Portugal sieht sich bei seinen Einsparbemühungen auf gutem Weg. Das Finanzministerium erklärte am Montagabend, das Defizit bei den öffentlichen Ausgaben sei im ersten Halbjahr um 47 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro verringert worden. Damit habe das Land die Zwischenziele erreicht, die mit seinen internationalen Geldgebern im Gegenzug für das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket vereinbart worden seien.
Die Einnahmen stiegen den Angaben zufolge um rund 13 Prozent auf knapp 20 Milliarden Euro. Darunter war aber auch ein einmaliger Posten im Volumen von 2,7 Milliarden Euro durch die Verschiebung von Pensions-Einlagen. Die Ausgaben sanken um 2,2 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro, was vor allem auf die Aussetzung von Urlaubsgeld-Zahlungen an Bedienstete bei den Behörden zurückzuführen sei. Die Aussetzung ist Teil der Einspar-Zusagen im Gegenzug für das Hilfspaket seiner Euro-Partner und des IWF.
Viele Volkswirte gehen dennoch davon aus, dass Portugal angesichts der herrschenden Rezession seine Finanzziele im laufenden Haushaltsjahr verfehlen wird, weil die Einnahmen schwächer als erwartet ausfallen würden.
(APA/Reuters)

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