozialabbaukurs bei den asvg pensionen u.arbeitnehmern - denn diese bankenmärkte u.steuerhinterziehungsländer werden nur mehr durch den massiven sozialabbau bei den eu völkern subventioniert


In der deutschen Politik geht es heiß her

es wird diskutiert, es wird gestritten, es wird auch appelliert, dem ESM NICHT zuzustimmen. Und bei uns? Pennen unsere hochbezahlten Politiker so tief, dass sie das alles nicht mitbekommen? Sind sie so unfähig, darüber überhaupt nachzudenken, sich zu orientieren, sich überhaupt dafür zu interessieren? Haben wir sie gewählt, damit sie alles abnicken, was man in Brüssel bestimmt? Sind sie nur mehr Handlanger für jene, die uns das letzte Geld auch noch stehlen? Wozu haben wir diese Politmöchtegerne überhaupt? Damit sie einen Haufen Geld kassieren für nichts und wieder nichts? Sind Faymann, Spindelegger und Co dafür gewählt worden, damit sie uns verraten und verkaufen? Damit wir diesen Zirkus mimachen ohne Widerspruch? Wir sind das Volk und der Souverän und die Politiker haben für uns da zu sein und unsere Werte zu vertreten. Bücklinge in Richtung EU sind hier fehl am Platz. Sollte der ESM konkret werden, dann muss man ihnen bei den nächsten Wahlen einen Denkzettel verpassen, den sie so schnell nicht vergessen.
PS: Ich bin kein Blauer, kein Schwarzer, kein Roter, kein Grüner und auch kein Oranger, ich bin ein Neutraler.

Antworten Gast: werwillwas
29.06.2012 19:05
1 0

Re: In der deutschen Politik geht es heiß her


Sie haben uns immer schon verraten und verkauft.
Der Gesetzgeber (Politiker) hat den Banken das Privileg eingeräumt, Geld aus dem Nichts zu schöpfen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fiatgeld

Geld wird mit Kredit geschöpft, es entsteht ganz neu, und ist mit nichts hinterlegt, als durch eine simple Buchung.

Die Zinsen werden aber nicht miterschaffen, die muss der Schuldner in der Welt erjagen.

Diese simple Buchung hat aber zur Folge, dass sich die Bank ins Grundbuch setzen kann, und wenn der Kredit, dem praktisch keinerlei Gegenleistung gegenüber steht, nicht abbezahlt wird, kann die Bank auf die Sachwerte zugreifen.

Der Gesetzgeber hätte das längst ändern können, und die Geldschöpfung selber übernehmen, doch sind die eigenen Vorteile wohl so groß, dass er über die Staatsverschuldung und die zu zahlenden Zinsen komplizenhaft mitwirkt.

Diese Schein - Welt bröckelt nun, und mit aberwitzigen Argumenten werden vermeintliche Schulden aufgeladen.
Tatsächlich handelt es sich um einen Raubzug, der vielleicht auch gelingen wird.

Viele informieren sich inzwischen im www, die Medien werden ihre Rolle überdenken müssen.

Island hat die Banker verhaften lassen, manche sind geflüchtet, sie haben die Banken verstaatlicht, sie arbeiten eine neue Verfassung aus.

Leider wird darüber so gut wie nirgends berichtet.


0 0

Was sollten die Diskutierten?

Die haben doch freiwillig "hier" geschrien um uns diesen Topf umzuhängen.

Aus der Ideologie abgeleitet eigentlich verständlich.

Ein Eigenschaftswort, welches die Parteienbezeichnung Kennzeichnete, wurde daher eiligst wieder abgeschaft um einem auf der Welt noch nie dagewesenen Experiments zu fröhnen.

Antworten Antworten Gast: HB4242
29.06.2012 19:22
0 0

Re: Was sollten die Diskutierten?

Also ich würde mal JEDE Sicht durch eine parteipolitische Brille ablegen !

Vielleicht wird dann der Blick für das eigentliche und wesentliche etwas klarer ....

Gast: Bankenputsch in der EU ?
29.06.2012 18:30
5 0

Bankenputsch ?

"Der Krisenfonds ESM soll Banken künftig direkt unterstützen dürfen". Bisher war das laut ESM-Vertrag nicht möglich, sondern das Geld sollte an die Regierung des jeweiligen Landes überwiesen werden. Das würde die Schulden der Staaten erhöhen, weswegen Italien und Spanien dagegen protestiert hatten."

Ist das Jetzt gut oder schlecht?

Den laut dem ESM sind die LÄnder verpflichtet nach aufforderung der ESM Gouverneure binnen 7 Tagen das gewünschte Kapital zu überweisen. (Ohne wenn und aber)

Jetzt haben die Banken vollen Zugriff darauf! Ohne Kriterien erfüllen zu müssen sondern "nur Empfehlungen" aus der EU.
Eindeutiger Bankenputsch in der Eu durch "umgehen" der einzelnen Staatsregierungen!

Weiter zocken auf Kosten anderer durch die höchste Stelle bewilligt und finanziert wird es von den ....


Gast: Horusauge
29.06.2012 18:27
12 1

Ohne übermäßig pathetisch zu werden, aber es kommen einem die Tränen;

völlig hilflos muß man zusehen, wie die Zukunft der Heimat besiegelt wurde, nichts anderes ist heute geschehen.
Nur gut, daß ich der Illusion "Demokratie" schon lange nicht mehr anhänge, aber was jetzt passiert übertrifft die schlimmsten Befürchtungen.
Die hiesigen Medien haben sich endgültig demaskiert und die Fratze der Käuflichkeit gezeigt, eine freie Presse existierte ohnehin nie.
Die Regierung samt Grünen hat gemäß § 252 (3) StGB Hochverrat begangen.
Jeder Politiker, jeder Journalist, der hier mitgemacht hat, muß sich im Klaren darüber sein, den Bürgern dieses Landes den Krieg erklärt zu haben - somit wird es zur Selbstverteidigung kommen; die Abwehr dieses Angriffes mag für einige der oben Angesprochenen zu letalen Folgen führen.
Eine neues Zeitalter wurde eingeläutet, manch Einer wird zur Rechenschaft gezogen werden.

Ave Austria, moriturii te salutant.

Antworten Gast: Austrianer
29.06.2012 22:31
1 0

Re: Ohne übermäßig pathetisch zu werden, aber es kommen einem die Tränen;

Ich gebe Ihnen Recht. Es braut sich was zusammen. Leider wird es noch ein bisschen dauern. Erst wenn die katastrophalen Folgen dieser folgenschweren Entscheidungen beim Bürger ankommen, sprich wenn die Haftungen schlagend werden und wir für uns kein Geld mehr haben wird es zur Sache gehen.
Dann Gnade Gott all jenen die das entschieden und unterstützt haben. Denn ich habe so meine Zweifel dass sich dann alle im Griff haben werden.
Mich trifft es, Gott sei Dank, dann nicht mehr, ich habe beschlossen meinen Hauptwohnsitz ins Ausland zu verlagern.

Re: Ohne übermäßig pathetisch zu werden, aber es kommen einem die Tränen;

schon völlig durch den Wind!

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Re: Ohne übermäßig pathetisch zu werden, aber es kommen einem die Tränen;

"zu letalen Folgen" - Bruhahha, Sie zaubern mir mit Ihrer Diktion ein Lächeln auf die Lippen.

Antworten Antworten Gast: Horusauge
29.06.2012 18:49
5 0

Re: Re: Ohne übermäßig pathetisch zu werden, aber es kommen einem die Tränen;

Ihnen mangelt es schlicht an Realitätssinn und Weitblick; Geschichte wiederholt sich.
Warten Sie nur ein bißchen ab, wir beide werden es erleben.

0 4

Re: Re: Re: Ohne übermäßig pathetisch zu werden, aber es kommen einem die Tränen;

Ich wette, man kann davon ausgehen, dass wenn es so weit ist, Sie selbstverständlich gewappnet sind, stimmt's?

 
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