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Moody's droht Deutschland mit Entzug der Bestnote

24.07.2012 | 09:00 |   (DiePresse.com)

Die US-Ratingagentur setzte den Ausblick für die AAA-Länder Deutschland, Luxemburg und Niederlande auf negativ. Eine Herabstufung droht.

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Herber Schlag für Deutschland: Die Ratingagentur Moody's hat in einem überraschenden Schritt den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Bundesrepublik herabgestuft. Damit droht der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone ein Verlust ihrer Top-Bonität. Wegen der wachsenden Unsicherheit durch die Euro-Schuldenkrise werde der Ausblick nun mit "negativ" und nicht mehr mit "stabil" bewertet, teilte die Agentur am Montag nach US-Börsenschluss mit. Sie begründete dies mit den gestiegenen Belastungen für Deutschland.

Die Wahrscheinlichkeit eines Austritts von Griechenland aus dem Währungsgebiet sei gestiegen. Das Risiko sei sogar deutlich höher, sagte Moody's-Analystin Sarah Carlson in der Nacht auf Dienstag. Ein Ausscheiden des Landes aus der Eurozone sei dennoch nicht das Basisszenario der Ratingagentur, sagte die Expertin. Auch andere Euro-Länder laufen nach Einschätzung der Analystin keine Gefahr, die gemeinsame Währung zu verlieren. "Wir würden keine wirkliche Wahrscheinlichkeit für solch ein Ereignis sehen", sagte sie.

"Verwundbarkeit des Bankensystems"

Deutschland und die anderen wirtschaftlich starken Länder der Eurozone haben den schwächeren Partnern bereits unter die Arme gegriffen. Die Hilfen könnten sich nun als Bumerang erweisen, weil sie die Haushalte zu belasten drohen und den finanziellen Spielraum für die Regierungen einschränken.

Im Fall Deutschland verwies Moody's auch auf die "Verwundbarkeit des Bankensystems". Die deutschen Kreditinstitute seien stark in den Problemstaaten engagiert und könnten Rückschläge angesichts ihrer mauen Gewinne nur schlecht abfedern. In der vergangenen Finanzkrise hatte der Staat die Hypo Real Estate auffangen müssen und war bei der Commerzbank eingestiegen.

Berlin: "Deutschland bleibt Stabilitätsanker"

Das Finanzministerium in Berlin reagierte unmittelbar und betonte, Deutschland bleibe weiter Stabilitätsanker in der Euro-Zone und erwarte ab 2014 einen ausgeglichenen Staatshaushalt. Die Kapitalisierung des Bankensektors habe sich deutlich verbessert. Die Einschätzung von Moody's stelle die kurzfristigen Risiken in den Vordergrund, während die längerfristigen Stabilisierungsaussichten unerwähnt blieben. Moody's bestätigte die deutsche Bestnote "AAA", die das Land auch bei den anderen beiden großen Ratingagenturen innehat. Bei Standard & Poor' hat Deutschland einen "stabilen" Ausblick.

Neben Deutschland schätzt die Ratingagentur auch den Ausblick für die Bonität der Euro-Länder Niederlande und Luxemburg nur noch mit "negativ" ein. Finnland wird hingegen weiterhin mit Ausblick "stabil" bewertet. Alle drei Länder besitzen ein AAA. Dies begründete Moody's unter anderem mit dem kleinen und auf den Heimatmarkt fokussierten Bankensystem, von dem nur geringe Risiken ausgingen.

Auf den Spuren Österreichs und Frankreichs

Moody's zufolge ist die Gefahr deutlich gestiegen, dass angeschlagene Euro-Länder wie Spanien und Italien mehr Unterstützung benötigen. Dies würde die Top-Bonitätsländer besonders stark belasten.

Erst im Februar hatte die Ratingagentur den Ausblick für Frankreich und Österreich auf "negativ" gestuft. Dies bedeutet nicht zwangsläufig eine Herabstufung in naher Zukunft, ist aber ein Hinweis darauf, dass der Spielraum bei einer Verschlechterung der öffentlichen Finanzen nur noch gering ist.

Eine Abstufung der Note für die Kreditwürdigkeit kann zu höheren Zinsen bei der Aufnahme neuer Schulden führen. Denn Investoren müssen von einer höheren Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass sie ihr Geld nicht wiedersehen. Im Falle Deutschlands und der anderen Länder dürfte ein Verlust des Spitzenratings indes in erster Linie einen erheblichen Imageschaden bedeuten.

>>> Karte: Die Bonität der EU-Länder

(APA/AFP/Reuters/Red.)

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221 Kommentare
 
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Gast: egi
25.07.2012 12:27
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Amerikanische Ratingagenturen!

Bei allem Problemen in Teilen von Europa, wo gibt es Staaten, ausgenommen die sogenannten Steuerparadiese, die um soviel besser sind?
Wieviele Staaten der USA sind bereits bankrott, von Kalifornien beginnend, wieviele amerik. Städte sind faktisch tot oder sind im Niedergang"? Das Problem Amerikas ist ein zu starkes Europa, das Problem des $ íst ein gefestigter €. Wenn amerik. Ratingagenturen werten, wird amerik. Politik gemacht, werden amerik. Interessen vertreten und Europa glaubt nach wie vor an Fairness.
Europa ist gut beraten gemeinsam säumige Staaten zu bervormunden, Österreich nicht ausgenommen, Sparreformen umzusetzen, Ratschläge von außen beiseite zu lassen und das Haus Europa fertigbauen, - wenn notwendig auch ohne die "guten Sozialdemokraten" mit ihren Frührenten und Sozialleistungen etc. und mit Geld das nicht vorhanden ist.

Re: Amerikanische Ratingagenturen!

... richtig erkannt! Zumindest den "Beispielbankroteur USA" und den amerikanischen Wirtschaftskrieg gegen Europa betreffend ... . Der "lange Arm" der USA bei diesem, nicht erklärten Wirtschaftskrieg, sind die Ratingagenturen ..., aber so einfach ist es ja nicht ...

Ein Korn Wahrheit ist ja in der Aussage ... . Jedoch lassen sich die USA und Europa, wegen dem positiven Einfluss der "guten Sozialdemokraten", nicht 1:1 vergleichen ... . Mich wundert ja nur, dass Goldmann&Sachs noch immer in Europa tätig sein darf ...


Gast: Na und?
25.07.2012 07:17
4 0

Deutschland hat zwei Feinde: Die inneren und die äußeren!

Die äußeren sind die nächsten geographischen Nachbarn wie Frankreich, Tschechien und auch Großbritannien, Italien, Griechenland usw.

Diese Staaten würden die BRD am liebsten ausradieren und aufteilen.

Dann gibt es die inneren Feinde: Politiker, Wirtschaftsbosse. Denen geht es ums Geld, Gedanken an die Zukunft des eigenen Landes macht sich von der sog. "Elite" kaum wer.

Das Gemisch beider hat für Hartz4, Haftungen in unbegrenzter Höhe und Abhängigkeit vom Ausland gesorgt. Auch für massive Einwanderung von Leuten, die dem Land genau gar nichts nützen, Hauptsache sie wählen "richtig".

Es wird Zeit, daß die deutsche Bevölkerung sich dagegen wehrt. Wir Österreicher sind genauso verraten und verkauft worden.

Re: Deutschland hat zwei Feinde: Die inneren und die äußeren!

Ausgezeichnet Analyse. Kompliment !

und dann stellt sich Faymann gestern in der ZIB 2 noch hin und verdeitigt immer noch Griechenland, ist der von allen guten Geistern verlassen!


Re: und dann stellt sich Faymann gestern in der ZIB 2 noch hin und verdeitigt immer noch Griechenland, ist der von allen guten Geistern verlassen!

Diese "Verteidigung" ist, mit Verlaub, eine Überinterpretation Ihrerseits. Er hat vor den Konsequenzen eines Austritts Griechenlands gewarnt. (Wo es natürlich auch verschiedene Meinungen gibt.)

Gast: Reflector
25.07.2012 02:24
3 0

Da brauchts keine Agentur dazu


D, Ö als 'stabil' hinzustellen war eigentlich schon immer nur relativ und ein wenig überheblich, sowohl vor, als auch nach der € Rettung.

Wer 40 Jahre lang jedes Jahr neue Schulden aufnimmt, hat irgendwann wohl ein Problem und kann wohl nicht allen Ernstes als stabil gelten, ausser in der Sache des ewig stabilen Dranges nach Neukreditaufnahme.

Insofern kann man diesem € Desaster eigentlich nur dankbar sein, dass es die Endphase eben beschleunigte, ansonsten wäre das Gejeiere mit den ewigen 2-3% Neuverschuldung noch ein zäherer Tod geworden.

Es gab also nach dem Auffliegen des Dilletanten Projekts € nur prinzipiell zwei Reaktionsmöglichkeiten

a.) ein kompletter Richtungs- und Sinneswandel (ernüchternder Schock)

b.) weiterwursteln wie bisher bis zum Totalstillstand und abwarten des Exitus wie das Kaninchen vor der Schlange.

Da a. ) zwar prinzipiell möglich, aber äusserst unwahrscheinlich war, wird nun b.) eintreten.

Aber in Ö und D ist das Gefühl noch nicht richtig angekommen. Es ist aber anzunehmen, dass der Herbst es in die Bäuche bringen wird.

Gast: Ja,
25.07.2012 00:53
0 0

und das allerliebste

Österreich? Haben ja auch beide eine höhere Schuldenquote als Spanien!

Gast: Besucher
25.07.2012 00:50
2 1

Gast

Ganz Europa hat sich übernommen und soll endlich untergehen! Hochmut kommt vor dem Fall, noch dazu mit solchen Idioten.

Hat man sich übernommen

mit etwas großen Summen
is nix mehr aufm Konto
dann nehmens da des Gwand o
I wolltat was veruntreun
und mi dann hamlich oseuln
doch auch die Firmenkassa
steht morgen schon unter Wasser
oajeh.

Das Erbe der dunklen Vergangenheit...

....holt eben Deutschland immer wieder ein. Kaum findet sich in der BRD ein Politiker, der vor einer sinnlosen, weil unwirksamen Permanent-Finanzierung der ewigen Pleitstaaten am Mittelmeer warnt, schont trifft ihn die Nazikeule und er rudert ängstlich zurück! Das Argument, Deutschland hätte vor 70 Jahren viel Leid über Europa gebracht und müsse für die damaligen Ereignisse heute gefälligst gerade stehen, zieht leider offenbar immer. Statt, daß sich diese Länder endlich darauf besinnen, unabhängig auf eigenen Beinen zu stehen, hängen sie lieber am deutschen Tropf, denn das ist schließlich immer bequemer.

Zwar kann der deutschen Staat derzeit noch immer mit besonders günstigen Kreditzinsten rechnen, aber wie lange noch? Die US-Rating-Agenturen wissen natürlich auch, daß das nicht ewig währen kann. Wer Geld aufnimmt, dieses aber sofort anderen in den Rachen schiebt, ohne auf eine Rückzahlung hoffen zu können, der wird eben früher oder später zur Kassa gebeten! Insofern KANN es also für die BRD KEIN schöneres Zukunftsszenario prognostiziert werden. Denn die Chancen, mit per Kredit aufgenommenem deutschen Geld die Eurozone zu retten, sind bereits praktisch bei Null angelangt. Da können heute deutsche Regierungsmitglieder noch so wie das Rumpelstiltzchen aufstampfen; es wird ihnen nichts nützen. Sie mögen vielleicht noch immer blind sein, was die Zukunft der Eurozone betrifft. Die Ratingagenturen sind es NICHT! Und diese sitzen heute auf dem längeren Ast...

Rating

hat sich Amerika übernommen ?

Gast: ratingsfürdiebanker
24.07.2012 23:24
3 0

nun wird der exportweltmeister(!!) und europas wirtschaftslokomotive D von den US bankerlobbys aufs korn genommen- die EU und der euro werden zum sargnagel für europas demokratien und den sozialen wohlstand.


Wie, jetzt ..

Spanien haftet über die Wundertüte ESM für sich selbst und gibt sich selbst die Milliarden..? Genial, da muss man erst mal drauf kommen.. Das hätten sich selbst die berüchtigten Lehmann-Brüder in ihren heißesten Fantasien nicht absurder ausdenken können.. Was kommt noch, der Neander-Taler als neue Währung..?

Die Autoabgase in den deutschen Städten

haben den deutschen Politikern wahrscheinlich den Blick vernebelt.

noch niemand gemerkt...

diese ratings von fitch und konsorten werden erst aufhören wenn der dollar wieder mit dem euro ebenbürtig ist....lange wirds ja nicht mehr dauern. europa braucht eine eigene ratingagentur.

5 0

Re: noch niemand gemerkt...

Eine euoropaeische ratingagentur wuerde den bock zum gaertner machen...so eine agentur waere ein weiterer darmfortsatz der EU,verpolitisiert und verbureaukratisiert. Nixda, der unverantwortlche schuldensozialismus braucht eine harte gerte und einen kalten kuebel wasser ueber den kopf.

Gast: Staaten aufkaufen und privatisieren
24.07.2012 21:41
5 0

Als erste große Ratingagentur droht Moody's den Deutschen in ihrer aktuellen Einschätzung mit dem Entzug des Triple A.

Haha ...., wenn Deutschland kein Triple A mehr verdient, wer den dann?
Damit würden sich im Realfall die Bewertungen aller anderen Staaten darunter befinden.
Und boshaft wie ich bin, frage ich mich, wer hat da den Nutzen?

Gast: nickname 0
24.07.2012 21:37
2 0

FED

Angeblich eine Auflistung der Eigentümer:

http://land.netonecom.net/tlp/ref/federal_reserve.shtml

Antworten Gast: jd 333
24.07.2012 21:57
1 0


Gast: EUROBürge xy
24.07.2012 20:27
19 0

FED und ESM

Der Gründer des heutigen Weltimperiums Amsel Mayer (Rothschild) gab seinen Nachfahren ca. Mitte 18.Jhdts. den Satz mit auf den Weg:

"Gib mir die Macht über die Währung eines Landes und es interessiert mich nicht mehr, wer dessen Gesetze macht".

Der ESM kann die Staaten Europas nach Herzenslust ausplündern und VERSCHULDEN !!!


Gast: b754
24.07.2012 20:19
2 5

und der schwachsinn geht weiter

wen interessiert eigentlich nocht rating wenn alle herabgestuft sind

Hat sich Deutschland übernommen?

No na ned. Dass es darauf hinausläuft, war von Anfang an klar.

zuerst wird der

Georgi Soros vorgeschickt und gemahnt, dass Deutschland mehr Haftungen übernehmen muss - kaum haben sie was sie wollen, gibts die Gretsche von hinten!

in dem Zusammenhang darf man D. Rockefeller zitieren:"Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren."


Re: zuerst wird der

Da die Entropie nur zunimmt kann es sich einzig um eine neue Welt-Unordnung handeln.

Gast: machmuss verschiebnix
24.07.2012 19:53
6 1

So geht das also: zuerst erpressen, dann herabstufen,

weningstens ist es schon absehbar, daß en in den USA krachen wird,
dann hat's sich aus-ge-rated

 
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