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Griechenland will Priestern nur halbes Gehalt zahlen

13.07.2012 | 15:15 |   (DiePresse.com)

Die griechische Regierung überlegt nur noch die Hälfte der Priestergehälter zu zahlen. Eingespart werden soll auch bei Langzeitstudenten und Soldaten.

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Auf der Suche nach weiteren Einsparungsmöglichkeiten plant die griechische Regierung nun auch die orthodoxe Kirche zur Kasse zu bitten. Wie die Athener Zeitung "Ta Nea" am Freitag berichtete, untersucht die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras einen Vorschlag, dass der Staat nur noch zur Hälfte für die Priestergehälter aufkommen soll. Für die andere Hälfte soll die Kirche selbst sorgen, die größter Grundbesitzer des Landes ist. Allein bei den Löhnen der Geistlichen könnte der Staat rund 100 Millionen Euro jährlich sparen.

10.300 Geistliche in Griechenland

In Griechenland gibt es nach Informationen aus dem Erzbistum Athen über 10.300 Geistliche. Ihre Löhne übertreffen 200 Millionen Euro im Jahr. Die Orthodoxie wird von der Verfassung als herrschende Religion in Griechenland anerkannt: Präsident, Regierung und Parlamentsmitglieder müssen vor der Geistlichkeit den Amtseid leisten. Nach Umfragen ist das Vertrauen der Griechen in ihre Kirche in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Bei seiner Wahl 2008 hatte der Athener Erzbischof Hieronymos eine Revision des seit über dreißig Jahren geltenden Kirchenstatuts angekündigt. Auch die Verwaltung der umfangreichen Kirchengüter müsse "überprüft" werden, sagte der neue Primas damals.

Die orthodoxe Kirche Griechenlands erhielt 1850 vom Ökumenischen Patriarchat die Autokephalie, die jurisdiktionelle Eigenständigkeit, zugesprochen. Von den 76 griechischen Bistümern unterstehen 35 (die erst nach dem Balkankrieg 1913 zu Griechenland kamen) direkt dem Ökumenischen Patriarchat im Phanar.

Auch Studenten und Soldaten im Visier

Athen plant zudem nach mehreren Jahrzehnten der ständigen Reduzierung der Militärpflicht (von 32 Monaten 1976 auf heute neun Monate) sie wieder auf ein Jahr zu erhöhen. Damit soll die Zahl der Berufssoldaten verringert werden, berichtete "Ta Nea". Schließlich untersucht die Regierung die Möglichkeiten Langzeitstudenten zur Kasse zu bitten. Wer die gewöhnliche Studienzeit um mehr als vier Semester übertrifft, der soll zahlen.

Griechenland sucht dringend nach Wegen, 11,5 Milliarden Euro in den Jahren 2013 und 2014 zu sparen. Nur so kann das Land auf weitere Hilfen von den Geldgebern der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) hoffen.

(APA/dpa)

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17 Kommentare

Re: Warum bezahlt das der Staat und nicht die Schäfchen?


Wie der Staat die Kirche finanziert
http://derstandard.at/1328162577961/3-Milliarden-Euro-kolportiert-Wie-der-Staat-die-Kirche-finanziert
Wie viel die katholische Kirche in Österreich pro Jahr vom Staat kassiert und welches Vermögen sie besitzt, wissen die Kirchenvertreter oft selbst nicht


Agrarischer Geldregen im Reich Gottes
http://derstandard.at/1287099895073/Foerderungen-Agrarischer-Geldregen-im-Reich-Gottes
Die 15 größten kirchlichen Einrichtungen des Landes haben im Vorjahr Agrarförderungen im Ausmaß von mehr als vier Millionen Euro erhalten


etc.



Dies bzw. das alles darf doch nicht wahr sein!


Warum bezahlt das der Staat und nicht die Schäfchen?


Re: Warum bezahlt das der Staat und nicht die Schäfchen?


Wie der Staat die Kirche finanziert
http://derstandard.at/1328162577961/3-Milliarden-Euro-kolportiert-Wie-der-Staat-die-Kirche-finanziert
Wie viel die katholische Kirche in Österreich pro Jahr vom Staat kassiert und welches Vermögen sie besitzt, wissen die Kirchenvertreter oft selbst nicht


Agrarischer Geldregen im Reich Gottes
http://derstandard.at/1287099895073/Foerderungen-Agrarischer-Geldregen-im-Reich-Gottes
Die 15 größten kirchlichen Einrichtungen des Landes haben im Vorjahr Agrarförderungen im Ausmaß von mehr als vier Millionen Euro erhalten


etc.



0 0

Re: Warum bezahlt das der Staat und nicht die Schäfchen?

Das halte ich auch für die eigentliche Frage. Was geht das den Staat an?

Gast: foobaro
13.07.2012 16:24
15 0

Ich wünschte wir würden an den Religionen auch spaaren

und zwar so ca. um die 100%. In Frankreich lebt die Religion nur von Freiwilligen, die spenden! So ein System wünsche ich mir für Österreich auch.

Antworten Gast: Su Nuraxi
13.07.2012 18:10
0 6

Re: In Österreich gibt es so ein System

Es zahlen nämlich nur die eingetragenen Mitglieder, die einem Beruf nachgehen. Und die Mitgliedschaft ist, wenn man in einem Alter ist, in dem man berufstätig sein kann, freiwillig.

Gast: Gast 99
13.07.2012 16:12
0 0

nur halbes gehalt für priester! wie verträgt sich das mit dem inoffiziellen Reichtum der Griechen

HAMBURG taz | Athens neuer Finanzminister Giannis Stournaras schwankt zwischen Ärger und Verwunderung, wenn er auf die Freizeitgewohnheiten vieler seiner Landsleute schaut: "Gehen Sie an einem beliebigen Freitagmittag zu einem Yachthafen rund um Athen: Sie werden nur Luxusyachten sehen, die zu den Inseln ablegen", klagte er jüngst in einem Interview. "Griechenland ist viel reicher, als es die offiziellen Zahlen nahelegen", sagt Stournaras. Das gilt besonders für die traditionelle Vorzeigebranche des Landes: die maritime Wirtschaft.

Alternativerklärung

www.politaia.org/politik/europa/griechenlands-schulden-und-die-globale-olmafia-ein-mega-skandal/

man reihe noch folgende Schlagworte aneinander: Öl, Eroberungsplan, Eurobeitritt, Goldman Sachs ( Mario Draghi), Ratingagentur, Downrating, feindliche Übernahme (Adam Smith: 'durch Schwert oder Schulden'), gekaufte Politiker.
Wem also die griechische Regierung als willfähriger Helfer des Ausverkaufs noch Geld wegnimmt, ist völlig egal.
Wer das als Paranoia abtut, muss einen langen Atem haben, aber spätestens in 10 Jahren stehen die Öltürme in der Ägäis.
Kleiner Nebensatz: warum wurde in den letzten Monaten und Jahren eigentlich immer vorgeschlagen, die Griechen sollen 'ihre Inseln' verkaufen?

Österreich hat

bei 8 Millionen Einwohnern etwa 5000 Priester (Religionsdiener) davon 4200 katholische.
Die Griechen leisten sich bei 10 Millionen Einwohnern fast 11000 Priester.

Gast: HansWurst1
13.07.2012 15:56
17 0

Priester durfen nur von ihrer Religionsgemeinschaft

bezahlt werden.

Alles andere ist vom Bösen.

von Bösem oder vom Bösen...

es ist egal:

Das sind Teil der Staatsschulden, für die wir in Mitteleuropa zahlen.

Warum soll ich - als Atheist - nicht auch noch die Pfarrer in Griechenland bezahlen, schließlich zahle ich ja auch die bei uns.

Antworten Antworten Gast: quietlo
13.07.2012 17:55
0 2

bei UNS zahlen sie KEINE Priester, sondern höchstens Religionslehrer und das Donauinselfedt


Antworten Antworten Gast: Pfarrer
13.07.2012 17:45
0 2

Re: von Bösem oder vom Bösen...

Wenn Sie Atheist sind, werden Sie ja wohl aus der Kirche ausgetreten sein. Wieso zahlen Sie dann die Pfarrer bei uns?

4 0

Re: Re: von Bösem oder vom Bösen...

Na, aus welchen grund wird denn dann das geld der steuerzahler an die kirche überwiesen??

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Pfarrer
14.07.2012 01:20
0 1

Re: Re: Re: von Bösem oder vom Bösen...

Bitte wo wird das Geld der Steuerzahler an die Kirche überwiesen. Gehts noch ungenauer und polemischer?

Antworten Gast: Grummel
13.07.2012 16:55
0 0

Re: Priester durfen nur von ihrer Religionsgemeinschaft

Ich weiß nicht so recht...

Auf der einen Seite wäre es verständlich, in Hinblick auf einen laizistischen Staat. Auf der anderen Seite würde es dazu führen, dass wir auch in der religion Tür und Tor für Populismus und Demagogie öffnen würden.

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