Nach der Bildung einer neuen Regierung in Athen mit klarem Bekenntnis zum Euro tragen wieder mehr Griechen ihr Geld zur Bank. Es seien rund 5 Milliarden Euro auf Konten griechischer Bürger "zurückgekehrt", sagte der Vorstand einer der größten griechischen Privatbanken der Nachrichtenagentur dpa. "Erstmals haben wir eine positive Bilanz im Juni gehabt", hieß es aus dieser Quelle. Wie aus Regierungskreisen verlautete, sollen in den nächsten Tagen Maßnahmen angekündigt werden, die zur Rückkehr von Geldern beitragen sollen, die in den vergangenen Jahren aus Angst vor einem Euro-Ausstieg legal ins Ausland überwiesen worden waren.
Vor den Wahlen waren täglich Bankenkreisen zufolge zwischen 100 bis 500 Millionen Euro von den Banken abgezogen worden. Allein in den letzten beiden Wochen vor dem Urnengang waren mindestens 4 Milliarden Euro abgehoben worden. Damals sprachen Banker davon, dass das Land finanziell "ausblutet".
Wie die griechische Zeitung "Kathimerini" (Mittwoch) berichtete, sind nach Angaben der Notenbank (Bank of Greece) rund 80 Milliarden Euro seit Ausbruch der Krise im Dezember 2009 von den Banken abgezogen worden. Die Geldeinlagen aller griechischen Banken beliefen sich im Dezember 2009 auf rund 237 Milliarden Euro. Im Mai 2012 waren nur es noch 157 Milliarden Euro da.
(APA)

AAA bis RamschSo kreditwürdig sind EU-Länder und USA