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Eurozone könnte weitere 4,5 Millionen Jobs verlieren

11.07.2012 | 11:22 |   (DiePresse.com)

Die Internationale Arbeitsorganisation warnt vor einer weiteren Zunahme der Arbeitslosigkeit. In vier Jahren könnten 22 Mio. Menschen arbeitslos sein.

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Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat vor einer folgenschweren Zunahme der Arbeitslosigkeit in der Eurozone gewarnt. Ohne politische und wirtschaftliche Gegenmaßnahmen drohen der UN-Sonderorganisation zufolge in den nächsten vier Jahren weitere 4,5 Millionen Menschen ihren Job zu verlieren. Die Zahl der Arbeitslosen in den 17 Staaten der Eurozone würde dadurch von derzeit insgesamt 17,4 Mio. auf rund 22 Millionen anwachsen, warnte die ILO in einer am Mittwoch in Genf veröffentlichten Studie.

"Ohne zielgerichtete Maßnahmen zur Erhöhung der Investitionen in der Realwirtschaft, wird sich die wirtschaftliche Krise vertiefen und die Erholung des Arbeitsmarktes wird niemals beginnen", warnte ILO-Generaldirektor Juan Somavia. Nötig sei ein globaler Konsens darüber, dass Wachstum und Globalisierung viel stärker auf die Schaffung von Arbeitsplätzen ausgerichtet werden müssten.

Auch in jenen Euro-Ländern, in denen seit 2008 wieder Arbeitsplätze geschaffen wurden - Deutschland, Belgien, Österreich, Luxemburg und Malta - gebe es "Anzeichen dafür, dass sich die Arbeitsmarktsituation nicht mehr weiter verbessert". Insgesamt habe die Arbeitslosigkeit seit 2010 in mehr als der Hälfte der Euro-Länder zugenommen.

Immer mehr Langszeitarbeitslose

"Die Folgen einer längeren Rezession auf dem Arbeitsmarkt wären besonders schlimm für junge Arbeitsuchende", betont die ILO. Bereits jetzt seien mehr als drei Millionen der Arbeitslosen in der Eurozone junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. "Insgesamt mehr als ein Drittel der arbeitsfähigen Bevölkerung in der Eurozone ist entweder arbeitslos oder vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen, und die Langzeitarbeitslosigkeit nimmt immer mehr zu."

Das reale Bild wird laut ILO noch verschleiert, weil zahlreiche Unternehmen Beschäftigte in der Hoffnung auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage gehalten hätten. Wenn diese Erwartungen sich nicht erfüllen, könne dies rasch aufgegeben werden und zu "bedeutenden Jobverlusten" führen. "Alle Anzeichen deuten auf eine langandauernde Arbeitsmarkt-Rezession hin, die die Zukunftsfähigkeit der Einheitswährung bedroht."

Als Gegenmaßnahme empfiehlt die Organisation unter anderem, Aktionen zur Reparatur des Finanzsystems mit Krediten für kleine und mittelständige Firmen zu verbinden, die Jobs schaffen. Zugleich plädieren die Autoren der Studie dafür, bei Rettungsaktionen für Banken und Unternehmen die jeweiligen Aktionäre zur Kasse zu bitten statt dafür Steuergelder zu verwenden, die besser für Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen eingesetzt werden sollten.

(APA/dpa)

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6 Kommentare

Also was jetzt ??????

Ich habe doch gerade vernommen,dass wir wegen des Kindermangels sehr bald Zuwanderer aus aller Herren Länder brauchen werden,weil keine eigenen Leute mehr zum Arbeiten da sind.....WEM bitte soll man jetzt noch glauben ???????

Gast: Radio EVP-Europa
11.07.2012 14:23
0 0

Die Zahl der Arbeitslosen in den 17 Staaten der Eurozone würde dadurch von derzeit insgesamt 17,4 Mio. auf rund 22 Millionen anwachsen

Da der Anteil unserer Wähler sich nun proportional zum Gewinn unseres Klientel prognostiziert verringert. wird eine Zentralregierung in Brüssel für uns strategisch immer unumgänglicher.

Gast: 1. Parteiloser
11.07.2012 12:01
1 0

Ich rechne mit mehr als 30 Mio. Arbeitslosen in der Eurozone ab 2015/16!

Das werden die Effekte vom "einnahmenseitigen Sparen" der Länder der Eurozone sein. Diese neuen Programme, welche eigentlich überall in der Eurozone gefahren werden, die werden dann noch von der kalten Progression verstärkt.

Diese Politik muss einfach zu einer Beschädigung der Realwirtschaft führen, weil die Mittel ja den Menschen der Realwirtschaft, zusätzlich zu den hohen Abgabenquoten, abgenommen werden müssen. Da bleibt einfach den Arbeitnehmern weniger zum Ausgeben. Die Unternehmen werden also noch weniger Arbeit haben und auch wegen der schlechten Ertragslage immer weniger Möglichkeiten zur Unternehmenserweiterung haben.

Die Staaten haben aber nicht mehr ausreichend Bonität um diese Sachlage mit noch größeren geschützten Bereichen und noch mehr Frühpensionisten kompensieren zu können.

Diese Politik der versteckten Planwirtschaft wird immer mehr die Mangelerscheinung der Planwirtschaften zeigen. Es wird immer weniger Leistung für die Gesellschaft geben aber immer höhere Kosten für die unproduktiven Bereiche. Das Resultat der kranken Planwirtschafter in Europa, welche in allen Farben schillern, wird nicht nur Massenarbeitslosigkeit sein, es wird auch die Massenarmut weiter ausgebaut werden.

Es ist ein galaktisches Versagen der Entscheidungsträger.

Antworten Gast: STATISTIK
11.07.2012 12:39
1 1

Re: Ich rechne mit mehr als 30 Mio. Arbeitslosen in der Eurozone ab 2015/16!

Leute jetzt kommt mal runter von der Apokalyptischen Welle.

Die EURO-Zone sprich 17 Länder haben zusammen 327 Millionen Einwohner.

das heißt 1 Prozent = 327/100 = 3,27

=> 22 Millionen durch 3,27 = 6,73 Prozent Arbeitslosigkeit

DAS IST QUASI VOLLBESCHÄFTIGUNG

Schaut mal in die USA dort sind 30 Prozent ARbeitslos wenn man genau hinschaut und das bei 311 Millionen Einwohnern.

und wenn wir die EU 27 zusammenzählen haben wir 501 Millionen Einwohner.

Leute wir sind eine WELTMACHT

1 0

Re: Re: Ich rechne mit mehr als 30 Mio. Arbeitslosen in der Eurozone ab 2015/16!

Die Arbeitslosen setzt man aber sinnvollerweise in Relation zur erwerbsfähigen Bevölkerung und nicht zur Gesamteinwohnerzahl.

Wenn man das macht, dann bleibt von ihren rosaroten Zuckerwatteansichten nicht mehr viel übrig und wir nähern uns im Expresstempo der traurigen Realität die der 1.Parteilose beschreibt.

2 0

folgenschweren Zunahme der Arbeitslosigkeit in der Eurozone gewarnt

einer der vielen "Vorteile" der Eurozone. Jetzt kommt aber die Eurorettung, bestimmt.

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