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Bankenhilfen: "Staat nimmt Geld, Staat haftet"

16.07.2012 | 14:24 |   (DiePresse.com)

Die deutsche Regierung sieht die Haftung für die geplanten Hilfen an spanische Banken eindeutig beim spanischen Staat.

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"Der Staat stellt den Antrag, der Staat nimmt das Geld, ...und der Staat haftet", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Auch wenn künftig die Hilfen nicht mehr aus dem Rettungsschirm EFSF, sondern aus dem ESM geleistet würden, "wird es sich  nicht in der Frage auswirken, wer haftet". Ähnlich äußerten sich der Sprecher des Finanzministeriums sowie Unions-Fraktionschef Volker Kauder. Der Bundestag soll am Donnerstag Finanzhilfen aus dem bestehenden Euro-Rettungsschirm EFSF an den spanischen Bankenrettungsfonds in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro zustimmen. Hintergrund der Unsicherheit ist, dass die Kredite vom EFSF in den dauerhaften Rettungsschirm ESM übertragen werden sollen, sobald dieser eingerichtet ist.

In einer parallelen Debatte wird über direkte Hilfen an Banken unter dem ESM diskutiert, die allerdings erst nach der Einrichtung einer straffen europäischen Bankenaufsicht gewährt werden sollen. Hier ist die Haftungsfrage noch ungeklärt.

Kritik an der Informationspolitik

CSU-Chef Horst Seehofer hatte am Wochenende eine Klärung gefordert und die Zustimmung seiner Partei am Donnerstag daran geknüpft. "Ich empfehle, dass wir zustimmen, wenn klargestellt wird von der Bundesregierung, dass für diese Hilfe der spanische Staat haftet", sagte der bayerische Ministerpräsident der ARD.

Unions-Fraktionschef Kauder kritisierte diese Haltung. "Wir machen Spanien-Hilfe nach den bestehenden Instrumenten", sagte Kauder vor dem CDU-Präsidium in Berlin. "Es wäre auch im Falle des ESM nicht anders." Der dauerhafte Rettungsschirm sei im übrigen nicht einmal in Kraft. "Wir sollten auch nicht zur Verwirrung der Bevölkerung beitragen", kritisierte der CDU-Politiker. Er sei zuversichtlich, dass die Bundesregierung eine eigene Mehrheit für die Spanien-Hilfen haben werde. Zudem fänden intensive Gespräche mit der Opposition statt, um eine möglichst breite Mehrheit zu erreichen.

Der FDP-Abgeordnete Frank Schäffler kritisierte unterdessen die Informationspolitik der Bundesregierung bei den Nothilfen für spanische Banken. In einem "Handelsblatt Online" vorliegenden Schreiben an Bundestagspräsident Norbert Lammert kritisierte er, dass den Abgeordneten Informationen vorenthalten würden.

(APA/Reuters)

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29 Kommentare
 
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So ein Quatsch

der ESM wurde doch gerade so umgemodelt das Banken DIREKT Hilfen beantragen können.

Und DIREKT meint ohne UMWEGE.

Also stellen die Banken den Antrag, Banken nehmen das Geld und der Staat haftet nicht.

Und wie wir wissen werden die Bankenhilfen NICHT den Staatsschulden hinzugerechnet. also der nächste Hinweis das der Staat nicht haftet.

Würde ja keinen Sinn machen wenn der Staat haftet, dann müsste das Geld den Staatsschulden hinzugerechnet werden was die Zinsen treibt.
Und eben das will man ja mit den direkten Hilfen für Banken vermeiden.

Man die veräppeln die Öffentlichkeit das es nur so kracht. Nur damit Sie den ESM ans Laufen kriegen. Hinterher stellen Sie wieder mal ganz ÜBERRASCHT fest, das die Staaten doch nicht haften.

Re: So ein Quatsch

ach ganz vergessen.

Ausserdem ist es Wurst wer haftet und was in dem ESM Vertrag steht.

Wie wir wissen werden Verträge sowie NIE eingehalten und im Nachhinein so verändert wie grad für den Club-Med das Beste ist.

Also ist es völlig unerheblich, irgendwann werden die sowieso verkünden das alle für die ESM Gelder haften und nicht die Staaten die Hilfen bekommen haben.

Gast: Novaris
16.07.2012 18:42
1 0

Gläubiger to the front ..........

Das ist doch alles ein irrsinniges System.
Man stelle sich das vor :
Der Steuerzahler leiht sich bei einer Bank Geld und verleiht dieses Geld an einen Pleitier. Dieser Pleitier bezahlt mit dem Geld des Steuerzahlers einen Kredit bei der Gläubigerbank des Steuerzahlers.
Zugunsten der Bank erfolgte ein Austausch des bankrotten Kreditnehmers durch einen Kreditnehmer guter Bonität und der zahlt der Bank die Zinsen.
Der Steuerzahler kann dann eher früher als später die Forderung an den Pleitier incl. Zinsen abschreiben.
Sagen wir es radikal : Ein Manager, der in der Privatwirtschaft wie der Steuerzahler handeln würde, würde "zum Mond" geschossen und das mit voller Berechtigung.
Es ist einfach unfaßbar, dass dieses System dem Steuerzahler von der Politik als "Rettungstat" verkauft werden kann.
Nur und wirklich nur die Gläubiger haben das Geld, um Staaten und Banken zu retten !!!!!
Ist es so schwer, DAS zu begreifen ??

2 0

Behandlung der Krankheit namens Geld!

Das kommt mir so vor wie wenn ein schwer Kranker sich nicht therapieren läßt, sondern lediglich schmerzstillende Medikamente zu sich nimmt. Das hat einen kleinen Vorteil, daß er nämlich die schlechte Nachricht einer Diagnose über eine tödliche Krankheit erst später erfährt. Allerdings der große Nachteil dabei ist, daß er eventuell den Zeitpunkt verpaßt, wo er noch geheilt werden könnte!

Und so sieht unser EU-Euro-Kasperltheater auch aus. Man bastelt ein wenig an den Symptomen herum, daß es besser ausschaut und die Öffentlichkeit mitspielt und vor allem man gewinnt ein wenig Zeit. Daß allerdings der große Nachteil, daß nämlich am Ende alle bankrott sind, gar nicht beachtet wird, scheint niemand zu stören. Statt dessen schaut man lediglich, wie weit man noch seine Partner schröpfen kann. Das dann dazu führt, daß diese ebenfalls bankrott sind und man selbst sagen kann, da konnte man sowieso nichts machen, denn es handelt sich um eine weltweite Krise. Na, fein!

Die Welt ist schön.

Wir haften also nicht für Banken.
Sondern nur für Staaten.
Die wiederum für Banken haften.

Da bin ich aber froh, dass wir nicht direkt für Banken haften. Dann wäre die Welt nämlich nicht mehr schön. Das wäre ganz was anderes.

Re: Die Welt ist schön.

Verzeihen Sie mir, aber irgendwie habe ich langsam das Gefühl, dass wir voll verarscht werden ... .

Re: Re: Die Welt ist schön.

Dieses Gefühl hat sich bei mir vor 10 Jahren eingestellt als ernsthaft behauptet wurde, Italien hätte davor nur regelmässig aus Jux und Tollerei abgewertet. Da es mit der gemeinsamen Währung nicht mehr ginge, wäre es auch nicht mehr notwendig.
Meine persönliche Fehlreaktion war, das als Witz aufzufassen.

Gast: Irgendetwas ist faul im Staate zwischen Staat und Banken.
16.07.2012 17:09
4 0

Bankenhilfen: "Staat nimmt Geld, Staat haftet"

- und die Bank haftet nie?

Hört sich nach einem sehr einseitigen Geschäftsmodell an...

Betreff Zentralbanken (-abgesehen von Besitzverhältnissen) - Welche Sicherheiten haben Zentralbanken, wenn diese gesetzliches Geld aus dem Nichts schaffen?
Mit was haftet diese?

Welche Sicherheiten haben normale Banken, wenn diese gesetzlich geduldtetes digitales Geld schaffen?
Welche Verantwortung betreff Erhöung der Geldmenge haben normale Banken? (schaffen ca 95% des Geldes per normaler Kreditvergabe)
Einiges ist recht unklar bei Banken.

Wie haben eigentlich die Volksvertreter historisch in einer Demokratie auf Basis von deren Geschäftsmodell und der weiteren Konstellationen (eben zB Haftung) die wichtigste Macht im Staat, die Geldschöpfung, gänzlich privaten Banken überlassen können?

Irgendetwas ist faul im Staate zwischen Staat und Banken. Die Ursache dürfte bei den Politdarstellern liegen.

2 0

Re: Bankenhilfen: "Staat nimmt Geld, Staat haftet"

Ihre Fragen haben schon was an sich.

Interessant wäre ja auch, einmal unsere Abgeordneten zu fragen, wie tiefgreifend ihre Kenntnisse in diesem Bereich sind. Ich nehme einmal an, daß man da eine herbe Enttäuschung erleben würde.

Aber abstimmen über diese Belange traut sich offensichtlich jeder der "guten Leutchen" im hohen Haus. So was nennt man eigentlich "Tappen im Dunklen!"

Selbst wenn sich der ESM nachträglich als verfassungswidrig herausstellen dürfte,

dürfte Österreich im Außenverhältnis trotzdem an die Vereinbarungen gebunden sein, da ein völkerrechtlicher Vertrag unabhängig von einer eventuellen Verfassungswidrigkeit normalerweise gültig ist. Deshalb Vorabprüfung des ESM wie in Deutschland, was unter anderem auch der Präsident des österr. Verfassungsgerichtshofes fordert:

http://www.avaaz.org/de/petition/Vorabprufung_von_ESM_und_Fiskalpakt_durch_osterr_Verfassungsgerichtshof/

Gast: 1. Parteiloser
16.07.2012 16:48
5 0

Mehr als 100 Banken wurden in den USA, seit 2009, einfach geschlossen!

Diese Banken haben auch kein Testament gemacht, so wie sich die Entscheidungsträger für Europa (besser gegen Europa) das wünschen. Diese Banken waren Bankrott und durften in die Insolvenz gehen. Es war gut zur Marktbereinigung, sogar sehr gut und sehr notwendig.

In Europa darf aber kein Unternehmen in die Insolvenz gehen, da schreit sofort jemand nach Hilfe vom Staat (meist Politiker!). Das war vor einigen Jahren bei Opel so, das ist jetzt auch bei Peugeot so (die dürfen nicht einmal den Personalstand den Kapazitäten anpassen ohne dass der Premier sich einmischt!). Bei den Banken wurde es dann ganz krank, nicht einmal die Würschtlbanken Kommunalkredit und HGAA durften in die Insolvenz, die mussten weiterleben!

Am Liebsten ist den Europäischen Politikern aber gleich ein geschützter Bereich. Da dürfen diese Planwirtschafter auch noch direkt mitreden und beim Verwirtschaften helfen. Das Überleben der riesigen Bereiche wird dann mit prallen Budgets, immer pralleren Budgets, und einem "einnahmenseitigen Sparen" gesichert.

Europas ungesunde Strukturen können so einfach nicht die notwendige Heilung bekommen, Insolvenz ist die Heilung!

Die Planswirtschafter bauen nur die Planwirtschaften weiter aus, den Rest des freien Marktes machen die dann auch noch mit irren Förderungen und Hilfen kaputt.

Das muss Massenarmut bedeuten und die Armutsberichte der letzten 3 Jahre zeigen auch diesen Trend ganz deutlich.

Sie haben recht, planwirtschaftliches Denken wird auch von der ÖVP vertreten!

Ein besonderes Herzerl auf diesem Gebiet ist die "Wirtschaftstreibende" und Finanzministerin Fekter. Statt daß sie die ÖVAG in KOnkurs gehen ließ, mußte diese wirklich nicht wichtige Bank "gerettet" werden. Bei unseren Politapparatschiks gehen halt sämtliche Grundsätze der Marktwirtschaft über Bord. Es wird Tür und Tor für verbrecherisch fahrlässiges Wirtschaften der Bankster geöffnet.

Die deutsche Regierung sieht die Haftung für die geplanten Hilfen an spanische Banken eindeutig beim spanischen Staat.

Und wenn dann der spanische Staat um Hilfe ansucht haften wir übern ESM, so wo ist jetzt der Unterschied. Egal wir haften so und so!

Verschwindet die Schuldenkrise in einem schwarzen Spalt?

Die Ökonetik (ein neues Wirtschaftsmodell) entsorgt die gesamte Schuldkrise im "Zinsspalt" zwischen Leitzinsen und Anleihezinsen.

oekonetik.info/buerger-bailout


ESM-Vertrag = Österreich-Verrat


Antworten Gast: Gartena
16.07.2012 15:39
5 0

Re: ESM-Vertrag = Österreich-Verrat

Hier ein mehr als interessanter Artikel zu ESM, LIBOR u.s.w:

http://www.bueso.de/node/5823

Der ESM muss ersatzlos gestrichen werden!

Gast: Pepe
16.07.2012 15:23
4 0

Das Teuerste bei diesen Endloskredit-Hokuspokus......

.....ist am Ende die TodesRate! LEIDER!
be.es: Länder sollen in die Insolvenz gehen können, ansonsten blüht Europa FÜRCHTERLICHES!
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=54fY24GMc3o&feature=endscreen

Begründung für ausgeweitete Vorabprüfung in Deutschland

Ein völkerrechtlicher Vertrag wird normalerweise durch Parlamentsbeschluss sowie Unterschrift des Bundespräsidenten bindend. Meines Erachtens würde diese bedeuten, dass der völkerrechtliche Vertrag nach außen auch dann gültig und bindend ist, wenn er bei einer späteren Prüfung durch den VfGH als verfassungswidrig eingestuft werden würde. Aus diesem Grund sollte der ESM vorab geprüft werden, was auch vor kurzem der Präsident des österr. Verfassungsgerichtshofes Holzinger in der Kronen-Zeitung gefordert hat. Deshalb

http://www.avaaz.org/de/petition/Vorabprufung_von_ESM_und_Fiskalpakt_durch_osterr_Verfassungsgerichtshof/

Petition lesen, eigene Meinung bilden und bei Gefallen unterschreiben und an Freunde und Bekannte weiterempfehlen.

Gast: Tourist
16.07.2012 15:01
2 0

Im Klartext:

Spanien und Italien borgen sich fuer 6 bis 7% Zinsen Geld am Markt und borgen es ueber den ESMEFSF zu 3% Zinsen an die Banken.

Einfach nur krank.

Falsch

Die Banken borgen sich um 3 % Geld von der EZB um es dann um 6-7% an die Länder zu verborgen. Das ist der Eurpäische Schulden Mechanismus.

Falsch


Die Banken borgen sich um 1 % Geld von der EZB!

Über target2.

Ist es nicht wurscht, ob die Spanier, Griechen,.....


haften?

Das Geld sehen wir sowieso nie wieder!


Antworten Gast: Tourist
16.07.2012 15:03
1 2

Kannst Dich bei der Merkel bedanken

Die arbeitet fleissig daran, dass wir es nicht wieder sehen, aber Du glaubst natuerlich was dir die Medien vormachen.

Re: Kannst Dich bei der Merkel bedanken


Da "bedanke" ich mich lieber bei RotSchwarzGrün in Österreich, die uns den ESM vor ein paar Tagen "vermacht" haben!

Auch schon für den EFSF und wie diese Enteignungsinstrumente sonst noch heißen!


Gast: LegendIn
16.07.2012 14:54
7 0

"Wenn es ernst wird, muss man lügen." Jean-Claude Juncker

Warum stellt Merkel selbst das nicht klar?

Weil sie genau weiß dass es eine Lüge ist! Denn beim nächsten Gipfel werden die FIPS-Staaten sie an ihre Zusage erinnern und dann war es eben ein Notfall uns man musste handeln weil ja sonst blablabla...

Sarrazin hat zu 100% recht: Der EURO wäre NIEMALS beschlossen worden wenn damals all diese verlogenen Betrügereien am eigenen Volk auch nur ansatzweise bekannt geworden wären.

"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

Zitat ebenfalls Jean-Claude Juncker

Die Chancen stehen gut dass mit der bald erfolgenden Implosion des EURO auch die halbe EU draufgeht.

Gast: IC
16.07.2012 14:53
2 0

Ich kenn mich

nimma aus!
Sind die Banken öffentliche Güter oder unterliegen sie der Privatwirtschaft?
Wie schaut das mit den Eigentumsrechten aus?
Darf ich auf das Bankguthabe meines Nachbarns frei zugreifen?


 
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