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Merkel: Schrumpfen von Euro-Staaten notwendig

16.07.2012 | 17:52 |   (DiePresse.com)

Die deutsche Kanzlerin sieht Rezession als nötigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Es sei falsch, nur an quantitatives Wachstum zu denken.

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das zeitweise Schrumpfen von Euro-Volkswirtschaften als notwendigen Schritt hin zu einem "nachhaltigeren" Wirtschaftskurs verteidigt. Europa habe in der Vergangenheit zu viele Schulden gemacht und an Wettbewerbsfähigkeit verloren, sagte Merkel am Montag auf dem dritten Petersberger Klimadialog in Berlin. Das müsse nun korrigiert werden.

„Wenn Teil einer solchen Reform geradezu selbstverständlich auch ein Stück Schrumpfung in einer Anpassungsphase ist, um dann anschließend auf einem nachhaltigeren Pfad wachsen zu können, dann gibt es eine breite Diskussion in der Welt. Das darf nicht sein", kritisierte Merkel. Sie bezog sich auf internationale Kritik an der deutschen Position, eine Haushaltskonsolidierung in der Euro-Zone durchzusetzen, auch wenn dies kurzfristig Wachstum schwächt.

„Es sei aber sowohl in der Wirtschafts- und Finanzpolitik als auch beim Umweltschutz falsch, nur auf quantitatives Wachstum zu achten, sagte Merkel. "Es kommt darauf an, die Dinge nachhaltig zu betrachten."

IWF: Eurozone als Wachstumsrisiko Nummer eins

Bei der Präsentation seiner aktuellsten Wachstumsprognose warnte der IWF unterdessen eindringlich vor einer weiteren Verschlechterung der Eurokrise. "Die höchste Priorität muss der Lösung der Krise im Euro-Raum gelten", mahnte der Weltwährungsfonds. Die Weltwirtschaft wird nach der aktuellen Prognose (mehr dazu ...) in diesem Jahr um 3,5 Prozent, sie wurde um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Bekomme man die Eurokrise aber nicht in den Griff, drohe weitaus schlimmeres, warnte der Fonds.

(APA/Reuters)

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21 Kommentare

Frau Merkel ist fast zu intelligent für Politik

100% Zustimmung zu dieser Aussage von Frau Merkel.
Das wesentliche an einem Wirtschaftssystem sind die Strukturen und nicht eine künstlich aufgeblähte Quantität bzw Pseudo-Wirtschaftswachstum, das nur auf dem Papier existiert, weil es nur durch Runterschummeln der Inflation zustandekommt.

Wenn man ein paar Ökonomie-Bücher gelesen hat, ist relativ klar, dass die Strukturen und Innovation das Wesentliche sind. Durch quantitative Aufblähung des Geldsystems werden nur alte Strukturen konserviert und ökonomische Innovation gebremst. Es wird von aufmerksamen Unternehmern auch berichtet, dass das eigentliche qualitative Wachstum in einer Rezession passiert. Der nachfolgenden quantitative Boom ist das Resultat dieses qualitativen Wachstums während der Rezession.

Frau Merkel hat sich offensichtlich ernsthaft mit Ökonomie beschäftigt ( und/oder gute Berater ).
Damit ist sie deutlich weiterentwickelt als ca 99.99% ihrer Politikerkollegen und -innen.

Ich wünsche ihr, dass sie trotz dieser Ignoranten ihren Weg gehen kann und positive Dinge erreichen kann.

Re: Frau Merkel ist fast zu intelligent für Politik

Theoretisch alles richtig.
In der Praxis tut Fr. M. das exakte Gegenteil. Man beobachte:
a) Die Entwicklung des Schuldenstandes und
b) die Entscheidungen zur "Rettung" der Währung. Sie macht bei der Aufblähung mit wie alle anderen auch.

Re: Re: Frau Merkel ist fast zu intelligent für Politik

Ja, leider.
Entweder sind ihre Aussagen nur heisse Luft, um die paar Leute zu beruhigen, die etwas von Öknomie verstehen.

Oder sie steht hinter den Aussagen, aber kann sich nicht durchsetzen.

Im Endeffekt ist es von der Auswirkung her egal, was zutrifft.

Gast: unbeteiligter
17.07.2012 08:28
1 0

Merkel verscherbet das deutsche Vermögen...

scheibchenweise an die Eu-Pleitestaaten und die Deutschen sind so dumm und freuen sich auch noch darüber.

man sollte man in der BRD darangehen eine fundamentale Euro kritische Opposition aufzubauen - die startet voll durch

0 0

10.000 Euro Banknote

Bin schon gespannt wie der 10.000 Schein ausschauen wird! Happy Inflation liebe Oesterreicher.
Oder raus aus ESM und dem Euro!

Re: 10.000 Euro Banknote

Der 10000 EUR Schein wird noch relativ normal aussehen, aber der 1 000 000 EUR Schein wird ein 10000 EUR Schein mit zwei dazugestempelten 0-en sein..., und ca 2 Wochen nach dem 10000 EUR Schein erscheinen.

Nach zwei weiteren Wochen wird damit eingeheizt und wir zahlen mit privat herausgegebenen Währungen...

Gast: Schrumpfen - Jahreswort 2012!
17.07.2012 00:28
0 0

Brüssel und die EU Tintenburg, keiner würde heulen über ein Schrumpfen das erst in der absoluten Bedeutungslosigkeit endet!

(8.5 Millionen Menschen leben in 2.357 Gemeinden die in 123 Bezirken gegliedert sind, aufgeteilt auf 9 Bundesländer mit einem Nationalrat und Bundesrat, sich Gedanken zu machen über eine Schrumpfung schadet sicher nicht!)

Echte Leistungen

sehen anders aus.

Die EU Heuljodelautomaten wollen also alle Länder in die Armut drängen!

"Wir brauchen Europa um mit anderen Wirtschaftsmächten Schritt zu halten"!

Diesen Satz jaulten die EU Bonzen mit süßlicher und einer warmen Stimme rauf und runter. Nur für Gehörlose war dieser Satz ein wenig angenehmer. Mich wundert´s nur, dass die Suizidsquote so niedrig geblieben ist, für alle die nicht das Privileg haben, Weghören zu dürfen!

Das war überhaupt DAS K.o Argument, wenn die rot-schwarzen versuchten, sich gegen Rechte EU-Argumente zu wehren.

Nachdem Österreich durch rot-schwarz-grün mit dem ESM Vertrag entmündigt und ausgeraubt worden sind (oder ist weil eh eine Einheitspartei), wird auch gleich einmal klargestellt, dass DAS Hauptargument eh nicht mehr zeitgemäß ist so nach dem Motto: Es gibt es noch andere Vorteile! Eine Kostprobe? Überwachung oder Zwangsenteignung. Also ein Art Disney Land für alle unseren Linken.

Das mit der EU wäre circa so, wenn ein Auto nicht mehr fahren würde, man dies aber nicht verschrotten sollte, weil darin noch Müll geladen werden kann.

Aber die Aussagen ergeben schon einen Sinn!Nur wenn alle Länder wie ein Stück Elend dastehen, können diese übernommen werden. Deswegen soll jetzt Wachstum verhindert werden.

Gast: ASVG-Sklave
16.07.2012 22:50
1 2

Deutschland aus dem €-Raum austreten

Es gibt auch andere Variante, Deutschland tritt aus dem €-Raum, alle ausländische Verbindlichkeiten werden infrage gestellt und dadurch verliert Deutschland 2,4 Billionen €, welche ca. 80% der deutschen Wirtschaftsleistung entspricht. Dennoch halten die Verfechter eine harter Haltung Deutschland immer für eine günstigere Variante, denn trotzt dieser Zahl werden die Deutschen nicht mehr die Südländer dauernd füttern müssen. Die Folge für die Südländer wäre schwerwiegender als Deutschland.

Re: Deutschland aus dem €-Raum austreten

Deutschland würde gar nicht so viel verlieren, denn die 2,4 Bio EUR an ausländischen Verbindlichkeiten sind so oder so uneinbringlich.

Es ist nur die Frage ob die Verbindlichkeiten jetzt abgeschrieben werden oder ob sie scheibchenweise über Inflation abgeschrieben werden.

Gast: pleiti
16.07.2012 22:26
2 2

Kaputtsparen - die falsche Strategie

Das Kaputtsparkonzept schwäbische Hausfrau Marke Merkel wird die Probleme in Griechenland, Portugal und Spanien nicht lösen.

Diese Länder müssen raus aus dem Euro und ihre neuen Währungen um 30 bis 50 abwerten.

In Griechenland wirkt dieses Konzept schon seit über 2 Jahre nicht. Dort wurde die Krise nur verstärkt.

Daher steuert die Eurozone auf einen Crash hin. Die Fehlkonstruktion Euro ist mitten im Endspiel.

In Spanien wird dann das Eurofinale sein.

Die Hauptverlierer werden die Deutschen sein.

Die haben halt 60 Jahre lang für die Südländer gespart.


Gast: b754
16.07.2012 22:11
2 0

auch schon draufgekommen dass es kein grenzenloses wachstum gibt

aber hauptsache hunderte milliarden wurden den banken zugespielt die rezession dürfen wieder wir auslöffeln

Gast: wassolls
16.07.2012 21:56
0 0

es müsste ohnehin die Neuverschuldung

vom BIP abgezogen werden da ja wie in einer Bilanz ein Negativ gegenübgersteht welches wächst durch Zinsen, das wofür wir uns verschulden nämlich Beamtengehälter verpufft sinnlos wie es sinnloser nicht sein könnte, die Schulden aber bleiben und steigen........

Super Wirtschaftswachstum auf Pump nur damit ein paar Idioten gute Zahlen präsentieren können

Schrupfen die maroden Staaten bald noch viel stärker, weil die Karlsruher Richter den ESM und Fiskalpakt als verfassungswidrig einstufen?

Auch der österr. Präsident des Verfassungsgerichtshofes hat offen in der Kronen-Zeitung eine Verfassungsänderung gefordert um den ESM vorab prüfen zu können, da der ESM sollte er bei nachträglicher Prüfung doch als verfassungswidrig eingestuft werden, einen massiven Vertrauenverlust in den Gesetzgeber sowie einen hohen wirtschaftlichen Schaden bewirken könnte. Unterstützen wir den VfGH-Präsidenten bei diesem sinnvollen Anliegen:

http://www.avaaz.org/de/petition/Vorabprufung_von_ESM_und_Fiskalpakt_durch_osterr_Verfassungsgerichtshof/

"Es kommt darauf an, die Dinge nachhaltig zu betrachten."

Dann tun wir das mal:
Seit 2008 hat sich die Verschuldung Deutschlands von 66 auf 81% erhöht.
Aha - verstehe.

Gast: uburoi
16.07.2012 21:17
0 3

ojeee!

de klerikalmummy haben fix und foxi (alias komplett fertig)?

das hat man dann von den superheiligen büchern.

bei zwei stolpern und bei drei ist die heilige weisheit entweder verbrannt, kaputt, oder tot.

großartige leistung! ;-)

Gast: machmuss verschiebnix
16.07.2012 20:56
1 2

Wie Recht Fr. Merkel schon wieder hat,

solche Ossis sind die reinste Bereicherung für Europa.

Völlig klar, warum die Südländer am A. dahinrutschen - die haben eben
keine Angie :)


Gast: Hans im Glück
16.07.2012 20:01
0 0

Super, hoffentlich konzentrieren sich die Staaten dann auf wichtigere Dinge als diverse finanzielle "Rettungen".

Sparen macht es möglich... :-)

Aber wie soll ein Politiker sparen?
Nach jahrzehnten von Geldverprassen ist dieser Schwenk nicht leicht möglich...

Ich glaube noch an Wunder.

:-) Hurra!

Stufe 1(-2) ist erreicht!

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ (Ghandi)

http://oekonetik.info/buerger-bailout

Schrumpfen von Euro-Staaten notwendig

Ahaha, die Nordstaaten sollen sich an die Südstaaten anpassen oder wie?

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