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Frankreich und Italien für Rettungsschirm ohne Limit

31.07.2012 | 12:47 |   (DiePresse.com)

Wichtige Euro-Länder und führende EZB-Mitglieder fordern laut einem Bericht, dass der ESM auf Kredite der Zentralbank unbegrenzt zugreifen kann. So könnte der Fonds in großem Stil Staatsanleihen von Krisenländern kaufen.

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In der Eurozone gewinnen laut einem Medienbericht Überlegungen an Gewicht, die Mittel des künftigen Euro-Rettungsfonds ESM deutlich zu vergrößern. Dem ESM solle Zugriff auf Kredite bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ohne jedes Limit gewährt werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf EU- und Eurozonen-Vertreter. Zu den Befürwortern zählen demnach wichtige Eurostaaten wie Frankreich und Italien sowie führende Mitglieder des EZB-Rats.

Frankreichs Präsident Francois Hollande empfängt am heutigen Dienstag in Paris den italienischen Regierungschef Mario Monti. Dieser sagte vor seiner Abreise zu "RadioRai": "Man sieht endlich das Ende des Tunnels. (...) Die einzelnen Regierungen sind jetzt stärker bereit, ihren Teil zu leisten und ihre Hausaufgaben zu machen". Ob damit auch Deutschland gemeint ist? Der Druck auf die größte Volkswirtschaft der Eurozone steigt jedenfalls von Tag zu Tag. Zuletzt meldete sich auch US-Finanzminister Timothy Geithner zu Wort. Er erwartet sich kühnere Schritte zur Lösung der Krise. Die Regierung lehnt aber so weitreichende Maßnahmen wie den unbegrenzten ESM ab - genauso wie die Bundesbank, die eine zu hohe Inflation befürchtet.

Anleihenkauf in großem Stil

Die Idee hinter dem neuen Vorschlag: Ein Rettungsschirm ohne Limit soll Länder wie Spanien und Italien unterstützen, indem er in großem Stil Anleihen dieser Staaten kauft. Durch künstlich geschaffene Nachfrage könnten so die Zinsen für Investoren wieder auf ein erträgliches Niveau gedrückt werden. Der ESM dürfte die gekauften Anleihen bei der EZB als Sicherheiten hinterlegen, im Gegenzug erhielte er frisches Geld, das er erneut zur Unterstützung wankender Euro-Staaten einsetzen könnte.

Ähnliche Überlegungen sind spätestens seit Dezember bekannt. Es sei aber "niemals konkret darüber geredet" worden, zitiert die "SZ" einen hohen EU-Diplomaten. Angesichts der Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre, in denen ständig aufs Neue an der Ausstattung der Fonds gezweifelt worden sei, hätten Experten und Politiker jetzt aber beschlossen zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen "der Fonds einen direkten Zugriff auf die Europäische Zentralbank erhalten sollte". Für Ex-EZB-Chefökonom Jürgen Stark wäre diese Maßnahme jedenfalls ein klarer Verstoß gegen das europäische Recht (mehr dazu ...).

EZB dämpft Erwartungen auf Anleihenkauf

In EZB-Kreisen wurde unterdessen die Erwartung gedämpft, dass der Rat bereits an diesem Donnerstag beschließen könnte, schnell Staatsanleihen von Spanien aufzukaufen. Mehrere Notenbanker sagten der Zeitung "Die Welt", wer einen konkreten Beschluss für sofortige Anleihekäufe erwarte, werde womöglich enttäuscht.

Erste Reaktionen auf den Bericht der "Süddeutschen" gibt es bereits: So sagte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn im ARD-Morgenmagazin, der Rettungsfonds solle "nicht Geld ohne Limit und ohne Bedingungen" bekommen. "Wir müssen ein Instrument entwickeln, das effektiv die Spekulation unterbindet", erklärte er.

"Ich will kein Deutschland haben, vor dem man Angst hat, von dem man fürchtet, es könnte sich isolieren"
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn


Zum Streit mit Deutschland über die finanziellen Lasten der Krise sagte er: Wenn Deutschland denke, ohne den Euro gehe es ihm besser, sei dies "extrem gefährlich". "Deutschland war immer stark, wenn es europäisch war", sagte Asselborn. "Ich will kein Deutschland haben, vor dem man Angst hat, von dem man fürchtet, es könnte sich isolieren", ergänzte er.

Mehrere Ankündigungen der vergangenen Tage haben die Märkte auf einen neuen Rettugsplan hoffen lassen. So erklärten Angela Merkel und Francois Hollande, dass sie "alles tun werden", um die Eurozone zu rette (mehr dazu ...). EZB-Chef Mario Draghi sorgte mit ähnlichen Aussagen für Schlagzeilen (mehr dazu ...). Und auch Eurogruppen-Chef Jean-Claude meldete sich mit einem dramatischen Appell zu Wort: Der Zerfall der Eurozone drohe, man müsse jetzt "alle verfügbaren Mittel" anwenden (mehr dazu ...).

(APA/AFP/Red. )

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548 Kommentare
 
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Gast: E.T.
31.07.2012 20:35
12 1

Warum die südlichen Länder wohl keine Begrenzung wollen

Ich nehme an, das ist zum Wohl der Geberländer gedacht, damit diese sich bei der immer weiteren Ausweitung des Rettungsschirms nicht behindert fühlen.

Eigentlich glaube ich, am besten wäre es, wir würden sofort den Euro in der derzeit bestehenden Form auflösen. Anstelle Geld in Fässer ohne Boden zu werfen, sollten wir allen Einwohnern bis zu einer gewissen Grenze das Geld sichern, so dass nicht alle durch die nicht wieder einbringlichen Gelder ins Bodenlose fallen.
Natürlich würden dann viele sehr Wohlhabende verlieren. Aber dem Großteil der Menschen würde es nicht schlechter gehen als jetzt.

Gast: Defender
31.07.2012 20:28
16 1

Wenn wir aus dem Verbund mit den

Südländischen Geldvernichtern nicht schnellstens aussteigen könnt's Eure Moneten auf's Klo mitnehmen.

Gast: Master of Time
31.07.2012 20:23
21 0

Immer mehr Länder haben kein Geld mehr. Nicht nur Griechenland, Spanien, auch Italien. Faktum. Und jetzt hat Herr Hollande, nur um die Wahl zu gewinnen, den Franzosen eine frühere Pensionierung versprochen. Ohne das Geld dafür zu haben.


Und wie so viele Hochstapler, die sich selber nicht eingestehen wollen, dass ihre Zockerei sie schon bis an den Abgrund geführt hat - will Herr Hollande die Realität nicht zu Kenntnis nehmen.

Weil alle glauben, Deutschland kann sie wirtschaftlich auffangen. Und wie soll das gehen? Der durchschnittliche deutsche oder österreichische Steuerzahler (beide zahlen pro Person ähnliche Summen in den Rettungsschirm ein) kann nicht zwei, drei Europäer mitfinanzieren.

Das ganze System kann nur kollabieren. Die Frage ist nur wann.

Inzwischen erinnern die EU-Politiker an Idi Amin am Ende seiner Herrschaft. Als sein Finanzminister ihm offenbarte, dass Uganda kein Geld mehr hat, meinte er nur, dieser habe halt weiteres Geld zu drucken.

Wie das Ganze ausging, ist leidlich bekannt.

Re: Immer mehr Länder haben kein Geld mehr. Nicht nur Griechenland, Spanien, auch Italien. Faktum. Und jetzt hat Herr Hollande, nur um die Wahl zu gewinnen, den Franzosen eine frühere Pensionierung versprochen. Ohne das Geld dafür zu haben.

Vollste Zustimmung. Wenn man dann noch bedenkt das die ganze "wir sind alle Freunde und wollen deswegen eine Einheitswährung" Geschichte an verlogenheit nicht zu überbieten ist obwohl sie unsere manipulierten Medien andauernd verbreiten wird einem endgültig schlecht.

Die (erzwungene) Euroeinführung war eine reine Erpressung an Deutschland, welche vor allem von Frankreich ausging. Die Abschaffung der D-mark war die Bedingung der Wiedervereinigung zuzustimmen. Frankreich ist ja "Siegermacht" (haha) und hatte es schwer mit dem weichen Franc, genauso wie die PIIGS.

Gast: dasAllerletzte
31.07.2012 20:22
14 0

Wäre die Justiz unabhängig dann würde diese ESM -Bande längst in Handschellen vor Gericht sitzen.

Parksünder, Pfuscher, Hühnerdiebe werden mit aller Härte des Gesetzes verfolgt. Doch diese Bande von ...., die das erarbeitete Vermögen ganzer Generationen verschleudert bleibt völlig unbehelligt! Pfui kann ich da nur sagen.

Antworten Gast: Was soll das?
01.08.2012 22:00
0 0

Sie werden als österr. Staatsb. doch

hoffentlich wissen, das der OGH dem Ministerat weisungsgebunden ist?!

feig und blöd ...während in d heiss diskutiert wird und sich widerstand gegen den esm regt !

Berlin, 31. Jul (Reuters) - Eine Banklizenz für den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM stößt in der schwarz-gelben Regierungskoalition auf scharfe Ablehnung. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle bezeichnete eine ESM-Banklizenz "eine Inflationsmaschine und eine Vermögensvernichtungswaffe". Das sei weder im deutschen noch im europäischen Interesse, sagte Brüderle der Zeitung "Die Welt" laut Vorabbericht vom Dienstag. Der CSU-Haushaltsexperte Bartholomäus Kalb sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er könne sich nicht vorstellen, dass es im Bundestag eine Mehrheit für eine Banklizenz gebe. "Denn das wollte man ja ausdrücklich nicht." Der ESM könne mit dem Instrument völlig anders agieren als bislang vorgesehen. Es sei zudem nicht zweckmäßig, neben der Europäischen Zentralbank eine weitere "Quasi-Zentralinstitution" zu haben, die unter anderem die Geldmenge beeinflussen könne.
keine infos, keine diskussion, brüssel befiehl wir folgen dir...

Gast: K.u.K. citizen, Seattle
31.07.2012 20:07
0 0

europe breaking

looks like europe breaking into western europe, central europe and eastern russian empire plus peripheral regions of scandinavia and balkan

top-info-forum.com

es gibt soviele facetten des Euro, wie macht man das beste draus?

3 3

Re: top-info-forum.com

Ihn mit ordentlicher Wirtschaftsleistung unterlegen, was eigentlich für jede Währung gilt.
Alles andere wird übrigens nicht zu Wohlstand führen, auch wenn das die Schillingfanatiker glauben.

Antworten Antworten Gast: Idefix1
31.07.2012 20:42
5 1

Gut Ding braucht Weile

Ganz im Gegenteil, der Schilling wird wieder zu Wohlstand führen. Die Schauermärchen der EU-Huldiger sind keinen Pfifferling mehr wert.

Wir werden es dann ohnehin sehen, sobald der Euro in Österreich Geschichte sein wird.

Re: Gut Ding braucht Weile

Aber wenn dann mit Golddeckung bitte.

Re: Re: Gut Ding braucht Weile

Das muss der Werner mit dem Ewald aber erst aus Amerika holen !

Gast: Unbelievable
31.07.2012 19:50
18 0

Und nicht mal ein MUH in der ZiB darüber...

da fragst dich echt wo die Prioritäten liegen :(

4 0

Nicht nur das fehlt. Einem ägyptischen

Zeitungsbericht zufolge ist ein chinesischer Zerstörer ins Mittelmeer eingefahren um mit Iran, Russland und Syrien ein Manöver abzuhalten.

Obs stimmt kann ich persönlich nicht überprüfen. Aber andererseits wird auch jede Wortspende der syrischen 'Freiheitskämpfer' ungeprüft als Tatsache verkauft.

Ist wohl nicht in der APA gestanden.

Antworten Gast: Master of Time
31.07.2012 20:12
15 0

Re: Und nicht mal ein MUH in der ZiB darüber...



Unglaublich, was sich die Genossen am Berg leisten!

Und weil das "Leitmedium ORF" den drohenden Kollaps unserer Wirtschaft totschweigt (könnte Rot / Grün Stimmen kosten?), ist zu wenig Interesse der Bürger da. Und deshalb bringen auch Qualitätsmedien wie die Presse diesen Beitrag nicht an erster Stelle.

Vor uns wird sich plötzlich, ohne Vorwarnung, der wirtschaftliche Abgrund auftun.

Aber die Besserverdiener aus der Politik und vom Berg, werden dann ihre Schäfchen schon ins Trockene gebracht haben.

Antworten Antworten Gast: Angfressener
31.07.2012 20:35
5 1

Warum "Genossen" ?

die ÖVP hat den Sch... brav mitbeschlossen.
Nicht schon wieder mitkassieren aber zu den Folgen nicht stehen wie bei den Staatsschulden. 3 Jahrzehnte ÖVP-(Mit-)Regierungsbeteiligung bestehen nicht nur aus kassieren sondern auch aus echter Verantwortungsübernahme.
Auch bei der Zustimmung zu dieser Finanzdiktatur und der möglichen Versklavung eines Kontinents.

EU war gestern, ESM ist heute - die pekuniäre Leibeigenschaft unseres Volkes, eingeleitet durch ein paar HanswurstInnen die unfähig sind sich vor Zustimmung zu einem Vertrag allergrößter Tragweite zu informieren und unfähig echte Verantwortung zu tragen.

Dieser Vertrag (im worst-case-scenario blüht uns ein finanzdiktatorisches "Viertes Reich") hat wesentlich ärgere Auswirkungen auf Österreich als der EU-Beitritt, und wurde vor der Sommerpause während der Fußballmeiserschaft schnell durchgewunken. Die EM war wichtiger als die endgültige Abgabe der Souveränität, ein Akt der Selbstkastration.

Diese Entscheidung eine Schande ohnegleichen, JEDE/R die/der daran mitgewirkt hat wird einst dafür geradestehen müssen vor dem ewigen Richter. In die Lehrbücher der Demokratie wird sie einst eingehen als schlechteste Entschiedung eines Parlaments nach Weimar wenn dieses Monster nicht noch im Kindbett erwürgt wird.

Danke liebe AbgeordneteInnen, genießt euren wohlverdienten Urlaub - auch die der traditionell "unschuldigen" ÖVP. Schlaft gut - DASS könnt ihr ja bestens !

Gast: Zackinger
31.07.2012 19:36
5 0

ESM - Österreichische Politiker zeigen den Weg !

Frau Merkel sollte sich doch an das halten, was unser Herr Bundespräsident und unser Herr Bundeskanzler nach "reiflicher Überlegung und sorgfältigster Prüfung" für richtig befunden haben und Herr Schäuble sollte das machen, was unsere Finanzministerin ( die beste Finanzministerin aller Zeiten ) vorgezeichnet hat: Möglichst rasch und ohne Wenn und Aber dem ESM nicht nur zuzustimmen sondern ihm auch über die EZB volle Feuerkraft verschaffen ! Unser österreichischer Notenbankgouverneur ist im Rahmen seiner Möglichkeiten in der EZB sicher auch dafür !

Re: ESM - Österreichische Politiker zeigen den Weg !

Genau, wie sagt Ewald immer so schön: "wenn es notwendig ist muss man die Feuermauer eben höher machen".

Dieser ideologisch verblendete und offensichtlich inkompetente "Nationalbankgouverneur". Warum fragt ihn keiner zu den netten Geschäften der BAWAG mit der Stadt Linz in seiner Zeit als BAWAG General 2007 ? Sakrosankt weil rot !

PS: fällt in den Medien nicht auf das in Kärnten keiner mehr von dem ÖVP Saustall redet und sich alles um das FPK dreht ? Ablenken !

Gast: Idefix1
31.07.2012 19:35
5 0

Stoßgebet für EU-Gläubige

EU unser
die du bist auf Erden.
Gepeinigt wirkt dein Name.
Dein Transitreich komme, dein Korruptionswille geschehe.
Wie in Brüssel, so auch bei uns.
Unsere tägliche Watschn gib uns auch heute, und vergib uns unsere Blauäugigkeit, wie auch wir vergeben unseren schuldigen Politikern.
Und führe mich nicht in Versuchung (nicht dass ich womöglich selbst auch schon an den EU-Austritt denke - Pfui! Ganz viel pfui!).
Sondern erlöse uns von den bösen, bösen EU-Gegnern.
Denn dein ist das Reich des Größenwahns und die Kraft der Selbstzerstörung.
Und die Erbärmlichkeit
In Ewigkeit
Brüssel

Mindestens 3x täglich aufsagen !

Heute

meine Bargeldscheine (>3k) auf Kennung durchgesehen. Zu über 90% mit "S" versehen.

Sagt schon Vieles aus.

Gast: Unbeteiligter
31.07.2012 19:21
9 0

Und nochmals fordere ich:

Tod der Eu !

0 5

Re: Und nochmals fordere ich:

Mehr fällt ihnen nicht ein?

Antworten Antworten Gast: Idefix1
31.07.2012 19:37
3 0

Wer im Glashaus sitzt...

Was fällt den EU-Fanatikern mehr ein als ihre alte Leier, von wegen ohne Euro und ohne EU-Mitgliedschaft würde Österreich untergehen?

0 0

Re: Wer im Glashaus sitzt...

Naja, das ist schon mehr als "euro raus".

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Idefix1
31.07.2012 20:07
2 0

Re: Re: Wer im Glashaus sitzt...

Bitte, was soll an diesem Schauermärchen "mehr" sein?

Dieses "mehr" kann höchstens aus Zynismus bestehen.
Weil wie wir immer mehr sehen: Nicht ohne EU(ro), sondern ganz im Gegenteil, nämlich mit EU(ro) geht ein Land unter!

Griechenland zeigt es gerade vor.

Übrigens, Island als ganz kleines Land, müßte laut Theorie der EU-Propagandisten schon längst totalstens abgesoffen sein.
Dummerweise geht es mit Island wirtschaftlich immer mehr bergauf.

So what??

Gast: Ceterum
31.07.2012 19:11
11 1

Der ESM-Vertrag hat gar keine Belastungsobergrenze

Lassen Sie sich nicht anlügen, lesen sie im eigenen Interesse den ESM-Vertrag:http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/RegV/REGV_COO_2026_100_2_735855/COO_2026_100_2_738891.pdf. De facto hat der Vertrag kein Limit: Etwa könnte durch Verdopplung des Ausgabekurses die Haftungssumme auf fast 1,4 Billionen Euro steigen; und zwar ohne Vertragsveränderung. Weiter: Artikel 25, Absatz 2 enthält eine Nachschusspflicht für den vorhersehbaren Fall, dass Länder wie Griechenland ihren Einzahlungspflichten nicht nachkommen. Weiter: Laut Artikel 21 kann der ESM unbeschränkt Kredite aufnehmen, auch durch Anleihebegebung an den Kapitalmärkten. Das sind die „Eurobonds“ durch die Hintertür. Weiter: Durch Artikel 19 kann der ESM seine Instrumente durch Beschluss ohne Vertragsveränderung erweitern. Ganz nebenbei: Der ESM marginalisiert die Beschlussrechte der Parlamente und eliminiert das Kontrollrecht: ESM-Mitglieder unterliegen laut Artikel 34 und 35 unbegrenzter Geheimhaltungspflicht und Immunität. Alle Tätigkeiten des ESM werden im Artikel 32 jeder administrativen, gerichtlichen oder gesetzlichen Kontrolle entzogen.

Re: Der ESM-Vertrag hat gar keine Belastungsobergrenze

warum GEFÄLLT DAS???

Re: Der ESM-Vertrag hat gar keine Belastungsobergrenze

Und zur sinnlosen Diskussion über eine Banklizenz für den ESM zitiere ich den ESM-Vertrag Artikel 32, Absatz 9:

"Der ESM ist von jeglicher Zulassungs- oder Lizenzierungspflicht, die nach dem Recht eines ESM-Mitglieds für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsunternehmen, oder sonstige der Zulassungs- oder Lizenzierungspflicht sowie der Regulierung unterliegende Unternehmen gilt, befreit."

Beherrschen unsere Politiker nicht einmal das Lesen?!?

Gast: gustav 1
31.07.2012 19:04
8 0

Nach

Meinung unserer Fekter Mizi ist der Rettungsschirm ein Gewinn für Österreich. Es ist Zeit für Neuwahlen.

seit es den € gibt, haben nur noch endlosen Ärger


daher:
lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!
Alle Südländer (Italiener, Griechen, Spanier etc.) raus aus dem Euro, oder es wird nie Ruhe im Euroland einkehren!


0 4

Re: seit es den € gibt, haben nur noch endlosen Ärger

Der Osi meint, ohne Euro kann er sich wieder auf die faule Haut legen und in Frühpension gehen?

Man trifft sich, lächelt

und will Europa regieren. Zwei, die Macht haben wollen, Macht über die ganze EU und alles muss nach ihrer Pfeife tanzen. Sie wollen nicht sparen, sie wollen noch viel mehr Geld verbrennen und nennen das dann Rettung. Und mit solchen Politikern wollen manche die "Vereinigten Staaten von Europa". So wird es nicht gehen, so kann es nicht gut gehen. Und es betrifft auch uns. Aber unsere Politiker sind ja derzeit in puncto EU, ESM etc. auf Tauchstation. Sollten sie dann eines Tages wieder auftauchen, dann erwartet sie alles nur nichts Gutes. Aber das werden sie nicht verstehen (wollen), sie sind ja Politiker.......


Gast: africano
31.07.2012 18:38
5 0

Es ist eine Schande ,was diese POlITK Clown so alles daher Plappern.

Blöder geht es ja nimmer.

Gast: Itüpferlreiter
31.07.2012 18:24
8 0

Jetzt drehn sie total durch.

Wahrscheinlich sollten wir unser Sparbbuch doch lieber in Gold anlegen.

Was Monti und Hollande jetzt aufführen

gleicht einem Tanz auf dem Vulkan. Doch wehe, dieser bricht aus. Dann ist es mit der EU und dem Euro für allemal vorbei. Alles hat seine Grenzen, besonders die vermeintliche Ruhe in den anderen EU-Ländern. Sollten also Monti, Hollande, Juncker und Draghi noch länger so tanzen wie jetzt, dann müssen sie damit rechnen, dass eine wütende Bevölkerung sie zum Teufel wünscht und das könnte furchtbar werden. Wer die Nerven der Menschen überstrapaziert und ihnen auch noch auf windige Art und Weise sie ihres Vermögens berauben will (siehe ESM-Vertrag), der sollte schnellstens Land gewinnen, bevor ihn die Meute erreicht. Aber auch unsere Politiker seien gewarnt, denn mit ihrer Zustimmung zu ESM und Fiskalpakt haben sie bei der Bevölkerung den letzten Kredit verspielt.

Antworten Gast: asddfsd
31.07.2012 20:47
0 0

Wie denkt Juncker, was für ein Mensch ist her, wie handelt er ?

"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." - zitiert von Dirk Koch: Die Brüsseler Republik. Der SPIEGEL 52/1999 vom 27. Dezember 1999, S. 136,

SOLCHE Menschen haben WIR als unsere Regierenden zugelassen.

Antworten Gast: E.T.
31.07.2012 20:38
0 0

Re: Was Monti und Hollande jetzt aufführen

Monti denkt wie eine Italiener, Holland denkt wie ein Franzose, aber alle österreichischen Politiker denken für die anderen Europäer.

Aber auch unsere Politiker seien gewarnt, denn mit ihrer Zustimmung zu ESM und Fiskalpakt haben sie bei der Bevölkerung den letzten Kredit verspielt.

Glaub ich nicht, frag mal in deinen Bekanntenkreis was ESM bedeutet?

Re: Aber auch unsere Politiker seien gewarnt, denn mit ihrer Zustimmung zu ESM und Fiskalpakt haben sie bei der Bevölkerung den letzten Kredit verspielt.

Ich diskutiere mit vielen Leuten, vom Arbeiter bis zum Akademiker und weiß von ihnen, dass sie sich ernste Gedanken machen, was den ESM betrifft. Die Leute sind nicht so ungebildet, wie man glaubt. Sie kennen zwar den ESM-Vertrag nicht, aber sie lesen viel darüber in den (vorwiegend deutschen) Medien. Da steht viel mehr als in den hiesigen.

9 0

Na was denn sonst.

99% aller 10-jährigen sind dafür, dass ihr Taschengeld verdreifacht wird.

Gast: es schlagt 13
31.07.2012 18:12
21 0

Der ESM muß vom Tisch - Befürworter vor den KADI


Der ESM muß vom Tisch! Denn mit den bisherigen Rettungspaketen wurden lediglich die Banken und Spekulanten, die vom LIBOR-Skandal und wahrscheinlich auch von Geldwäsche profitiert haben, mit Steuergeldern in die Lage versetzt, umso unverschämter gegen die Staatsanleihen derselben Staaten zu spekulieren, die soeben die Rettungspakete finanziert hatten. Die gesamte Praxis der G-20-Staaten und der EU seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Juli 2007 hat über jeglichen Zweifel hinaus bewiesen, daß die Regierungen von den Großbanken wie die Hasen getrieben worden sind, natürlich immer, weil sie ›systemisch‹ waren. Peinlich nur, daß dieses ›System‹ durch und durch kriminell ist.

In Spanien wurde soeben ein Strafverfahren gegen 33 frühere Manager der mittlerweile verstaatlichten Großbank Bankia und deren Muttergesellschaft BFA eröffnet. Unter den Beschuldigten befindet sich auch der frühere Bankia-Chef Rodrigo Rato, der zwischen 2004 und 2007 Chef des Weltwährungsfonds war.

Gast: adabei 123
31.07.2012 18:06
8 0

sind diese Leutchen etwa POLITGANOVEN, wie ...

Untersuchungen im Kongreß haben einen e-mail-Verkehr und Memoranden ans Tageslicht gebracht, aus denen hervorgeht, daß der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner bereits 2007, als er noch Chef der New Yorker Federal Reserve Bank war, von den Zinsmanipulationen zu Gunsten der Großbanken wußte. Neil Barofsky, der ehemalige Chef des TARP-Programms, äußerte gegenüber Bloomberg die Auffassung, daß sich die illegalen Aktivitäten um die LIBOR-Affäre auch zu einem Skandal für die Regierung ausweiten werde, weil sich die Regierungen Großbritanniens und der USA sowie die Aufsichtsbehörden der Komplizenschaft schuldig gemacht und erlaubt hätten, daß diese kriminellen Aktivitäten fortgesetzt wurden. Die Großbanken operierten nach Regeln, die sie selbst gemacht hatten, in dem Bewußtsein, daß sie ›too big to fail‹ seien, und daß sie Anklagen bislang nicht zu fürchten hatten, da sie ›systemisch‹ seien und ihr Untergang den Kollaps des gesamten Finanzsystems zur Folge hätte.

Gast: Unser Ende ist Euer Untergang.....
31.07.2012 17:56
3 2

Die Merkel wird wieder umfallen - garantiert und alternativlos


Re: Die Merkel wird wieder umfallen - garantiert und alternativlos

Genau. Zum Glück stehen unsere Politiker dagegen wie Felsen in der Brandung, allen voran unser geliebter Bundesheinzi, nicht wahr ? ...

Antworten Gast: no na net
31.07.2012 18:13
0 0

Re: Die Merkel wird wieder umfallen - garantiert und alternativlos


vielleicht braucht sie ja nur einen Vorwand für das eigene Volk !!!

Gast: machmuss verschiebnix
31.07.2012 17:55
0 1

Unlimitiert ...? Können sie gerne haben, vorausgesetzt sie finden einen Voll-Dodel der es bezahlt (!)


Antworten Gast: Itüpferlreiter
31.07.2012 18:26
3 0

Re: Unlimitiert ...? Können sie gerne haben, vorausgesetzt sie finden einen Voll-Dodel der es bezahlt (!)

Den oll-Dodel werden sie nicht nur finden, den haben sie schon, nämlich uns. Können wir uns dagegen wehren?

Gast: Petition unterschrieben
31.07.2012 17:53
0 0

ESM Petition bei Avaaz

http://www.avaaz.org/de/petition/Vorabprufung_von_ESM_und_Fiskalpakt_durch_osterr_Verfassungsgerichtshof/
Die Unterzeichner dieser Petition ersuchen unseren sehr geehrten Bundespräsidenten dem Beispiel des deutschen Amtskollegen zu folgen damit auch unser Verfassungsgerichtshof völkerrechtliche Regelwerke, wie z. B. ESM oder Fiskalpakt, noch vor seiner Gesetzwerdung auf Verfassungsmäßigkeit prüfen kann.

Für den Fall, dass unsere derzeit gültigen Rechtnormen eine solche Vorabprüfung nicht zulassen, bitten die Unterzeichner dieser Petition unseren Bundespräsidenten im Zusammenspiel mit den gewählten Mandataren des österreichischen Nationalrates eine entsprechende Rechtsänderung vorzunehmen.

Antworten Gast: E.T.
31.07.2012 20:50
0 0

Re: ESM Petition bei Avaaz

Sie glauben aber nicht, dass das im Interesse unserer Regierung und unsere Bundespräsidenten wäre.

 
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