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Ex-Berater: "Tony Blair wusste um Fehler des Euro"

12.07.2012 | 13:54 |   (DiePresse.com)

Der ehemalige britische Premier habe von den Konstruktionsfehlern des Euro gewusst, aber das Projekt nicht gefährden wollen, sagt Ex-Berater Liddle.

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Die frühere britische Regierung unter Tony Blair war sich der schwerwiegenden Konstruktionsfehler der europäischen Gemeinschaftswährung bewusst, während sie gleichzeitig den Beitritt des Landes zur Eurozone befürwortete. Dies sagte ein Berater des früheren Labour-Premiers am Donnerstag in Wien.

"Wir wussten um die Fehler des Euro, haben sie - um ehrlich zu sein - aber nicht öffentlich thematisiert, weil wir das Projekt nicht untergraben wollten", meinte Roger Liddle vom britischen Policy Network. Geirrt habe man sich insofern, als man damit gerechnet habe, dass die gemeinsame Währung Wirtschaftsreformen auslösen würde. "Stattdessen folgte eine Dekade der Selbstgefälligkeit."

Beitritt in "eine reformierte Eurozone" denkbar

Er könne sich durchaus vorstellen, dass Großbritannien in fernerer Zukunft "einer reformierten Eurozone beitreten könnte". Die Frage, ob das zu diesem Zeitpunkt nicht nur den Verlust der Währung, sondern auch der Eigenstaatlichkeit bedeuten würde, beantwortete Liddle nicht direkt. Der Ökonom nahm am Donnerstag an einem Workshop des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) über künftige "Governance" in der EU teil.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Novaris
12.07.2012 17:56
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Die britische Politik

Die NATO war das militärische und die EU das wirtschaftliche Projekt, um den deutschen nicht souveränen Nationalstaat wirkungsvoll einzubinden.
Der EURO ist bekanntermaßen eine Fehlkonstruktion und die "EURO-Krise" bezweckt, den deutschen Nationalstaat als Staat mit seinem Wirtschaftspotential in den Vereinigten Staaten von Europa aufgehen zu lassen.
Großbritannien ging es seit je um die sogenannte "balance of power" (die seiner Ansicht nach immer von Deutschland gestört wurde) auf dem Kontinent. Diese Balance ist nun absehbar hergestellt und GB wird nach einem Referendum aus der EU austreten und sein Pound als Währung behalten.
Großbritannien wird zusammen mit den USA unter dem Etikett der "Demokratie, der Menschenrechte und des Selbstbestimmungsrechts der Völker" global weiterhin wirtschaftliche Interessen verfolgen.

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