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Frankreich und Italien für Rettungsschirm ohne Limit

31.07.2012 | 12:47 |   (DiePresse.com)

Wichtige Euro-Länder und führende EZB-Mitglieder fordern laut einem Bericht, dass der ESM auf Kredite der Zentralbank unbegrenzt zugreifen kann. So könnte der Fonds in großem Stil Staatsanleihen von Krisenländern kaufen.

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In der Eurozone gewinnen laut einem Medienbericht Überlegungen an Gewicht, die Mittel des künftigen Euro-Rettungsfonds ESM deutlich zu vergrößern. Dem ESM solle Zugriff auf Kredite bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ohne jedes Limit gewährt werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf EU- und Eurozonen-Vertreter. Zu den Befürwortern zählen demnach wichtige Eurostaaten wie Frankreich und Italien sowie führende Mitglieder des EZB-Rats.

Frankreichs Präsident Francois Hollande empfängt am heutigen Dienstag in Paris den italienischen Regierungschef Mario Monti. Dieser sagte vor seiner Abreise zu "RadioRai": "Man sieht endlich das Ende des Tunnels. (...) Die einzelnen Regierungen sind jetzt stärker bereit, ihren Teil zu leisten und ihre Hausaufgaben zu machen". Ob damit auch Deutschland gemeint ist? Der Druck auf die größte Volkswirtschaft der Eurozone steigt jedenfalls von Tag zu Tag. Zuletzt meldete sich auch US-Finanzminister Timothy Geithner zu Wort. Er erwartet sich kühnere Schritte zur Lösung der Krise. Die Regierung lehnt aber so weitreichende Maßnahmen wie den unbegrenzten ESM ab - genauso wie die Bundesbank, die eine zu hohe Inflation befürchtet.

Anleihenkauf in großem Stil

Die Idee hinter dem neuen Vorschlag: Ein Rettungsschirm ohne Limit soll Länder wie Spanien und Italien unterstützen, indem er in großem Stil Anleihen dieser Staaten kauft. Durch künstlich geschaffene Nachfrage könnten so die Zinsen für Investoren wieder auf ein erträgliches Niveau gedrückt werden. Der ESM dürfte die gekauften Anleihen bei der EZB als Sicherheiten hinterlegen, im Gegenzug erhielte er frisches Geld, das er erneut zur Unterstützung wankender Euro-Staaten einsetzen könnte.

Ähnliche Überlegungen sind spätestens seit Dezember bekannt. Es sei aber "niemals konkret darüber geredet" worden, zitiert die "SZ" einen hohen EU-Diplomaten. Angesichts der Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre, in denen ständig aufs Neue an der Ausstattung der Fonds gezweifelt worden sei, hätten Experten und Politiker jetzt aber beschlossen zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen "der Fonds einen direkten Zugriff auf die Europäische Zentralbank erhalten sollte". Für Ex-EZB-Chefökonom Jürgen Stark wäre diese Maßnahme jedenfalls ein klarer Verstoß gegen das europäische Recht (mehr dazu ...).

EZB dämpft Erwartungen auf Anleihenkauf

In EZB-Kreisen wurde unterdessen die Erwartung gedämpft, dass der Rat bereits an diesem Donnerstag beschließen könnte, schnell Staatsanleihen von Spanien aufzukaufen. Mehrere Notenbanker sagten der Zeitung "Die Welt", wer einen konkreten Beschluss für sofortige Anleihekäufe erwarte, werde womöglich enttäuscht.

Erste Reaktionen auf den Bericht der "Süddeutschen" gibt es bereits: So sagte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn im ARD-Morgenmagazin, der Rettungsfonds solle "nicht Geld ohne Limit und ohne Bedingungen" bekommen. "Wir müssen ein Instrument entwickeln, das effektiv die Spekulation unterbindet", erklärte er.

"Ich will kein Deutschland haben, vor dem man Angst hat, von dem man fürchtet, es könnte sich isolieren"
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn


Zum Streit mit Deutschland über die finanziellen Lasten der Krise sagte er: Wenn Deutschland denke, ohne den Euro gehe es ihm besser, sei dies "extrem gefährlich". "Deutschland war immer stark, wenn es europäisch war", sagte Asselborn. "Ich will kein Deutschland haben, vor dem man Angst hat, von dem man fürchtet, es könnte sich isolieren", ergänzte er.

Mehrere Ankündigungen der vergangenen Tage haben die Märkte auf einen neuen Rettugsplan hoffen lassen. So erklärten Angela Merkel und Francois Hollande, dass sie "alles tun werden", um die Eurozone zu rette (mehr dazu ...). EZB-Chef Mario Draghi sorgte mit ähnlichen Aussagen für Schlagzeilen (mehr dazu ...). Und auch Eurogruppen-Chef Jean-Claude meldete sich mit einem dramatischen Appell zu Wort: Der Zerfall der Eurozone drohe, man müsse jetzt "alle verfügbaren Mittel" anwenden (mehr dazu ...).

(APA/AFP/Red. )

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548 Kommentare
 
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Es gibt keine Alternative zum Gelddrucken

Oder doch: die Insolvenz von GR, SP und IT. Was das für die EZ und für ganz Europa bedeuten würde, kann man noch nicht einmal erahnen.

Wir dürfen nicht vergessen ...

... wer uns da reingeritten hat.
Auf die Grünen bin ich besonders hsppig. Die machten es für 5 Minuten des Ruhms.

Re: Wir dürfen nicht vergessen ...

Die machten es meiner Ansicht nach eher für irgendwelche vagen Mitregierungshoffnungen nach der 2013 Wahl. Aber is eh schon wurscht, zug'stimmt ham's.

Gast: Klaus3
01.08.2012 18:26
3 0

Bin

gespannt ob Merkel und co wieder im liegen umfallen

Gast: Ho-ho-ho
01.08.2012 18:07
10 0

Deutschland zweifelt


http://www.tagesschau.de/wirtschaft/euroschau140.html

Den Deutschen reicht es offenbar schön langsam, wenn das so offen kommuniziert wird.

Liebe Presse, sind Scheuch, Parkpickerl & Co. wirklich so wichtig, dass sie ganz oben auf der Seite sein müssen?

Gast: ausdemruder
01.08.2012 17:42
6 0

diese eu-euro volksvermögensumverteilungsmaschine kommt nun erst so richtig ins laufen.

eine bürgerentfremdete unsoziale eu bankerlobby in brüssel, ein eurounsinn,ein haufen tango korrupti eu länder die nur auf die steuergelder der heimischen arbeitnehmer und asvg pensionisten warten, weiterhin billionen verluste durch die börsen/bankenzockereien, keine regulierung dieser bankenmärkte, eine egoappartschik-paddeiunkultur die die interessen der hemischen arbeitnehmer und bürger sowie steuerzahler gar nicht mehr wahrnehmen kann., ein mieser sozialabbau bei den asvg invaliden und asvg pensionen durch faymann und die SPÖ, im interesse der banken dn reichen; usw..

kein wunder, dass die österreicher nur mehr arbeiten und bis zum umfallen zahlen sollen.

Österreich muss etwas unternehmen!

Die Türkei ist inzwischen zu einer Regionalmacht geworden und strebt zur Weltmacht! Österreicher können dies nicht ohne weiteres hinnehmen!

Re: Österreich muss etwas unternehmen!

Keine Angst - laut letzten Pressemitteilungen will die Türkei ohnedies nicht mehr zur EU. Nicht, das mich das stören würde, aber bezeichnend ist es allemal - wer will schon noch zu dem Schuldenladen.

2 1

Die Deflationsangst überwiegt aber!

Der Silberpreis ist heute in wenigen Minuten um 2,5% abgestürzt.

Wo sehen die Deutschen derzeit Inflationsprobleme?

Gast: Rett-uns-vor-diesem-Schirm
01.08.2012 16:28
3 0

Treue Freunde oder teure Freunde?

Na, na...Frankreich, Italien und Spanien wollen ja nur unser Bestes! Unser Geld.

Gast: advo
01.08.2012 16:20
4 0

Eurorettung

Laut Faymann und BP sei es wichtig den Euroraum zu retten. Aus dem vorhin angeführten Artikel ergibt sich ein perpetuum mobile der Haftungen und Schulden für jene Länder die noch nicht pleite sind. Die Frage ist arbeiten die beiden Herrschaften daran auch Österreich in die Pleite zu schicken. Der Österreicher als Aff in Deutschland, alles nachahmen auch wenn die historische Erfahrung total negativ ist!
Lieber heute weg aus diesem EU-Verein als morgen!

8 1

Unsere Staat,

und die Demokratie gehen zu Grunde, und das mit donnernden Applaus.

Die heutige EU erinnert mich stark an Deutschland Anno 1933!

1 0

Re: Unsere Staat,

Wohl eher Deutschland 1943, wo angesichts der sich abzeichnenden Niederlage noch fanatisch Durchhalteparolen gebrüllt werden.

"Wollt ihr den totalen Euro?!"

Ganz einfach - die EU-Befürworter zahlen.


Antworten Gast: Seppnbauer
01.08.2012 16:25
0 6

Re: Ganz einfach - die EU-Befürworter zahlen.

Gell, hast schon die Hose voll, dass sich Deine schöne Pension verflüchtigt. Vielleicht aLehrarin?

Re: Re: Ganz einfach - die EU-Befürworter zahlen.

Vorsicht, "Seppnbauer". Da Sie ja anscheinend Bauer sind, könnte bei einem Zusammenbruch der EU auch Ihre Landwirtschaftsförderung flöten gehen!

Davon abgesehen - es läuft auf eine Inflation hinaus, bei der ich mit mindestens 30% Vermögensvernichtung rechne. Schuldner haben da natürlich leicht lachen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Seppnbauer
01.08.2012 21:17
0 0

Re: Re: Re: Ganz einfach - die EU-Befürworter zahlen.

Ja, die Landwirtschaftförderung, welche meist nur die Großgrundbesitzer, die Nahrungsmittelindustrie und unnötige Genossenschaften abkassieren, die sollte auch endlich in die Geschichte eingehen. Mein eigenes Futter und mein eigenes Land, das bleibt mir dann auch. Liefern werde ich dann nur, wenn die Gegenleistung auch stimmt. I brauch den Mist nit!

Die Inflation interessiert mich auch nit, weil dann mei Grund noch mehr Wert wird und meine Leistungen noch höher bewertet werden. I kaf ja fast nix, I verrechne aber guat.

Schulden hab i an nit, lachen ko i trotzdem.

Die Bauern, die werden die Sieger des Zusammenbruchs sein. Koana red uns dann mehr drei!

Den Beamten, den Sozen, den Banken, allen Aktenschupfern, den geht's dann aber feicht eini! Hihihi!

Bricht das Kartenhaus bald zusammen und schlittert damit die ganze Eurozone in die Pleite?

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/475558_milliardengrab_eurorettung.html

Gast: Was heisst das jetzt
01.08.2012 14:32
6 0

Deutschland will nicht


http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/schlaglichter_nt/article108445379/Bundesregierung-lehnt-Banklizenz-fuer-ESM-ab.html

Wo ist denn jetzt der Unterschied, ob die EZB Anleihen direkt kauft, oder ESM das macht?

(ausser dass ESM uns tief in die Tasche greifen kann und das jederzeit und wir nix sehen und hören was sie mit dem Geld wirklich machen)



Gast: Sparverein
01.08.2012 14:27
6 0

Eurokrise: Startet die „Inflationsmaschine“?

Uns würde die werte Meinung der Frau Fekter
zur aktuellen Lage sehr interessieren.

Gast: entwederoder
01.08.2012 13:59
8 2

ka wunder, dass die SPÖ und faymann nun bei den asvg invalidenpensionen und kranken arbeitnehmern, sowie asvg pensionen massivst sozialabbau betreibt- die Sozialisten wollen sich eben nur mehr die casinobanken und misswirtshaftbetreibenden eurosüdländer leisten.


Re: ka wunder, dass die SPÖ und faymann nun bei den asvg invalidenpensionen und kranken arbeitnehmern, sowie asvg pensionen massivst sozialabbau betreibt- die Sozialisten wollen sich eben nur mehr die casinobanken und misswirtshaftbetreibenden eurosüdländer leisten.

Nun - die SPÖ ist der Kinderstube entwachsen und übt sich nun in Solidarität auf höherer Ebene.

Antworten Antworten Gast: kawunder
01.08.2012 17:47
3 0

Re: Re: ka wunder, dass die SPÖ und faymann nun bei den asvg invalidenpensionen und kranken arbeitnehmern, sowie asvg pensionen massivst sozialabbau betreibt- die Sozialisten wollen sich eben nur mehr die casinobanken und misswirtshaftbetreibenden eurosüdländer leisten.

die solidarität mit den geheimbündlern der bilderberger und reichen geldspekulanten, geht sogar soweit, dass die spö mit hundstorfer und faymann einen kahlschlag bei den asvg invaliden und asvg pensionen durchzieht.-ohne spö gewerkschaftswiderstand natürlich. auf die kleinen asvg hackler, angestellten und arbeitnehmer kann man leichter hinhauen,als auf die hochfinanz, die alles in der hand hat und die dann für einen sorgt.

Gast: 1. Parteiloser
01.08.2012 13:52
5 12

EZB wird die EU Fed

Und genau das macht nichts.

Endlich kämpft die EU mit den gleichen Waffen wie die FED. Und bei dieser Chancengleichheit bin ich mir sicher, dass die EU gewinnen wird.

Wir, die EU, werden gestärkt aus dieser Krise hervorgehen!

ps.: die ewige schwarzmalerei einiger hier nervt schön langsam.


 
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