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Lagarde macht Athen keine Hoffnung auf Erleichterung

04.07.2012 | 07:58 |   (DiePresse.com)

Die IWF-Chefin lehnt Nachverhandlungen zum Sparpaket ab. Sie ist ohnehin überzeugt, dass die Griechen "exzellente Zahlen" bei der Umsetzung vorlegen.

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IWF-Chefin Christine Lagarde hat sich gegen Gespräche über eine Lockerung der Sparauflagen für Griechenland ausgesprochen. "Ich habe überhaupt keine Lust, zu verhandeln oder neu zu verhandeln", sagte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Dienstag dem US-Sender CNBC. Sie sei sicher, dass die griechische Regierung "exzellente Zahlen" bei der Umsetzung des Rettungspakets vorlegen werde. Sie sei gespannt, was Athen in den vergangenen Monaten geleistet habe, um sich den Bedingungen des Sparprogramms anzupassen, ergänzte Lagarde.

Die neue griechische Regierung unter dem Chef der konservativen Nea Dimokratia, Antonis Samaras, hofft  auf eine Lockerung der Sparbedingungen durch die internationalen Geldgeber.

Troika prüft Einhaltung

Die Troika aus Experten der Kommission, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) prüft seit Dienstag wieder die Bücher in Athen. „Wenn wir die Geldgeber überzeugen, dass wir ein anderes Rezept haben und damit die gleichen Ziele erreichen können, dann werden wir das Sparprogramm anpassen können“, hofft Regierungssprecher Simos Kedikoglou. Als wichtigstes Ziel hat sich Athen die Streckung der Auflagen um zwei Jahre gesetzt. Erst vergangenen Montag hat Griechenland eine Milliarde Euro an Hilfsgeldern erhalten. Es handelt sich dabei um den Rest eines 5,2-Milliarden-Euro-Notkredits von Anfang Mai.

Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung Griechenlands bleiben aber düster. Der stellvertretende Finanzminister Christos Staikuras verwies am Dienstag auf eine Studie, wonach die griechische Wirtschaftsleistung im Jahr 2012 um 6,7 Prozent schrumpft. Die Notenbank war vor zwei Monaten noch von einem Minus von 4,5 Prozent ausgegangen. Griechenland hat seit 2010 zwei Hilfspakete von der Eurozone und dem IWF erhalten, muss im Gegenzug aber strenge Sparauflagen erfüllen.

(APA/AFP)

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8 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
04.07.2012 12:05
1 0

Ich erwarte folgende exzellente Zahlen!

Die Staatsausgaben sind nominell um min. 2% zum Vorjahr (2011) gestiegen.

Das einnahmenseitige Sparen wurde schon 2011 so auf die Spitze getrieben, dass die Wirkung 2012 nur noch einen Einbruch haben kann. Die Menschen der Realwirtschaft verdienen kaum mehr was, können also auch kaum Steuern bezahlen. Die hohen Konsumabgaben machen die Griechen immer mehr zu Selbstversorgern und da kann der Staat gar nicht zugreifen.

Da das BIP auch 2012 wieder gefallen ist, so wird das Budgetdefizit noch höher ausfallen als 2011.

Der vereinbarte Abbau von Beschäftigten in den vielen geschützten Bereichen ist zu 95% nicht erfolgt.

Die vereinbarten Privatisierungen sind zu 90% nicht erfolgt.

Vielleicht konnte die Familie Papandreou 2011 zu den reichsten Familien in Europa aufsteigen.

Könnte in USD 2011 - 2012 so aussehen:

Staatsausgaben: von 159 Mrd. auf 165 Mrd.
Staatseinnahmen: von 129 auf 129 Mrd.
Defizit: von 30 Mrd. auf 36 Mrd. (+20%!)
BIP: von 312 Mrd. auf 295 Mrd.

Defizit in % vom BIP: von 9,7% auf 12%

Schuldenstand: von 514 Mrd. auf 550 Mrd.
Schuldenstand in % vom BIP:
von 165% auf 185%

Es ist die Griechische Planwirtschaft, welche die Katastrophe verursacht und weiter verursacht. Eine Planwirtschaft, welche eine so geringen Leistungsfähigkeit hat, dass sich das Land nicht mehr versorgen kann. Ein ganzes Land wurde daher zum Sozialfall.

Griechenland wird also von den Europäischen Mitmenschen Zuwendungen brauchen. Wenn nicht Geld, dann Waren.

Antworten Gast: G 2025
04.07.2012 14:40
0 0

Re: Ich erwarte folgende exzellente Zahlen!

sie schreiben:"Vielleicht konnte die Familie Papandreou 2011 zu den reichsten Familien in Europa aufsteigen."
Meinen sie damit die Story über den Verkauf der CDS einer verstaatlichten griechischen Bank an Private?

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
04.07.2012 15:13
0 0

Re: Re: Ich erwarte folgende exzellente Zahlen!

Dazu gibt es viel mehr Möglichkeiten und viel mehr Mutmaßungen.

Da wurden 100erte Milliarden bewegt und von der Regierung kontrolliert bewegt. Dazu noch das Insiderwissen. Das macht doch viele, viele Wege frei, oder?

Dem Barteinstein, Anfang der 90er Jahre mit seinen Lannacher Heilmittelwerken, ist im Zeitraum seiner politischen Tätigkeit auch, ganz legal, zu einem der reichsten Männer in Österreich aufgestiegen.

Gast: Nordlicht
04.07.2012 11:28
3 0

Lagarde: Dass die Griechen "exzellente Zahlen" bei der Umsetzung vorlegen

Soweit ich mich erinnere haben die Griechen immer exzellente Zahlen vorgelgt. Die Zahlen waren so exzellent, dass in Brüssel das Heer der Eurokraten den Schwindel gar nicht bemerken wollten.

Gast: Bänkster
04.07.2012 10:13
0 1

würde mir wünschen, dass auch Merkel, Faymann, Fekter

und Co diese Konsequenz hätten - und nicht nur gegenüber dem kleinen Griechenland, sondern auch gegenüber ES, IT und FR!


"exzellente Zahlen"

haben sie ja schon beim Beitritt vorgelegt :-)

oje !

sollte natürlich "dafür" heissen...

griechen

raus aus der eu...ganz einfach !
lieber ein ende mit schrecken, als ein schrecken ohne ende !

blöd ist nur das die zeit davür schon ganz schön knapp wird !

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