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Athen: Regierung ringt sich zu Sparpaket durch

01.08.2012 | 21:31 |   (Die Presse)

Die regierenden Koalitionsparteien stimmen dem von den Geldgebern geforderten Sparprogramm in der Höhe von 11,5 Milliarden Euro zu.

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Unter starkem internationalen Druck haben sich Athens Regierungsparteien Mittwochabend auf ein neues Sparpaket geeinigt: Die Einschnitte, die man der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) unterbreiten will, sollen einen Umfang von 11,5 Milliarden Euro haben. „Der Vorschlag des Ministerpräsidenten ist von den politischen Führern akzeptiert worden“, erklärte Finanzminister Yannis Stournaras Journalisten am Mittwochabend.

Vorangegangen war ein Treffen des konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras mit den Chefs der Koalitionsparteien, der Sozialisten und der Demokratischen Linken. Details des Sparprogramms wurden zunächst nicht genannt.

Nächste Tranche im September

Derzeit prüfen Experten der internationalen Geldgeber in Athen die Bücher. Vom Bericht der Troika aus EU, EZB und IWF wird abhängen, ob Griechenland weitere Hilfsgelder bekommt, die Athen dringend benötigt, um einem möglichen Staatsbankrott zu entgehen. Die nächste Tranche wäre im September fällig und würde 31,5 Mrd. Euro umfassen.

Sozialistenchef Evangelos Venizelos forderte als Gegenleistung von der Troika aus Europäischer Union, EZB und IWF eine Streckung bei der Erreichung der Sparziele. Er stelle diese Forderung aber zum Wohle des Landes zunächst zurück.

Kurz nach Verkündung der Einigung wies IWF-Chefin Christine Lagarde Berichte über Rückzugsabsichten des Internationalen Währungsfonds aus den Gesprächen mit Griechenland zurück: „Der IWF verlässt niemals den Verhandlungstisch“, sagte sie in Washington. Athen könne bei der Bewältigung der Finanzprobleme allerdings noch mehr tun, meinte Lagarde.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.08.2012)

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11 Kommentare

Naechste Runde bitte!

Neues Spiel neues Glück!

Langsam könnte man in Europa

den Spruch "wie eine tibetanische Gebetsmühle" ändern auf "wie griechische Reform- und Sparbeschlüße".

Beides sinnlos und sich immer wiederholend.

Ewig das gleiche Spiel

Sie geben leere Versprechungen ab, damit sie die nächste Milliardentranche erhalten. Und dann halten sie sich halt einfach nicht daran. Ist ja eh wurscht. Sie wissen, dass die EU-Verantwortlichen Griechenland auf T e u f e l komm raus in der Eurozone halten werden. Damit haben sie Na r r e nfreiheit und alle anderen Pleiteländer ebenso...

7 0

Die so genannte "Einigung" der griechischen Parteien

ist doch - wie bisher - lediglich eine Art Absichtserklärung zum Sparprogramm, um an die Milliarden der EU zu kommen. Nach dem Geldfluss im September wird dann wieder gestreikt (derzeit halten ja alle die Füße still), die Regierungskoalition geht zum x-ten Mal auseinander, daraufhin wird wieder neu gewählt und so geht es weiter bis die Geberländer ausgeblutet sind.

11 0

Ist doch eh egal. Die halten sich sowieso nicht daran.

So ein Affentheater.

1 0

zeit wird's Freunde!

was soll dass? laecherlicher Betrag! da muesst ihr griechen euch durchringen????

Einigen ja, aber umsetzen nicht!


Einigung

....die Griechen sind sich einig, die Bürger der Geberländer erneut zu betrügen! Das ist das einzige, wo sie sich wirklich einig sind! "Extrem großes Kino!"

Gast: Gääähn.
01.08.2012 19:37
15 0

Den Film haben wir jetzt schon ein bissl oft gesehen. Irgendwie weiß man schon, wie's ausgeht.


Tut's doch was über den ESM schreiben. Das tät uns viel mehr interessieren. Danke.

13 0

Bis jetzt hats immer eine Einigung gegeben!

Das Problem ist die Umsetzung, und da hats auch immer gehappert!

Re: Bis jetzt hats immer eine Einigung gegeben!

Bei der Umsetzung sollte die EU mal die Türken fragen. Die Türken haben schliesslich die Griechen mehr als 400 Jahre regiert. Die EU hat es nicht mal 20 Jahre geschaft!

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