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Umfrage: Griechen wollen Neuverhandlung mit EU

15.07.2012 | 09:43 |   (DiePresse.com)

60,4 Prozent der Befragten gaben sich zuversichtlich, dass die Geberländer dem angeschlagenen Land mehr Zeit zur Erfüllung seiner Verpflichtungen einräumen werden.

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Eine große Mehrheit der Griechen will einer Umfrage zufolge eine Neuverhandlung der Auflagen für das internationale Hilfspaket selbst dann, wenn dies die Euro-Mitgliedschaft des Landes gefährdet. In einer am Samstag veröffentlichten Erhebung des Instituts MRB forderten fast 74 Prozent der Befragten von der neuen Regierung, ihr Versprechen einzuhalten, das Sparpaket mit der Europäischen Union, dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank nachzuverhandeln.

60,4 Prozent der Befragten gaben sich zuversichtlich, dass die Geberländer dem angeschlagenen Land mehr Zeit zur Erfüllung seiner Verpflichtungen einräumen werden. Griechenland hat sich im Gegenzug für ein weiteres 130 Milliarden Euro umfassendes Hilfspaket zu einem strikten Sparkurs verpflichtet, der das Land in die tiefste Rezession der Nachkriegszeit geführt hat.

Jeder Fünfte Grieche ist ohne Job. Im Wahlkampf hatten daher selbst die Parteien Nachverhandlungen angekündigt, die im Grundsatz zu den Sparauflagen stehen.

 

(APA/Reuters)

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20 Kommentare
Gast: BGE
15.07.2012 20:25
0 0

Griechenland zahlte anno 1995 in der Drachme 25 % Zinsen am Kapitalmarkt. Nämlich als Ausgleich für das Risiko der Währungsabwertung. Kein anderes Griechenland ist heute im Euro, ..aber statt abzuwerten, will es Zinsen gestundet und Schulden erlassen bekommen.


D.h. Verschuldungsgrenzen zu setzen (60 %, 3%), ein Bail-out Verbot zu beschließen und mit Strafzahlungen zu drohen um ausgelichenen Staatshaushalte zu garantieren (wie es die Gründungsväter des EURO im Sinn hatten) entpuppte sich als Irrtum!!

Um daher "im Euro" Zustände herzustellen wie in der "Drachme" müssen die Gläubiger überzeugt werden, dass das Geld das sie einem bestimmten Land leihen auch verloren gehen kann. (=Euroländern müssen pleite gehen können)!!

Nur dies sorgt "hier" für vernünftiges "Herleihen von Geld" und "dort" für vernünftiges Haushalten!!

In den USA haftet auch kein Land für ein anderes. Geschafft wird dies über eine Art Zahlungsausgleich der Notenbanken. Sobald da innerhalb einer Beobachtungsperiode aus einem Land mehr Dollars rausfließen als hinein (lokale Notenbank druckt Geld) muß dieses Land die Differenz anderen Ländern (mit Leistungsbilanzplus) durch handfeste Werte (Wertpapiere, Gold, ...) ausgleichen.

In Eurolanden werden diese Differenzen einfach nur akkumuliert. Auf alle Ewigkeit?? In beliebiger Höhe??

Wir benötigen daher im EURO auch einen regelmäßigen (jährlichen; ab einer bestimmten Höhe, ...) Ausgleich der Notenbank-Salden (=Target2)!! Das schafft Gerechtigkeit, verringert Ressentiments, bewahrt die staatliche Budgetsouveränität und ist die beste Motivation für Haushaltsdisziplin!!

Das sollten wir von den USA lernen!

Gast: b754
15.07.2012 18:48
0 1

und eine mehrheit der europäer will das nicht

griechenland hätte schon vor jahren in den geordneten konkurs gehört aber merkosy haben ihre banken versorgen müssen und uns abgezockt wie noch nie jemand zuvor

Gast: walter g
15.07.2012 18:03
1 0

Warum erschliesst man nicht die Öl und Gas vorkommen ?

Mit den Öl und Gasreserven könnnte SIE (die Griechen )ihre Schulden abdecken ,aber anscheined will man die EU über den Tisch ziehen ,weil sowieso nur blöde sesselklebende Beamte gibt ,welche nur mitschneiden wollen.

Gast: Eisberger A
15.07.2012 17:45
0 0

Griechen wollen Neuverhandlung mit EU

Wohl eher ein neuer Trick um Brüssel hinters Licht zu führen.

Diese Kuschelträumer lassen sich ständig auf ihrer Nase herumtanzen.

Wie lange noch?

Gast: UKW
15.07.2012 17:39
1 0

Ohne Schlussstrich wird das niemals ein Ende nehmen

Bereits bezahlte Milliarden sind abzuschreiben. Das bekommt man nie wieder zurück. Das ist so, wie wenn man einen chronisch in Geldnot steckenden Freund oder Verwandten jede Woche 50 Euro borgt. Ab und zu zahlt er 10 Euro zürück weil er guten Willen zeigen will, damit man ihm wieder neues Geld borgt. In Summe hat sich der Schuldenstand bereits auf 14.403 Euro angesammelt. Der Schuldner hat aber Angst, falls er ihm kein Geld mehr borgt, dann ist der Freund bzw. Verwandte beleidigt, und zahlt gar nichts mehr zurück. Also versorgt er ihn immer weiter mit Krediten - und der Schuldenberg steigt und steigt und steigt.

"Ja nächste Woche bekommst du es. Ganz sicher. Ehrlich. He, ich brauche nur 100 Euro, damit ich mir einen Anzug kaufen kann fürs Vorstellungsgespräch. Wenn ich erst einen Job habe wird alles anders. Du wirst schon sehen. bllabllablla...."

Gast: Brennstein2
15.07.2012 16:20
0 0

Klub Med

Wie erwartet eingetroffen - das Geld ist weg und ändern wird sich nichts.

ist doch voellig wurscht

was die griechen sagen oder wollen. solange wir glauben dass wir ueber sie bestimmen koennen werden sie uns bescheissen.

schmeissen wir sie doch endlich aus der EU! dann gehts allen besser. und die banken haben den muell ohnehin schon abgeschrieben.

Gast: Nichtgrieche
15.07.2012 15:15
0 0

Geber und Nehmer

Man sollte ergänzend eine Umfrage machen, wie viele Leute in den Geberländern der Meinung sind, dass man den Griechen mehr Zeit lassen sollte, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen.

Griechenland hat innerlich längst der EU gekündigt ...

nur sollen noch ein paar Raten den Ausstieg aus dem EURO versüßen.

Die Politik Griechenlands hat die letzten 2 Jahre erkannt, dass sie nichts ändern wollen und die tatsächlichen Probleme auch nicht wirklich angehen wollen.

Der Staat ist durch und durch korrupt.

Ich denke immer, wie wäre das wohl, wenn wir in Ö. zu wirklichen Strukturreformen gezwungen wären. Wie lange würden Sozialpartner, Bünde und Klüngel bis zur Selbstverleugnung an ihren Privilegien festhalten, slebst wenn das Volk längst hungert.

Österreich ist griechischer als wir es wahrhaben wollen.

die Meinung unseres Grinsekanzler!

Griechenland wird wohl auch diesmal wieder den Anfang im Euro- Zores- Karussell machen. Aber so oder so wolle man Griechenland nicht fallen lassen. Man müsse sich aber auf einen längeren Zeitraum einstellen, bis das Partnerland auf die Beine komme. Und bis es so weit sei, könne es noch ein Jahrzehnt dauern.


Antworten Gast: brauchen Zeit
15.07.2012 14:00
1 0

Re: die Meinung unseres Grinsekanzler!

...nur ein Jahrzehnt ?
Es könnte noch ein Jahrtausend lang so weitergehen, wenn
die Deutschen in der Lage wären, dieses Spielchen so lange
zu finanzieren - ..brauchen Geld ...brauchen Zeigt ... brauchen Geld ... brauchen Zeit ... br....

Was geht das uns an ?

Solche Meldungen gehören in das Börsenmagazin oder die Zockerrundschau. Sollen diese Leute sich mit den Griechen und deren Schulden rumschlagen.
Für uns muss gelten: Die Bürger haften nicht für Banken ! Spasseshalber könnte die Presse mal aufdecken, wieviel Prozent des Aktienkapitals zum Beispiel der Deutschen Bank sich in deutschen Händen befindet.

Gast: die Füß in' weißen Sand Und irgendwann bleib i dann dort...
15.07.2012 11:59
3 2

Im Geburtsland der Demokratie

stößt der Kapitalismus der Märkte auf ein Bollwerk der Gemütlichkeit.

Gast: Dreibogengleichdick
15.07.2012 11:34
5 0

Realität

Die grichischen Staatsanleihen und das Wort der Griechen sind eben nur einen Schrott wert.

Antworten Gast: Dreibogengleichdick
15.07.2012 12:13
0 0

Re: Realität

Meinte natürlich: Die griechischen ....

Gast: Be-obachter
15.07.2012 11:16
4 0

Die Mitgliedschaft in der Eurozone

ist besonders für wirtschaftlich schwächere Länder eine zu mächtige Einschränkung des Handlungsspielraums.
Besonders die mediterranen Länder sahen nur die momentanen Vorteile und zogen nicht in Erwägung, dass sie sich eventuell in den Würgegriff der Märkte begeben.

Man sollte das bereits vorgestreckte Geld abschreiben und den schwachen Ländern ihre Souveränität zurückgeben.

Die Beibehaltung des jetzigen Kurses kostet den Geberländern weiteres Geld und wird längerfristig in den instabilen Ländern zu anhaltenden sozialen Unruhen führen.

Die Griechen sollten

endlich der Realität ins Auge schauen. Wenn man die Forderungen der Gläubiger nicht erfüllen kann, dann ist eben Schluss mit lustig.

Ich bin mir mittlerweile sicher, dass die Bevölkerung Griechenlands von einem Staatsbankrott profitieren würde, anstatt von der EU künstlich am Leben gehalten zu werden.

Eine Insolvenz ist immer auch eine Chance für einen Neuanfang!

wie oft den noch?


Gast: Bänkster
15.07.2012 10:14
9 0

Neuverhandeln

sollte man höchstens, WIE die Griechendie €URO-Zone verlassen können.

Es ist kein Staat zu machen, mit solchen inkompetenten und korrupten Politiker, die stellvertretend für ihr Land ganz Europa in der Zange haben.

Es ist wirklich an der Zeit, hier einen (schmerzhaften) Schlussstrich zu ziehen. Man hat Griechenland 100 Mrd nachgelassen Errinnern wir uns - vor ein paar Jahren gab es in Österreich heftige politische Diskussionen wegen einer Steuerreform (Steuerentlastung) von 2 Mrd Euro.

Den Griechen lässt man 100 Mrd nach und gibt 2 weitere Hilfskredite. Das ist sinnlos. Griechenland ist einfach um rund 30-40 % zu teuer. Man kann die Löhne und Preise nicht um dieses Niveau senken, ohne dass es zu einer massenhaften Verleendung kommt.

Gleichzeitig aber sitzten noch immer jene Leute an den Topstellen des Staates, die durch Freunderlwirtschaft und Korruption an die Spitze gekommen sind und nicht durch Qualifikation.

Es ist ein Fass OHNE Boden, das Geld, welches wir in dieses Faß schütten, um eine korrupte und inkompetente politische Klasse in Griechenland am Leben zu Erhalten, würde ich lieber bei uns im BILDUNGS- und FORSCHUNGSBereich fließen sehen !

Gast: find ich gut
15.07.2012 10:14
7 0

Hallo Griechen!

Ja, verhandelt "neu" mit der EUdSSR, damit Ihr noch weniger tun müsst.

Unsere SPÖVP und Co. reden schon von Zwangshypotheken, Bargeld- und Goldverbot, damit unser letztes Hemd für Euch flüssig gemacht wird.

Alle Eure Forderungen werden sie erfüllen, weil sie die Alternative kennen: Das Ende von Euro und EUdSSR, also das Ende der eigenen Versorgungsposten und Lebenslügen sowie eine mögliche strafgerichtliche "Aufarbeitung" der ganzen Regierungsaktionen. Bevor sie DAS zulassen, würden sie auch vor dem Schlimmsten nicht zurückschrecken.

Euer Lebensstandard ist also gesichert!

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