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ESM soll Kontrollbehörde werden

18.07.2012 | 18:38 |   (Die Presse)

Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) soll nach Ansicht von EZB-Direktor Jörg Asmussen zur Haushaltskontrollbehörde ausgebaut werden. Der ESM ist bisher nur als Rettungsfonds geplant.

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Brüssel/Red. Der ESM soll demnach nicht nur billige Kredite für angeschlagene Euroländer zur Verfügung stellen, sondern regelmäßig die Haushaltsführung der Mitgliedstaaten überprüfen. Asmussen zeigte sich bei einem Vortrag im Brüsseler European Policy Centre überzeugt, dass die Euroländer auf längere Sicht nicht um eine Beschränkung ihrer nationalen Haushaltssouveränität herumkämen.

Der ESM ist bisher nur als Rettungsfonds geplant, der ebenso wie der Internationale Währungsfonds (IWF) Gelder gegen Auflagen vergeben kann. Die Kontrolle der Auflagen wurde bei bisherigen Rettungsaktionen von Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank durchgeführt. Eine Aufwertung des ESM als Kontrollorgan, das bei Bedarf sogar präventiv einschreiten kann, würde das Machtgefüge der EU deutlich verändern. Denn für den ESM gibt es in der derzeitigen Konstruktion keinerlei parlamentarische Kontrolle. Außerdem wurde er rechtlich außerhalb der EU-Verträge errichtet, da ihm nicht alle Mitgliedstaaten angehören.

 

Zu wenig aus der Krise gelernt

Asmussen ist der Ansicht, dass die Euroländer aus der Krise nicht genug gelernt hätten. Es sei notwendig, dass eine europäische Behörde künftig die Ausgabe von Staatsanleihen beschränken und Fehlentwicklungen korrigieren könne. Der ESM, so der deutsche EZB-Direktor, sei dafür eine mögliche Institution. Allerdings schränkte auch Asmussen ein, dass eine vertiefte Integration mit einem Ausbau der demokratischen Kontrolle einhergehen müsse.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.07.2012)

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3 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
19.07.2012 09:08
1 0

Was machen dann die 50.000 EU Beamten?

Wäre es nicht eine Kernaufgabe die Einhaltung der geschlossen Verträge auch zu überwachen?

Kann es sein, dass diese 50.000 Beamten deren Aufgaben eigentlich noch nie nachgekommen sind?

Braucht der korrupte Beamtenhaufen nun eine zusätzliche Behörde um die Aufgaben wieder nicht zu erledigen?

Das ist doch Alles nur noch sinnloses Blabla eines Planwirtschafters, welcher den Wahnsinn in den geschützten Bereichen (also seiner Planwirtschaft) noch weiter ausbauen will.

Es geht eindeutig in Richtung von noch mehr Organisationen, welche keinen Sinn für die Bürger Europas haben und daher auch keine Existenzberechtigung!

Die Bürger Europas sollten schnell mit dem Misthaufen Planwirtschaft, welcher sich auf allen Ebenen und in allen Ländern festgesetzt hat, abfahren. Wenn die Bürger mit den Totalversagern (nur noch freche Nehmer!) nicht bald abfahren, dann wird die Massenarmut in Europa so allumfassend sein wie in Nordkorea oder Weißrussland.

Die Lösung für Europa liegt alleine an viel weniger staatlichen Institution, viel weniger Zwangsabgaben, viel mehr Freiheit und viel mehr Leistung. Nur das kann das Leistungsproblem lösen und auch die viel zu hohen Staatsausgaben unter Kontrolle bringen. Zusätzliche Institutionen können das sicher nicht, weil es genau die falsche Richtung ist.

Gast: Hans im Glück
19.07.2012 07:49
3 0

Eine verantwortungslose Kontrollbehörde die niemand Kontrollieren darf...

DARF ES NICHT GEBEN.


Zu spät

Faymann sagt Dank zu den Grünen! Die Frage ist wieviel Freude er damit hat wenn der österreichische Staatshaushalt auf dem Prüfstand steht. ; )

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