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SPÖ-Abgeordneter will "Fairness-Anleihen" für Reiche

13.07.2012 | 10:45 |   (DiePresse.com)

Das deutsche Forschungsinstitut DIW hat eine Zwangsanleihe für Reiche vorgeschlagen. Jörg Leichtfried spricht aber lieber von "Fairness-Anleihen".

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Der SPÖ-Europaabgeordnete Jörg Leichtfried unterstützt die Idee des Deutschen Wirtschaftsforschungsinstituts, eine Art Zwangsabgabe für Reiche vorzuschlagen. Dies wären "Fairness-Anleihen", so Leichtfried. "Reiche mit einem entsprechend hohen Vermögen sollten dem Staat mit Fairness-Anleihen Gelder zu sehr günstigen Zinssätzen zur Verfügung stellen", sagte der SPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament am Freitag.

In den vergangenen 20 Jahren habe es eindeutig eine Umschichtung von Vermögen von unten nach oben gegeben. "Und in den vergangenen 15 Jahren gab es im Grunde nur für die zehn Prozent der Vermögendsten wirkliche Zuwächse. Daher ist es gerecht, wenn sich nun die Vermögenden an der Beseitigung der Staatsschuldenkrise beteiligen", argumentiert Leichtfried.

Mittelstand kommt für Kosten der Krise auf

Es sei nicht länger hinnehmbar, dass der Mittelstand für die Kosten der Krise aufkomme. Von den hohen Zinsen für Spanien oder Griechenland profitierten derzeit vor allem die Vermögenden - mit Zinsen um die sieben Prozent. Leichtfried verwies darauf, dass in Deutschland beispielsweise die Staatsschuld 2040 Milliarden Euro betrage, die Privatvermögen 3500 Milliarden Euro. In Italien gebe es eine Verschuldung von 1900 Milliarden Euro und Privatvermögen von 2700 Milliarden Euro. "Auch die reichen Reeder in Griechenland könnten so zur Behebung der Krise beitragen".

Bei solchen "Fairness-Anleihen" handle es sich auch um "keine Enteignung, da dem Staat das Geld nur geliehen würde - in einem verträglichen Ausmaß". Das Schuldenproblem innerhalb der Europäischen Union werde sich nur unter Heranziehung der großen Privatvermögen lösen lassen.

Deutschland schließt Zwangsanleihe aus

Zuletzt hatte sich das deutsche Finanzministerium aufgeschlossen für den Vorschlag einer Zwangsabgabe für Reiche zur Bewältigung der Euro-Schuldenkrise gezeigt, für das eigene Land aber ausgeschlossen. Interessant könnte der Vorschlag für jene Länder sein, in denen ein besonders schwieriges Verhältnis zwischen Steueraufkommen und Privatvermögen existiere, hieß es in Berlin.

(APA)

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150 Kommentare
 
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Gast: Faynachtsmann
13.07.2012 17:43
9 0

Lasst es Euch Warnung sein!

Die Kommentare hier werden der Grundstimmung in der Bevölkerung nicht gerecht.

Selbstverständlich wird es für solche Enteignungsmassnahmen in der Bevölkerung eine breite Mehrheit geben. Nämlich dann, wenn es einer Mehrheit richtig dreckig geht. Kann man alles in Griechenland- und Spanien-Blogs nachlesen.

Dieser Staats/EU-Parasit wird freiwillig und friedlich nicht abtreten. Vorher wird die Bevölkerung gegeneinander aufgehetzt und bis aufs Blut ausgesaugt. Man wird Sündenböcke liefern (copyright Faymann "die Spekulanten") und die Lösungen mitliefern (copyright Mikl-Leitner: "her mit dem Zaster").

Von selbst bessern wird sich die Lage nicht! Noch ist Zeit, Vorsorge zu treffen.

Gast: Hutbürger
13.07.2012 17:20
9 0

einem Staat,

der das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster wirft, würde ich gar nichts zur Verfügung stellen.

EUdSSR und natürlich ist die SPÖ Vorreiter

Zwangsanleihen gab es bisher nur im Krieg und in Diktaturen (sie sind auch Grundrechtswidrig)

Zumindest sehen wir jetzt wohin uns die EU bringt.

LIEBER IN EINER KLEINEN DEMOKRATIE ALS IN EINER GROSSEN MÄCHTIGEN DIKTATUR.

Das sollte unser Wahlspruch sein!

Antworten Gast: Bärenfalle...
13.07.2012 18:08
5 0

Re: EUdSSR und natürlich ist die SPÖ Vorreiter

War immer so mit den Roten.

"Wer hat uns verraten ?"


Gast: daswars
13.07.2012 17:17
7 0

Zielgerichtet

Wie ich immer sage: die Sozialisten haben nichts zu verteilen, ausser ihrer Misere.

Wenn die Sozialisten am Werk sind, werden Alle nach unten gleich gemacht.

Re: Zielgerichtet

das Gleicheitsverständnis der Sozialisten:

die Verteilungsgerechtigkeit ist erreicht, wenn all "gleich" nichts haben!

Gast: gastposter
13.07.2012 17:16
6 0

vollknall ...

ich sags ungern aber die neidpartei (SPÖ + grüne) geht mir schon grenzenlos auf den nerv. wieso muss ich mir von jemandem, der auf kosten anderer lebt erklären lassen, dass ich noch irgendwelche schrott papers kaufen soll? möge die wahl"urne" das ende der SPÖ einleiten ...

Gast: Mai
13.07.2012 17:16
8 0

Jörg Leichtfried

Hat für das Jusstudium 7 Jahre gebraucht.
War 1995 bis 1999 Rechtsreferent bei der Arbeiterkammer Steiermark,
ab 1998 bis 2004 Fachbereichsleiter Bürgerservice in der Verwaltung seiner Heimatstadt, der Stadtgemeinde Bruck an der Mur.

Das sind die Leute, die "für uns" in Brüssel sitzen.
Das sind die Leute, die "den Menschen da draußen" die Welt erklären.
Hatten nie im Leben einen bürgerlichen Beruf.
Wurden und werden ausschließlich durch Zwangsabgaben bezahlt.

Widerlich

PS:
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Gast: Logik
13.07.2012 17:13
2 0

"keine Enteignung, da dem Staat das Geld nur geliehen würde"

Wie man zu einer zusätzlichen einmaligen Pflichtabgabe bzw. Steuer zur Schuldenabdeckung steht, ist eine politische Frage. Jedoch ist es erschreckend, dass die Diskussion mit inhaltlich falschen Argumenten und Behauptungen geführt wird. Ob es sich um absichtliche Irreführung der Wähler oder wirkliches Unverständnis der Politiker handelt, bleibt offen. Ich persönlich denke, dass wir hier als Staatsbürger offen angelogen werden.

Wenn Staatsbürger gezwungen werden, Anleihen mit Zinsen unter Marktniveau zu akzeptieren, werden sie damit verpflichtet, Wertpapiere zu einem Preis über dem eigentlichen Wert zu kaufen. Wie würden Sie es nennen, wenn Sie zehn 500 Euro-Scheine um je 600 Euro kaufen müssten? Je nach politischem Lager sollte man dies zumindest offen eine Einmalsteuer nennen.

Re: "keine Enteignung, da dem Staat das Geld nur geliehen würde"

"Nur geliehen" also ... Der Staat konnte schon vor zwanzig Jahren die Schulden nicht mehr zurückzahlen, die er aufgenommen hatte, deswegen hat er einfach neue gemacht. Und jetzt, wo die Menschen schön langsam draufkommen, daß sich das alles nicht mehr ausgeht, sollen – Kommu-Populismus pur! – "die Reichen" zwangsverpflichtet werden! Super! Wenn die dann auch nix mehr haben, wird man entdecken, daß das nicht einmal ein Tropfen auf dem sprichwörtlichen heißen Stein war, dafür können "die Reichen" dann kein Geld mehr ausgeben, keine Steuern bezahlen ... Nein. die Lösung lautet: Wer heute noch als Politiker Schulden macht auf unsere Kosten, muß mindestens für 10 Jahre ins Gefängnis, unbedingt, ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung. Das würde uns auch gleich vom Sozialismus befreien, der für die heutige Situation verantwortlich ist.

Antworten Gast: Logik 2.0
13.07.2012 18:20
2 0

Re: "keine Enteignung, da dem Staat das Geld nur geliehen würde"

Auch das Geld, das ihr bisher dem Staat geborgt habt werdet ihr nicht wieder sehen, denn die Gegenbuchung zu den Staatsschulden sind eure Ansprüche in Geldwert (man könnte auch grob Sparguthaben dazu sagen).


Undicht!

Ich liefere regelmäßig 50% (in Worten fünfzig Prozent) meiner Einnahmen an den Staat ab. Mit dem Rest baue ich mir Eigentum auf, d.h. ich stottere über viele Jahre eine Finanzierung für ein Eigenheim ab. Davon soll ich jetzt dann auch noch eine Fairness?!?!? Abgabe an den Staant abliefern????
Sind sie nicht mehr ganz dicht Herr Leichtfried??

Gast: b754
13.07.2012 17:11
1 2

wenn sies nicht freiwliig tun werden es sich die leute holen


Re: wenn sies nicht freiwliig tun werden es sich die leute holen

aha, die löwelstraße droht schon mit bürgerkrieg !!!

Gast: ahoffnungsschimmer
13.07.2012 17:05
0 9

Dumm, dümmer, dieses Forum?

Reiche bekommen bedingungsloses Grundeinkommen, sobald sie ihr Geld auf die Bank legen.
Schon allein deshalb sind die Kommentare hier Realsatire. Die armen, armen Reichen...

Am besten gefällt mir:
"dieses Mal sind die Sozen schlimmer als in den 30er Jahren, als sie die Reichsfluchtsteuer einführten!"
Man weiß nicht, was man raten soll: Tabletten einnehmen oder absetzen?

Antworten Gast: A.B.C.
13.07.2012 22:45
2 0

Re: Dumm, dümmer, dieses Forum?

Entweder gehören Sie zu den Sozialhilfeempfängern oder Sie möchten gerne ihr erarbeitetes Gut an den Staat verschenken, damit einige tatsächlich "Reichen" sich die Taschen vollstopfen können, anders kann ich Ihren Beitrag nicht verstehen.

Düdeldüdüdeldü...


in Höhe Brüssel kommen ihnen ca. 500 Geisterfahrer entgegen.

Bitte wählen sie rechts und überholen sie nicht :-)

Der Staat hat kein Problem zu geringer Einnahmen, sondern ein Problem zu hoher Ausgaben!

Die gleichen dummen Ideen von Halbgebildeten wie in den 20-er Jahren des letzten Jahrhunderts. Danach kamen über 60 Jahre der Unterdrückung über große Teile Europas und Asiens. Zig Millionen Tote durch Verbrechen, Krieg und Hungersnöte eingeschlossen.

Haben diese SPÖ-Hinterweltler denn überhaupt nichts aus der Geschichte gelernt?


6 0

FAIRNESS?!?

Enteignung ist das treffende Wort!

"Alles was die Sozis vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von den anderen haben wollen." (Konrad Adenauer)

Wenn es wirklich um Fairness ginge, dann müsste das Verursacherprinzip zur Anwendung kommen und man alle Politiker bis aufs Existenzminimum pfänden. SIE haben den Mist gebaut und nicht die Bürger, ob jetzt reich oder nicht.

Re: FAIRNESS?!?

Wenigstens wird direkt darüber geredet.

Durch die geringen Zinsen der EZB und somit auf meinem Sparkonto/meinen sicheren Anleihen werde ich indirekt enteignet.
Die Bank braucht mein Geld nicht und gibt dafür auch keine Zinsen her.

Und warum? Damit ein paar inkompetente Bankenmanager und Bildungsministerinnen ihre Jobs behalten.

Sogesehen wäre es mir lieber eine Anleihe zu bekommen, wo vielleicht etwas rausspringt.

Düdeldüdüdeldü...


in Höhe Brüssel kommen ihnen ca. 500 Geisterfahrer entgegen.

Bitte wählen sie rechts und überholen sie nicht :-)

Gast: Rechenkünstler
13.07.2012 16:45
4 0

Umverteilung

Wenn 99 % der Bevölkerung nichts besitzt, dann gehörem dem 1% Rest immer der Rest.

Diese 1% haben ihre Vermögen irgendwo gebunkert. Wenn jetzt der Staat auf diese Vermögen zurückgreift, werden diese Gelder kaufkraftwirsam, da der Staat ja nicht anspart sondern das Geld ausgibt oder Schulden zahlt für Geld was er bereits ausgegeben hat.

Dadurch erhöhen sich die Preise, was wieder die 99 % der Habenichtse trifft, deren Einnahmen ja immer zu 100 % in den Konsum gehen.

Da jetzt das Geld der Reichen im System fehlt, werden die Zinsen steigen müssen, damit Andere diesen Abgang kompensieren und ihre Überschüsse zur Bank tragen. Steigende Zinsen treffen aber wieder den "kleinen Mann".

Wäre also gesamtwirtschaftlich gesehen ein Nullsummenspiel aber psychologisch gesehen eine perfekt inszenierte "Gerechtigkeitsillusion".

Ist das Wort "Gerechtigkeit" schon so tot gelabert worden,

dass man es jetzt "Fairness" nennen muss?

Ich hab diese unfähigen Demokratieschmarotzer (=Politiker) schon mehr als satt!




Gast: Strassenräuber
13.07.2012 16:34
1 0

Klasse...

... ich plädiere ab jetzt auf unschuldig, da ich mir das Handy/Geld/sonstwas nur gegen null Zinsen geliehen habe!

 
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