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Eurogruppe: EFSF soll spanische Anleihen kaufen

26.07.2012 | 08:45 |   (DiePresse.com)

Durch die Aktion soll die Zinslast Spaniens gesenkt werden. Bislang hat nur die EZB Staatsanleihen in großem Stil erworben.

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Die Euroländer erwägen einem Zeitungsbericht zufolge, mit Hilfe des Rettungsfonds EFSF spanische Staatsanleihen von privaten Banken zu kaufen und so die Zinsen für das südeuropäische Land zu senken. Die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe) zitierte einen EU-Diplomaten mit den Worten: "Falls Madrid einen Antrag stellt, sind wir bereit zu handeln." Man hoffe, damit die Märkte zu beruhigen.

Die Rendite für am Markt gehandelte zehnjährige spanische Anleihen beträgt zurzeit über sieben Prozent. Manche Experten gehen davon aus, dass Spanien die hohen Risikoaufschläge nicht dauerhaft bewältigen kann und als gesamtes Land internationale Hilfen in Anspruch nehmen muss. Bisher wurden der Regierung bis zu 100 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds EFSF zugesagt, um marode Banken in dem Land zu sanieren, das noch immer unter einer geplatzten Immobilienblase und einer hohen Arbeitslosigkeit leidet.

Bislang kaufte nur EZB Staatsanleihen

Bislang hatte nur die Europäische Zentralbank (EZB) in großem Umfang Staatsanleihen von Problemländern in der Eurozone gekauft. Dieses Programm ruht aber gerade. Auch, weil man darin ihre Unabhängigkeit gefährdet sieht.

Der EFSF darf Staatsanleihen nur kaufen, wenn es in dem betroffenen Land ein ungelöstes Problem im Bankenbereich gibt, berichtet "Spiegel Online". Das wäre im Fall Spanien, wie oben erwähnt, gegeben. Der spanische Finanzminister Luis de Guindos wirbt daher auch in Gesprächen mit europäischen Kollegen dafür, dass der EFSF Käufe am Sekundärmarkt tätigt, wie die "Süddeutsche" berichtet. Der Sekundärmarkt ist jener Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden.

Von Seiten der deutschen Regierung gibt es bisher keine offizielle Stellungnahme. Anleihenkäufe werden laut Insidern aber nicht generell abgelehnt, insofern die Sanierung des Bankensektors vorankomme.

(APA/Reuters)

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38 Kommentare
 
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Entsteht durch völkerrechtliche Verträge eine kaum abschätzbare Belastung für Österreich?

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/milliardengrab-eurorettung-d228001.html

Gast: pleiti
26.07.2012 14:03
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ein weiterer Schritt zu den vereinten Schulden von Europa

Mit den Anleihenkäufen kommten man nur weiter zur Schuldenunion. Spanien kann doch seine 1000 Mrd. Nettoauslandsschulden bei einer negativen Leistungsbilanz nie zurückzahlen.

Statt private Gläubiger kommen nun staatliche Gläubiger.

Die sind total überschuldet und gehören raus aus dem Euro.

Da plündern noch alle Rettungsfonds aus und steigen dann aus dem Euro aus.

Das ist das Ende des Euros samt der EU.

Für Österreich: sofortiger Austritt Österreichs aus dem Euro.


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Vom Euro Ausstieg würde ich (noch) abraten

Jetzt steht Österreich auch nicht mehr so gut laut internen US-Studien da, aber auf einem Niveau gemeinsam mit Frankreich, Belgien, Holland. Es würde reichen einige der GIIPS Staaten (Griechenland Italien Irland Portugal Spanien) auf eigene Währung umzustellen und davor haben die Politiker und Ökonomen schon Angst. Wenn jetzt ein Land wie Österreich, das leichte Probleme hat und mittlere bekommen könnte aber sicher nicht so katastrophal aufgestellt ist, die Eurozone verlässt, dann möchte ich mir die Reaktion auf den Weltmärkten am Tag darauf mit Spannung ansehen. (Wahrscheinlich die totale globale Panik und totale Paranoia, weil ein mittelgutes Land aus dem Euro aussteigt) Die Idee halte ich genauso, wie das komplette Ende des Euros als zweit wichtigste Weltwährung eher für riskant und kaum abschätzbar.

Gast: Boxenstop
26.07.2012 13:50
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Von Seiten der deutschen Regierung gibt es bisher keine offizielle Stellungnahme.

Angeblich arbeiten sie noch daran, die neuen Gummis bei Schäubles Fahrzeug aufzuziehen.

Gast: 1. Parteiloser
26.07.2012 13:41
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Das wird Italien dann auch wollen!

Nur, der EFSF (auch ESM) werden dafür viel zu klein sein.

Re: Das wird Italien dann auch wollen!

Nur keine angst das wird dann schon passend gemacht.

Der ultimative Schritt ist dann EFSF und ESM mit einer Bankenlizens auszustatten und schon hat man UNBEGRENZTE Gelddruckmöglichkeiten.

Das wird passieren und zwar wenn der ESM von allen ratifiziert wurde und der ESM sich die Bankenlizens selber austellen kann. Und das kann er weil er niemanden Rechenschaft schuldig ist und weitere "Instrumente" zur krisenbewältigung selbstständig ins Leben rufen darf.

Es wurden bisher alle Verträge usw. zu gunsten der Euro-Rettung kommentarlos gebrochen, da wird der EFSF , ESM und die EZB nicht ausgenommen bleiben.

Re: Re: Das wird Italien dann auch wollen!

Sehe ich auch so. Was zu klein ist, wird aufgestockt. Aber die Erfahrung der gebrochenen Verträge lässt auch Hoffnung: Möglicherweise wird´s (wenn dann endlich alle verstanden haben, dass es sich *so* nicht ausgehen *kann*) auch beim ESM nicht anders sein.

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.07.2012 09:09
0 0

Re: Re: Re: Das wird Italien dann auch wollen!

Welche Aufstockungen werden gebraucht?

Wenn man davon ausgeht, dass die Staaten der Eurozone die Staatsanleihen niemals zurückzahlen werden, dann wird es wohl im die gesamten Staatsschulden von 10 Billionen gehen, welche von irgendwas übernommen werden müssen. Zu diesen 10 Billionen kommen dann noch jedes Jahr zwischen 0,5 Billionen und 1 Billionen an der gewünschten und geplanten Neuverschuldung.

Die Umschichtung dieser irren Schulen von den Banken auf "Irgendetwas" wird wohl auch relativ schnell gehen müssen. Weil aber dieser Bedarf so rasch erfüllt werden muss, so sind die bürokratischen Rettungsfonds wahrscheinlich dazu niemals fähig. Diese Beamtenhaufen werden das auch dann nicht schaffen, wenn diese die rechtlichen Möglichkeiten dazu haben.

Ich gehe eher davon aus, dass erhebliche Teile der Schulden direkt bei der EZB landen werden, weil nur diese zu den schnellen Reaktion fähig sein wird. Der kleinere Teil des Bedarfs wird dann über die Rettungsfonds abgewickelt, am Ende aber auch bei der EZB landen.

Den Bedarf, egal wie immer, zu erfüllen, ist aber nichts anderes als die Probleme der Unfinanzierbarkeit der komischen Planwirtschaften in die Zukunft zu schieben und Massenarmut zu provozieren. Lösungen für die Europäer sind damit nicht verbunden, nur Lösungen für die Planwirtschafter, damit diese weiter abkassieren können und sich dem Umverteilungswahnsinn widmen können.

Re: Re: Re: Re: Das wird Italien dann auch wollen!

Genau deswegen ist ja angedacht EFSF/ESM eine Bankenlizenz zu geben.

Die EZB darf rein formal die ja nur am Sekundärmarkt aufkaufen, das bedeutet das die Banken die erst kaufen müssen und dann an die EZB weiterverkaufen. die EZB muss dafür den Banken erst mal Geld geben. zahlt also 2x.

Gibt man dem Rettungsfonds eine Bankenlizenz dann kann der direkt bei der EZB Geld abrufen, Staatsanleihen kaufen und dann ???? genau irgendwann abschreiben !!!!!!

Man lässt die Banken aussen vor, die Bilanz der EZB sieht dann auch gut aus, nur der Rettungsfonds hat dann die Risiken in der Bilanz. Zinsen interessieren dann auch keinen mehr, weil sich der Rettungsfonds ja über die EZB finanziert kann mit der Bankenlizenz und die beiden können die Zinsen unter sich ausmachen, die dann wohl bei 1% belassen werden.

Das ist im Prinzip das was die FED macht nur das halt die EZB dies dann indirekt über die Rettungsfonds macht, weil es direkt ja nicht erlaubt ist.

sozusagen wieder mal eine Aushebelung der geschlossenen Verträge.

Gast: gast111
26.07.2012 13:37
0 2

man stelle sich vor man würde

das geld und die kapazitäten an wissenschaftlern anstelle für rüstungsentwicklung in die entwicklung von umweltechnologien investieren

da hatten alle was davon und uns allen würde es besser gehen, aber diese hunderte milliarden usd werden lieber dahingehend investiert, um geräte zu entwickeln, welche immer mehr und effektiver menschen töten können

Gast: gast111
26.07.2012 13:26
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wie lange soll das noch so weiter gehen??

was wurde eigentlich bis jetzt am bankensystem verändert??

nichts, jetzt kommen sie langsam drauf, dass man zinsmanipulationen der banken eventuell verbieten sollte und das ganze mit einem gesetz inkl. strafrahmen untermauern sollte

bonis gibt es für die banker weiterhin, auch wenn sie den ganzen karren an die wand fahren, höchste gehälter werden sowieso bezahlt, und wenn nichts mehr geht, steht der steuerzahler bereit und haut die kerle von der bank raus

wie lange geht das noch so weiter???

Re: wie lange soll das noch so weiter gehen??

Die EU macht doch mit der EZB auch NICHTS ANDERS ALS DIE ZINSEN ZU MANIPULIEREN!!!!!!!!!!!!!!

Die Aufkäufe der EZB heizen die Nachfrage KÜNSTLICH an was die Zinsen zum sinken bringt.

Was ist das anderes als eine Manipulation ????????


Wie vor 70 Jahren

immer weiter, immer weiter, nur nicht aufgeben die Wunderwaffen werden uns den Sieg bringen.

Und wie ging es damals aus ??? Weiß ja jeder !!!!

Das Ende ist ganz klar da braucht man keinen Professor dafür.

Re: Wie vor 70 Jahren


Die hatten aber schon mehr drauf!

Außerdem haben sie nicht für Fremde gearbeitet!

Sondern für das eigene Volk!


Re: Re: Wie vor 70 Jahren

Naja aber immerhin arbeiten die heutigen ja "angeblich" FÜR das große Ganze !!!!! (sprich für Europa )

Auch nicht ganz unbekannt wenn man Europa durch nationale Staaten ersetzt ;-)



Antworten Gast: Geld istweg!
26.07.2012 11:46
5 0

Re: Täter Euro - Das Spiel ist aus! Sehr ausgewogener, sachlicher und informativer Beitrag

Hätten nur Österreichs Politiker ein annähernd so hohes fachliches Wissen und würden doch Österreichs Qaulitätsmedien ähnlich sachliche und informatve Berichte schreiben!

Re: Re: Täter Euro - Das Spiel ist aus! Sehr ausgewogener, sachlicher und informativer Beitrag

Naja, die Behauptung im Artikel, eine Bank müsse zwangsweise Pleite gehen, weil Sie angeblich Kredite jenseits aller Risikobewertung vergeben müsste und ihren Profit zwischen 0,75% (Leitzins) und 6% (Anleihenkupon) unmöglich finden könnte, ist aber schon ein wenig auffälliger Unsinn.
Ist aber aus meiner Sicht nur ein Detail - ansonsten kann ich mich anschliessen.

Daraus ergeben sich neue Fragen

Wer entscheidet denn jetzt über die zusätzlichen Milliarden. Die deutschen Abgeordneten sind ja alle im Urlaub!

http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/07/26/spanien-braucht-jetzt-doch-mehr-als-100-milliarden/

Re: Daraus ergeben sich neue Fragen

Hier muss KEINER der Parlamente mitentscheiden.

Denn der EFSF darf Staatsanleihen aufkaufen, WENN in dem Staat ein UNGELÖSTES Bankenproblem vorliegt.

Dies wurde bereits mit der Bewilligung der 100 MRD festgestellt und damit kann der EFSF ALLEINE entscheiden was er tun möchte.

Der Urlaub der dt. Politiker ist allso nicht gefährted ;-)

Vorschlag aus der Krise!

Wir brauchen Experten wie Laura Rudas, Herrn Nowotny oder den Strasser Ernstl ... dann gehen wir endlich schnell unter.

Gast: hahahallo
26.07.2012 10:52
7 0

lieber herr faymann,

wenn der karren dann an der wand endgültig zerschellt ist, treten sie dann zurück? und nehmens auch die mitzi mit?

Gast: Goldi1001
26.07.2012 10:49
6 0

Aufweichen aller Regeln

hier sieht man ganz genau wo es hinführt wenn Karlsruhe den ESM genehmigt. Alles was bis jetzt gemacht wurde ist, alle kriterien zu umgehen oder wie jetzt es wird aufgeweicht.
Wenn der ESM wirklich kommt dann gibt es ein ausbluten Deutschlands und dann der zusammenbruch. Wie können die Pigs-Länder sparen? es geht garnicht, wenn sie jetzt noch Beamte entlassen wird die Kriese sich noch mehr verschärfen. Wo sollen sie noch sparen? Sozial ist doch auch kaum was zumachen.
Die Pigs können nur durch Abwertung ihrer eigenen Währung noch durchhalten und sich dann neu für den Euro aufstellen, Fazit: Deutschland ist zu Stark und muss aus der Währung Euro raus.

2 jahre rettungsversuche und die patienten siechen



weiter dahin.
was sind das für retter?


Re: Egal was jetzt getan wird, es ist nicht mehr aufzuhalten

Wobei man fairerweise anmerken muss, dass das "Hindenburg-Orakel" derart selten auftritt, dass es für tech. Analyse nahe wertlos ist. Das Auftreten ist für eine Verwendung statistisch nicht signifikant genug. Somit sind die verwendeten Werte geradezu klassisches "curve-fitting".

 
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