23.05.2013 00:51 Merkliste 0

IHS-Chef: "Rettungsschirm ist Europas einzige Chance"

20.07.2012 | 18:22 |  FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

IHS-Chef Christian Keuschnigg erklärt, warum er die Protestnote deutscher Ökonomen gegen „ESM“ und Bankenunion nicht unterzeichnet hat. Und warum an Lohnkürzungen in den Krisenländern kein Weg vorbeiführt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Presse: Sie wurden unlängst gefragt, wie lange die Krise noch dauern werde. Ihre Antwort war: „Es gibt auch ein Leben nach dem Euro“, was Sie als freudschen Versprecher klassifizierten, weil Sie Krise statt Euro meinten.

Christian Keuschnigg: Es war ja auch wirklich einer. Dabei gäbe es natürlich auch ein Leben nach dem Euro. Aber das ist nicht das Thema. Europa wird aus dieser Krise gestärkt hervorgehen.

Davon ist aber noch nicht wirklich viel zu sehen. In Brüssel jagt seit Monaten ein Krisengipfel den nächsten, dennoch beruhigt sich die Lage nicht. Bleibt die Frage: Wer holt uns da raus?

Das zentrale Problem ist die enorme Verschuldung des privaten Sektors und der öffentlichen Haushalte. Das ist zu korrigieren. In Zukunft müssen auch private Haushalte wieder über höhere Eigenmittel verfügen, falls sie eine Wohnung auf Kredit erwerben wollen. Sonst führt die nächste Rezession wieder zu einer großen Insolvenzwelle, welche die nächste Finanzkrise auslösen könnte. Und natürlich müssen die Staaten ihre hohen Schuldenstände zurückfahren.

Braucht es dafür auch eine gemeinsame Fiskalpolitik?

Nein, es ist aus meiner Sicht nicht denkbar, dass die Deutschen dieselbe Vorstellung von Steuern und Staatsausgaben haben wie die Bürger in Griechenland. Deshalb bin ich für eine dezentrale Finanzpolitik. Entscheidend ist, dass Leitplanken eingeschlagen werden, die sicherstellen, dass die Finanzpolitik eines Landes nicht zum Schaden eines anderen wird. Deshalb braucht es den Fiskalpakt, um die Defizite zu begrenzen.

In Deutschland stemmt sich eine Gruppe namhafter Ökonomen gegen die Vergemeinschaftung der Schulden und gegen die Bankenunion. Sie haben die Protestnote nicht unterschrieben. Warum nicht?

Weil ich mich ja immer wieder zu europäischen Fragen äußere; insofern ist dieser Aufruf für mich nicht das geeignete Instrument, um Aufmerksamkeit zu generieren.

Teilen Sie die Kritik Ihrer Kollegen inhaltlich?

Also ich bin schon der Meinung, dass es eine Bankenunion mit zentralisierter Aufsicht und gemeinsamer Einlagensicherung braucht. Das soll aber nicht darin münden, dass starke Banken dauerhaft die schwachen subventionieren. Deshalb müssen die Probleme der Banken in den südlichen Ländern gelöst werden, bevor sie Teil der Bankenunion werden. Eine weitere Voraussetzung ist ein Bankeninsolvenzrecht. Damit klargestellt wird, dass Banken geregelt abgewickelt werden und vom Markt genommen werden können, ohne die Kreditversorgung zu blockieren.

Der permanente Rettungsschirm ESM wird nach Ansicht der Kritiker aber zu einer Vergemeinschaftung der Schulden führen, gegen die ja auch Sie sind.

Der permanente Rettungsschirm ESM ist im Prinzip die einzige Chance, die Europa bleibt. Er funktioniert ähnlich wie der Internationale Währungsfonds: Es werden keine Geschenke verteilt, sondern Kredite vergeben. Zug um Zug gegen die Erfüllung harter Auflagen. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, dass das Geld zurückgezahlt wird. Denn der reine Ankauf von Staatsschulden ohne Auflagen ist das Schlimmste, damit wird kein einziges Problem gelöst.

Warum aber sollten Krisenländer überhaupt Reformen umsetzen, wenn sie das Geld sowieso aus dem „ESM“ überwiesen bekommen?

Weil die Staaten politisch souverän und nicht dauerhaft von ihren Geldgebern abhängig sein wollen. Deshalb ist eine nachhaltige Verringerung der Verschuldung unumgänglich, und damit auch Reformen. Andernfalls wird es in diesen Ländern kein Wachstum geben.

Nun hat Spaniens Premier Rajoy nach dem letzten Euro-Gipfel gejubelt, weil sein Land jetzt Zugang zu billigem Geld bekomme, ohne auch nur eine Auflage erfüllen zu müssen.

Das ist bedauerlich. Das Prinzip „Kredit gegen Reform“ muss durchgehalten werden, vor allem von der Europäischen Union, sie darf sich nicht erpressen lassen. Der Sinn und Zweck des ESM ist ausschließlich die Gewährung von Krediten gegen die Erfüllung von Auflagen. Nur so sind die Ursachen zu korrigieren, die zur gegenwärtigen Schuldenkrise geführt haben.

Die wären?

Die zentrale Ursache ist die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit in den Krisenländern. Damit konnte die Wirtschaft in diesen Ländern mit ihren Waren und Dienstleistungen nicht mehr wachsen.

Wie wäre denn die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen?

Kurzfristig geht das nur über Lohnverzicht in den betroffenen Ländern. Der bevorzugte Weg wäre natürlich, über Innovationen, Privatisierungen und Rationalisierungen die Produktivität der Wirtschaft zu erhöhen. Das braucht aber Zeit, die niemand hat. Manche Länder sind ja auch auf einem guten Weg. Irland beispielsweise, auch in Portugal ist ein Anfang gemacht. Es ist auch nicht so, dass in Spanien und Griechenland nichts passiert wäre. Die Lohnstückkosten sind in den südlichen Ländern schon deutlich gesunken. Es wurde also Lohnverzicht geleistet.

Nachdem die Löhne in zehn Jahren fast verdoppelt wurden, wie im griechischen Staatsdienst.

Länder wie Griechenland haben sich über Jahre hinweg mit überhöhten Lohnabschlüssen in gewisser Weise reichgerechnet. Das billige Geld löste in den südlichen Ländern einen illusionären Boom aus, der zu Lohnsteigerungen führte, die entkoppelt von der tatsächlichen Produktivität waren. Und das ist jetzt zu korrigieren, so schmerzhaft das ist. Das heißt nämlich, dass die betroffenen Länder dadurch ärmer werden. Aber die Korrektur übermäßiger Lohnsteigerungen in der Vergangenheit ist Voraussetzung dafür, dass es in Zukunft wieder Wachstum geben kann.

Kollegen von Ihnen meinen, sinkende Löhne würden die Sache weiter verschlimmern, zudem seien sie politisch nicht durchsetzbar.

Die Länder im Norden haben es ja vorexerziert. Sie haben sich über moderate Lohnsteigerungen enthalten (Lohnverzicht geübt, Anm.); deshalb gibt es dort auch keine Probleme. Da die Löhne im Einklang mit der Produktivität gestiegen sind. Etwa in Österreich über den Einsatz der „Benya-Formel“ (Abgeltung der Inflationsrate und halbe Produktivitätssteigerung, Anm.). Deshalb kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Arbeitnehmer im Norden zuerst Lohnverzicht üben und dann höhere Steuern akzeptieren, um den südlichen Ländern aus der Misere zu helfen. Sie würden zweimal zahlen.

Zur Person

Christian Keuschnigg (*1959) ist seit Juni Direktor des Instituts für Höhere Studien (IHS). Seit April 2001 lehrt der gebürtige Tiroler an der Schweizer Hochschule St.Gallen Volkswirtschaftslehre und Öffentliche Finanzen. Den Lehrstuhl hat Keuschnigg behalten, seine Lehrtätigkeit aber stark reduziert. Er selbst sieht sich als Anhänger der sozialen Marktwirtschaft.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

199 Kommentare
 
12 3 4 5
Gast: Der Mann ist ein Genie!
23.07.2012 14:01
1 0

Oder doch nicht?

Er beklagt die private Verschuldung und ist für Lohndumping.

Ob er seine eigenen Thesen wirklich genau überdacht hat?

Hmmmmh....

Abgesehen davon redet er den ESM gut, schweigt aber über Maßnahmen zur allegemeinen Disziplin.

Das D-Wort hört keiner gerne, der Zugang zu fremdem Geld hat/ will...

Re: Oder doch nicht?

Der Mann quatscht eben wie ein Sozi daher.......

2 0

Naja

Der gute Mann will halt auch seinen Job behalten. Da verpacken wir halt mal politische Mainstreammeinungen in nett klingendes Ökonomengequatsche. Wenn sie in Pense sind oder knapp davor werden's dann ehrlicher die staatlich finanzierten Ökonomen

Gast: Knuddelbär
22.07.2012 09:56
1 1

Ab jetzt gehts dann ab!

Noch einmal meine Warnung lieber sein Konto zu räumen und in physischem Gold und Silber anzulegen. PS: Bin jetzt kein linker Spinner oder Verschwörungstheoretiker! Nur einer der sich seit dem Jahr 2000 mit dem Geldsystem befasst.... http://​deutsche-wirtschafts-nachri​chten.de/2012/07/22/​efsf-vom-zerfall-bedroht-zy​pern-will-nicht-mehr-einza​hlen/ http://www.faz.net/​aktuell/
wirtschaft/​europas-schuldenkrise/​spanien/​schuldenkrise-jetzt-brennt-​spanien-11827688.html

Antworten Gast: Die
23.07.2012 03:57
0 0

1,526 Milliarden Zyperns fallen nicht ins Gewicht:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/wp-content/uploads/2012/07/Unbenannt14.jpg

Stiegen größere Länder aus, wäre dies eine reale Gefahr, wobei ich glaube, dass es so kommen müssen wird, weil einige der Einzahler, das Geld, welches sie versprochen haben zu garantieren, genau in diesen Staaten nicht vorhanden ist. Und haben Sie schon mal versucht mit Ihren Schulden für ihre Schulden zu haften?

Denke, das es von einigen nur ein Trick gewesen ist, diese Zahlungs-bzw. Haftungsversprechen zu machen, damit die, die's eher haben (das Geld!), sich für den ESM aussprechen und die, die den Trick angewendet haben, dann retten sollen, sonst wird, wie im Falle Italiens schon vorgekommen, na, was?, mit Ausstieg gedroht.

Erstaunlich, auf welche Tricks unsere und die deutsch Politelite immer wieder reinfallen. Mir würde solcher Blödsinn nie passieren – und ich bin erst fünf! Trotzdem ließe ich mich durch solche Strategien nicht einmal unter härtestem Industriedruck in die Irre führen.

Und unsere Industrie und Unternehmen tragen mehr Schuld an der Krise als die meisten von uns glauben. – Nicht nur Bankunternehmen wohlgemerkt!

Die Politiker sind durch die Regeln, die sie für die oben Genannten machen, zwar arg mitschuldig, aber gemessen an der Schadenssumme bezüglich der Verursacher selbst nur ein im Wüstenwind verpuffender Furz.

Gast: Reflector
22.07.2012 09:48
2 0

Platitüden eines Systemlings,

nicht mehr ist der Inhalt seiner Aussagen.

Absolut widersrpüchlich und ganz offensichtlich unschlüssig.

Es gab Regeln, wie z.B. die 'no bail out' Regel in der EU 'Verfasssung. Hätte man sich an diese gehalten, wären die Auswirkungen weniger gefährlich, allerdings wäre der Zwang zur Restrukturierung wirklich grösser.

Man hat diese Regel kurzerhand aufgehoben (gebrochen) und nun kommt einer und sagt wir haben da ganz strikte Regeln ...

Gehts noch?

Ob auch er mittels Plagiatarbeit ... oder sind die Herren Wirtschaftswissenschafter alle derart unschlüssig?

Einem Physiker oder Chemiker der derart verquerte, zusammengeschusterte Schlussfolgerungen macht, fliegt das Labor um die Ohren und er haucht sein Leben auf Grund seiner Irrtümer bald aus.

Leider ist in der Disziplin die dieser 'Wissenschafter' betreibt, erstens die Auswirkung gar nicht für ihn persönlich spürbar und zweitens das Labor die gesamte Volkswirtschaft und die Auswirkungen werden dann an den darin lebenden Probanden, den Steuerzahlern, sichtbar.

Rückkoppelungs- und Lernfähigkeit dieser Wissenschafter ist scheints auch nicht vorhanden, denn es gibt in der jüngeren (GR, EI vs. Island) und älteren Geschichte (30er) genügend Beispiele wo genau die oben genannten Planspielchen immer in die Hose gingen.

Und diesesmal ist es ganz anders ...

Wer immer die selbe Methode auf das Gleiche anwendet und andere Ergebnisse erwartet, ist verrückt.

Kennens wenigstens diesen Spruch Hr. IHS-Chef?

ER

soll vielleicht mal das Buch von Thilo Sarrazin lesen, dann wüsste er mehr, worüber er spricht. Und gleich im Anschluss, soller Rietzschels Buch "Die Stunde der Dilettanten" lesen, dann weiß er, wo er herkommt und wo er uns hinbringt.

Gast: oecoconmia
21.07.2012 18:34
5 1

banken

schuld an dem debakel sind allein die banken. Die wirken wie ein staubsauger in dem system, sie saugen alle finanzmittel auf, doppelt und dreifach.

Antworten Gast: Chrematistikus
21.07.2012 18:57
6 1

Re: banken


Wenn Sie's nur aufsaugen tät'n.

Nein, Sie schaffen Geld aus dem Nichts. Kreditgeldschöpfung nennt man das.

Sorry oecoconmia,
aber ich denke Ihre Darstellung untertreibt.

"doppelt" und "dreifach" ist bei einem Hebel von 10 bis 50 (bei manchen Geschäften aauch weit darüber) Untertreibung

Gast: Papa Schlumpf
21.07.2012 18:23
10 0

So blöd kann der nicht sein um das zu glauben was er sagt

Wofür bekommt er bezahlt? Um im Sinne der Regierung / Finanzmafia Propaganda zu betreiben?

Antworten Gast: Reflector
22.07.2012 09:52
3 0

Re: So blöd kann der nicht sein um das zu glauben was er sagt

Früher hatte ich auch Zweifel, aber im Zuge dieser Krise, komme ich immer mehr zur Schlussfolgerung, dass die meisten dieser Exemplare, auch schon alleine auf Grund des jahrelangen Negativausleseverfahrens, einfach wirklich dämlich sind.

Gast: Paria
21.07.2012 17:46
12 0

Bitte gebts dem Keuschnigg...

einen Ausdruck des ESM-Vertrags (zum Lesen), damit er nicht immer falsche Behauptungen aufstellt:

- "Er (ESM) funktioniert ähnlich wie der Internationale Währungsfonds: Es werden keine Geschenke verteilt, sondern Kredite vergeben"

- "Der Sinn und Zweck des ESM ist ausschließlich die Gewährung von Krediten gegen die Erfüllung von Auflagen."

DAS IST FALSCH!!!!

Der ESM ist eine Mega-Super-Über-Drüber Investment-/Bad-Bank, Hedgefond, Anleihefond etc. ohne Lizenz, ohne Kontrolle und ausserhalb jedweder Rechtsprechung = des Banksters feuchter Traum.

Wie kann man

als Anhänger der sozialen Marktwirtschaft die Rettungsschirme gut heißen, die in erster Linie die Steuerzahler belasten. Der Experte spricht in Rätseln oder im Auftrag seines Arbeitgebers (Regierung). Nach dem Motto: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe.

Antworten Gast: Reflector
22.07.2012 10:26
0 1

Re: Wie kann man

Nur ein Überlegung zum Widerspruch des Wortes an sich:

Warum soll ein Markt sozial sein?

Sozial können maximal Menschen oder Geschöpfe sein, niemals ein Markt!

Und nun wie ist dann der 'soziale' Mensch im Markt zu definieren?

A.) Die Marktfrau, die dem Kleinen eine extra Scheibe Wurst gibt, weil er so sehnsüchtig, hungrig oder einfach lieb schaut?

B.) Wenn man den Wertschöpfenden Abgaben abpresst die keiner mehr freiwillig bereit wäre zu zahlen.

Mit
A.) der noch als ehest sozial verstandenen Handlung, käme aber keine Abgabenlast von 46% zustande, die Wirkungen der Wurstscheiben auf den Gesamtmarkt wären vernachlässigbar, also kein 'sozialer' Markt,

mit
B.) kommt zwar eine Abgabenlast von 46% zustande, aber der davon wirklich Betroffene hat beileibe nicht das Gefühl, dass er sozial gehandelt hätte bzw. kommt sich eher ausgenommen wie die berühmte Weihnachtsgans vor.

Ergo: es gibt an sich keinen sozialen Markt,

1.) aus dem Grund heraus dass Märkte per se nicht sozial sein könnnen sondern nur Menschen und
2.) unter Berücksichtigung, dass es Menschen sind die wirklich sozial im Markt handeln, diesen kaum relevant beeinflussen, also keine Signifikanz aufweisen.

Vielmehr ist
3.) das was was unter SMW getarnt abläuft, ein planwirtschaftlicher mit Abpressmethoden einer übermächtigen Gewalt gegenüber dem Einzelnen zustande gekommenes Produkt der Zwangsumverteilung.

Und so gewickelt sind auch die Präponenten der SMW daher auch so affin zu ESM und andere Zwangsmassnahmen

Re: Re: Wie kann man

Soziale Marktwirschaft ein Widerspruch? Nein. Es geht nicht um einen sozialen Markt, sondern um eine, von Menschen gemachte soziale Wirtschaft auf dem Markt. Ich habe in den 60er- und 70er-Jahren die soziale Marktwirtschaft kennen- und schätzen gelernt. Es gab viele Arbeitsplätze, wobei Wert darauf gelegt wurde, dass man sein Fach bestens beherrscht. Es gab Einrichtungen in Firmen, die den Fleiß der Belegschaft honorierten und es gab unter den Arbeitnehmern auch einen gewissen Stolz für dieses oder jenes Unternehmen zu arbeiten. Die Unternehmer zeigten sich erkenntlich für die geleistete Arbeit und handelten entsprechend sozial. All das ist leider Vergangenheit und Aussicht auf eine bessere Zukunft für die Arbeitnehmer gibt es auch keine. Die soziale Marktwirtschaft damals kam allen zugute, die sich anstrengten und jeder profitierte davon. Heute jedoch ist es damit vorbei, leider.

8 0

Professor Hinsichtl und Hofrat Rücksichtl in einer Person. Sympathisch.

Da können die nachrückenden Jahrgänge jedenfalls lernen, wie einer ist, der auf keinen Fall übrigbleiben wird.

Gast: Don Quichote
21.07.2012 16:16
7 0

Immer wieder werden die Banken ...

... als die Verursacher der Euro-Krise verstanden. Zu Recht. Mich wundert aber, daß niemand den Versuch macht, diese nebulose Bezeichnung zu konkretisieren, zB. indem die Gesichter hinter den Banken, sprich ihre Eigentümer öffentlich gemacht werden. Die Medien scheuen diesen Schritt, wie der Teufel das Weihwasser. Warum? Haben sie Angst vor den Rockefellers und Rothschilds dieser Welt? Zusammengefaßt im engsten Kreis der Bilderberger? Vor den Vorhang mit diesen "ehrenwerten" Leuten und ihren Machenschaften! Oder besser: an den Pranger mit ihnen!

Re: Immer wieder werden die Banken ...

Skandal ! Wo bleibt die Antifa-Keule !!

Ja bitte die Namen, nicht anonyme Institutionen, wie Banken, Fonds, ..

eben das sagte kürzlich in einem raren Beitrag ein Jurist auf CNN. Die Wut geht gegen die Brüder Madoff, gegen Mr Bob Diamond, gegen Dimon, gegen die vielen Namen die kurz für Ihre hässliche Arbeit in der Presse für Minuten erkannt werden u sogleich wieder verschwinden. Keine Gerichtsfälle mit wenigen Ausnahmen. Das ist der Skandal, nicht Wallstreet stürmen sondern diese Medienkollaboraqqtion.

10 0

IHS-Chef: "Rettungsschirm ist Europas einzige Chance"

gemeinsam, aber dafür mit wehenden Fahnen, mitunterzugehen !

Einige Länder wären heute weit besser drann und andere ebenso, hätten sie sich nicht in eine angebliche Familie einheiraten lassen müssen, aus der sie nicht wieder raus dürfen !!!

Gast: Die Wahrheit macht frei
21.07.2012 15:47
5 0

"Wes Brot ich eß', des' Lied ich sing'!"


T.I.N.A. arbeitet jetzt auch für das IHS?

T.I.N.A. (There Is No Alternativ) ist ein geschlechtsloses Klonschaft der Großindustrie und folgt immer nur einem Gesetz.

1. Schafsgesetz: Immer schön der Herde folgen, so hast du immer ein paar Ärsche vor dir, die dir den Weg zeigen!

Darum müssen wir uns hier von TINA verabschieden.
*************************

Für alle die nicht geklont wurden, gibt es jetzt noch zwei interessante Links:

Das Ende der Staatsschuldenkrise:
http://oekonetik.info/buerger-bailout

Das Ende der Bankenkrise:
http://oekonetik.info/desam

Offensichtlich gehört es auch durchaus zur sozialistischen Politik,

die Verlust der Banken zu sozialisieren !!!

Antworten Gast: Die Wahrheit macht frei
22.07.2012 14:48
1 1

Re: Offensichtlich gehört es auch durchaus zur sozialistischen Politik,

Wirtschaftskunde für Anfänger: Die Undurchführbarkeit des Sozialismus

http://www.propagandafront.de/1123190/wirtschaftskunde-fur-anfanger-die-undurchfuhrbarkeit-des-sozialismus.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+Propagandafront+%28PROPAGANDAFRONT%29

Gast: Alter Pauker
21.07.2012 13:58
10 0

Der Rettungsschirm...

... ist wahrscheinlich auch Österreichs letzte Chance. Die schnelle Zustimmung zum ESM war verdächtig genug. Und meine Vermutung, dass wir wieder einmal Trittbrett fahren wollen, scheint sich schon zu bestätigen. Allerdings erfahren wir das nur in ausländischen Medien:
Risiken können frühestens in 20 Jahren abgebaut sein - Österreich: Verstaatlichte Banken brauchen erneut Milliarden
Die Hypo Alpe Adria und die KA Finanz brauchen weitere 5,5 Milliarden Euro an österreichischen Steuergeldern. Insgesamt geht man bei den drei verstaatlichten Banken von einem Risiko von bis zu 35 Milliarden Euro aus.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 20. Juli 2012, 22:07 Uhr |

Gast: Hutbürger
21.07.2012 12:47
12 0

mit dem Latein am Ende

und auf der Titanic spielt das Orchester.

 
12 3 4 5

Eurokrise - Die Begriffe

  • Was ist die Eurokrise? Ein Rückblick auf die Ursachen mehr...

    EFSF Der Rettungsschirm und wie er funktioniert mehr...

    Hebel für EFSF Wie man aus sehr viel Geld noch viel mehr Geld macht. mehr ...

    EFSM Der Mechanismus für Finanzstabilisierung und seine Aufgaben mehr...

    ESM Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll 2013 den EFSF-Fonds ablösen. mehr ...

    Eurobonds Was gemeinsame EU-Anleihen bezwecken und wie sie funktionieren sollen. mehr ...

    EZB Die EZB ist Hüterin des Euro und soll eine geringe Inflation garantieren. Zumindest bis jetzt. mehr ...

    Waffen der EZB Was die "Bazooka" ist und welche anderen Waffen die Zentralbank hat. mehr ...

    IWF Der IWF ist die Finanzfeuerwehr der Vereinten Nationen und massiv an den Hilfsaktionen in Europa beteiligt. mehr ...

    Ratingagenturen Die wichtigsten Agenturen und deren Bewertungen. mehr ...

    SPIV Das Special Purpose Investment Vehicle soll die Finanzierung in Euroländern erleichtern. mehr ...

    Troika Die Troika ist eine Gruppe von Experten von EZB, IWF und EU-Kommission. mehr ...

    G20 Die 20 größten Wirtschaftsmächte repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung. mehr ...

    PSI Beim Private Sector Involvement geht es um die Beteiligung des Privatsektors an der Krisenlösung. mehr ...

    CDS Kreditausfallsversicherungen werden unter anderem dann fällig, wenn ein Land pleite ist. mehr ...

    Sekundärmarkt Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden. mehr ...

    OMT OMT ist die Abkürzung für Outright Monetary Transactions. Dahinter verbirgt sich das von der EZB am 6.September 2012 beschlossene neue Kaufprogramm von Staatsanleihen der Krisenländer. mehr ...