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Athen warnt vor "Teufelskreis der Rezession"

08.07.2012 | 15:24 |   (DiePresse.com)

Griechenlands Finanzminister drängt auf einen Aufschub des Reformprogramms. Erste Erkenntnisse der Troika-Kontrolleure sollen negativ sein.

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Griechenlands Finanzminister Giannis Stournaras hält einen Aufschub beim Reformprogramm für sein Land für unausweichlich. Eine Verlängerung der Fristen für die Haushaltssanierung sei "wegen der Rezession erforderlich", sagte Stournaras am Samstagabend vor dem Parlament in Athen. Weitere Sparmaßnahmen würden nur dazu führen, "dass sich der Teufelskreis der Rezession fortsetzt". Eine Verlängerung der Fristen werde dazu führen, dass Griechenland mehr Geld von seinen Gläubigern benötige.

Der Minister betonte, Griechenland könne nicht die Bedingungen des Sparprogramms mit den internationalen Kreditgebern neu verhandeln wollen, ohne zugleich mit der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zur Haushaltssanierung zu beginnen. Am Sonntagmorgen wollte sich Stournaras erneut mit den Vertretern der Gläubiger-Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) zusammensetzen.

Troika: Erste Erkenntnisse negativ

Die Troika-Kontrolleure wollen morgen, Montag, erste Ergebnisse ihrer Überprüfung der griechischen Staatsfinanzen vorlegen. Die Experten würden ihre Vorgesetzten und die Eurogruppe informieren, sagte ein Mitglied der Gruppe am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa.

Laut übereinstimmenden Berichten der griechischen Sonntagspresse sind die ersten Erkenntnisse der Kontrolleure der Geldgeber negativ. Vor allem im Bereich Privatisierungen sei in den vergangenen Monaten kaum etwas geschehen.

Wenn Athen nicht bald spektakuläre Privatisierungen durchführt, ein neues einfaches Steuergesetz vorlegt und den Staat weiter verschlankt, werde es keine weiteren Geldspritzen geben, meldete, meldete die Zeitung "Kathimerini" unter Berufung auf Warnungen der Troika.

Sozialisten wollen Neuverhandlung

Der Chef der an der Regierung beteiligten sozialistischen Pasok, Evangelos Venizelos, forderte unterdessen eine Neuverhandlung des Programms im Lichte der Beschlüsse des EU-Gipfels Ende Juni. Dabei war unter anderem ein Wachstumspakt für die EU aufgelegt worden. Es gehe darum, den Zeitraum für die Haushaltsanpassung auf drei Jahre zu erhöhen. Venizelos begründete dieses Ziel mit der Rezession in diesem Jahr, die schärfer ausfalle als erwartet. Mit der Lage in Griechenland wollen sich auch die Finanzminister der Eurozone am Montag in Brüssel befassen.

Das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland hatte sich im Gegenzug für internationale Finanzhilfen zu umfangreichen Reformen und Sparmaßnahmen verpflichtet. Die griechische Wirtschaft befindet sich das fünfte Jahr in Folge in der Rezession. Die Regierung befürchtet, dass die Wirtschaft 2012 um sechs bis sieben Prozent anstatt der zuvor erwarteten 4,5 Prozent schrumpfen könnte.

Bis zum 20. August ist Athen nach Informationen der Tageszeitung "Ethnos" auf die Auszahlung einer weiteren Tranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro aus dem internationalen Hilfspaket angewiesen.

(APA/AFP/Reuters)

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72 Kommentare
 
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die sind doch auslöser und proponenten dieses teufelskreises - und gerade die wollen davor warnen ?


Gast: kdhfk xy
08.07.2012 17:25
6 0

Konkursverschleppung


Die Währungsunion und somit der Euro sind (wie vorhergesagt) gescheitert. Jeder der, mit welchen Mitteln auch immer, die Rückkehr zu den bewährten nationalen Währungen verhindert oder auch nur verzögert, begeht Konkursverschleppung.

Die Lebensersparnisse, Altersversorgung und das Volksvermögen werden vernichtet, das ist kriminelles Handeln der Verantwortlichen.

http://www.onlinezeitung24.de/article/4445

Griechen brauchen günstigere Zinsen

und dann natürlich Reformen.

Bei 30 % p.a. ist jeglicher Sanierungsversuch zum Scheitern verurteilt.

Antworten Gast: Luzifer
08.07.2012 17:47
6 0

Re: Griechen brauchen günstigere Zinsen

... und Sie legen die paar Milliarden, die das zusätzlich kostet, noch dazu...

Nach den bisherigen Erfahrungen mit levantinischer Geschäftstüchtigkeit werden wir mit und ohne Zahlungserleichterung kein Geld wiedersehen. Und jene Politiker, die das Geld der Steuerzahler ohne genügend Sicherheit den Pleitegriechen zur Verfügung stellen, sollte man den Prozeß machen!

raus schmeissen..

und dann auflagen geben wie der türkei...dann würden sie wie türkei die mikro- und makro-wirtschaft verbessern.

0 0

die griechen würden nie etwas verbessern, das ihr lockeres leben beeinträchtigt !


Gast: walter 2
08.07.2012 16:45
5 0

Gleiches sollte gleich und


Ungleiches sollte ungleich behandelt werden.

Wirtschaftlich unterschiedliche Regionen kann man schlecht gleich machen.

Die Folge von Dummheit und Sturheit ist das Desaster, das wir in Form des derzeitigen EURO erleben.

Antworten Gast: Salatkopf
08.07.2012 18:05
0 2

Re: Gleiches sollte gleich und

Ach wirklich? naja dann hätt ma vor zwanzig Jahren auch das Burgenland aus dem Bund aussihauen sollen!!Ich mein mir warn diese faulen Bauern da an ihrer riesigen Gatschlacke eh immer scho suspekt. Die saufen warscheinlich nur den ganzen Tag ihren Wein und hackeln nix!

Re: Gleiches sollte gleich und

So gesehen müsste auch Österreich eine Unmenge an Währungen haben, weil zB Kärnten und Wien wirtschaftlich komplett auseinanderdriften.

Warum der Schilling gehalten hat, war das Faktum, dass alle zusammengehalten haben, und niemand auf die Idee kam, Bundesländer aus dem Bund rauszuschmeissen, nur weil sie unterm Strich mehr Minus machten, als die anderen.

Antworten Antworten Gast: Luzifer
08.07.2012 17:53
3 1

Re: Re: Gleiches sollte gleich und

Diesen blühenden Unsinn haben Sie wohl in einer links-fortschrittlichen Zeitung gelesen, die jetzt beweisen will, daß alles was nicht links regiert wird, zum scheitern verurteilt ist. Tatsächlich haben aber die Roten schon während ihrer "Alleinherrschaft" in Kärnten das kleine Land in Grund und Boden gewirtschaftet. Haider hat versucht, durch zugegeben gewagte Methoden das Land möglichst schnell wieder zu sanieren und wurde von der Wirtschaftskrise am falschen Fuß erwischt. Ihre Linken aber wollen aus den Wirtschsftsproblemen auch noch tagespolitisches Kapital schlagen und scheuen auch nicht zurück, Kärnten international anzuschwärzen ...

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Re: Re: Völlig richtig

Hypo Alpe Adria (Kärnten): 1,7 Mrd Steuergeld erhalten.
Kommunalkredit (Wien): 4,6 Mrd Steuergeld, also 3mal soviel, verbraten.

Gast: Saint George
08.07.2012 15:45
3 0

Notausstieg!

Eine andere Lösung als den Euroraum zu verlassen, wird es für Griechenland nicht geben.

Was ist eigentlich die Meinung der KPÖ dazu?

Des is so wurscht...


Gast: b754
08.07.2012 15:44
0 3

ohne merkl wären die längst nicht mehr in der eu


Nicht wissen, wie die deutsche Kanzlerin heißt

aber hier das Maul groß aufreißen und Unsinn verzapfen...

Re: ohne merkl wären die längst nicht mehr in der eu

die merkl war dagegen und wurde dann erpresst. das rennt schon die ganze zeit so. hast das nicht mitkriegt?

Re: ohne merkl wären die längst nicht mehr in der eu

was soll das jetzt heissen??

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Das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland

liebe Presse, dreister gehts nimmer! Die sind doch schon mehr als bankrott!

Gast: Salatkopf
08.07.2012 15:05
4 13

Ich muss sagen es erfüllt mich mit Schadenfreude,

zu sehen wie bürgerliche und Nationalisten es immer wieder schaffen an den ernst unserer Lage zu übersehen. Man schreit nach der Teilung der Eurozone damit Südeuropa abwerten kann so wie sie es immer schon getan haben weil mein einfach zu beschränkt ist sich etwas anderes vorstellen zu können als das was früher immer Funktioniert hat. Dummerweise hat sich die Welt weitergedreht und funktioniert auch nicht mehr so wie früher. Wir leben in einer globalisierten Welt und wer meint wir brauchen den Schilling wieder soll bitte auch gleich wieder zurückwechseln zu Floppydisks und Audiokasetten. Die Krise in der wir stecken ist eine Krise des Finanzsystems und unserer kapitalistischen Vorstellung unbegrenzt wachsen zu können. Denn letzten Endes zahlen wir nicht die Griechen wir geben den Griechen Geld damit sie die Schulden bei unseren Banken zurückzahlen können und dann wundern wir uns warum die griechische Wirtschaft nicht anspringt. Wir beschweren uns über die Korruptheit und verbandeltheit der Politik mit der Wirtschaft und drohen den Griechen gleichzeitig das sie ja niemand anderen wählen dürfen außer die die ganze Scheiße losgetreten haben. Weil wer soll sonst UNSERE Forderungen erfüllen. Aber gut die Globalisierung und Vernetzung der Welt geht weiter ob ihr wollt oder nicht man muss sich nur überlegen ob man dabei in seinem Reindl sitzen bleiben will und von vermeintlich besseren Tagen träumen will oder ob man den Mut hat etwas zu ändern.

Ich bitte nun um die roten Stricherl.

Antworten Gast: Christoph Kaminsky
08.07.2012 15:42
8 0

Re: Ich muss sagen es erfüllt mich mit Schadenfreude,

Was für eine elende Suada eines abgehalfterten Kryptokommunisten muten Sie uns da zu!

Auch sachlich ist dieses Geschreibsel gelinde gesagt Unfug. Die Banken bspw. haben ihre griechischen Ramschpapiere längst schon abgestoßen, oder nachgelassen (Schuldenschnitt). Hauptgläubiger der Griechen ist der nordeuropäische Steuerzahler. Und da die Griechen die Zinsen für ihre Schuldpapiere nicht selbst bezahlen, bezahlen wir sie uns aus eigener Tasche ("Super Geschäft", lt Juncker und Fekter).

Und natürlich gibt Griechenland noch immer viel mehr Geld aus, als es einnimmt. Wer, lieber roter Freund, meinen Sie bezahlt diese Mehrausgaben, nachdem Griechenland von den Finanzmärkten ausgeschlossen ist? Logisch denken!

Rote Stricherl haben Sie sich natürlich redlichst verdient.

Antworten Antworten Gast: Salatkopf
08.07.2012 16:35
0 3

Re: Re: Ich muss sagen es erfüllt mich mit Schadenfreude,

Marxist wäre mir lieber aber ich nehme auch den Kryptokommunisten gerne als Kompliment an ;) und mal andere Meinungen zu hören hat auch noch niemandem geschadet deswegen les ich ja auch die Presse.

Aber gut sie mögen da warscheinlich recht haben ich muss auch gestehen das ich mich mit der Finanzmechanik wer da wirklich was an Forderungen haltet nicht so besonders auskenne. Letztenendes bleibt aber dann trotzdem für mich die Frage wo wäre das Problem die Schulden einzufrieren? Ich mein klar nebenbei die Hände in den Schoß zu legen wäre klarerweise Fatal aber warum transformiert man das nicht zu einer Win- Win Situation ala Marshallplan? Ich mein jede Situation muss auch irgendwo vorteile haben warum machen wirs mit Griechenland wie die Amerikaner (nur halt klarerweise vorher ohne den Krieg wenn möglich). Und auch wenn das jetzt für empörung bei der ÖVP fraktion hier sorgen wird aber Österreich erhält die höchsten Agrar Subventionen!! (danke Onkel Gio btw) warum kann man nicht einen Teil nach Griechenland schicken? Außerdem könnte Frontex den Schutz der Griechischen Außengrenzen übernehmen (die Ja Schengen ist) dann könnte man Militärkosten einsparen. Oder den Tourismus ankurbeln indem wir unseren ganzen prolis nach GR schicken statt nach Mallorca. Von nichts kommt nicht und wenn die unten keine Wirtschaft haben und wir dort auch keine Ansiedeln als EU dann ist klar das nichts zurückkommen wird. Aber auf Stur zu schalten und zu sagen wir wollen JETZT unser Geld is einfach naiv

Re: Re: Re: Ich muss sagen es erfüllt mich mit Schadenfreude,

Wir wollen NICHT jetzt unser Geld ZURÜCK, SONDERN wir wollen NICHT NOCH MEHR GELD BEZAHLEN!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Salatkopf
08.07.2012 23:52
0 0

Re: Re: Re: Re: Ich muss sagen es erfüllt mich mit Schadenfreude,

Das ist schön für sie aber was passiert dann? Ich mein glauben sie wirklich das das die Finanzkrise löst? Das Problem ist mittlerweile viel größer als Griechenland und wenn wir nicht verstehen das uns das alle betrifft werden wir alle untergehen. Mit Griechenland oder ohne ist dann auch schon egal. Nationalstaatliche Lösungen nützen einfach nicht mehr. Das ist genauso wie wenn wir Kärnten nicht unterstützt hätten nach der Hypo Sache. Es geht uns alle an wir sind in einem Bündnis der nationalstaaten und dann muss in Krisenzeiten zusammenhalten punkt.

Re: Ich muss sagen es erfüllt mich mit Schadenfreude,

ist halt nur komisch wenn Länder mit eigener Währung diese Probleme nicht haben. Es ist halt nun Fakt das wirtschaftlich so unterschiedliche Nationen unter eine Währung nicht finktionieren können!

Antworten Antworten Gast: Salatkopf
08.07.2012 16:17
0 2

Re: Re: Ich muss sagen es erfüllt mich mit Schadenfreude,

Obs funktioniert weiß niemand aber ebenso hat das auch noch niemand probiert. Aber ich denk mal es wird auch nicht gehen wenn quer durch Europa alle Rechten sich vereinigen und gmeinsam "Hurra die Gams, wir gehen grad alle unter! Schau her Welt wir Europäer sind gescheitert!" schreien. Der einzige Weg aus einer Krise/ Rezession/ Depression ist Erneuerung. Innovation ist der Motor für die Wirtschaft nicht sparen und den anderen die Schuld zu schieben. Und wenn wir uns ehrlich sind so anders als die Griechen sind wir auch nicht. Korruption, Banken die sich übernommen haben bei undurchsichtigen Geschäften, eine aufgeblasene Bürokratie und Politiker ohne Visionen und Durchsetzungsvermögen. Das einzige was uns von den Griechen unterscheidet sind die virtuellen Zahlen in einem Computer die allerdings von einer aufgeschreckten Meute an Bankern gesteuert werden. Aber ganz ehrlich wir SIND Griechenland. Der Unterschied ist das die Griechische Blase geplatzt ist während unsere Leichen noch schon im Keller liegen.

Griechenland in die Drachme - dämmert es endlich?

Deutlicher geht es wohl nicht mehr!

Sparziele nicht erreicht, Bevölkerung leidet trotzdem! Banken freuen sich über ihre Sanierung und geringe Abschreibungen, Banker über Superboni. Die Bürger der wirtschaftlich prosperierenden Staaten beginnen über das Ende ihres Sozialstaates und über die Volkspension nachzudenken (u.a. Dank des ESM) - und die Rezession führt GR in eine Endlosspirale nach unten. Einem Danaidenfass gleich führen wir Geld zu - aber es sickert ständig durch und kann daher nie helfen. Daher:

Glaubt dem Sozialdemokraten Sarrazin und nicht unserer Regierung! Er hat Antworten wo sich andere bereits in der Geiselhaft der Banken befinden. Entlasst GR in die Drachme und gebt ihnen "Hilfe zur Selbsthilfe" - aber bürdet uns und unseren Kindern keine Jahrhundertschulden auf.

DAS führt uns kerzengerade an den Abgrund. Für Clausewitz beginnt (in Ermangelung wirtschaftspolitischer Antworten) dort der Krieg als Fortsetzung der Politik.

Wollen das die Europäer wirklich? NEIN!

 
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