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Bestechung: Griechische Beamte geben es billiger

01.08.2012 | 11:27 |   (DiePresse.com)

Bestechliche griechische Beamte senken ihre Preise. Die Steuerbehörde meldet Rekordraten bei der Steuerhinterziehung auf griechischen Inseln.

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Die von der Krise geplagten Griechen finden es zunehmend schwierig, für hohe Schmiergeldforderungen von Beamten aufzukommen, heißt es in einem neuen Regierungsbericht. Die diskreten, mit Geld gefüllten Umschläge - in Griechenland "Fakelaki" genannt - mit denen Bestechungsgelder üblicherweise gezahlt werden, könnten damit zu einem Opfer der anhaltenden Rezession werden.

"Es gibt keine ernsthafte Korruption mehr. Es gibt einfach kein Geld für großangelegte Verbrechen", sagte der für den jährlichen Korruptionsbericht Verantwortliche, Leandros Rakintzis, laut der Zeitung Proto Thema. Freilich habe die Krise die Korruption an sich nicht eingedämmt, sondern lediglich den Preis der bestechlichen Beamten reduziert. "Sie haben ihre Preise gesenkt", sagte Rakintzis.

Steuerbehörden am anfälligsten

Als korrupteste Bereiche der griechischen Verwaltung nennt der Bericht den Gesundheitssektor und die Steuerbehörden. Untersucht wurden 1403 Fälle von Korruption. Die schlimmsten Beispiele von Bestechlichkeit gibt es demnach beim Fiskus und unter hochrangigen Beamten mit vielen Jahren Berufserfahrung. In einem Fall, den der Bericht nennt, stellte eine Steuerbeamte ihrem Verlobten einen einwandfreien Steuerbescheid aus, obwohl dieser keine Unterlagen eingereicht hatte und Rückstände von 178.863 Euro offen waren.

Der Bericht sieht einen langen Weg bei der Bekämpfung der Korruption in Griechenland. "Der Kampf ist nicht einfach, sondern lang, schwierig und schmerzhaft und erfordert nachhaltigen politischen Willen, weil es viele Hürden zu beseitigen gibt", so Rakintzis. Als besondere Schwierigkeit nannte er bürokratische Hürden, die der Korruptionsbekämpfung im Weg stehen, sowie Gegenklagen der Beschuldigten in Korruptionsprozessen.

Die griechische Steuerbehörde meldet unterdessen Rekordraten bei der Steuerhinterziehung auf den griechischen Inseln. Bei Inspektionen im Juli seien bei sechs von zehn Unternehmen Steuervergehen gefunden worden, berichtet die Online-Zeitung "Athens News". Die meisten Steuerhinterziehungen gebe es - mit Raten bis zu hundert Prozent - auf den Inseln Zakynthos und Lefkada, in Rethymno auf Kreta und in Kastoria.

(APA/Reuters)

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15 Kommentare
Gast: Thrakath
08.08.2012 13:51
0 0

nur her damit!

Da wir ja lieber über den Rand als in den eigenen Teller spucken, plädiere ich für Rückzahlung in Form von Spender-Nieren, Herzen usw.
Die schreiberische Qualität des Artikels ist allerdings mau!

Gast: africano
01.08.2012 17:20
1 0

Wer hat von wem gelernt ?

Wien oder Athen ,das Handerl aufhalten ist doch überall üblich ?

Steht die Pleite Griechenlands unmittelbar bevor?

Laut neuesten Informationen will Griechenland eine kurzfristige Anleihe zur Überbrückung mit Horrorzinsen von 20 oder mehr % auflegen, womit letzten Endes wieder die Steuerzahler der Geberländer zur Kasse gebeten werden.

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/milliardengrab-eurorettung-d228001.html

Und dafür haben die Leuchten im Parlament den

ESM-Wahnsinn durchgewunken. 30 Seiten Text sind den Volksvertreterinnen wohl zu viel gewesen.

Gast: Freiheit
01.08.2012 16:33
1 0

versteht jemand diesen artikel?

zuerst heisst es, es gebe keine nennenswerte korruption mehr und dann 2 zeilen weiter unten die haben nur ihre preise herunter gesetzt. also was jetzt? nur weil die preise fuer korruption niedriger sind ist es nicht mehr nennenswert? es wird immer nur von steuerhinterziehung gesprochen aber wenn eine behoerde so korrupt ist bezweifle ich ob diese angeblichen schulden bei der finanz real sind. wenn beamte so viel macht haben und diese ausnuetzen kann ich mir gut die situation in griechenland vorstellen dass so ein beamter schoen brav eine inspektion macht: vielleicht ein paar kleinigkeiten findet aber da er sich ja eine "entschaedigung" erwartet hat erfindet er einfach vergehen um mehr geld zu erpressen..... meine erfahrung mit beamten aus dem sueden ist, wenn sie nichts bekommen wird einfach was erfunden. ohhhh die farbe da entspricht nicht dem gelb welches wir kennen was meinen sie herr kollege ahh sie haben recht .... naja mit 500 euro kann man da regeln dann entspricht gelb wieder gelb..... was leichter als das bei den steuern..... das entschuldigt natuerlich nicht die andere seite...

Es gibt einfach kein Geld für großangelegte Verbrechen

Na dann aber sofort her mit den EZB-Milliarden, einem unbegrenzten ESM etc. pp.

So kann es doch wirklich nicht weitergehen, diesen armen Leutchen muss dringendst geholfen werden, der Norden soll gefälligst nicht so kleinlich sein.

Ahhhh, ich mich zerreißts gleich , wenn ich das lese...

Gast: provarma
01.08.2012 15:21
1 2

was soll die Aufregung

............täglich hören wir die Aufregung aus den österreichischen Medien über Korruption in Österreich - ich empfehle daher den Postern sich an der Dreckräumung bei der eigenen Tür zu beginnen und sich dann mit Griechenland oder auch mit Ungarn zu beschäftigen. Noch dazu wer von den beteiligten Diskutierern ist so ausreichend informiert, um Verurteilungen und Schuldzuweisungen, treffen zu können

Griechenland wird auch in 30 Jahren noch keine einigermaßen korruptionsfreie Verwaltung haben.

Gegen die griechische Mentalität ist kein Kraut gewachsen. Wie sollen die Profiteure dieser Zustände denn veranlaßt werden auch nur ganz wenig zu verändern? Solange unser Geld in dieses Faß ohne Boden fließt und damit das Leben der Politiker und Beamten munter finanziert wird, geht gar nichts.
Heraus aus dem Euro, keine Solidarität mit Gaunern.

Gast: Frank Partei
01.08.2012 14:18
1 0

Wir Unternehmer zahlen doch europaweit noch immer viel zu hohe Steuern

Griechenland braucht dringend Steuersenkungen.

Ich finde es unverschaemnt!

Griechenland ist ein europaisches Land. Und in Europa gibt es keine Bestechung! Das ist nur eine Verunglimpfung des edlen griechischen Volkes!

Re: Ich finde es unverschaemnt!

Richtig. Wie kann man die Quelle europäischer Kultur in einem Satz zusammen mit landesweiter und allgegenwärtiger Steuerhinterziehung nennen???

Bei diesen Berichten kann man sich vorstellen, wie weit Griechenland seine Ziele verfehlt hat.

Wird jetzt endlich die Stoptaste gedrückt oder werden bewußt auch Deutschland und Österreich in die Pleite geführt?

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/475558_milliardengrab_eurorettung.html

oder werden bewußt auch Deutschland und Österreich in die Pleite geführt?

Das ist meine Befürchtung. Sieht wirklich nach Absicht aus, was da passiert.

Gast: hahahallo
01.08.2012 12:50
9 0

der anfang des artikels klingt ja fast so als wäre man traurig darüber?

wieso darf eine verlobte ihrem verloben einen steuerbescheid ausstellen?

ich wette alle diese beamten sind noch im dienst.

Gast: DI
01.08.2012 12:29
12 0

Seit Jahren nur Probleme, Missstände und keine Lösungen.

Was haben die grob fahrlässigen Politiker dem Steuerzahler eingebrockt, was kommt da noch auf uns zu?

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