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Bofinger: "Politik hat das Problem nicht erkannt"

20.07.2012 | 08:18 |   (DiePresse.com)

Es dürfe keine weiteren Sparprogramme im Euroraum geben, sagt der Wirtschaftsweise. Ansonsten könne die Abwärtsbewegung nicht gestoppt werden.

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Vor dem erwarteten Beschluss der Finanzminister der Eurozone über Milliardenhilfen für den spanischen Bankensektor hat der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger vor weiteren Sparmaßnahmen im Euroraum gewarnt. "Die Sparpolitik wird überzogen", kritisierte das Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung in der "Passauer Neuen Presse". Dies führe "die Krisenländer nur noch tiefer in eine Rezession".

"Die Politik hat das Problem nicht erkannt", sagte Bofinger der Zeitung. Wenn das Sparen überzogen werde, schade dies der Konjunktur so stark, dass die finanzielle Situation eines Staats sich verschlechtere statt verbessere. "Wenn man diese Abwärtsbewegung nicht stoppt, können die Hilfen von Staaten für Staaten und Banken auch nicht allzu viel bewegen", warnte der Wirtschaftsweise.

Spanien hatte am 25. Juni offiziell Hilfe aus dem Eurorettungsfonds EFSF für seine angeschlagenen Banken beantragt. Der deutsche Bundestag stimmte am Donnerstag dem Unterstützungsprogramm von bis zu 100 Mrd. Euro zu. Am Freitag wollen die Finanzminister der Eurogruppe das Hilfspaket in einer Telefonkonferenz endgültig absegnen. Im Gegenzug muss Spanien einschneidende Sparmaßnahmen umsetzen.

(APA/AFP)

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67 Kommentare
 
12
Gast: bankerlobbyEU
20.07.2012 18:38
1 0

diese bankenlobby EU und der teuro können nur durch die umverteilung von billionen volksvermögen aufrecht erhalten werden. die gegenwart und die zukunft europas wird durch diese sozialabbaupolitik kaputt gemacht.


Gast: Chrematistikus
20.07.2012 17:49
2 0

wasch labbbert der?


Bofinger kritisierte heftigst Sinn's Warnungen vor dem Rettungsschirm und der Bankenunion.

... und jetzt meint er, dass die Hilfe von Staaten für Banken und konkursreife Staaten nicht viel bewegt.

Weiß der überhaupt, was er gestern noch gesagt hat?

Selbsternannter "Weise"

Was der Herr Bofinger so von sich gibt ist nichts als ein Topfen. Probleme die durch zuviel Schulden entstanden sind sollen mit noch mehr Schulden gelöst werden. Aha. Aus mit dem Sparkurs. Sehr klug. Ich habe selber Volkswirtschaft studiert. Wenn wir alle so klug wären, wäre es nicht zum Burnout 2008 gekommen.

Gast: toni Schuler
20.07.2012 15:56
0 7

Spanien muss sparen

Was hat es bitte-schön in Griechenland gebracht.
Fra Merkel ist ein Ableger vom Hitler ???????

2 0

Re: was hat es gebracht

Da Sie offensichtlich in den letzten beiden Jahren keine Berichte über Griechenland gelesen haben einige kleine Infos:
Griechenland spart nicht, es ist Pleite, komplett Pleite, es hat kein -schlicht und einfach- kein Geld mehr zum Ausgeben. Es ist auf Almosen Anderer angewiesen. Selbst jetzt zwei Jahre nach Eintritt der Pleite ist die Bereitschaft zur Änderung noch sehr gering (z.B. hat sich die Anzahl der Beamten noch immer nicht verringert), gleichzeitig ist der Selbstmitleidspegel sehr hoch, von Anderen welche viel mehr entbehren müssen wie z.B den Balten, hört man kein Geschrei. Deshalb ist die Bereitschaft zum Almosen Geben in vielen Staaten nicht sehr hoch (auch in unserem Land nicht, doch sind unsere Politiker gewöhnt kein Verantwortung für Steuergelder zu zeigen und treten daher in der EU fröhlich als Almosengeber auf).
Griechenland hat keine Alternative dazu weniger Geld auszugeben, weil es kein Geld mehr hat, das liegt nicht im Ermessen der Frau Merkel das ist einfach Realität. Um eine Änderung des Lebenswandels kommt es einfach nicht herum. Falls Sie es so besser verstehen denken Sie sich Sie hätten über Jahre zu viel Geld ausgegegben und in Saus und Braus gelebt und sind nun Pleite, dann werden Sie Ihren Lebenswandel ändern müssen und das wird Schmerzhaft sein (auch wenn Sie wie in Ihrem Posting alle Passanten welche Ihnen keine Spende geben damit Sie Ihr gewohntes Leben weiterführen können als Ableger vom Hitler bezeichnen).

Gast: G G
20.07.2012 15:52
3 1

Völlig daneben


Sparen ist Voraussetzung, dass Geldmittel in Zukunft auch wieder ausreichend vorhanden sind.

In der durch die roten Gewerkschafter und Bankster verursachten Schuldenkrise kann derzeit nur umgeschichtet werden; d.h. unnötige Freunderlwirtschaft und Filz gehört ausgetrocknet und die freiwerdenden Mittel sind für die sozial Ärmsten zu verwenden.


Gast: Kaspar Hauser
20.07.2012 15:44
2 0

keine weiteren Sparprogramme

Wer redet von Sparen? Sparen heißt etwas auf die Seite legen für schwerere Zeiten. Niemand verlangt, dass die Staaten ein Sparbuch für die Nachkommen anlegen. Aber haben wir das Recht ein Schuldenbuch für unsere Kinder anzulegen?

Natürlich können wir uns heute mehr leisten, wenn wir Geld ausgeben können, das unsere Kinder erst verdienen müssen. Wer oder was gibt uns das Recht dazu?

Unsere Kinder werden nicht gefragt, sie können sich nicht wehren. Sie kommen auf die Welt und bevor sie den ersten Schrei getan haben, haben sie ein paar Tausend Euro Schulden, nur damit ein paar Reiche noch reicher werden.
Ein Wirtschaftswachstum das auf Schulden aufbaut ist Diebstahl an der Generation von morgen. Jeder Euro Schulden, der heute die Wirtschaft ankurbelt, bremst die Wirtschaft von morgen, wenn er zurückgezahlt werden muss.

Nein, nein und nochmals nein. Es muss Schluss sein mit der dilettantischen Wirtschaftspolitik des Schuldenmachens.

Bolfinger möge uns erklären, wie es dann zu einer flotten Entschuldung kommt, die ja dringend notwendig ist, wenn man nicht den Weg der Griechen gehen will!

Danke!

Da sagen Sie......

Aber das wissen Spindelegger/Faymann und Frau Fekter ja viel besser. Das sind Fachleute und diese dürfen Europa ruinieren!

Eine (satirische) Möglichkeit

dank der Krise reich zu werden. Fast könnte man sagen: Cosi fan tutte (So machen's alle), wenn es Banken und Politik betrifft:http://denkland.wordpress.com/2012/07/19/45-fieber-ich-grunde-eine-bank


Gast: Reflector
20.07.2012 14:48
5 0

Und was hat Bofinger jemals erkannt?


Nichts!

Ist das die Voraussetzung immer wieder zitiert zu werden?

Dieses Planwirtschaftswürstchen von gewerkschaftlichen Gnaden hat doch nur ein Werkzeug im Köfferchen - neue Schulden - und damit hämmert er wie ein Einjähriger auf ein nun totgeklopftes Pferd ein und bildet sich in seiner naiven Allmachtsphantasie noch ein es mit weiteren Schlägen heilen zu können.

Wirklich gespaart durch Strukturreformen wurde doch noch überhaupt nirgendwo, es wurde maximal versucht bei den Bürgern mehr abzupressen um den überblähten Staats- und Bankensektor am Leben zu halten.

Es gibt nichts dagegenzusprechen, dass viele Poitiker nichts erkannt hätten, aber die Argumentation dazu darf nicht von diesem Blinden im Nacht- und Nebelflug übernommen werden.

ein gekaufter Experte!

Bofinger ist der typisch von den ewig gestrigen gekaufter Experte!

Griechenland

Soweit wird es auch bei uns kommen. Für irgendwas braucht man ja die Leute mit Migrationshintergrund:

http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=22070

Geldsystem

In diesem Fall hat er recht. Was aber nichts daran ändert, dass dieses System zusammenbrechen muss. Unser Schuldgeldsystem basiert immer auf Kreditexpansion sonst kommt es zum Stillstand. Das erleben wir gerade. Kein Privater der auch nur ein bisschen Ahnung von Wirtschaft hat, würde sich jetzt einen Kredit nehmen. Diese Kredite sind aber wichtig damit das System nicht zusammenbricht. Und was wir jetzt erleben ist, dass der Staat für die Privaten einspringt und Kredite nimmt damit das Spielchen weiter gehen kann.

In unserem Geldsystem ist Wirtschaftswachstum Kreditexpansion. Und es müssen immer mehr Kredite genommen werden damit auf der anderen Seite diejenigen die ein Guthaben haben ihre Zinsen finanziert bekommen. Wenn wir jetzt aber keine Kredite nehmen, dann kann die Bank auf der anderen Seite die Zinsen nicht finanzieren und das System bricht zusammen.

Im Zusammenhang zu unserem jetzigen Geldsystem hat Herr Bofinger schon recht, allerdings ändert es nichts daran, dass das System falsch ist.

Man bräuchte einen Krieg um womöglich den Fehler im Geldsystem zu verschleiern und das ganze Spiel wieder von vorne zu starten.

Gibt es eigentlich irgendwo auf der Welt einen Krisenherd wo der Krieg ausbrechen könnte...?

Besteht ein Zusammenhang?

Antworten Gast: swan
20.07.2012 17:06
0 0

Re: Geldsystem

Alles richtig was sie schreiben.
In der Geschichte mündete ein Zustand den wir heute haben immer in einen Krieg.
Warum soll es heute anders sein?
Wo es zu brennen anfangen könnte? Da bietet sich der nahe Osten förmlich an. Aber es gibt ja noch den schwarzen Schwan.

Die Politik hat auch nicht erkannt, dass man mit verfassungswidrigen völkerrechtlichen Verträgen die österr. Verfassung aushebeln kann.

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/politik/petition-vorabpruefung-von-voelkerrechtlichen-vertraegen-d224564.html

Gast: smilefile
20.07.2012 12:41
0 0

Und zu bedenken,...



...ist, dass viele Länder seit Jahrzehnten Milliarden an EU-Beihilfen erhielten. Und ihre Situation im Land keinen Deut verbesserten,...

Gast: gggggg
20.07.2012 12:39
1 0

Wie mir scheint

nimmt die Zahl derer zu, die die absurden und schwachsinnigen Absonderungen des Herrn Bofinger - und Konsorten - als solche erkennen. Das ist sehr erfreulich. ´Wachstum´ durch Gelddrucken! Geld ohne jeden Gegenwert! ´Wohlstand´ ohne Leistung! Usw....

Wann wird dieser (linke) Wahn endlich entsorgt?

Was wollen die noch retten?????


Re: Was wollen die noch retten?????

Es liegt doch in der Natur unseres Geldsystems das es ca. alle 70-80 Jahre zur Pleite kommt.

Das ist nun mal dem Zinseszins geschuldet, anfangs wirkt sich das nur sehr gering aus um am Ende explosionsartig seine volle Wirkung zu entfalten.

Da hilft weder Sparen noch Geld ausgeben. Man kann es allenfalls etwas hinauszögern aber die Pleite kommt ohne wenn und aber.

Es kommt einfach der Zeitpunkt an dem der arbeitende Teil der Bevölkerung die Zinsen die zu zahlen sind nicht mehr erarbeiten kann. Staatsschulden werden aus den Abgaben der Bevölkerung bedient, das ist einfach so, und wenn die die Zinslast nicht mehr erwirtschaften können dann ist eben ENDE.

Und dann muss der Reset-Knopf gedrückt werden.

Gast: almöhi
20.07.2012 12:29
0 0

wann hat endlich

der letzte Weise sein Weisheit geweissagt, dann ist vielleicht Ruhe mit diesen Weisheiten. Wer dann noch Gelüste nach solchen hat, kann ja die der FPÖ- Anhänger nachlesen.

Aber Herr Bofinger:

Sie haben auch noch nicht wirklich viel erkannt!

Gast: 1. Parteiloser
20.07.2012 12:11
6 0

Unglaublich dumme Experten!

Es wurde doch noch in keinem Euroland wirklich gespart. Die Staatsausgaben steigen doch überall hurtig weiter. Die Staatsausgaben steigen sogar schneller als das Wirtschaftswachstum und die Teuerungsrate.

Das konnte man sehr gut in Griechenland beobachten, wo nach vielen Sparpakten und vielen Jahren die Staatsabgaben auf immer neue Höchststände geklettert sind. Das Gleiche passiert aber auch in Italien, Frankreich, Österreich, D, u.s.w.

Es waren überall die Bemühungen zum "einnahmenseitigen Sparen". Diese Europäische Krankheit musste einfach nur den Effekt haben, dass die Menschen der Realwirtschaft noch höher belastet wurden und daher die nützlichen volkswirtschaftlichen Leistungen eingebremst wurden. Der angerichtete Schaden konnte nicht einmal mit einer exzessiven Geldschöpfung kompensiert werden. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die irre Geldschöpfung durch die Monster der Gesellschaft, dem Staatsunwesen und dem Finanzunwesen, aufgesaugt wurden und nur zu einem kleinen Teil in der Realwirtschaft angekommen sind.

Solange die Entscheidungsträger nur monetär denken, solange wird es keine brauchbaren Lösungen für Europa geben. Am Ende hat jede Gesellschaft nur soviel wie die Gesellschaft zusammen auch geschafft hat. Staatsausgaben bringen doch keine Leistung zur Versorgung der Gesellschaft, die müssen zusätzlich geschaffen werden!

Wenn dumme Politiker auf dumme Experten hören, weil diese in die Ideologie passen, dann ist Europa bald ganz am Ende!

Gast: Strohsack-Fan
20.07.2012 12:07
0 0

Volkswirte

Wie war das nochmal mit den "Bulls without balls"?

 
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