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Italiens Statistiker drohen Monti: "Ab Jänner keine Daten"

12.07.2012 | 12:22 |   (DiePresse.com)

Die Arbeit werde mehr, das Geld immer weniger: Istat-Chef Enrico Giovannini will mitten in der Euro-Krise keine Wirtschaftszahlen mehr veröffentlichen.

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Enrico Giovannini reicht es: Mit immer kleineren finanziellen und personellen Ressourcen müsse immer mehr Arbeit bewältigt werden. Die Situation sei "untragbar geworden". Daher will der Chef der italienischen Statistikbehörde Istat ab Jänner 2013 keine Daten mehr veröffentlichen. Das kündigte er in einem Interview mit der Tageszeitung "La Repubblica" an. Darin erklärt er auch, was passieren wird, wenn es keine offiziellen Zahlen zu Inflation oder Arbeitslosigkeit geben wird: "Die EU belegt das Land für jeden Tag in Verspätung mit gesalzenen Strafen. Ich glaube nicht, dass es Parlament und Regierung so weit kommen lassen wollen".

Der oberste Statistiker hofft daher, dass bei der Verabschiedung des Haushaltsgesetztes im Oktober ein Teil der Einsparungen wieder zurückgenommen wird. Den aktuellen Sparplänen zufolge muss die Statistikbehörde künftig mit 150 bis 160 Millionen Euro pro Jahr auskommen. Zuletzt waren es noch 176 Millionen. Vergleichbare Länder wie Frankreich würden doppelt so viel für Statistiken ausgeben, sagt Giovannini. Man müsse der Regierung von Mario Monti endlich klar machen, dass "Statistiken nicht auf Bäumen wachsen".

"Wir können nicht mehr unserer Funktion nachkommen, wir können so keine soliden und qualitativen Daten rechtzeitig liefern", warnt Giovannini. Es werde an der falschen Stelle gespart. Denn: "Wir brauchen Forscher".

(Red.)

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12 Kommentare
Gast: africano
12.07.2012 17:59
0 0

Was interesieren Monti die schlechten Dáten.


Warum wundert mich das nicht ???

Wo es keine Zahlen gibt, gibt es auch nichts zu verbergen ... !!!

Sofort entlassen, den Mann.

Und analog zur Kündigung auch gleich das Schreiben zum Disziplinarverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof.


5 0

1 Arbeitsloser mehr

1 Arbeitsloser mehr in unserem Nachbarland.

4 0

Erpressung

scheint in Italien ein üblicher Kommunikationsstil zu sein.

Re: Erpressung

Sehr geehrter Kollege.

Als jemand, der Italien und des Italieners Mentalität einigermassen kennt, muss ich Ihnen leider durchaus zustimmen. Ein wunderbares Land, wunderbare Menschen (in einer gewissen, spezifischen Hinsicht), jedoch krankt die italienische Zivilgesellschaft an entscheidenden Stellen. Diese Drohgebärden eines hohen (wohl durchaus gut bezahlten) italienischen Beamten, passen dabei leider nur allzu gut ins entsprechende Bild.

Mit freundlichen Grüssen.

Geht ja lustig zu im Club Med...


....aber leider bezahlen wir für diese Unterhaltung.

11 0

Die Drohung ist schwach..

Viel stärker wäre die Drohung die echten Wirtschaftszahlen zu publizieren ;)

Gast: Akne
12.07.2012 13:50
2 0

Einfach drollich (für: drollig),

diese Drohung.

Gast: Rating Agent
12.07.2012 13:17
4 0

Zahlenlos glücklich

"keine Wirtschaftszahlen mehr veröffentlichen"

Der glückliche Monti. Ohne Zahlen keine Ratings...

"A Plauderdaschl, de Statistik, was?" (Toni Strobl, die Spitzbuam)

Gast: Hans im Glück
12.07.2012 13:05
4 0

Ist das eine versuchte Erpressung?

Monti sollte die Beamten durch andere ersetzen.


Gast: smilefile
12.07.2012 12:54
7 0

Tja,...



...sieht ganz nach Griechenland II aus,...

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