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Moody's droht auch EFSF mit Entzug der Bestnote

25.07.2012 | 08:14 |   (DiePresse.com)

Moody's senkt den Ausblick für die Bonität von stabil auf "negativ". Das ist eine Folge der schlechteren Ausblicke der EFSF-Garanten Deutschland & Co.

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Die US-Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF von stabil auf negativ gesenkt. Dies sei eine Konsequenz der neuen Ausblicke für die Kreditwürdigkeit Deutschlands, der Niederlande und Luxemburgs und damit den Garanten des EFSF, teilte die Ratingagentur am Dienstag mit. Zuvor hatte Moody's bereits den Ausblick der drei Staaten von stabil auf negativ gesenkt.

"Der negative Ausblick wiegt nicht die Tatsache auf, dass der EFSF trotz der unsteten Märkte ein etablierter und vertrauenswürdiger Emittent ist", sagte EFSF-Chef Klaus Regling. Dies hätte die jüngste Auktion von Papieren gezeigt. Da der Moody's-Ausblick eine Perspektive von 12 bis 18 Monaten habe, stehe in "nächsten Zukunft" keine Änderung des EFSF-Ratings an.

Wie zuvor bei den drei Euro-Ländern blieb Moody's auch beim EFSF bei der Bestbewertung AAA für die Kreditwürdigkeit. Allerdings ist ein negativer Ausblick der erste Schritt für eine Abwertung. Moody's warnte, der Fonds könnte seine Bestnote innerhalb der kommenden 12 bis 18 Monate verlieren. Dies wäre vor allem der Fall, wenn den wichtigsten Bürgen ebenfalls ihre Topnote entzogen würde. Für die Entscheidung, die Aussichten für Deutschland, Luxemburg und die Niederlande auf "negativ" zu setzen, hatte die US-Ratingagentur die "wachsende Unsicherheit" über den Ausgang der Schuldenkrise in der Eurozone angeführt.

EFSF seit 2010

Der Rettungsfonds EFSF war im Jahr 2010 ins Leben gerufen worden, um den angeschlagenen Euroländern unter die Arme greifen zu können. Die benötigten Mittel leiht sich der Fonds am Finanzmarkt, die Euroländer garantieren dafür. Bisher muss der Fonds vergleichsweise niedrige Zinsen zahlen, da er mit der besten Kreditwürdigkeit (AAA) bewertet wird.

Der Fonds finanziert derzeit Finanzhilfen für Irland und Portugal und unterstützte Griechenland bei der Rekapitalisierung seiner Banken. Auch den spanischen Banken sollen zunächst Hilfen aus dem EFSF-Topf zugutekommen. Der EFSF-Fonds soll durch den dauerhaften Rettungsfonds ESM ersetzt werden.

Auch deutsche Bundesländer "negativ"

Am Dienstag senkte Moody's außerdem den Ausblick der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt von "stabil" auf "negativ". Die Überprüfung der Länderratings erfolgt, weil Bund und Länder eng verflochten sind. Aus dem gleichen Grund überprüft Moody's auch mehrere niederländische Ratings.

(APA/AFP)

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31 Kommentare
 
12
Gast: Oje:
25.07.2012 20:00
1 0

Moody 's the job we do!

Ojemine!

Gast: africano
25.07.2012 17:06
2 2

Stellen sich Eurpöpäer nur so blöd an ,

oder sind síe wirklich so blöd ubd lassen von den Amis mit einen Nasenring durch die Strassen ziehen.

1 1

Re: Stellen sich Eurpöpäer nur so blöd an ,

Ja! Sie sehen ja wie gegen die eigene Währung geschimpft wird. Tun das etwa auch die Amerikaner?

Führen völkerrechtliche Verträge, die u. Umständen auch noch verfassungswidrig sind zu einer massiven Belastung Österreichs?

Deshalb:

http://www.avaaz.org/de/petition/Vorabprufung_von_ESM_und_Fiskalpakt_durch_osterr_Verfassungsgerichtshof/

Na dann

WERDEN DIE RETTUNGSSCHIRME ABER SEHR TEUER.

Wenn EFSF schon agstuft wird (obwohl da die Hilfsempfänger aus der Haftung rausfallen) dann wird der ESM schon entsprechend schlechter starten weil da ja die Pleitestaaten auch noch mithaften und das die dann zahlen glauben die Rating-Gurus eh ist.

Bin mal gespannt wann die Rettungsschrime nicht mehr zu bezahlen sind weil die Zinsen in der "todeszone" sind.

Die rutschbahn für die Währungsunion wird immer steiler, die Abfahrt immer schneller und eine Ausfahrt falls eine gibt ist bis jetzt noch gesperrt.

Na dann gute Nacht, wir werden uns im Elend wiederfinden.

0 0

Re: Na dann

Der ESM wird sich mit banklizenz wohl das Gold von der EZB holen.

Gast: 1. Parteiloser
25.07.2012 11:57
4 0

Der EFSF kann doch kaum eine Bonität haben!

Die Funktion ist doch den zahlungsunfähigen Staaten deren Staatsausgaben weiter zu finanzieren. Um diese Aufgabe erfüllen zu könne bedient sich der EFSF dem zusätzlichen Schuldenmachen. Es ist also ein Instrument, welches selber Schulden macht damit die zahlungsunfähigen Staaten weiter Schulden machen können.

Ein solches Konstrukt kann prinzipiell keinerlei Bonität bekommen. Die Haftungen, wie zB aus Deutschland, sind zwar vorhanden können aber durchaus zurückgenommen werden. Dass D selber schon 2 Billionen Schulden hat und nur wegen der Minizinsen ein brauchbares Defizit darstellen kann, das hebt die Bonität des EFSF doch endgültig aus.

Mit dem ESM ist es ganz das Gleiche!

Am Ende dienen diese Konstruktionen nur dazu den Banken und Versicherungen den Ausstieg aus den Staatsanleihen zu ermöglichen. Irgendwann werden die gesamten Staatsschulden der Eurozone (10 Billionen Euro!)bei den Staatsbanken, bei den Rettungsfonds und der EZB gelandet sein.

Wen kümmert's ...

...außer den Zeitungen? Immerhin sind es schon keine Top-Meldungen mehr, sondern zweitrangige. Wir werden es noch erleben, dass es unter "Sonstige Meldungen" rangiert.

Interview mit DGB-Chef Sommer

"Bekämpfung der Krise in Europa?"

"Sommer: Zwangsanleihen bei Reichen, die verzinst zurückgezahlt werden, sind als Lastenausgleich eine vernünftige Maßnahme. Damit haben wir in Deutschland nach 1945 gute Erfahrungen gemacht. Über diesen Beitrag der Reichen und Vermögen den könnte man ein Wiederaufbauprogramm für Europa finanzieren, von dem auch Deutschland extrem profitieren würde."

Merken Sie etwas ? Der Mann spricht nicht von einer Sanierung Europas, sondern davon, dass man ein WIEDERAUFBAUProgramm finanzieren könnte.

Klingelt es ? Oder bilde ich mir da nur etwas ein ? Habe ich etwas verpasst ? Hat sich Sommer irrtümlich verplappert ? Wiederaufbau gibt es doch nur nach einem Krieg, oder ?...

Re: Interview mit DGB-Chef Sommer

Ich denke, man darf die Slogans nicht wirklich gem. deren normaler Bedeutung messen. So sprach man auch für GR bereits von einem Wiederaufbauprogramm, so wie für Europa nach dem Krieg für den Wiederaufbau der zerstörten Fabriken, Infrastruktur, etc.

Das die Situation, wie z.B. beim GR-Beispiel, eine ganz andere ist, wird dabei "übersehen". Denn es klingt halt gut bei Interviews, Ansprachen, etc.

Daher wird man sich an solche "Versprecher" wohl gewöhnen müssen.

Re: Re: Interview mit DGB-Chef Sommer

Stimmt auch wieder. Aber diese ewigen Negativmeldungen haben mich schon übertrieben hellhörig gemacht.

Re: Interview mit DGB-Chef Sommer

Ich würde eher sagen, dass Sommer Europa schon jetzt als Ruine sieht und deswegen von einem Wiederaufbau spricht. Und so ganz unrecht hat er nicht. Europa und speziell die EU ist einem ruinösen Zustand, doch das verschweigen die Politiker nur allzu gern.

Re: Re: Interview mit DGB-Chef Sommer

Sehr geehrter Pilatus,

das sehe ich genauso, aber die Diktion hat mich etwas irritiert, daher mein Unverständlnis.

MfG L.W.

Wahlkampfhelfer

Die USA ist im Wahlkampf und alle helfen mit.

Selbst die "unabhängigen" Ratingagenturen als Werkzeug der republikanischen US-Weltmacht-Politik Mitt Romneys werfen sich in die Schlacht. Soviel Patriotismus auf einmal, beeindruckend.

God bless America! Aber haut's Euch bitte über die Häuser ...

ESFS

Bitte, wie hoch sind die Verpflichtungen die der EFSF bisher, inkl. spanischer Banken, eingegangen ist, liebe Presse..?

Re: ESFS

Lt. FAZ vom März(!) 2012 ca. 200 "verplante" Milliarden. Dazu kommen nun die spanischen Banken, wozu 100 Milliarden kolportiert werden. das wären dann im Augenblick rund 300 Milliarden.

Zusatz:
Während es für die ESFS-Gelder nur Haftungen der anderen gibt (also Zahlungen nur, wenn die versorgten Länder in Insolvenz gehen, oder die nächsten Schuldenschnitte folgen, ist es beim ESM jedoch anders.

Hier müssen die Versorger bereits Basiskapital einzahlen (Österreich ca. etwas mehr als 2 Milliarden). Wobei diese Kapitaleinzahlung, auf einfachem Abruf hin, aufgestockt werden muss (Österreich fast 17 Milliarden). Es gilt das 16% seines Kreditvolumens durch Bareinzahlungen gedeckt sein muss. Der Rest sind wieder Haftungen.

Wenn der EFSF seine Bestbonität verliert, dann sind auch für bereits aufgenomme Gelder höhere Zinsen fällig

Führen völkerrechtliche Verträge zu einer enormen Belastungswelle in Österreich?

www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/473513_esm_und_fiskalpakt_verfassungswidrig.html

www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/474120_petition_vorabpruefung_von_voelkerrechtlichen_vertraegen.html

Hmm...

interessiert das überhaupt noch jemanden wen die runterstufen? ich les mir die Artikel gar nicht mehr durch...

Re: Hmm...

Sehe ich auch so. Muss man realistisch sehen - im Grunde wissen wir ja ohnehin, dass die laufende Überschuldung ins Desaster führen muss. Ratings beeinflussen ja nur die Zinssätze, d.h. die Geschwindigkeit des Abstiegs.
Solange andere noch schlechter dastehen, können wir uns billiger verschulden.

wie wird denn der EFSF finanziert?

mit Schulden, wie kann man da AAA haben, normal müsste der ja sowieso auf Ramsch gestellt werden!

Re: mit Schulden, wie kann man da AAA haben

Ganz einfach. Das ist bewertet nach jenen Ländern, welche die Schulden zurück bezahlen müssen, wenn jene Länder welche diese Kredite bekommen haben, das nicht mehr selbst tun.

Das Kreuz bei der Sache ist, dass diese Ausfallshaftungen "irgendwann" einmal zu den normalen Schulden der Haftenden, zumindest zur Bewertung, mit dazu gezählt werden.

PS: haften Sie einmal als Bürge für Ihren Nachbarn und versuchen Sie danach selbst einen Kredit zu bekommen. Sie haben mit der Bürgschaft das idente Problem, wie wenn Sie den Kredit selbst aufgenommen hätten.

Diktatur der...

....Finanzmärkte?

oder Diktatur der Ratingagenturen?

Gast: *** Mark Poller ***
25.07.2012 07:38
2 0

Die Ratingagenturen sind nur der Fiebermesser, der die Temperatur anzeigt.

Die Ratingagenturen sind nur der Fiebermesser, der die Temperatur anzeigt. Man kann ihnen vieles vorwerfen, aber ZU NEGATIV haben sie noch nie bewertet, zu positiv schon oft.

Und ehrlich:

*) Soll ein Staat, der bei 9 Millionen Einwohnern 330 Milliarden Euro Schulden angehäuft hat,

*) soll ein Staat, der seit 40 Jahren alljährlich viele Milliarden mehr ausgibt als einnimmt,

*) soll ein Staat, der trotz gutem Wirtschaftswachstum jährlich 10 Milliarden Euro neue Schulden braucht um seine ständig steigenden Ausgaben zu bedienen,

soll so ein Staat die höchste Bonität, das höchste Vertrauen bekommen, den Geldgebern ihr sauer verdientes Geld jemals wieder zurückzuzahlen?

Berechtigte Zweifel, nicht wahr?

Also ist das AAA bald weg.

Detto jetzt auch in Deutschland. Die 300 Milliarden "Rettungsgeld" kann auch D nicht leisten.

Gast: nestbeschmutzer
25.07.2012 07:29
5 1

wetten???

DOMINODAY kommt sehr bald. Dann sind 4 Tage alle Banken geschlossen, auch die Börsen, und danach werden wir dann mit was ganz Neuem konfrontiert. Keinen Euro mehr, massivst abgewertete Nationalwährungen, und das beschleunigt dann die rasante Fahrt nach unten. Dann hat die Wallstreet gewonnen, und die USA als Sieger haben ihren Dollar gerettet......wetten?

Re: wetten???

sie wollten den Dollar entmachten war der plan, die Amis haben aber zurückgeschlagen AUTSCH.

Antworten Gast: verwunderter
25.07.2012 08:14
1 4

Re: wetten???

wetten, sie haben keine ahnung;)?

 
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