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IWF will Hilfe für Griechenland stoppen

22.07.2012 | 20:34 |   (Die Presse)

Der Internationale Währungsfonds verliert die Geduld mit Athen. Damit wird eine Pleite des südeuropäischen Landes im September immer wahrscheinlicher.

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Griechenland kann offenbar nicht mit weiteren Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) rechnen. Am Sonntag wurde bekannt, dass sich der IWF aus dem Unterstützungsprogramm für das marode Land zurückziehen will. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland im September in die Pleite schlittern wird. Denn auch viele Regierungen in der Eurozone sind nicht mehr bereit, neue Geldspritzen zu schultern.

Die Athener Regierung braucht aber im August und im September 12,5 Mrd. Euro, um den Bankrott abwenden zu können.

Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sieht kaum noch Chancen für einen Erfolg des griechischen Reformprogramms und damit einen Verbleib des Landes in der Eurozone. „Ich bin mehr als skeptisch“, sagte er am Sonntag. Wegen der prekären Situation hat die Europäische Zentralbank am Wochenende entschieden, dass sie ab 25. Juli keine Staatsanleihen Griechenlands mehr als Sicherheiten bei ihren Refinanzierungsgeschäften akzeptieren wird. Um die Maßnahmen abzufedern, wurden aber zahlreiche Sonderregelungen für griechische Banken beschlossen.

VIDEO: Griechenland vor Bankrott

Griechenland steuert offenbar auf den Staatsbankrott zu. Die wichtigsten Geldgeber des Landes wollen angeblich kein Geld mehr locker machen.

Athen stellt neue Forderungen

Am 26. Juli werden Vertreter des IWF, der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Union erneut nach Athen fliegen. Die griechische Regierung signalisierte im Vorfeld, dass sie die Fristen der für die Milliardenhilfen auferlegten Sparauflagen neu verhandeln will. Ziel ist es, die von den Geldgebern geforderten Sparmaßnahmen von 11,5 Mrd. Euro in den Jahren 2013 und 2014 auf die Jahre 2015 und 2016 zu verteilen.

Die griechische Gesellschaft könne keine weiteren Sparmaßnahmen schultern, argumentiert die Regierung. Die Wirtschaft des Euro-Krisenlandes wird nach Schätzungen auch dieses Jahr um fast sieben Prozent schrumpfen. Erhält das Land allerdings mehr Zeit, seine Ziele zu erfüllen, würde das laut einem „Spiegel“-Bericht zusätzliche Hilfen zwischen zehn und 50 Mrd. Euro erfordern. Viele Regierungen der Eurozone sind dazu aber nicht mehr bereit. Zudem haben einige Länder wie die Niederlande und Finnland ihre Hilfen daran gekoppelt, dass sich auch der IWF beteiligt.

Deutschland hat die Forderung nach einem Aufschub der Sparziele um zwei Jahre als „völlig inakzeptabel“ abgelehnt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will dem Land maximal einige Wochen Aufschub geben. In Athen trat indes der Chef der Privatisierungsbehörde des Landes, Kostas Mitropoulos, zurück. In seinem am Wochenende veröffentlichten Kündigungsbrief schrieb er, dass die Regierung seine Agentur nicht ausreichend unterstützt, sondern ihre Arbeit bei möglichen Investoren vielmehr systematisch diskreditiert habe.

Viele Auflagen nicht erfüllt

Die griechische Regierung hat im Rahmen der Reformzusagen auch ein beschleunigtes Privatisierungsprogramm versprochen. Doch tatsächlich kommt der Verkauf von Staatsbetrieben nur im Schneckentempo voran. Heuer sollen nur die staatlichen Lotterien und ein Gebäude in Athen verkauft werden. Damit dürfte die Regierung ihr Ziel deutlich verfehlen, 2012 über Privatisierungen mehr als drei Mrd. Euro aufzubringen.

Erst jüngst stellte sich heraus, dass Griechenland 200 von rund 300 Sparvorgaben nicht erfüllt hat. Auch der aus Österreich stammende EU-Regionalkommissar Johannes Hahn kritisierte nach einem Besuch in Athen, dass zu viele Entscheidungen zwischen verschiedenen Behörden stecken blieben. Von 181 EU-Förderprojekten seien laut Hahn nur 15 fertig.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.07.2012)

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173 Kommentare
 
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Unabhängigkeitserklärung

Wir - also die Summer der Bürger mit Hausverstand in der ganzen EU - sollten uns von der EU und unseren lokalen, monopolistischen, scheindemokratischen Regierungen für unabhängig erklären und einen eigenen, demokratischen Wirtschaftsraum bauen.

Anders werden wir diese bürokratische Lobbykratur wohl nie mehr los ...

Man kann diesen Moloch nur aushungern, indem die Bürger davonlaufen - mangels Alternative in die Unabhängigkeit.

Fällt wem was Besseres ein? Mir wäre jede gute Idee recht, nicht mehr länger Teil dieses diktatorischen Polit-Schwachsinns sein zu müssen.

Gast: Hardliner 1
23.07.2012 22:42
2 0

EU-Kommission

Ich las heute folgende Stellungnahme der EU-Kommission: Griechenland muss und wird in der Eurozone bleiben.
Wie realitätsfern müssen die Sesselpupser in Brüssel sein?

Bitte auch nicht vergessen

Schaut das ihr eure Banknoten aus Griechenland los werdet (Y) Wer weiß ob die dann nicht wertlos oder mit einem Haircut versehen werden....

4 0

Pleite

Griechenlands wäre das Beste auch für die Griechen selber.
Moderate Preise für Touristen und die Einnahmen würden sprudeln, und dann vielleicht im Container Geschäft, und in ein Paar Jahre sieht das anders aus.

Re: Pleite

"... im Container Geschäft ..."
Warum die Griechen ein Geschäft in einem Container betreiben sollen, das verstehe, wer will. Von einem Mangel an Geschäftslokalen war auch niemals die Rede.

Griechenlands Zeit läuft ab

aber die Politiker wollen ihre Pfründe behalten. Das ist ein schwerwiegendes Problem.http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-07/griechenland-pleitenangst

Ist Griechenland der Anfang vom Ende der Eurozone so wie wir sie heute kennen

und dürfen wir dann auf Basis des ESM, der unter Umständen auch noch verfassungswidrig ist auch für die anderen maroden Staaten blechen?

www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/473513_esm_und_fiskalpakt_verfassungswidrig.html

www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/474120_petition_vorabpruefung_von_voelkerrechtlichen_vertraegen.html

Letztes Kapitel

Wer sich noch immer nicht auf eine mögliches Ende des Euro vorbereitet hat, dem ist nicht zu helfen. Das kann glimpflich abgehen oder auch ganz hässlich werden, weis man nie so genau. Nur daran denken das ein durchschnittlicher Supermarkt fuer maximal 3-5 tage Vorräte hat.

21 0

Daß Frau Fekter kein Ausbund an Diplomatie ist, wissen wir, aber daß sie als Wirtschaftstreibende dem Hilfsprogramm, zum Unterschied zu den Finnen und Holländern, bedingungslos zugestimmt und uns damit ebenso bedingungslos verpflichtet hat, stinkt zum Himmel.

Unser politisches Personal ist zum Kren reiben.

Re: Daß Frau Fekter kein Ausbund an Diplomatie ist, wissen wir, aber daß sie als Wirtschaftstreibende dem Hilfsprogramm, zum Unterschied zu den Finnen und Holländern, bedingungslos zugestimmt und uns damit ebenso bedingungslos verpflichtet hat, stinkt zum Himmel.

Die Familie Fekter hat schon gewußt, warum sie die Schottermitzi in die Politik entsorgt hat !!

Gast: ALeser
23.07.2012 16:49
14 0

Endlich Klarheit schaffen !

Bleibt zu hoffen daß Frau Merkel hart genug ist ( http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-krise-merkel-und-schaeuble-verlieren-geduld-mit-griechenland-a-845805.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-krise-merkel-und-schaeuble-verlieren-geduld-mit-griechenland-a-845805.html ) Herr Rösler hat es ja schon vor längerer Zeit auf den Punkt gebracht "geordnete Insolvenz". Wenn auch Schäuble keine Prognose zum Austritt aus dem Euro-Raum abgeben will http://derstandard.at/1342947319017/Schaeuble-Athen-muss-Vorgaben-erfuellen" target="_blank">http://derstandard.at/1342947319017/Schaeuble-Athen-muss-Vorgaben-erfuellen sieht es doch so aus als ob man bald damit anfangen könnte, die griechischen Euro-Münzen zu sammeln...

18 1

Wie lange lässt sich die EU von denen noch pflanzen?


"To big to fail" war einmal, gibt's nicht mehr.

E.c.c.: Nur der Phönix aus der Asche kann ein Umdenken bewerkstelligen, sonst nichts.

Das geht nur über Schmerzen, aber nicht die der anderen EU-Steuerzahler.

Warum sollen wir für die GR-Korruption und Verlogenheit der verg. Jahrzehnte aufkommen?

Bedanken dürfen wir uns auch noch beim Ex-Bundeskanzler Schröder, der seine Parteifreunde in einer sagenhaften Nacht und Nebelaktion und taub für alle Warnungen, in die EU geboxt hat - schön für die Sozialisten, dass sie so zusammenhalten - der Rest der EU dürfte das anders sehen.

PS: Fahren Sie nach Griechenland, Ihr Geld ist schon dort ...


Sag ich ja - ein Trick um die reichen Länder zu entmächtigen!

Aber bei diesem primitiven Volk, hat jede Regierung ein leichtes Spiel.

Gast: aek athen goo goo
23.07.2012 15:28
1 20

die greeken sind das motor von eu

wenn griechen pleite gehen geht ganz eu pleite
es gibt ein abkommen ihr müst bezahlen es gibt ein vertrag sonst gibt e kein urlaub in gr

Re: die greeken sind das motor von eu

Sprach der Madagaskar-Lemur.

Sie vermischen hier die Währung mit der EU, stellen die unbewiesene Behauptung auf, die Pleite eines Landes würde automatisch zum selben Ergebnis in allen anderen führen und graben Verträge aus, die bei Nichterfüllung offenbar Urlaubsanspruch verfallen lassen.
Sie sollten sich ein wenig zusammenreissen und Ihre Gedanken ordnen.

Wir sollten wetten!

Wetten wir auf ein drittes Rettungspaket für Griechenland, auf, die Wette gilt

http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/07/23/merkel-will-keinen-cent-mehr-fur-griechenland-rausrucken/


Amtlich

So jetzt ist es Amtlich bestätigt. Wir sind unser Geld los. Für nix. Danke liebe Bundesregierung.

Nach dem arabischen

kommt nun der europäische Frühling.

Ich hoffe er endet mit mehr direkter Demokratie für die Völker Europas und damit, dass unsere selbstherrlichen "ESM-Politiker" in die Wüste geschickt werden ... aber in der Wüste wird man diese Gauner gewiss auch nicht wollen ... .

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Re: Nach dem arabischen

Da würde es den Löwen sogar Übel und Hyänen würden brechen.

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Re: Nach dem arabischen

Na hoffentlich nicht. Denn der würde genauso ausarten wie bei den Arabern. Es ändert sich für den sprichwörtlich kleinen Mann nämlich nichts. Einzig die Führungsriege wurde ausgetauscht. Das einzige was sich damit geändert hat ist, daß man dem Volk Sand in die Augen streut und es noch einige Zeit wieder ruhig ist, weil es glaubt, daß es doch besser wird.

Gast: Der Aufdecker.
23.07.2012 14:17
16 0

Schluss mit lustig

Keinen Cent mehr nach Griechenland, in dieses Fass ohne Boden. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende !

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Das gibt es auch noch...

Hallo liebe Sarrazinisten,

Sarrazin behaupt, dass die Griechen nach dem osmanischen Reich 5 mal pleite gegangen seien!
Hat dieser mann noch alle Tassen im Schrank?

Re: Das gibt es auch noch...

Gratuliere, sie haben es auf 25 rote Striche gebracht - ich habe leider nur 20.

In diesem Forum spricht das für Qualität!

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Re: Das gibt es auch noch...

Würde mal die Tassen in ihrem Schrank zählen, oder sich mindestens eine Stunde mit der Griechischen Geschichte befassen um dann neues Geschirr kaufen.


25 0

Re: Das gibt es auch noch...

mal wieder die Tabletten nicht genommen?

 
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