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IWF: 'Nicht frühzeitig vor Euro- und Finanzkrise gewarnt'

21.07.2012 | 10:29 |   (DiePresse.com)

Ein scheidender IWF-Ökonom rechnet mit seiner Institution ab. Er kritisiert die europäische Vorherrschaft im IWF und die Besetzung von Chefin Lagarde.

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Ein scheidender Ökonom des IWF hat dem Fonds vorgeworfen, wichtige Informationen über die Schuldenkrise in Europa unter Verschluss gehalten zu haben. In einem Kündigungschreiben an das Direktorium des Internationalen Währungsfonds kritisierte der Ökonom Peter Doyle, der Fonds habe nicht frühzeitig vor der Euro-Krise und auch der globalen Finanzkrise von 2007 bis 2009 gewarnt. Der Brief datierte vom 18. Juni und lag der Nachrichtenagentur Reuters am Wochenende als Kopie vor.

Doyle war vor seinem Rücktritt in der Europa-Abteilung des IWF für Schweden, Dänemark und Israel zuständig. Er kritisierte die europäische Vorherrschaft in dem Fonds, der traditionell von einem Europäer geleitet wird. "Auch die derzeitige Amtsinhaberin ist vorbelastet", schrieb Doyle mit Blick auf IWF-Chefin Christine Lagarde, die zuvor französische Finanzministerin war. "Weder ihr Geschlecht, ihre Integrität, noch ihr Elan können die fundamentale Unrechtmäßigkeit des Auswahlprozesses wettmachen."

Zweifel an Unabhängigkeit in der Eurokrise

IWF-Insider, die namentlich nicht genannt werden wollten, sagten Reuters, es bestehe die Sorge, dass der Fonds bei der Rettung europäischer Krisenländer weniger unabhängig agiere als etwa bei der Kapitalversorgung von Schwellenländern. Der IWF bildet mit der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) die sogenannte Troika, die Rettungspakete für angeschlagene Euro-Länder schnürt.

Der IWF hatte in der Vergangenheit bereits Fehler etwa bei der anfänglichen Einschätzung der globalen Finanzkrise eingeräumt. Ein IWF-Sprecher sagte, die Kritikpunkte Doyles, der 20 Jahre für den Fonds arbeitete, seien nicht neu. Sie fänden sich auch in Berichten des IWF wieder.

(APA/Reuters)

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21 Kommentare
Gast: emerging
21.07.2012 18:29
1 1

Die Weltbank wird von den Amerikanern dominiert, der IWF von den Europäern

Der neuen Weltbank Chef ist zwar Amerikaner, heißt aber Jim Yong Kim.

Die Europäer konnten nochmals (gnadenhalber) die IWF Chefin stellen. Es wird aber das letzte Mal sein für die nächsten 500 Jahre.

In der Regel stellen die Geberländer und Einzahler im IWF den Präsidenten (China, Südostasien, BRICS) und nicht die Nehmer in Europa.

Gast: bärle
21.07.2012 18:26
2 0

Das Ende naht

Die EU war von Anfang an eine Missgeburt und wird bald zu Ende sein, zum Wohle aller Europäer.
Vorher hat es besser funktioniert. Da mussten wir nur die eigenen Politiker bezahlen.

0 1

Re: Das Ende naht

Ohne EU alles besser ?
Bei einem Schuldenstand von 1 Billion ATS und Zinsen, die eine völlige Unbeweglichkeit im jährlichen Budget verursachten, kann man bei einer allein geführten Finanzpolitik durch "eigene" Politiker unschwer feststellen, wo wir heute ohne EU wären. Dort, wo sich Griechenland zur Zeit befindet.

Re: Re: Das Ende naht

@vergil. das will von den kronelesern aber keiner hörn ;-)

Gast: quoVadis
21.07.2012 17:28
3 0

der freie Finanzmarkt ist am Ende

Großbanken zerschlagen, zurück in die Landeswährungen!

Gast: rrrrrbbbbrrrrrrrix
21.07.2012 16:53
3 0

nicht nur nicht frühzeitig gewarnt, sonder ..

.. auch auf taube ohren gestoßen.

Gast: hemingway
21.07.2012 16:14
0 0

Ordo ex chaos

Der IWF erfüllt die im aufgetragene Aufgabe:

http://www.youtube.com/watch?v=O9uQZiIZKyM&feature=related

Gast: Don Quichote
21.07.2012 15:58
2 0

Anstatt mit kryptischen Aussagen ...

... um sich zu werfen, sollten die sogenannten Insider Fakten auf den Tisch legen, Hintermänner und -frauen mit Namen vor den Vorhang bitten. Daß hier vieles schief gelaufen ist und nach wie vor läuft, wissen wir alle. Wir haben aber keine Zugang zu konkreten Informationen. Es wäre die Pflicht, der selbst ernannten Wissensträger, diese Informationen publik zu machen, so wie es die Pflicht der Medien wäre, diese Informationen ins Volk zu tragen. Beides geschieht nicht. Warum nicht?

lagarde:

wenn man gut informierten fachleuten glaubt ist sie unqualifiziert, machtgeil und von recht bescheidener symathischer ausstrahlung.

aber eine gesunde farbe hat die gute dame. offensichtlich hat sie genug zeit und geld für schöne urlaube.
toll! gibt ja zur zeit keinen grund für stress..

Re: lagarde:

Ihr erster Absatz trifft auf so ziemlich jede Quotenfrau in Politik und Wirtschaft zu.

Beispiele gefällig?

In Österreich: H-H (Oscar für unsympathisch und machtgeil), Schmied (Oscar für unqualifiziert, siehe Kommunalkredit), Glawischnig, Vassilakou, Prammer, Bandion-Ortner, Mikl-Leitner, Lunacek u.v.a.m.

International: Reding, Malmström, Rodham-Clinton u.v.a.m.

Re: Re: lagarde:

vollkommen richtig!

0 0

Re: Re: lagarde:

Das Problem das ich in beim Staat und in staatsnahen Organisationen sehe ist, dass oft fähige Frauen in die Privatwirtschaft hinausgekelt werden oder entmachtetet werden, während unfähige hinaufgelobt und befördert werden. Oder man nimmt sie gar nicht, weil eine fähige Frau mit internationaler Erfahrung in eine ... nicht hineinpasst

Antworten Gast: Braun
21.07.2012 16:22
2 0

Re: lagarde:

Sie schaut eher wie ein alter Indianer aus, und wie geschnitzt !

Antworten Gast: Vogel Strauss
21.07.2012 15:50
0 0

Re: lagarde:

Und mit dem Mr. Euro ist sie sehr intim ...

Gast: b754
21.07.2012 13:44
5 0

dass der iwf ein verbrechersyndikat ist sollte iegentlich jedem bewußt sein


Die Puppenspieler wollen die ganze Macht,

um mit dem vagabundierenden Geld auf der Welt schalten und walten zu können wie sie wollen.

Wie das gehen soll, deutet dieser an.

http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/07/21/wenn-knechte-nach-oben-gespult-werden/

3 0

Warum wohl glaube

ich diesem Mann jedes Wort!


Gast: Demokratie statt Finanzdiktatur
21.07.2012 11:22
7 0

Wem gehört Reuters?

Nicht schwer herauszufinden.

Die Frage ist: was passt Leuten rund um die FED beim IWF nicht? Zuwenig USA-lastig - im Gegensatz zur "Weltbank"?

Gast: Angespeister
21.07.2012 11:20
3 1

"Troika"

Und immer wieder diese Augenauswischerei

Zitat
Troika, die Rettungspakete für angeschlagene Euro-Länder schnürt.
-----------------

Diese sog. "Rettung" rettet immer wieder die Anleger, und ist für die Länder mit Auflagen verbunden: Liberalisierung der Banken, Privatisierung, soziale Einschnitte, Kürzungen.

Schön langsam versteht doch jeder Hausmeister, was für ein Verein das ist.


Gast: Zyni
21.07.2012 10:44
7 0

Was Hans Werner Sinn

von Lagarde hält kann in einem Satz gesagt werden: Sie ist Juristin.

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