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Griechische Bevölkerung flüchtet vor Krise

01.08.2012 | 16:41 |   (DiePresse.com)

Mehr als eine Million Griechen haben seit 2001 ihr Heimatland verlassen. Die lokalen Medien sehen als Grund dafür die nun schon vier Jahre andauernde Finanzkrise.

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Die Krise in dem Land macht sich im vierten Jahr der Wirtschaftskrise inzwischen auch demografisch bemerkbar. Die legal in Griechenland lebende Bevölkerung ist in den vergangenen zehn Jahren um mehr als eine Million Menschen geschrumpft. Dies ist das erste Ergebnis einer Volkszählung, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurde und deren Ergebnisse am Mittwoch in der griechischen Presse veröffentlicht wurden. Die Nationale Statistische Behörde (ELSTAT) zählte demnach 9,9 Millionen legal in Griechenland lebende Einwohner. 2001 lebten in Griechenland fast 11 Millionen Menschen.

Griechische Medien führten den Bevölkerungsrückgang auf die schwere Finanzkrise zurück. Viele Griechen sind ins EU-Ausland ausgewandert. Zudem gebe es einen sehr starken Rückkehrerstrom von Zehntausenden legal in Griechenland lebenden Albanern in ihr Heimatland. Größter Ballungsraum ist Athen. Es gibt keine Angaben über die ohne Aufenthaltserlaubnis lebenden Migranten. Die Behörden schätzen sie auf mehr als eine Million.

Griechische Regierung weiter uneins über Sparpaket

Die griechische Regierung traf sich am Mittwoch erneut, um über die Sparmaßnahmen von 11,5 Millarden Euro zu verhandeln. Die Parteien hatten sich zwar bei wesentlichen Eckpunkten des Sparpakets angenähert, streiten sich jedoch dem Vernehmen nach über die Laufzeit und bestimmte noch schärfere Einsparungen für Sozialschwache und Rentner.

Wie DiePresse.com bereits berichtete, können die internationalen Geldgeber, deren Experten derzeit die Sparfortschritte in Athen prüfen, ohne Einigung kein grünes Licht für weitere Finanzhilfen geben.

(APA/dpa)

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