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Troika: Zweiter Schuldenschnitt scheint unvermeidlich

24.07.2012 | 17:57 |   (DiePresse.com)

Griechenland sei weit vom Kurs abgekommen, sagt ein EU-Insider. Die Reformen kamen während des monatelangen Wahlkampfs zum Erliegen.

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Die derzeit laufende Prüfung der Finanzlage Griechenlands durch die Troika wird nach Informationen aus EU-Kreisen zu einem verheerenden Ergebnis führen. Der Schuldenberg sei nicht mehr beherrschbar und ein weiterer Forderungsverzicht unvermeidlich, sagten drei hochrangige EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in Brüssel. Die Troika von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) prüft zurzeit, wie weit Griechenland vom vereinbarten Spar- und Reformweg abgewichen ist. Das Ergebnis sei absehbar: Der überschuldete Euro-Staat sei weit vom Kurs abgekommen, sagte ein EU-Insider. "Die Analyse der Schuldentragfähigkeit wird ziemlich furchtbar sein."

Das zweite, 130 Milliarden Euro schwere Rettungspaket sollte Griechenland helfen, den Schuldenstand von mehr als 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Frühjahr bis 2020 auf 120 Prozent zu drücken. Nur unter dieser Bedingung beteiligte sich der IWF an der Finanzhilfe. Doch während des monatelangen Wahlkampfs kamen die Reformen und Einsparungen zum Erliegen, während sich die Rezession verschärfte. Wenn sich jetzt herausstellt, dass die Quote deshalb weit über dieser Marke liegen wird, darf der Fonds einem EU-Vertreter zufolge keinen Beistand mehr leisten. Auf zusätzliche Hilfsmilliarden läuft aber die Forderung der griechischen Regierung heraus, mehr Zeit zum Abbau der Neuverschuldung eingeräumt zu bekommen. "Das müssen die Europäer dann übernehmen."

Sechs Euro-Staaten gegen jede Erleichterung

Deutschland und andere nördliche Euro-Staaten sind bisher aber nicht bereit, für Griechenland ein noch größeres Kredit-Paket zu schnüren. IWF, EU-Kommission und Euro-Länder haben das Land bereits mit knapp 150 Milliarden Euro über Wasser gehalten.

Als eine andere Möglichkeit komme deshalb ein Forderungsverzicht der staatlichen Gläubiger in Betracht, hieß es in EU-Kreisen weiter. Im Frühjahr waren bereits die privaten Geldgeber dazu verpflichtet worden, der Regierung in Athen einen großen Teil ihrer Anleiheschulden zu erlassen. Nun könnten die Euro-Staaten und die EZB auf Forderungen verzichten, die Laufzeiten von Krediten verlängern oder niedrigere Zinsen akzeptieren.

Auf der politischen Ebene sei aber niemand zu dieser Diskussion bereit, sagte einer der Insider. Sechs Euro-Staaten seien entschieden gegen jedwede Erleichterung für Griechenland - vor allem nicht, wenn die eigenen Steuerzahler die Kosten dafür direkt tragen sollten, wie es bei einem Forderungsverzicht der Fall wäre. "Die ökonomischen Argumente mögen klar sein: Wir brauchen einen Restrukturierung, um die Schulden tragfähig zu machen. Aber politisch gibt es dazu keine Bereitschaft." Deshalb stellt sich unweigerlich die Frage, wie lange Griechenland noch Mitglied der Währungsunion bleiben kann.

(APA/Reuters)

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27 Kommentare
 
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GR macht immer nur

gerade so viel daß man nicht die Verhandlungen abbricht. Wenn die Troika sich blenden läßt ist es ihre Sache. Es ist an der Zeit allen der Wahrheit zu sagen. Entscheidend ist: es geht deutlich abwärts.
Mehr von Brüssel wollen alle nicht, außer Politiker weil sie dort fette Gagen bekommen. Die EU hat das Vertrauen der Bürger verspielt.

Gast: Reflector
25.07.2012 00:06
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Grexotus


Moment mal, dürfens denn das?
Sind da nicht die guten Geschäfte noch im Ofen?

150 Mrd. € und drei Jahre später, kommt man dann drauf, dass es doch ein Bankrott wird und zwar ein noch viel fürchterlicher als 2010.

Diesen Ausgang prophezeiten schon 2010 viele in den 'Presse' Kommentaren, zugegeben, war auch nicht allzu schwer.

Also von einem geregelten Bankrott zum Grexit zum Grexotus und das um einen Preis der es in sich hat.

Wenn das mit ES und I auch so abläuft, und das ist leider zu befürchten, wird das unangenehm, sehr unangenehm.

So, Mitzi und jetzt kratz all Deinen Schotter zusammen, denn wer gute Geschäfte für die Allgemeinheit versaut, sollte natürlich zumindest sofort mit seinem Vermögen dafür gerade stehen.

In früheren, ehrenhaften Zeiten erschossen sich Amtsinhaber die soetwas verbockten.

Eigentlich irgendwie schade um die alten Bräuche ...

GENUG GEZAHLT


Alle Rettungsschirme sind nichts anderes als Kredite und Haftungen . Doch der Kredit ist schon verspielt.
Es macht keinen Sinn mehr, das EU-Elend zu kommentieren, zu analysieren, Prognosen aufzustellen!
Man sollte jetzt anfangen über Verantwortliche und deren Aburteilung zu reden!
Zumindest hinterfragen, warum es so weit kommen konnte.

Gast: 7587tesr
24.07.2012 22:37
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Wenn Österreich eine Demokratie wäre

Die Mehrheit möchte keine Ausländer. Die Mehrheit möchte wieder Grenzkontrollen.
Und die Mehrheit will, kein Geld für marode Länder herschenken.

Und was macht die Politik? Wen vertreten die Politiker eigentlich? Das Volk sicher nicht.

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Re: Wenn Österreich eine Demokratie wäre

In der Schweiz funktionniert es aber auch nicht so schlecht.
man muss entscheiden ob man die heile Welt will wo alle gleich arm sind oder finanziell eine gewissen Sicherheit. Die meisten Bürger wollen das Zweite.

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Re: Wenn Österreich eine Demokratie wäre

Na Gottseidank besteht Ihre Mehrheit nur aus Ihnen und Ihren Stammtisch Spezis. Normale logisch denkende Menschen sind in Österreich ja glücklicherweise doch noch in der Überzahl.

Antworten Gast: tulius
24.07.2012 22:52
5 0

Re: Wenn Österreich eine Demokratie wäre

cool, wußte gar nicht, dass die mehrheit das alles will!

woher wissen sie das denn?

bitte um quellenangabe!!

Antworten Antworten Gast: django
25.07.2012 00:40
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Re: Re: Wenn Österreich eine Demokratie wäre

Was wollens da für Quellen?

Horchens ihna um. Im Job, in Verwandt- und Bekanntschaft.

Auch die Postings in den diversen Zeitungen.

Der Poster hat recht.

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Re: Re: Re: Wenn Österreich eine Demokratie wäre

Solange es so völlig bildungferne Proleten wie Sie gibt, haben wir wenigstens etwas zum Lachen in Österreich. Dafür zahlte ich Ihnen auch gerne Ihr Notstandsgeld. :-)

Antworten Antworten Gast: 7587tesr
25.07.2012 00:01
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Re: Re: Wenn Österreich eine Demokratie wäre

Ich unterhalte mich ab und zu mit Menschen.

Am besten Sie zählen morgen die grünen und roten Bewertungen.

Grexit jetzt...!

Das wird doch nix! Griechenland sollte sich in Ruhe über 15 Jahre mit der Drachme refinanzieren und beweisen, dass es trotzdem etwas leisten kann, aber jetzt müssen sie raus, das sagt auch jeder Experte. Man könnte die Wiener grüne Vassiliakou (oder wie die heißt) gleich mit hinschicken-oder braucht deren Land nicht "die besten Köpfe"? Also bitte-worauf warten Sie noch? Oder ist es bequemer, in Österreich wie eine Made im Speck zu leben, statt in der Heimat zu helfen ???

Werft sie endlich hinaus

Griechenland wird es nicht schaffen, weil sie einfach nicht wollen... daher: Werft sie endlich hinaus aus der Eurozone,... und die Spanier und Italiener werden ihnen wohl folgen,... die Südländer haben eine andere Mentalität- und vor allem ein anderes Verhältnis zu Geld, Leistung, etc... Das wird auf Dauern nichts,... die Eurozone muss in zwei Teile zerlegt werden,...
Deutschland, Finnland, Holland, Österreich etc können das nicht länger zahlen,...

Gast: Was bisher geschah
24.07.2012 21:54
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Die griechische Telenovela


1. Akt: Griechenland bekommt den Euro, mit Wissen aller Beteiligten, dass die Grundanforderungen nicht erfüllt sind.

2.Akt: Griechenland ergreift die Gelegenheit beim Schopf - no na - und schuldet kräftig auf.

3.Akt: Griechenland soll über die Schulden den Testballon für Super EU abgeben, Verwaltung von aussen übernehmen, und etc.

Aaaber: sie tun es nicht. Wollen einfach nicht am dt. Wesen genesen. Wenn GR ausscheidet, haben sich Muddi Merkel und Rolli aber kräftig verrechnet. Und sie wollen es nicht eingestehen, und sie lassen sich das ein Menge kosten. Oder besser: uns allen.

In Wahrheit haben sie den Karren kräftig an die Wand gefahren. Die Europa -Idee ist nur mehr Gefeilsche ums Geld.

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wann kriegen die griechen endlich den unvermeidlichen tritt ?


weitere finanzhilfen haben dieselbe wirkung, als wollte man mit einem gartenschlauch den aral-see auffüllen .

Gast: pluto99
24.07.2012 21:08
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Pleite ist kein Problem

Ein Pleite ist für Griechenland kein Problem. Dann sind alle Schulden weg und der Staatsbesitz ist erhalten. Also pokert G weiter. Das ist zumindest rational bei der griechischen Seite.
Aber die Geldgeber verhalten sich wie ... (das Wort möchte ich jetzt nicht scheiben)

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Re: Pleite ist kein Problem

Dann müßten sie aber zu arbeiten anfangen, und das effektiv, sonst haben sie nichts zu essen, so sieht es aus.

Gast: luna55
24.07.2012 21:05
0 0

Pleite ist kein Problem

Ein Pleite ist für Griechenland kein Problem. Dann sind alle Schulden weg und der Staatsbesitz ist erhalten. Also pokert G weiter. Das ist zumindest rational bei der griechischen Seite.
Aber die Geldgeber verhalten sich wie ein T....

Gast: hahahallo
24.07.2012 19:58
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Werner und Mitzi, ich bitte um ein Statement

Echt unfassbar. Macht dem Dreck endlich ein Ende, sonst rutscht Europa wirklich noch zu einem zweiten Afrika ab.

Man sollte Griechenland einfach enteignet und denen den Boden unter dem Arsch wegpfänden.

So ein paar schöne Inseln wären ja was feines.

Jede Wette, das diese Lumpen bis zum bitteren Ende in der Eurozone bleiben und falls es doch kein neues Geld gibt oder doch keinen Schuldenschnitt gibt (ich glaube es wird beides geben) dann reißen sie uns aus trotz in den Abgrund

Antworten Gast: HB4242
24.07.2012 21:30
2 0

Re: Werner und Mitzi, ich bitte um ein Statement

Nur keine Panik, dass wird ein gutes Geschäft für uns !!! (hat jedenfalls die Mitzi gesagt ....)

Gast: Test Again
24.07.2012 19:04
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Frag die Nationalbank

Zoellner und Duchatzcek werden es schon wissen, was zu tun ist - die Schotter Mizzi laesst die beiden jedoch nicht vor den Vorhang:::

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Höchste Alarmstufe

in Brüssel. Jetzt fliegt auch noch der Herr Barroso nach Athen und macht Griechenland zur Chefsache. Geht's noch, Genosse Barroso? Oder haben Sie vielleicht Angst, dass die EU wirklich den Bach runter geht? Könnte es sein, dass Sie Ihre Felle davonchwimmen sehen und wollen nun die Notbremse ziehen? Dafür könnte es allerdings schon zu spät sein. Griechenland, Spanien, Italien u.a. sitzen in einem beispiellosen Dilemma, da können Sie auch nichts mehr ausrichten. Seien Sie doch ehrlich und geben Sie zu, dass die EU ein Saustall ist, der auch durch Ihre Rettungsaktion, sollten Sie ihren Flug nach Athen darunter verstehen, nicht suaberer wird. Das Desaster in unabwendbar und eine Besserung ist nirgends nicht in Sicht.

Re: Höchste Alarmstufe

betrifft letzter Satz: nirgends nicht ist falsch. Bitte das "nicht" wegdenken.

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Re: Re: Höchste Alarmstufe

nicht so streng sein mit den azzuri ;-)

Re: Re: Höchste Alarmstufe/Pilatus

Ihre Sorge in Ehren! Der Satz ist zwar so nicht korrekt, dennoch so herrlich ÖSTERREICHISCH! In Zeiten von "SchDenglisch" eine Labsal! Danke! ;o)))

Re: Re: Re: Höchste Alarmstufe/Pilatus

Ihr habst's Sorgen, Leute... ich Sage Grexit lieber heute als morgen...die kommen doch eh nicht mehr hoch...was soll man machen...? An Griechenland: Man muss halt mehr arbeiten und seine Steuern zahlen, so einfach ist das...!

Re: Re: Re: Re: Höchste Alarmstufe/Pilatus/SilviaG

Ma, klingt des super! Würden Sie das, bitte, einem Griechen/einer Griechin, die trotz heftigem Bemühen nicht und nicht zu Arbeit und damit Einkommen kommen, genau so,wie Sie es geschrieben haben, waagrecht ins Gesicht schwadronieren? Ich lade Sie herzlich dazu ein. Sie sollten aber vorher Vorsorge für Ihre Begräbniskosten getroffen haben, denn die Häls*I*nnen der so "Beratschlagt*I*nnen sind so dick, dass sie glatt normales Körpergewicht erreichen.

 
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