"Die Sonne ist in Griechenland garantiert", bewirbt Jorgo Charzimarkakis das Euro-Krisenland im Boulevardblatt "Bild". Da dieser Anreiz aber offenbar nicht ausreicht, fordert der deutsch-griechische Europaabgeordnete (FDP) nun eine "Art staatliche Prämie, die Deutsche kurzfristig dazu bewegt zum Beispiel nach Griechenland zu fahren". Dies könnte der Anfang eines europäischen Konjunkturprogramms sein.
In die gleiche Kerbe schlägt Charzimarkakis' Parteikollege Erwin Lotter. Der stellvertretende Vorsitzende der deutsch-griechischen Parlamentariergruppe im Bundestag erklärt: "So wäre sowohl vielen Deutschen als auch Ländern wie Griechenland geholfen, die dringend mehr Touristen brauchen."
Der Vize-Parteichef der FDP in Sachsen, Tino Günther, ist da allerdings völlig anderer Meinung: "Ich schäme mich für die beiden Kollegen aus Berlin und Brüssel", sagte er laut "Spiegel.de". Für den bizarren Vorschlag hat er auch schon einen Grund gefunden: "Zu viel griechischer Wein tut auch nicht gut."
Roubini für 1000-Euro-Gutscheine
Doch die beiden FDP-Politiker haben auch prominente Unterstützer: So schlug der US-Ökonom Nouriel Roubini "Bild" zufolge vor, dass Deutschland jedem Haushalt einen 1000-Euro-Gutschein für Reisen in EU-Krisenländer schenkt. Würden fünf Millionen Haushalte das annehmen, würde die dortige Wirtschaft um 0,2 Prozent angekurbelt.
(Red.)

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