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ESM: Fekter erwartet keine Probleme wegen Verzögerung

12.07.2012 | 11:51 |   (DiePresse.com)

In Deutschland muss das Verfassungsgericht entscheiden, ob eine Zustimmung zum ESM rechtens ist. Dadurch verzögert sich die Einführung.

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Auch wenn der dauerhafte Schutzschirm für die Euro-Staaten (ESM) erst im Herbst starten kann, führt dies vorerst zu keinen Problemen, sagte Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) am Donnerstag am Rande einer Veranstaltung auf Fragen von Journalisten. Für die Bankenhilfe in Spanien habe der aktuell schon geltende vorläufige Schutzschirm EFSF genug Kapazitäten. "Wir werden die Hilfen über den EFSF starten ... und dann auf den ESM übertragen" sagte sie.

In den nächsten Tagen werden auch die Kosten für Zypern, das Hilfen beantragt hat, feststehen. Auf den Einwand, dass für Hilfen an Italien im EFSF nicht genug Mittel vorhanden wären, sagte Fekter, es gebe derzeit keinen Hinweis darauf, dass Italien Hilfe beantragen will.

Klagen bei Verfassungsgericht

Deutschland kann derzeit den ESM nicht ratifizieren, weil das deutsche Verfassungsgericht über Klagen dagegen entscheidet. Zuletzt hatte das Gericht erkennen lassen, dass seine Entscheidung erst in zwei bis drei Monaten fallen könnte. Das würde das Inkrafttreten des Instruments verzögern. Ursprünglich hätte der ESM am 1. Juli die Arbeit aufnehmen sollen.

Für Griechenland drängte Fekter zu Eile: "Versäumte Zeit kostet neues Geld", sagte sie. Dennoch warte man nun den Bericht der Troika (Kontrolleure von EU-Kommission, EZB, IWF) ab, der zeigen werde "was alles schiefgegangen ist" und dann werde man neue Maßnahmen diskutieren. Ziel bleibe jedenfalls, Griechenland wieder zu ermöglichen, am Kapitalmarkt Geld aufzunehmen.

 

(APA)

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3 Kommentare
Gast: Benjamin Franklin
12.07.2012 13:50
2 0

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.




Gast: 1. Parteiloser
12.07.2012 13:33
2 0

Verzögerung einer Lösung?

Wenn die Verfassungsrichter auch nur eine durchschnittliche Begabung haben (davon gehe ich aus), dann wird der ESM gekippt, wird also niemals in Kraft treten können.

Die gesamte Staatsschulden der Eurozone betragen ja schon bald 10.000 Mrd. Euro und das auch bei einer geschönten Darstellung. Diese Schulden steigen auch um etwa 500 Mrd. Euro jährlich, wenn der Fiskalpaket auch wie geplant umgesetzt wird. Was soll da ein ESM, welcher auch nur aus zusätzlichen Schulden besteht, mit einem maximalen Volumen von 700 Mrd. Euro ausrichten können.

Das Problem kommt doch alleine durch die Staatsschulden und die Staatsschulden kommen alleine von den irren Staatsausgaben in der Eurozone, welche bald die 5 Billionen Grenze überschreiten werden. Es sind Staatsausgaben, welche von einer komischen Planwirtschaft kommen. Einer Planwirtschaft, welche sich in riesigen geschützten Bereichen und einem Förder- und Frühpensionswahnsinn manifestierten. Das bringt doch alles keine Leistung, Leistung zur Versorgung der Gesellschaft. Es sind vorwiegend Kosten für die Staatswirtschaft = Planwirtschaft = Mangelwirtschaft. Der ESM kann daher auch niemals eine Lösung sein. Jede Gesellschaft hat genauso viel wie die Gesellschaft zusammen auch leistet. Kosten bringen keine Leistung, Gelddrucken bringt keine Leistung, Schulden bringen keine Leistung. Die Lösung liegt alleine bei den Staatsausgaben.

Die Verzögerung der Entscheidungsträger sind alleine bei den notwendigen Lösungen zu sehen!

Gast: Hans im Glück
12.07.2012 13:20
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Unerwartet kommt oft...

Lasst uns überraschen..., gibt es im Herbst noch einen EUR???

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