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Spanien schnürt Sanierungspaket von 65 Mrd. Euro

11.07.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

Die Regierung will die Mehrwertsteuer auf 21 Prozent erhöhen, Beamten das Weihnachtsgeld streichen und das Arbeitslosengeld kürzen. Wie viel aber gespart werden soll, ist unklar.

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Brüssel/Go. In einer von Buhrufen der sozialistischen Opposition begleiteten Rede kündigte Spaniens konservativer Regierungschef Mariano Rajoy am Mittwoch in Madrid an, das Budgetdefizit bis zum Jahr 2014 um 65 Milliarden Euro verringern zu wollen. Rajoy will den Regelsatz für die Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte auf 21 Prozent erhöhen, die Arbeitslosenhilfe und Beamtengehälter kürzen und neue Energiesteuern einführen. Gleichzeitig kündigte der Ministerpräsident die Privatisierung von Bahnlinien, Häfen und Flughäfen an und erklärte, die Steuerbegünstigungen für Grundstückbesitzer rückgängig zu machen, die er erst im Dezember eingeführt hatte.

 

Kleinanleger müssen Verluste akzeptieren

Tatsächlich ist das Einsparungsprogramm, das sogar zu gewaltsamen Protesten in der Madrider Innenstadt führte, die Bedingung dafür, dass die anderen Euroländer dem 100 Milliarden Euro schweren Bankenhilfspaket für Spanien zustimmen. Spanien muss seine Neuverschuldung von heuer 6,3 Prozent der Wirtschaftsleistung spätestens 2014 auf drei Prozent gedrückt haben.

Die 100 Milliarden Euro werden direkt dem spanischen Bankenabwicklungsfonds FROB überwiesen. Bei der nun anstehenden Aufräumaktion des desolaten Bankensektors werden übrigens auch viele Kleinaktionäre Verluste erleiden. Ein Sprecher der EU-Kommission bestätigte dieses Prinzip, weil zuerst die Aktionäre zahlen sollten, bevor die Steuerzahler einspringen müssten. 2007, knapp vor dem Platzen der Immobilienblase Spaniens, hatten viele Banken leichtgläubigen Kunden stimmrechtslose Vorzugsaktien als „bombensicher“ verkauft. Ihr Wert ist bereits abgestürzt und dürfte nun beim Bankenumbau so gut wie völlig verloren gehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.07.2012)

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35 Kommentare
 
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Strassenschlachten in Spanien!!

Viele Verletzte durch Prügel und Gummigeschosse!!!!

"Die EU beschert uns Frieden und Wohlstand"

http://www.youtube.com/watch?v=WlGPoJ7XnPE&feature=player_embedded

Gast: stillschweigen
11.07.2012 19:51
5 0

gekürzte berichterstattung im orf über die demos und

...äusserungen, wie zb die von einer spanischen lady **wir pfeifen auf deutschland und frau merkel!** (euronews)

absicht, oder zufall?

Gast: Beamtenherrschaft gegen das Volk
11.07.2012 19:50
2 0

Die volle Brutalität

Die Privilegien müssen gewahrt bleiben.

http://www.rt.com/news/fires-bullets-protesting-miners-939/


Gast: pleiti
11.07.2012 19:47
6 0

Spanien ist pleite - da hilft nichts mehr

Mit dem Kaputtsparkonzept schwäbische Hausfrau Marke Merkel ist Spanien nicht zu retten.

1000 Mrd. Euro Nettoauslandsschulden, 24,4 % Arbeitslosigkeit, rückläufige Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktionsumsätze, 408 Mrd. Target 2 Saldo minus (Juni 2012), eine enorme Kapitalflucht, eine Immoblienblase, riesige Kreditausfälle, über 6 Prozent (2012) Budgetdefizit sagen alles.

Spanien ist pleite und zwar total. Da sind wir mitten im Endspiel Euro.

Die müssen sofort raus aus dem Euro und damit platzt das Pyramidenspiel Euro samt der EU.

Allein im Juni ist der Target 2 Saldo um 63 Milliarden Euro gestiegen. Die spanischen Banken werden nur noch von der EZB finanziert. Die rinnen total aus.

Mehr dazu auf:

www.querschuesse.de/paukenschlag-target2-saldo-spaniens-bei-408420-mrd-euro

Antworten Gast: Hastalavista
11.07.2012 21:00
2 0

Re: Spanien ist pleite - da hilft nichts mehr

Die EU lässt niemanden raus, eher richtet sie uns alle zugrunde. Die benützen die Krise um die EU-Zentralherrschaft zu errichten.

Spanien wird kaputtgespart wie alle anderen und die Bevölkerung ausgeplündert, die Profiteure reiben sich schon die Hände und warten auf die Happen. Alle Länder kommen der Reihe nach dran.

Gast: Dradiwaberl
11.07.2012 19:35
1 0

Beamte feuern, Zivilgeselschaft forcieren

Der Staat hat seine Funktion missbraucht. Abschaffen und Neuanfang ohne Beamte. Nichts funktionert mehr:

Bildung und Universitäten = Null
Gesundheitswesen = Null
Landesverteidigung = Komplett überflüssig
Altersversorgung/Pflege = nur noch für Günstlinge.

http://derstandard.at/1338558842773/Aus-der-Arztpraxis-Masse-statt-Klasse-70-Patienten-in-sechs-Stunden

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/665997/Lebend-verwest_Frau-mit-Maden-im-Koerper-entdeckt?_vl_backlink=/home/panorama/oesterreich/index.do


Man lese:

Die Subventionen für Gewerkschaften und politische Parteien sollen um rund 20 Prozent reduziert werden.

Angekündigte aber nicht umgesetzte Sparmaßnahmen unter denen 1 wesentliches TEilstück fehlt, nämlich die Befassung mit den spanischen Banken!

Oder habe ich überlesen, daß der spanische Premier die Spitzenbanker von Instituten straf-und zivilrechtlich verfolgen lassen will, weil sie ihre Unternehmen schwerst geschädigt haben? Oder hat er angekündigt welche Banken in Konkurs geschickt werden, weil sie nicht sanierbar sind?
Same time, same music wie in Griechenland.
Und von dem heilsamen Raus aus dem Euro ist nichts zu hören. Die Deutschen, Österreicher und die paar anderen Idioten werden schon blechen. Entschuldigung: Hut ab vor den Finnen, sie benehmen sich nicht so wie unsere Regierungslemminge.

Re: Angekündigte aber nicht umgesetzte Sparmaßnahmen unter denen 1 wesentliches TEilstück fehlt, nämlich die Befassung mit den spanischen Banken!

Die Banken gehören verstaatlicht und nach Sanierung versteigert (privatisiert).

Jener Betrag, der nichteinbringliche Staatsschulden betrifft, ist den Banken allerdings nicht abzuziehen, dass haben die Politiker zu übernehmen!

Die Schieflage der Banken kommt doch u.a. deshalb, da die EU-Staatsanleihen bestimmter Länder nichts mehr Wert sind!

Gast: Kuckuck
11.07.2012 18:56
3 0

Sind die Gewinne der zumindest letzten 10 Jahre der Banken schon konfisziert worden?

- darauf folgend auf das Vermögen der Bankbesitzer zugreifen.

Griechisches Rezept

Steuererhöhungen haben schon in Griechenland zum Erfolg geführt!

Wie wär's zur Abwechslung mit folgendem Programm:

1) Kürzung aller Staatsausgaben um 50%
2) Abschaffung aller einkommens- und vermögensbezogenen Steuern

dann würde nämlich investiert werden. Es ist keineswegs unmöglich, Jobs zu schaffen!! Man muss nur wollen.

Gast: Frisches_Kapital
11.07.2012 18:17
1 1

Die Spanischen Banken werden im Gegenzug dafür gerettet!

Dafür will man den Konsum und die Kaufkraft der Vertragsbediensteten, Beamten usw im Keim ersticken?
Somit werden also die verspekulierten Gelder einiger Banken wieder getilgt.
Wieso werden die Banken welche negativ gewirtschaftet haben nicht einfach fallen gelassen?


Wieso werden die Banken welche negativ gewirtschaftet haben nicht einfach fallen gelassen?

Weil das dazu führen würde, dass
a) einer weniger da ist, um Staatsanleihen zu kaufen (was wiederum den zu versprechenden Zinssatz steigen lässt) und (noch wichtiger)
b) damit die Bankguthaben bei dem betreffenden Institut weg wären und
c) die offenen Kredite dort fällig zu stellen sind (womit der Kreditnehmer ggfs. zu schlechteren Konditionen "umschulden" müsste).

Alternative, die in Skandinavien funktioniert hat: Bank verstaatlichen und weiterführen (die Kosten entstehen dem Staat ja ohnehin). Wenn der alte Mist draussen ist, wieder privatisieren. Ist in Wirklichkeit natürlich komplizierter, aber prinzipiell ist das so lösbar.

Antworten Antworten Gast: Frisches_Kapital
11.07.2012 19:18
1 0

Re: Wieso werden die Banken welche negativ gewirtschaftet haben nicht einfach fallen gelassen?

Danke für Ihre Rückmeldung!

Nur wieso werden bei kuzfristigen Gewinnen einige Manager Länge mal Breite mit Provisionen belohnt? Aber wenn sich die Spekulationen als negativ erweisen, haftet der Steuerzahler! Diese werden dann an die Masse als Sparmaßnamen/Rettungspakete oder Kriese verkauft.

Wieso?

Kann man da nicht schon vorher Lösungsansetze finden? Oder möchte man das garnicht?

Re: Re: Wieso werden die Banken welche negativ gewirtschaftet haben nicht einfach fallen gelassen?

Auch da gibt´s eine einfache Antwort: Weil es sich um ein Privatunternehmen handelt. Hier soll der Staat tatsächlich nicht eingreifen. Geht juristisch nicht und selbst wenn, würde in der Praxis jede Beschränkung umgangen werden.
Der Druck müsste von den Eigentümern kommen, denen der Bonus des Vorstands aber nicht wichtig ist, solange die Dividende fliesst.

Leisten kann sich´s die Firma auch, da sie ja keine Verluste machen kann. Macht sie welche, springt der Staat mit stimmrechtslosem Partizipationskapital ein und nimmt sich somit selbst die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.
Gerade letztere Vorgangsweise lässt Ihre letzte Frage mit "Ja" beantworten.
Denn so lässt sich normalerweise nichtmal Politik über den Tisch ziehen.

Gast: wassolls
11.07.2012 17:46
2 1

alle Punkte sollte man auch in Österreich umsetzen

wo ist das Problem höhrt sich alles gut an!

-Erhöhung der Mehrwertsteuer von 18 auf 21 Prozent
- Restrukturierung der öffentlichen Verwaltung So wird etwa die Zahl lokalen Stadträten und Bürgermeistern um 30 Prozent reduziert. Alleine mit dieser Maßnahme will die Zentralregierung rund 3,5 Milliarden Euro im Jahr einsparen.
-Sämtlichen Angestellten im öffentlichen Dienst wird das Weihnachtsgeld gestrichen, sowie die Zahl an außerordentlichen freien Tagen reduziert.
-Die Subventionen für Gewerkschaften und politische Parteien sollen um rund 20 Prozent reduziert werden.
-Ausgaben in den Ministerien sollen um weitere 600 Millionen Euro gekürzt werden.
-Ab dem sechsten Monat soll das Arbeitslosengeld reduziert werden.
-Der Eisenbahnsektor, die Häfen und die Flughäfen werden möglicherweise privatisiert.

Re: alle Punkte sollte man auch in Österreich umsetzen

ja, sollen wir!

die 21% fressen wir auch noch! ;-)

Antworten Gast: Frisches_Kapital_Schutzschirm ESM
11.07.2012 18:20
2 0

Re: alle Punkte sollte man auch in Österreich umsetzen

:-)

Wenn der ESM kommen sollte! Dann werden nicht einmal diese Einsparungen für manche "Faule Kredite"(Negative Spekulationen) einiger Banken ausreichen.

Gast: Hastalavista
11.07.2012 17:12
3 1

EU Kommission über Neoliberale Keule erfreut

Ja, das erfreut die neoliberalen Hardliner in der EU. Staatseigentum verschleudern und die Bevölkerung hart treffen (Steuererhöhungen) und Einsparungen bei denen, die schon jetzt am meisten durch die Krise getroffen sind. Bei den Arbeitslosen, die aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit auch kaum Chance auf einen Job haben, wird gespart. Zumal sich die Krise verschärfen wird, die Arbeitslosigkeit steigen wird und noch mehr schuldlos in der Bredouille sein werden. Wer noch Zweifel hat, wer die Kosten der Krise zu tragen hat, der kapiert es erst, wenn er selbst betroffen ist.

Es muß doch Gründe haben, daß die Roten und Grünen mit Begeisterung den ESM beschlossen haben, der ein reiner Bankenrettungsschirm ist!

Die Intellektuellen Faymann und Glawischnig geben die Richtung vor und die Genossen kuschen. Wird da nicht auch der ärgste rote hardliner nachdenklich?

Re: EU Kommission über Neoliberale Keule erfreut

Weil ich´s immer bei solcher Gelegenheit frage, aber nie eine Antwort bekomme:
Was ist daran "liberal", durch staatlichen Eingriff Geld an Pleiteunternehmen zu überweisen?
Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Es ist natürlich auch nicht Sozialistisch. Es ist einfach nur Schwachsinnig mit grossem "S".

Re: Re: EU Kommission über Neoliberale Keule erfreut

Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Habe unten Ihre Antwort gefunden...

Gast: ASVG-Sklave
11.07.2012 16:26
2 0

EU-Kommission erfreut?

Die Perversität ist nicht zu überbieten. Spanier stürzen in die Armut und die EU-Kommission erfreut. Warum nicht die Zockerbanker in die Verantwortung nehmen und ihre Privateigentum für die Verluste konfizieren?
Kürzung der Arbeitslosengeld, des Beamtengehaltes und Erhöhung der Massenssteuer ist eine totsichere Methode zu BIP-Reduzierung und eine freie Fahrt zu Rezession. Naja, Politiker haben bekanntlich sehr niedrige Intelligenz gepaart mit Abgehobenheit.

Re: EU-Kommission erfreut?

So reagierten die Spanier darauf. Das wird die "neue Presse" aber nicht berichten...

Re: Re: EU-Kommission erfreut?

Der Link wartet auf Freischaltung...

Re: Re: EU-Kommission erfreut?

Sorry, Link verschluckt
http://www.youtube.com/watch?v=WlGPoJ7XnPE&feature=player_embedded

 
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