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Bofinger: "Politik hat das Problem nicht erkannt"

20.07.2012 | 08:18 |   (DiePresse.com)

Es dürfe keine weiteren Sparprogramme im Euroraum geben, sagt der Wirtschaftsweise. Ansonsten könne die Abwärtsbewegung nicht gestoppt werden.

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Vor dem erwarteten Beschluss der Finanzminister der Eurozone über Milliardenhilfen für den spanischen Bankensektor hat der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger vor weiteren Sparmaßnahmen im Euroraum gewarnt. "Die Sparpolitik wird überzogen", kritisierte das Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung in der "Passauer Neuen Presse". Dies führe "die Krisenländer nur noch tiefer in eine Rezession".

"Die Politik hat das Problem nicht erkannt", sagte Bofinger der Zeitung. Wenn das Sparen überzogen werde, schade dies der Konjunktur so stark, dass die finanzielle Situation eines Staats sich verschlechtere statt verbessere. "Wenn man diese Abwärtsbewegung nicht stoppt, können die Hilfen von Staaten für Staaten und Banken auch nicht allzu viel bewegen", warnte der Wirtschaftsweise.

Spanien hatte am 25. Juni offiziell Hilfe aus dem Eurorettungsfonds EFSF für seine angeschlagenen Banken beantragt. Der deutsche Bundestag stimmte am Donnerstag dem Unterstützungsprogramm von bis zu 100 Mrd. Euro zu. Am Freitag wollen die Finanzminister der Eurogruppe das Hilfspaket in einer Telefonkonferenz endgültig absegnen. Im Gegenzug muss Spanien einschneidende Sparmaßnahmen umsetzen.

(APA/AFP)

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67 Kommentare
 
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Gast: Strohsack-Fan
20.07.2012 12:07
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Volkswirte

Wie war das nochmal mit den "Bulls without balls"?

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Wie kommts eigentlich

dass wir die Ergüsse des linken Ökonomen Bofinger nun schon jede Woche zu lesen bekommen?

Glaubt man durch ständige Wiederholung den von Bofinger abgesonderten Stumpfsinn irgendwie besser zu machen?

Dass Bofinger als von der Gewerkschaft nominierter Ökonom gegen jegliches Sparen ist (so wie ja sein ideologisches Pendant in Ö: Stephan Schulmeister), ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Er vertritt jedoch eine Minderheitenmeinung, denn auf Kosten extrem wachsender Schuldenberge wird immer weniger künstliches Wachstum erzeugt, welches sofort kollabiert, sobald der Geldfluss auf Pump nicht mehr leistbar ist.

Anstatt mit Bofingers redundanten Wortmeldungen im Wochenrhythmus Platz zu verschwenden, sollte man dafür lieber eine Infoserie über die österreichische Schule der Nationalökonomie beginnen. Das hätte dieses Land und vor allem seine Politik dringend notwedig.

Systemagent!

Bofinger ist der typische vulgär Keynesianer! Ein Anhänger der Sozialdemokratisierung unserer Gesellschaft.

Diese Sorte hat uns in das Chaos geführt!

Re: Systemagent!

ich glaube Sie verwechseln da was. Ursache der Krise sind eindeutig die Auswirkungen der neoliberalen Globalisierung. Die Krise ist eben erst vorbei, wenn wir im Gleichgewicht mit Ländern wie China sind. Aber in dem Punkt haben Sie Recht: man kann nicht Probleme des Neoliberalismus mit kensianischen Methoden lösen.

Re: Re: Systemagent!

Wär ja gelacht, wenn´s da nicht noch die dritte Möglichkeit gäbe.

Was ist "liberal" (von mir aus auch neo-) dran, 60Mrd. aus noch funktionierenden Wirtschaftsbereichen an spanische Banken weiterzureichen?

Was ist "sozial" dran, Geld von der arbeitenden Bevölkerung in Richtung Kapital umzuschichten?

Antwort wohl 2x: nicht. Es liegt also der Schluss nahe, dass es sich weder um Sozialismus, noch um Neoliberalismus handelt. Sondern ggfs. einfach nur um Kretinismus.

Gast: smilefile
20.07.2012 11:48
0 0

Tja,..so sieht's derzeit aus,..



Der Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU wird immer wahrscheinlicher,...

– auch wenn die Londoner Eliten dies gar nicht wollen. Da London als Finanzplatz des Euro eine grosse Rolle spielt!


Gast: Nervt nur
20.07.2012 11:10
3 0

Und was hat der Bofinger erkannt?

Wirtschaftsweise ist ein Widerspruch in sich selbst.

Die tappen in jede Blase, lassen sich vom Steuerzahler Milliarden zustecken, und sagen, mit ihrem IQ ist es unmöglich solche Blasen zu erkennen.

Und dann versuchen sie alles auf die Politik zu schieben und sagen, die sind noch dümmer als wir.

Gast: 1. Parteiloser
20.07.2012 11:07
2 0

Es gibt unglaublich dumme Experten!

Es wurde doch noch in keinem Euroland wirklich gespart. Die Staatsausgaben steigen doch überall hurtig weiter. Die Staatsausgaben steigen sogar schneller als das Wirtschaftswachstum und die Teuerungsrate.

Das konnte man sehr gut in Griechenland beobachten, wo nach vielen Sparpakten und vielen Jahren die Staatsabgaben auf immer neue Höchststände geklettert sind. Das Gleiche passiert aber auch in Italien, Frankreich, Österreich, D, u.s.w.

Es waren überall die Bemühungen zum "einnahmenseitigen Sparen". Diese Europäische Krankheit musste einfach nur den Effekt haben, dass die Menschen der Realwirtschaft noch höher belastet wurden und daher die nützlichen volkswirtschaftlichen Leistungen eingebremst wurden. Der angerichtete Schaden konnte nicht einmal mit einer exzessiven Geldschöpfung kompensiert werden. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die irre Geldschöpfung durch die Monster der Gesellschaft, dem Staatsunwesen und dem Finanzunwesen, aufgesaugt wurden und nur zu einem kleinen Teil in der Realwirtschaft angekommen sind.

Solange die Entscheidungsträger nur monetär denken, solange wird es keine brauchbaren Lösungen für Europa geben. Am Ende hat jede Gesellschaft nur soviel wie die Gesellschaft zusammen auch geschafft hat. Staatsausgaben bringen doch keine Leistung zur Versorgung der Gesellschaft, die müssen zusätzlich geschaffen werden!

Wenn dumme Politiker auf dumme Experten hören, weil diese in die Ideologie passen, dann ist Europa bald ganz am Ende!

Die neue Rede

Dabei geht eh schon die Rede um, dass die EZB selbst bei 24h/Tag 7Tage/Woche Betrieb der Druckmaschinen nicht so viel Papiergeld neu drucken könnte, wie die Geschäftsbanken momentan virtuell am Computer generieren...

Antworten Gast: 1. Parteiloser
20.07.2012 11:19
1 0

Re: Die neue Rede

Wenn man davon ausgeht, dass die Geldschöpfung der EZB in deren Bilanzsumme ablesbar ist, dann muss man min. 10 Mrd. Euro pro Woche als Geldschöpfung annehmen.

http://www.ecb.int/press/pr/wfs/2012/html/index.en.html

Wenn man diese Summe laufend in 100.- Euro Banknoten drucken möchte, dann müssten also 100 Millionen Hunderter pro Woche gedruckt werden.

Würde man eine Druckerei im 3- Schicht Betrieb laufen lassen und diese Menge in 5 Tagen herstellen wollen, dann müsste die Druckerei 833.000 Banknoten pro Stunde schaffen.

Weil aber 1 Banknote zu 100.- Euro ein Gewicht von 1,02 Gramm hat, so wären pro Stunde nur 850 Kg Banknoten zu produzieren. Pro Tag dann um die 20 Tonnen.

Das würde eine größere Druckerei schon schaffen und könnte auch geliefert werden.

Momentan wäre es also noch machbar. Unklar bleibt allerdings, ob es in 5 Jahren auch noch gedruckt werden könnte, wenn die Politik weiter so versagt.

Gast: Halbwissen
20.07.2012 10:55
1 0

Dazu bräuchten die Politiker ja Selbsterkenntnis !


...

die EZB in weiterer folge der esm( darf dann auch ohne banklizenz Geld von der EZB borgen)
sollte an angeschlagene Länder Kredite ohne Zinsen geben.
natürlich müsste man in weitere folge(fiskalpakt) diesen Länder eine strikte Haushaltspolitik auferlegen.
dazu aus der Investitionsbank (EIB) finanzen für konjunturbelebende Maßnahmen ( aber soviel, dass sie auch Erfolg darstellen) zur verfügung stellen.
alles streng überwacht vom deutschen Finanzminister!
es müssen diese Länder wieder wettbewerbsfähig werden!
bis jetzt haben nur die falschen aus dieser Krise profitiert!
wir sollten uns im klaren sein, dass diese Krise erst dann überwunden wird, wenn das Großkapital nicht mehr davon profitiert!

0 0

Das sichere Ergebnis dieser Sprüche

Der Herr Bofinger stößt einem schön langsam sauer auf! Was sind denn das für komische Sprüche. Es darf nicht mehr gespart werden. Wenn er wenigstens gesagt hätte, daß bei den falschen gespart wird, aber das sagte er wohlweislich ja nicht dazu.
Was jetzt da vorgespielt wird, heißt, wenn wir Geld brauchen, dann vermehren wir es ganz einfach und wird schon gut gehen. Daß so ein Vorgehen nicht funktioniert, wurde schon etliche Male vorexerziert. Also was soll das?

Vielleicht sollte man einen beinharten Schnitt machen und alle Staatsschulden im Euroraum auf Null setzen. Ich glaube, daß dies Otto Normalverbraucher am wenigsten schaden würde und dadurch vielleicht wieder durch Produktion und Nachfrage ein Vorwärtskommen zustande kommt.

Re: Das sichere Ergebnis dieser Sprüche

das Problem ist gar nicht so die Geldvermehrung.
das Problem ist, dass du und ich den Mist zählen!

Gast: Zyni
20.07.2012 10:44
3 0

Bofingers Rezept

nimm es den Privaten weg (entweder in Form von Steuern oder in Form von Anleihen/Krediten an Staaten) und der Staat, der Beste und Klügste aller Unternehmer, gibt es sinnvoll aus. Oder sinnfrei. Oder wie auch immer.

Das hätte mittlerweile auch ein Zwölfjähriger rausgefunden

Die Staaten können mit zusätzlichen Ausgaben die Wirtschaft ankurbeln - Weisheit des Jahrhunderts! Ein Zwölfjähriger hätte das rausfinden können.

Aber schon ein Achtjähriger weiss, dass man ohne Geld ziemlich wenig ausgeben kann. Und wenn einem keiner mehr etwas borgt, weil man's ja sowieso nicht zurückzahlen kann, wird das mit dem Ausleihen auch schwierig.

2 0

was du reden?

Mit ESM ist ja beschlossen, die Druckmaschinen anzureissen, bzw laufen diese breits ja tag und nacht

Gast: LegendIn
20.07.2012 10:08
3 0

Der rote Bofinger redet ABSICHTLICH einen Pofel und schädigt sein Land!

Der rote Bofinger ist weniger ein Wirtschaftswissenschaftler als ein Gewerkschaftsfunktiär. Er sitzt auf einen Gewerkschaftssessel im Sachverständigenrat, das erklärt alles.

Und der rote Bofinger ist seit jeher für mehr Schulden eingetreten.

Jetzt, da diese Schulden den halben europäischen Kontinent erdrücken WEIß er, dass diese Schulden lebensbedrohlich schädlich sind. Schulden sind der Krebs des modernen Sozialstaates.

Er WEIß auch, dass nur weniger Staatsausgaben machen aus der Schuldenkrise führen kann. Eine Chemotherapie, welche Nebenwirkungen hat, aber langfristig hilft.

Das darf er aber nicht zugeben, denn sonst würde er sich selbst ad absurdum führen und wäre, als bisher stets für mehr Schuldenmachen plädierender, "Wirtschaftsweise" völlig untragbar.

Somit "argumenteirt" er hinterhältig und niederträchtig: "Die Chemotherapie bringt den Partienten um, nicht der Krebs ist es."

Es ist diese Niedertracht eines Gewerkschaftsfunktionärs eines Nettozahlerlandes, welcher dem eigenen Land Schaden zufügen will. Genauso wie die Kollaboration der deutschen SPD mit Frankreichs Hollande (Erpressung Mewrkels am EU-Gipfel) dem Land Milliarden an Staatsvermögen gekostet hat.

Dies muss man deutlich aussprechen, damit zukünftig adäquat mit solchen roten Landesverrätern umgegangen wird.

Antworten Gast: Vogel Strauss
20.07.2012 15:38
0 0

Re: Der rote Bofinger redet ABSICHTLICH einen Pofel und schädigt sein Land!

Danke für die Aufklärung, habs mir fast gedacht, der Herr hört sich auch so wie unser Tumpel an ...

Wieso der gewerkschaftsnahe Bofinger gerade in der Presse immer wieder zu Wort kommt ist mir unerklärlich.

Typen wie er haben die Mentalität des Schuldenmachens gefördert. Besonders interessant, daß er Geld auszugeben bzw. nicht zu sparen einfordert, ohne aber die Sinnhaftigkeit von Ausgaben auch nur anzudenken. Spanien kam auch deshalb in die Krise, weil Autobahnen gebaut wurden, die kein Mensch braucht, bzw. die nicht kostendeckend betrieben werden.
Ähnliches ist natürlich in Österreich für Koralm, Brenner und Semmeringbahntunnel zu vermerken. Milliarden in sinnlosen Projekten zu vergeuden kann der Weisheit letzter Schluß nicht sein.

Re: Wieso der gewerkschaftsnahe Bofinger gerade in der Presse immer wieder zu Wort kommt ist mir unerklärlich.

da hab ich noch Stronachs Worte im Ohr, die haben alle noch nie einen Betrieb führen müssen und Arbeitsplätze schaffen!

Gast: Vogel Strauss
20.07.2012 09:56
2 0

Zur Abwechslung mal wieder ein linker Experte ...

Vorgestern der H.-W. Sinn, heute der Bofinger ... ist doch nur alles leeres Geschwafel und dient nur der Befriedigung des eigenen Narzißmus! Und ich behaupte: Die Politik hat das Problem sehr wohl erkannt - denen geht der Ar... auf Grundeis, weil sie den Spagat zwischen Aktionismus und Erhalt des Wählers Wohlwollens nicht mehr schaffen!

Re: Zur Abwechslung mal wieder ein linker Experte ...

mit dem Unterschied, alles was Sinn gesagt hat ist eingetroffen.

Gast: Das soll wohl ein Scherz sein?
20.07.2012 09:56
2 0

Wir haben keine Wirtschaftskrise sondern eine Strukturkrise!

Die Realität, der Mittelstand ist verarmt, die Armen blicken bereits Neidvoll zu der Armut in der 3. Welt, und einige Reiche wurden so richtig Reich.

Das ganze begann damit das der Spitzensteuersatz immer mehr aufgegeben wurde, die Abwärtsbewegung am klarsten zu sehen ist die Aufgabe des Spitzensteuersatzes in den USA der einmal 91% betragen hat.

Das zweite Problem ist das Rechtssystem vom Urheberrecht über Leistungsschutz bis zum Geschmackschutz, das vor allem den Übergang von der Armut in den Mittelstand vollkommen unmöglich macht, und den Mittelstand immer weiter in die Armut drängt.

Sparpakete wirken dadurch das der Geldfluß von den Armen und dem Mittelstand hin zur Megawelt begrenzt wird, diese Eingrenzung könnte genausogut dadurch geschehen das der Geldfluß dorthin massiv vom Staat wieder abgezogen wird.

Beispiel, wenn Apfel Milliardengewinne macht, dann nur deswegen weil die Produkte viel zu teuer auf den Markt geworfen werden, btw. die Löhne und Gehälter zur Produktion gegen Null geht, ansonsten wären keine absurden Milliardengewinne möglich sondern "nur" bescheidene Millionengewinne!

Respekt!

Als Fünfjähriger schon eine so fehlerfreie Rechtschreibung, Hut ab!

(Für den Fall, dass Sie nicht erst fünf Jahre alt sind: Ihr Weltbild ist ein wenig arg simpel.)

0 0

Re: Respekt!

Die ganze Euro-Misere ist eigentlich nicht wirklich für Ironie geeignet, glauben Sie mir.

Außerdem was soll man denn in ein paar kurzen Absätzen alles schreiben. Wenn man damit für die ganze Schuldenkrise eine Diagnose stellen könnte, na dann wäre es leicht.

Antworten Antworten Gast: Kritik steht jedem zu!
20.07.2012 11:11
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Re: Respekt!

Das ist keine Kritik an dem Inhalt sondern schlicht eine Beleidigung in der allerprimitivsten Form!!!

Bleibt die Frage wer hier 5 Jahre Alt ist?
(Allerdings eine derartige Beleidigung eine 5 Jährige/n zuzusprechen ist eine Beleidigung jedes gut Entwickelten Kindes, das es besser versteht seine Eltern zu einer Tafel Schokolade zu überreden, als in einer Form die eher ein Fall für die Psychiatrie ist!)

Re: Re: Respekt!

Nun, eigentlich bezog sich meine Kritik durchaus auf den Inhalt. Ihre Weltsicht ist einfach naiv.
Sie glauben tatsächlich, dass die Aufgabe des Spitzensteuersatzes an der Eurokrise schuld sei. Stellt sich die Frage, ob es auch nur theoretisch eine Erklärung für diese Kausalität gäbe.
Sie schreiben, die Armen hierzulande würden neidvoll in die III. Welt schauen (geht's Ihnen noch gut?).
Sie glauben ernsthaft, der Schutz der Urheberrechte sei schuld, wenn Leute in der Armut verbleiben?
Sie glauben, dass Apple seinen Gewinn dank Hungerlöhnen macht, statt dank Millionenabsatzes?

Es tut mir leid, wenn ich angesichts dieser Argumentation nicht ernst bleiben kann.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Kritik steht jedem zu
20.07.2012 16:44
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Re: Re: Re: Respekt!

Hier die näheren Informationen zu dem Zusammenhang zwischen Spitzensteuersatz, Verarmung und Staatschulden mit besondere Betonung auf den vorletzten Absatz der ersten Seite:

Geld aus dem Nichts
18.12.2011, Paul Schreyer
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36097/1.html

Der zweite Teil zwischen Rechtssystem und Finanzkrise wurde von einem holländischen Kulturminister sehr ausführlich behandelt.

Der dritte Teil, der nicht genannt wurde ist im Spektrum der Wissenschaft nachzulesen, das betrifft die gesellschaftliche Offenheit zu sozialen Randgruppen und der Wirtschaftsleistung, je mehr Randgruppen diskriminiert werden, desto schlechter ist die Wirtschaft in dieser Region, diese Untersuchung bezieht sich auf die USA.

Selbst für die Behauptung das von der Armut in Deutschland betroffenen weitaus problematischer ist als Armut in den Entwicklungsstaaten gibt es ausführliche Texte im weltweiten Netz.

Re: Re: Re: Re: Respekt!

Sie sollten vielleicht nicht alles kritiklos entgegennehmen. Sie bringen ja zu jeder Ihrer Behauptungen Quellen, dazu meine Hochachtung! Aber diese Quellen scheinen mir Stümper zu sein, denen man nicht alles glauben sollte:

Herr Schreyer ist ein bekannter Verschwörungstheoretiker. Sein Text "Geld aus dem Nichts" ist ideologisch borniert und ignoriert die wichtigsten Tatsachen (Stichwort "Leistungsbilanz": Es hat schon sein Gründe, warum Deutschland kreditwürdig ist und Portugal nicht). Ein Spitzensteuersatz von 91 Prozent ist übrigens geradezu verbrecherisch und bringt noch nicht einmal Mehreinnahmen - was die USA auch erkennen mussten.

Ich weiß, dass in Zeiten der Piratenpartei alle gerne auf das Urheberrecht und ähnliches schießen. Tatsache ist, das derlei Rechte notwendig sind. Aber wenn überhaupt, dann verhindern sie nur, dass Leute reich werden. Keiner wird wegen des Urheberrechts arm.

Was den Artikel im Spektrum betrifft - den muss ich lesen! So einen Schwachsinn hab ich noch selten gehört! Da hat wieder einer ein paar Zahlen kombiniert und sofort (bewusst?) die falschen Schlüsse gezogen. Wussten Sie, dass im Burgenland in den Regionen mehr Kinder zur Welt kommen, wo die meisten Störche leben?

Ich glaube Ihnen, dass es für ALLES Texte gibt. Dieser hier wohl entweder von der "Linken" oder der NPD. Fakt ist, dass man in Deutschland selbst als Ärmster noch 1000x besser leben kann als ein durchschnittlich Armer in Afrika.

Bitte um die genauen Quellen!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Kritik steht jedem zu!
20.07.2012 17:56
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Respekt!

Quelle für die These der Armen, ich gebe zu ich hab sie nicht mehr, Asche auf mein Haupt! Aus dem Gedächtnisprotokoll, das in Entwicklungsländer sehr leicht ist Blechhütten aufzustellen, und das es einen weit besseren Gemeinschaftssinn gibt, der eine kann das, der andere das, während ersteres in Deutschland unmöglich ist, und zweiteres es einfach nicht gibt. Hingewiesen wurde auch auf die psychische Verfassung von Harz IV Empfänger und Armut in Entwicklungsländer (von Bangladesch über Afrika bis Lateinamerika), und auch hier ist die Situation für Harz IV Empfänger weit katastrophaler!

Beim Rechtssystem, es geht nicht um die Abschaffung, sondern um eine verdammt gründliche Überarbeitung, alleine das eine Staubsaugerhersteller sich rühmt auf sein Produkt mehr als 750 Patente zu besitzen zeigt, das das ganze System so wie es ist vollkommen aus den Rudern gelaufen ist, gleiches gilt auch bei GEMA und den Künstlern denen es Vertraglich verboten ist, freie Musik auf den Markt zu bringen.

1500 Zeichen sind verdammt wenig, kurz zum Rest, 91% retten die Welt nicht, man wird sehen wie sich Frankreich entwickelt mit 75%,, grundsätzlich auch hier, so ist das System ganz einfach detto aus den Ufern getreten!

Bofingers Ur-Uralt-Konzepte des immer mehr Schulden machens haben uns ja alles erst eingebrockt

Die ClubMed Staaten hatten jetzt 10 Jahre die Möglichkeit günstigst Kredite aufzunehmen und Konjunktur-Anzukurbeln, was ja auch gemacht haben.

Nach Bofinger müssten die ja jetzt alle ein Schweiz zwei sein.

Aber bekanntlich ist es nicht so, weil sie die Kredite eben gentzt haben um ihre ineffizienten bis korruptesten Strukutren aufrechtzuerhalten und sogar auszubauen.

Aber das gibt es für Bofinger nicht weil er es nicht in einer Formel noch gelsen hat.

VWL ist eine wunderbare Wissenschaft aber sie ist noch nicht so weit fortgeschritten dass man die (spannende) Theorie eins zu eins in dei Praxis umsetzen könnten - und das hat Bofinger noch nicht verstanden.

Gast: prison planet
20.07.2012 09:17
1 0

Wo ist denn das Problem?


Das Problem liegt doch darin, dass private Banken unter minimalen Anforderungen lustig Geld schöpfen können, in Form von Kredit, die großartige Leistung der Bank ist eine simple Buchung.
Für diese simple Buchung sichert sich die Bank Pfand in Form von Sachwerten, zusätzlich verlangt sie Zinsen, die aber nicht miterschaffen werden bei der Kreditvergabe.

Die Zinsforderungen können gar nie getilgt werden, denn die Kreditnehmer als Nicht - Bank können ja das Geld nicht von irgendwo herzaubern. Also geht es jeder gegen jeden, und den letzten beissen die Hunde.

Diese ganzen Experten sind alles Büttel der Banken, und der Gesetzgeber, der das zuläßt, steckt auch mit drin, egal welche couleur.

Das Volk wird verar...t, unglaublich.

Gast: Alter Pauker
20.07.2012 09:14
2 0

"Wirtschaftweiser"

Ich weiss nicht, wie weit "das Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung" von letzterer wirklich ernstgenommen wird. Immerhin darf Bofinger mit seinen systemischen Ideen zur Problemlösung als Kratzbaum ab und zu durch die Medien geistern.

Ist schon wieder 1. April?

Wo bitte hat es diese "bösen Sparmaßnahmen" denn gegeben, von denen der liebe Herr spricht?

In Deutschland? Na sicher nicht, D steht eh ok da. In Österreich? Guter Scherz, wir haben nur ein Steuererhöhungspaket bekommen. In Griechenland? Da wurde gerade, soeben festgestellt, dass die Griechen sowieso nix davon umsetzen, was vereinbart wurde. In Frankreich? Die haben gerade das Pensionsalter auf 60 REDUZIERT, von Sparen ist dort keine Rede.

Manchmal fragt man sich, ob die Leute von ihren Elfenbeintürmen aus überhaupt noch mitbekommen, was tatsächlich in der Realpolitik so abläuft. Die Staaten sind höher verschuldet, denn je. Die Sozialausgaben und Subventionen sprudeln, wie eh und je.

Re: Ist schon wieder 1. April?

Sparen ist bei der Elite ja schon weniger Schulden machen!

Alles was Bofinger bisher zur Euro-Krise gesagt war falsch

Zuerst meinte er Griechenland würde sich bald erholen durch das Rettungspaket

Ein Anstecken auf Irtalien würde sich verhindern lassen.

Und jetzt sagt er halt kein Sparen mehr, dabei hat das ganze Defiztispending der USA denen überhaupt nicht geholfen - Sie stehen schlechter da als vorher.

Der einzige der immer Recht hatte war Sinn - weil der hat eben ein gespür für Praxis. Bofigner hingegen - ein ausgezeichneter Theoretiker - aber keine Ahnung von praktischer VWL.

die politik folgt dem lauten geschrei der 'schwäbischen hausfrauen'.

doch deren ruf nach 'sparen, sparen, sparen!' nimmt nicht mal sie selbst ernst:
denn im gegensatz zu ihren eigenen forderungen nach weniger ausgaben spart sie nicht, indem sie billiges gammelfleisch kauft und es ihrer familie zum fraß vorsetzt.
tief in ihrem inneren weiss sie, dass sie damit deren gesundheit und ihre fähigkeit zum arbeiten und gelderwerb damit gefährdet.

die 'schwäbische hausfrau' wird ohnehin immer falsch interpretiert. in wahrheit fordert sie nicht ein sparen sondern es handelt sich um eine aufforderung AN DIE ANDEREN, doch zu sparen...

Nächster Anlauf

Irgendwannmal werden Sie sich ja wohl dazu herablassen, diese simple Frage zu beantworten. Vielleicht ist heute mein Glückstag;-)
Warum schafft es SWE mit einem wohl anerkannt funktionierenden Sozialstaat seine Schulden laufend abzubauen?

Ich bin sicher, Sie wissen die Antwort. Ich bin sicher, auch "die Politik" kennt sie. Das Problem ist nur: Einfach irgendwas tun und hoffen, das nutzt jetzt, ist kein Konzept. Das braucht Arbeit, eine Vision und die Bereitschaft zu Veränderung. In einem hatte Hr. Treichl recht: Die Politik ist zu feig.

Dass Bofinger der Ökonam am Gewerkschaftsticket ihnen zusagt wissen wir

Dass er aber die Situation - wie auch sie - laufend falsch einschätzt wissen wir auch.

Gast: pleiti
20.07.2012 08:49
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Kaputtsparen bringt nichts - raus aus dem Euro

Nun kommen auch die Deutschen zur Erkenntnis dass das Kaputtsparkonzept Marke Merkel für die PIIGS-Staaten nichts bringt !

Das verschärft nur die Krise.

Diese Ländern müssen endlich raus aus dem Euro.

Die Fehlkonstruktion Euro gehört geordnet aufgelöst.

Sonst droht der große Eurocrash.

Österreich ist in einer besseren Position als Deutschland. Daher sofortiger Austritt Österreichs aus dem Euro zur Schadensminimierung. Sonst drohen unverstellbare Kosten.

Re: Kaputtsparen bringt nichts - raus aus dem Euro

wie wäre es, wenn auch sie sich erst mal über die folgen ihrer forderung informierten, bevor sie platt-populistisch herumbrüllen?

ganz kurz: allein der austritt des wirtschaftlich unbedeutenden griechenland aus dem euro würde österreich sofort 10,9 mrd euro kosten und unser bip um 3,5% reduzieren. (siehe: http://derstandard.at/1339639932253/Fritz-Breuss-Eurozone-Trojanische-Pferde-fuettern).

und jetzt eine rechenaufgabe: wieviel würde ein austritt der viel größeren volkswirtschaften italien oder spanien kosten? oder gar eine auflösung der euro-zone?

wenn sie das ausgerechnet haben, sollten sie brüllen: "DAS kann ich mir nicht leisten!"

 
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