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Griechenland: "Sie tun alles, damit wir scheitern"

24.07.2012 | 14:16 |   (DiePresse.com)

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras sieht die Bemühungen zur Krisen-Bekämpfung durch Querschüsse deutscher Politiker untergraben.

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Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hat am Dienstag die Äußerungen einiger europäischer Politiker zum möglichen Euro-Austritt Griechenlands schärfstens kritisiert. "Ich sage es offiziell: Es handelt sich um Untergraber unserer nationalen Bemühungen", sagte er bei seiner Rede vor einem Parlamentsausschuss. "Wir tun, was wir können, damit das Land wieder auf eigenen Beinen stehen kann, und sie tun alles, was in ihrer Macht steht, damit wir scheitern", sagte Samaras.

Samaras sagte weiter, er wisse nicht, ob sie es "bewusst oder aus Dummheit" tun. "Ich weiß nur, dass sie unverantwortlich sind", erklärte der Regierungschef. "Sie werden es nicht schaffen." Samaras Rede wurde im griechischen Fernsehen übertragen. Der griechische Premier betonte erneut, dass Griechenland dringend Investitionen und Wachstum brauche.

"Griechen-Austritt hat Schrecken verloren"

Der deutsche Wirtschaftsminister und FDP-Chef Philipp Rösler hatte am Sonntag im ARD-Sommerinterview gesagt: "Für mich hat ein Austritt Griechenlands längst seinen Schrecken verloren."

Ähnlich sieht es auch FDP-Generalsekretär Döring. "Es könnte an den Märkten Vertrauen schaffen, wenn Griechenland nicht mehr Teil der Eurozone wäre",  sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag). Döring glaubt, dass "Griechenland außerhalb der Eurozone schneller wieder wettbewerbsfähig werden und gesunden kann". Diese Ansicht teilt auch der Unionspolitiker Wolfgang Bosbach. Die vergangenen beiden Jahre hätten bewiesen, dass es Griechenland vor allem an Wettbewerbsfähigkeit, hinreichender Steuermoral und effizienter Verwaltung fehle. "Daran werden immer neue Kreditzusagen oder Bürgschaften nichts ändern", erklärte Bosbach im Saarländischen Rundfunk weiter.

Wirtschaft schrumpft auch 2012 gewaltig

Samaras rechnet indes mit einem dramatischen Konjunktureinbruch, von dem sich das Land erst in zwei Jahren erholen werde. Die Wirtschaft könnte 2012 um mehr als sieben Prozent schrumpfen, sagte Samaras. "Wir werden in diesem Jahr damit beginnen, die Rezession einzudämmen und Anfang 2014 werden wir eine Erholung erreichen." Griechenland kämpft das fünfte Jahr in Folge mit einer Rezession und macht den unerwartet starken Konjunktureinbruch für das Verfehlen der Haushaltsziele mitverantwortlich.

Die wirtschaftliche Lage Griechenlands wird auch Thema bei einem Treffen von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso mit Samaras in Athen sein. Nach Angaben eines Kommissionssprechers findet der Besuch auf Einladung Samaras am Donnerstag statt. Das Treffen sei schon länger vorbereitet worden. Ein griechischer Regierungssprecher sagte dagegen, die beiden würden bereits einen Tag früher zusammenkommen: "Barroso wird am Mittwoch ankommen und Samaras am Nachmittag treffen." Zum letzten Mal hatte Barroso die Regierung in Athen im Juni 2009 besucht, einige Monate bevor die Schuldenkrise ausbrach.

(APA/dpa)

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47 Kommentare
 
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Gast: nK
25.07.2012 08:35
0 0

Jahrhundertverbrechen

Dass Politiker eines Landes, die für das größte Wirtschaftsverbrechen aller Zeiten verantwortlich sind, es wagen mit dem Finger auf andere zu zeigen, die bereit sind einen Teil ihrer Schulden zu übernehmen, ist ein Zeichen absoluter Dekadenz.

Das muss ein juristisches Nachspiel haben.

Gast: hahahallo
25.07.2012 08:03
1 0

ws hat euch keiner gezwungen die reformen u.a. während des wahlkampfes ruhend zu stellen

keine steuern einzutreiben etc.

aber natürlich ist es immer leichter den anderen die schuld zu geben.

euch wäre es ja so und so am liebsten, wenn wir euch einfach das geld, welches wir auch nicht haben, schenken - sollen wir uns halt mit den schulden rumschlagen.

schmarotzer es reicht!

griechenland hatte 20 jahre lang seine chance....


wer glaubt, dass nun plötzlich etwas funktioniert, was man 20 Jahre verabsäumt hat. die Griechen haben 20 Jahre toll mit eu geldern gelebt und kaum versucht, ihre wirtschaft auf euro niveau zu bringen....


wer glaubt, dass nun plötzlich etwas funktioniert, was man 20 Jahre verabsäumt hat. die Griechen haben 20 Jahre toll mit eu geldern gelebt und kaum versucht, ihre wirtschaft auf euro niveau zu bringen....


2 0

ja, die Griechen

haben seit 10 Jahren alles getan dafür.

Gast: Test Again
25.07.2012 07:34
1 0

RAUS MIT IHNEN

...und wem es nicht passt, kann gleich mitgehen - was soll noch das Geschwaetz?

Gast: mir reichts
25.07.2012 07:14
2 0

600 jahre osmanische besetzung hat sich auch im volkscharakter niedergeschlagen.

jammern und anderen die schuld geben, da gehen die griechen hand in hand mit den osmanischen nachfolgern. ach ja, und unverschämt fordern auch.

Antworten Gast: hellas1
27.07.2012 11:15
0 0

Re: 600 jahre osmanische besetzung hat sich auch im volkscharakter niedergeschlagen.

...es waren 400 jahre! ich empfehle ein gutes geschichtsbuch!

Gast: Zyni
25.07.2012 07:13
0 0

So zielführend wir griechische Mythologie

http://www.mythoskop.de/ Wenn wir die Euro Wurschtel nicht gehabt hätten, dann müsste ich mir diese Rindviecher gar nicht antun.

Gast: modskue
25.07.2012 05:59
7 0

Immer die selben Töne aus Athen.

Das kennt man ja, immer wenn eine neue Zahlung bevorsteht dann wird man in Athen einerseits etwas selbstkritisch, verspricht sich mehr anzustrengen, und droht unverhohlen den Gebern mit drastischen Szenarien. Außerdem sind ja sowieso die anderen schuld, niemals das bemühte, unschuldige Griechenland.

Dass die Griechen lieber Schmiergelder bezahlen als Steuern, dass dort nur wenige Wochen Saison ist in der Urlaubszeit, dass der Verwaltungsapparat einerseits 4 mal höher ist als in den Bevölkerungsreichen Euroländern, aber mehr als 4 mal ineffektiver, was können da die Griechen dafür?

Und dann bieten die Piefkes auch noch Hilfe an, zum Aufbau einer effizienten Verwaltung, die Steuern und Abgaben eintreibt! Was für eine Beleidigung!

nein, Griechenland ist vielmehr der arme, unschuldige Einbrecher der von der Polizeistreife geschnappt wurde! Was fällt denen ein? Hätten die nicht einfach weg schauen können? ist doch nicht ihr Haus! Was bleibt ihm da anderes übrig als die Beamten wegen Freiheitsberaubung anzuzeigen! Nachher glaubt noch einer er sei ein Verbrecher!

Nein, da muss man schon alle Mittel der Rhetorik ausschöpfen! Und das wenigstens können die Griechen, schon seit der Antike!

PS:
Spuren von Sarkasmus sind nicht rein zufällig!

Gast: Athena
24.07.2012 20:14
4 0

Rössler hat Recht

Was heisst was sich die Griechen anhören mussten... hellas1 ?

Dieser Staat ist korrupt und unfähig, sowie alle Bonsenpolitiker in Hellas seit der Antike, da wird sich nichts ändern, niemals. Brüsseler Verträge ändern und raus aus der Währungsunion.
Griechenland ist ein Saustall und bleibt einer.

Gast: hellas1
24.07.2012 18:31
1 9

wo er recht hat ,hat er recht,..

..niemand leugnet die probleme griechenlands`,schon gar nicht die griechen selber.was jedoch die griechen sich seitens der dt.medien in den letzten zwei jahre anhören mußten war ungeheuerlich!!!
BRAVO SAMARAS! EIN WAHRER HELD!!

Re: wo er recht hat ,hat er recht,..

Der Samaras war doch auch ein paar Jährchen vor dem Papandreou bereits im Amt. Was hat er da gemacht?

Gast: super
24.07.2012 18:08
8 0

ist doch ganz klar...

die andern sind schuld !!!

vielleicht kommt der herr mal drauf, dass nur die kleinen deppen steuer zahlen und der rest auf der jacht sich krummlacht.

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Er hat Recht!

Manche Euro-Mitgliedr haben bewusst Griechenland in die Enge getrieben! Sie haben das Land erst verschuldet und jetzt spielen den Grossenretter. Dabei wollen sie die Ehre einer alten Nation verletzen!

Antworten Gast: der wahre Jacob
24.07.2012 18:32
6 0

Re: Er hat Recht!

Jawohl, die Griechen wurden zu einem Leben in Wohlstand gezwungen. Keinem wurde gesagt es müsste auch mal etwas zurückgezahlt werden. Die Griechen sind völlig Unschuldig und die bösen Gläubigerstaaten werden alles verlieren! Die armen Griechen, oh Jammer oh Jammer!

7 0

Herr Samaras beschwert sich

Griechenland ist schon lange gescheitert. Mit geschoenten (gefaelschten) Statistiken in den Euro eingetreten. Bis zumindest 2009 ebenso geschoente (gefaelschte) Statistiken nach Bruessel geschickt. Keines der Sparziele eingehalten. Und immer noch die grosse Klappe. Die Politiker der Geldgeberlaender sollten endlich die Reissleine ziehen: Griechenland endlich fallen lassen, und auf Spanien und Italien konzentrieren.

Gast: Prima Sokrates
24.07.2012 17:46
5 0

sie tun alles, nämlich Milliarden runterschaufeln und was macht die griechische Politik? Sie nimmt sich Zeit und setzt nach den Wahlen noch mal eine Wahl an... Wir Griechen haben ja Zeit, aber es sind die Anderen, die unvrtantwortlich sind


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Parteipolitik und Polemik

Samaras tätigt diese Wortspende, um die Griechen hinter ihm zu versammeln. Rösler tut das Gleiche um Wählerstimmen zu erhaschen. In der Situation der FDP ist das als Verzweiflungstat zu werten. Die griechischen Politiker wissen natürlich, dass die FDP in der dt. Regierung nichts mehr zu melden hat. Ein gemeinsames Feindbild lenkt aber von den eigenen Problemen ab. Besser, das Wahlvieh ist auf die bösen Deutschen wütend als auf die eigene Regierung...

Keine Sorge,

die Geldverbraucher, inkl. der kurzfristig ebenfalls dazu gehörigen, sind bereits in der Überzahl. Und auch in den Zahlerländer haben sie mächtige Helfer, nämlich im Minimum alle Links- und Grünparteien und deren Politiker.

Also nochmals, keine Sorge, die Milliarden werden weiter fließen.

Damit bleibt nur mehr eine eher mehr theoretische Frage: Wem wird Hr. Samaras und Konsorten später beschimpfen, wenn den Zahlern das Geld ausgegangen ist, welches diese sowieso nicht haben sondern dafür ebenfalls Kredite aufnehmen müssen?

Ich weiß nicht von wem dieser Ausspruch stammt, aber er ist auch hier zutreffend: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Eine solche ist jedoch nicht in Sicht.

Gast: Brummer
24.07.2012 17:41
9 0

Wenn die Griechen so klug und tüchtig wären,

wie sie sich selbst gerne darstellen, dann müssten sie heute nicht die Hilfe Europas in Anspruch nehmen. Das wäre aber noch zu tolerieren, würden sie nicht zusätzlich auch noch die Geldgeber in übelster Weise attackieren . Für ihre Schuldenpolitik,Korruption und Steuerflucht sind die Griechen selbst verantwortlich und sonst niemand!

Gast: porto5
24.07.2012 17:24
7 0

Sie tun alles, damit wir scheitern

Wen meint er damit? Doch nicht etwa seine Landsleute oder die korrupte und unfähige griechische Politikerkaste. Das wäre ja mal ein Wort der Wahrheit aus Athen.

0 0

Re: Sie tun alles, damit wir scheitern

Wir haben die "Kaste" aber auch nicht gewählt!

Gast: Pips
24.07.2012 17:09
7 0

Eh klar!

Die anderen sind Schuld an der Pleite. Die Nettozahler ( zu den Deppen wir gehören ) sollen für alles aufkommen um dann auch in Schutt und Asche zu leben. Das haben sich die EU-Genossen so ausgedacht um dann eine zweite DDR-Neu aus der EU zu machen. Wie ich schon vor Jahren schrieb - der Kontinent wird zum DritteWelt-Standard herunterfahren, anderes ist gar nicht möglich. Die Klugen und Flexiblen und das Kapital sind dann allerdings schon wo anders. Der Prozess hat längst begonnen.

Gast: Historikerin
24.07.2012 16:56
11 0

Und vergessen wir nicht, es war der Deutsche Kanzler Schröder mit seinen EU-Genossen,

der Griechenland trotz der damals schon offenkundigen Budgetschwindeleien in den Euro hineingelogen hat !!!!!

Und Goldmann Sachs war bei diesen Betrügereien der fachkundige Berater von der Wall Str. Die wollten schon damals in den Euro möglichst viele Schwachstellen einbauen, damit er zu ihrem Dollar keine ernstzunehmende Konkurrenz wird !!!!

 
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