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Athen fordert weiter Erleichterung der Sparauflagen

18.07.2012 | 19:04 |   (DiePresse.com)

Die griechische Koalitionsregierung setzt sich dafür ein, die Sparmaßnahmen bis 2016 auszudehnen.

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Die griechische Koalitionsregierung will sich weiter um Erleichterung der harten Sparauflagen bemühen. Athen wird sich dafür einsetzen, die von den Geldgebern geforderten Sparmaßnahmen über 11,5 Milliarden in den Jahren 2013 und 2014 auf die Jahre 2015 und 2016 zu verteilen. Das sagte Evangelos Venizelos von der sozialistischen Pasok am Mittwoch. Nach bisher vergeblichen Versuchen, sich in der Koalition über Details der neuen Sparrunde zu verständigen, hatte sich Ministerpräsident Antonis Samaras von der konservativen Nea Dimokratia mit den Parteiführern der Sozialisten und der Demokratischen Linken (Dimar) an einen Tisch gesetzt.

Nach dem Treffen sagte Finanzminister Yannis Stournaras, es sei über die meisten Punkte der neuen Sparrunde Einigkeit erzielt worden. Details nannte er aber nicht. Die Gespräche würden fortgesetzt. Die griechische Gesellschaft könne keine weiteren, zusätzlichen Sparmaßnahmen schultern, argumentiert die Regierung. Die Wirtschaft des Euro-Krisenlandes wird nach Schätzungen auch dieses Jahr um fast sieben Prozent schrumpfen.

Die neue Koalitionsregierung war im Juni in Athen mit dem festen Versprechen angetreten, die Fristen der für die Milliardenhilfen auferlegten Sparauflagen neu zu verhandeln. Zu diesem Ansinnen hatten sich Brüsseler Institutionen zuletzt zurückhaltend geäußert. Vom Urteil der "Troika" aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) hängt die Auszahlung weiterer Hilfszahlungen für das pleitebedrohte Griechenland ab.

Das Land hofft auf Geldspritzen im August und September in Höhe von 12,5 Milliarden Euro. Aus Athener Kreisen hieß es, dass die Troika am 26. Juli wieder nach Griechenland zurückkehren soll, um mit Stournaras über die Einsparungen zu sprechen. Die Sparkontrolleure von EU, IWF und EZB waren am 9. Juli unmittelbar vor dem Treffen der Euro-Finanzminister nach Aussagen von Samaras mit der Bilanz abgereist, dass Griechenland abermals die Ziele des Sparpaktes verfehlt habe und bei den Reformen Gas geben müsse.

 

(APA/dpa)

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5 Kommentare

Die Wirtschaft des Euro-Krisenlandes wird nach Schätzungen auch dieses Jahr um fast sieben Prozent schrumpfen.

Und um wieviel wär es jetzt eigentlich schlimmer geworden, hätte man sich den ganzen Zirkus von Vornherein erspart?
Auch in Hinblick auf die Tatsache, dass ein Exempel statuiert worden ist. Wir retten alles was kreucht und fleucht, egal wer oder was es ist, ob Staat ob Bank. Also weitermachen wie bisher, alle sind bei uns versichert.

Wo sind jetzt die, die die grosse Klappe gehabt haben (auch hier) von wegen Friedensprojekt und man müsse ja und GR sei auf dem richtigen Weg und und und.
Die haben sich alle schon Spanien und Italien zugewandt und verzapfen ihren Unsinn jetzt dort. Unterschied: Die Summen. Kein Unterschied: Der Bürge.


1 0

Eigentlich Logisch - Blöd wärens


Lasst Griechenland doch endlich pleite gehen!

Die Griechen brauchen einen Neustart mit einer eigenen Währung und einige Millionen finanzielle Unterstützung (Marshall-Plan).

Gast: checka
18.07.2012 21:49
6 0

Griechenland ist abzuschreiben!


Die Bevölkerung Griechenlands hat sich auf Schulden einen Lebensstandard angeeignet, der in keinster Weise durch Wirtschaftsleistung unterlegt ist.

Die notwendigen Sparmaßnahmen würden bedeuten, dass die griechische Bevölkerung wieder in jene relative Armut zurückfällt, die ihrer schwachen Wirtschaftsleistung entspricht. Das bringt keine Regierung auf Druck von Außen durch. Das geht nur ganz alleine, auf sich selbst gestellt, ohne Druck von AUßen, mit Abwertung und Inflation. Einfach Geldhahn zudrehen.

Denn erst wenn die Löhne, Gehälter, Sozialhilfen und Pensionen ausbleiben, erst dann wird die Bevölkerung den Ernst der Lage verstehen. Und in die Hände spucken anstatt zu demonstrieren.

Und mit dem "ersparten" Geld für Griechenland kann die EU ihre anderen Probleme angehen: PISAF (Portugal, Italien, Spanien, Österreich, Frankreich)

Dabei wird ein lebendes Exempel im Staatsbankrott noch gute generalpräventive Dienste leisten: "Schau Werner, so schaut das aus wenn ein Staat überhaupt kein Schulden-Geld mehr bekommt. Sags der Laura und dem Blecha weiter."

Selbstverständlich!

Erleichterungen für Sparauflagen? Natürlich. Am Ende schicken wir den Griechen vielleicht sogar noch einige Milliarden. Wie? Das machen wir doch schon längst?

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