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Grünes Licht für 100 Mrd.-Hilfe an spanische Banken

20.07.2012 | 14:07 |   (DiePresse.com)

Die Finanzminister der 17 Euro-Staaten segneten das Hilfspaket in einer Telefonkonferenz ab. Für die Banken gibt es strikte Auflagen.

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Die Euro-Staaten haben grünes Licht für das Rettungspaket spanischer Banken gegeben. Die Finanzminister der Euroländer hätten den Finanzhilfen in einer Telefonkonferenz zugestimmt, sagte Luxemburgs Ressortchef Luc Frieden am Freitag vor Reportern in Luxemburg. Der Euro-Rettungsschirm EFSF stellt bis zu 100 Milliarden Euro für die Restrukturierung des spanischen Bankensektors bereit.

EU-Währungskommissar Olli Rehn hat die Finanzhilfe als Beitrag auf dem Weg zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstum bezeichnet. Für Spanien sei damit der Weg offen, die notwendigen Rekapitalisierungen und die Reparatur des Finanzsektor des Landes durchzuführen. Gleichzeitig unterstrich Rehn, dass es strikte Auflagen inklusive einer verschärften Überwachung gebe.

Fekter: Erster Tranche Ende September

Die Überwachung des Finanzsektors in Spanien wird verstärkt, zudem muss eine "Bad Bank" für faule Immobilienkredite eingerichtet werden. Geldhäuser müssen nach EU-Regeln umgebaut werden, um Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil von Konkurrenten in Europa zu verhindern. Für marode Banken sollen Soforthilfen von 30 Milliarden Euro bereitstehen, heißt es in der Erklärung. Der genaue Betrag für das gesamte Programm steht noch nicht fest, denn die Banken müssen erst überprüft werden.

Der erste Teil der Milliardenhilfen, die die Eurostaaten an Spaniens Banken vergeben, wird aller Voraussicht nach erst Ende September 2012 fließen, nachdem eine Kommission sich Klarheit darüber verschafft hat, wie viel Kapital die einzelnen Banken brauchen, sagte VP-Finanzminister Maria Fekter.

Strenge Auflagen

Das Memorandum of Understanding, das von der Eurogruppe angenommen wurde, setze ganz klare Bedingungen, unter welchen das öffentliche Geld für zahlungsfähige Banken ausgezahlt werde, wobei diese Finanzinstitute derzeit nicht fähig seien, sich Mittel auf dem privaten Markt zu holen. Die Restrukturierungspläne stünden voll mit den EU-Regeln in Einklang, sodass gesichert sei, dass die Banken am Ende des Prozesses "lebensfähige Unternehmen" sein werden, die "keine weitere öffentliche Hilfe brauchen".

Das Memorandum stelle auch klar, dass von Spanien erwartet werde, seine Verpflichtungen zur Reduzierung des exzessiven Defizits in einer nachhaltigen Weise bis 2014 umzusetzen. Das Programm der EU sei gut überlegt und angemessen, damit es zu einer wettbewerbsfähigen, dynamischen Wirtschaft komme, die auf mithelfe, die Arbeitslosigkeit zu verringern.

 

(APA)

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6 Kommentare
Gast: MPlus
22.07.2012 09:46
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Hilflos...

sind wieder einmal die Bürger. Ohne genau darüber informiert zu werden, wird wieder mal ganz schnell über ein "paar" Milliarden über den Kopf der Bevölkerung entschieden.
Es grenzt an Traurigkeit und der Ignoranz der Politiker, die sich anscheinend nicht einmal bewusst sind über welche Summen Sie da entscheiden....

Wenn man sich vorstellt welche Auflagen ein Kreditnehmer erbringen muss, um einen Promilleteil dessen zu bekommen, dann wird mir echt übel!

Anscheinend ist der einzig richtige Weg heute, sich selbst über alles erhaben zu stellen, und Teil dieses gewissenlosen, ignoranten und völlig unkompetenten System anzugehören!
Und wenn man dann noch das richtige Parteibuch in Händen hält, schaut die Welt gleich ganz anders aus!

Ein Hoch auf diese Leute, die all das zerstören, was jahrelang von uns allen aufgebaut wurde.

Moral? Ich glaube die gibt blieb irgendwann mal zwischen 1995 und 2012 irgendwo am Weg liegen...

Einen schönen Sonntag noch allen!

Gast: Die-Batman-ablenkung
21.07.2012 00:39
0 0

also

Bitte wer die Zeitung hat diesen Artikel aufheben!
Beim nächsten Wahlkampf wird er wichtig sein.
Batman war nur eine Ablenkung um nicht auf die EUDSSr zu achten.

Man hat hier den Weg eingeschlagen der ebenfalls bald vielen Leuten den Tod (in finanzieller Hinsicht) bescheren wird.
Genau, dass vor dem BZÖ und FPÖ immer warnten passiert.
WEITE MILLIARDEN mittels Kredite wurden flüssig gemacht!
Und nur 4 Leute (außer mir) haben den Wahnsinn kommentiert!!!

Uns gehts nicht besser als der USA, aber schlechter als vorher definitiv!

Gast: growing_grass_listener
20.07.2012 18:28
0 0

Der Wahnsinn

verlagert sich schon sehr bald auf die Strasse.

Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass 17 europäische Personen/Minister, welche durch kein Gesetz/Wahl legitimiert sind, horrende Summen per Telefon den spanischen Banken in den Rachen werfen dürfen und im eigenen Land ganze Generationen zum Schuldendienst verurteilen. Das steht in keiner europäischen Verfassung!
Das stellt in meinen Augen eine sehr schwere Straftat dar!! Diese Straftat dient doch niemals dem Wohle des eigenen Volkes!

Wo ist hier die Staatsanwaltschaft?


In wie weit

betrifft das auch Österreich. Wie hoch ist unser Anteil an der EFSF in bar und Bürgschaften. Wie hoch ist unser Anteil effektiv an diesen 100 Milliarden? Als bürger und Steuerzahler werden wir miserabel informiert.

Gast: 1. Parteiloser
20.07.2012 14:32
1 0

Ein Verbrechen gegen die Menschenrechte kann niemals eine demokratische Legitimation haben!

Tatsächlich werden damit die Finanzminister der Eurostaaten mit Zwangsabgaben in die Taschen der eigene Bevölkerung greifen und deren volkswirtschaftliche Leistung rauben. Dieser Raubzug hat aber insofern keine demokratische Legitimation, weil diese nicht der Aufrechterhaltung der Staatlichkeit dient. Nur dazu gibt es eine Recht Zwangsabgaben einzuheben.

Es gibt keine demokratische Legitimation, für keine Regierung dieser Welt, den eigene Bürgern Zwangsabgaben abzupressen und an Bankern in anderen Ländern zur Verfügung zu stellen.

Sämtliche Parlamentarier, vor allem auch die Finanzminister müssen für deren Verbrechen gegen die Menschenrechte zur Verantwortung gezogen werden. Die Höhe des Schadens und die hohe Anzahl der geschädigten würde eine vieljährige Haftstrafe rechtfertigen.

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