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Griechischer Bankchef brachte Millionen nach London

06.08.2012 | 12:16 |   (DiePresse.com)

Der Ex-Chef der staatlichen ATE-Bank kaufte eine Luxusimmobilie in London – nur wenige Monate vor dem Zusammenbruch des Geldinstituts.

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Der ehemalige Chef der griechischen ATE-Bank, Theodoros Pantalakis, steht im Kreuzfeuer der Kritik. Einem Bericht der "Financial Times" (FT) zufolge soll er acht Millionen Euro in Sicherheit gebracht haben, indem er sich eine Luxusimmobilie in London kaufte. Das Brisante daran: Die Transaktion soll nur wenige Monate vor dem Zusammenbruch der ATE-Bank - die zu 90 Prozent dem Staat gehört - abgeschlossen worden sein. Pantalakis weist alle Vorwürfe zurück, steuerrechtlich sei ihm nichts vorzuwerfen. Mehr wollte er nicht sagen, da er gerade im Urlaub sei.

Pantalakis Immobilienkauf verärgert offenbar sogar Kollegen: "Niemand hat behauptet, Herr Pantalakis hat das Geld illegal ins Ausland geschafft. Aber es gibt ein moralisches Problem, da er in der Krise Chef einer großen staatlichen Bank war", sagte ein Banker, der anonym bleiben wollte.

Die Staatsanwaltschaft in Athen teilte am Montag mit, sie prüfe, ob es Hinweise auf Steuerhinterziehung oder Geldwäsche gebe.

Britische Immobilien als sicherer Hafen

Dutzende reiche Griechen - darunter Politiker, Reeder und Bankiers - investierten in den vergangenen drei Jahren ihr Privatvermögen in Immobilien in London, berichtet die "FT". Zentralbankgouverneur George Provopoulos erklärte, dass alle Details zu solchen Transaktionen an die Steuerbehörden weitergegebenen wurden.

Pantalakis führte die ATE-Bank drei Jahre lang. Ende Juli wurde verkündet, dass das Insitut in zwei Teile zerschlagen wird. Der gesunde Teil wird von der Piräus-Bank übernommen, damit sollen Spareinlagen gerettet werden. Für den anderen Teil der Bank, vor allem Hypotheken auf Agrarland, werde eine "rechtliche Lösung" gefunden. Die 1929 gegründete Landwirtschaftsbank fiel in den Jahren 2010 und 2011 zweimal durch europaweite Bankenstresstests. Sie hat hoch defizitäre Tochterunternehmen etwa in der Zucker- und Tabakbranche. Landesweit betreibt sie rund 500 Filialen.

Pantalakis vor Untersuchungsausschuss

Ende August soll Pantalakis laut "FT"-Bericht zur ATE-Bank in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss befragt werden. Der Grund: Mitarbeiter sollen schlecht abgesicherte Kredite in Höhe von 150 Millionen Euro an die einstigen Großparteien PASOK und Nea Dimokratia vergeben haben. Außerdem soll der Ex-Bankchef bei der Privatisierung von Unternehmen versagt haben, die von der ATE-Bank kontrolliert wurden.

(Red./APA/AFP)

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22 Kommentare
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Ist Schlaff eigentlich noch im Land? Kahane?

Nur so aus Neugier.

Gast: Piraterie
06.08.2012 21:13
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Warum wird nicht endlich das zeitgerecht ins Ausland verbrachte Vermögen der griech. Kleptokratie zur Schuldenabdeckung enteignet?

Warum werden von der EUdSSR statt der kleptokratischen griech. "Elite" lustvoll die unbeteiligten deutschen & österr. Steuerzahler enteignet?

Hingegen das geldpolitisch versierte "perfide Albion" hat sich zeitgerecht aus dem Staub gemacht ... die Mitgliedschaft im antideutschen Pleite-Euro überließ man den düpierten Naiven und in der in Auflösung begriffenen EU ist man kaum mehr präsent. Clever!

In den Steuerparadiesen der Welt lagern griech. Fluchtgelder in Höhe der griech. Staatsschuld.
Warum wird diese meist kaum versteuerte Beute der griech. Reichen (Reeder, Politiker, Unternehmer) nicht endlich zur Schuldenbegleichung konfisziert?
Der ESM wäre dann hinsichtlich Griechenland hinfällig.


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"Warum wird nicht endlich das zeitgerecht ins Ausland verbrachte Vermögen der griech. Kleptokratie zur Schuldenabdeckung enteignet?"

Weil dann die blöden Nordländer nicht mehr den Banken das Geld mit dem Bagger in den Rachen schaufeln würden.

Darum.

Gast: werbistdu
06.08.2012 19:18
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Wie lange lassen wir uns

wirklich noch auf den Kopf schei...en?

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Ein Sumpf

Ein kleiner Sumpf (Griechenland) mitten in einem großen (EU). Na und?

Gast: der wahre Jacob
06.08.2012 18:04
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Die Briten sind gut,

sacken erst Milliarden von Griechen Euros ein und verlangen dann von Deutschland weitere Zahlungen an Griechenland. So einen Einbahnstraße wünsche ich mir auch! Italien holt nochmal 600 Milliarden von der EZB und Berluscon steigt dann aus dem Euro aus? Nette Verbündete. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!

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Herr Pantalakis

sollte eigentlich diese Immobilie in die Bad-Bank einbringen ....

Gast: Nordlicht
06.08.2012 17:34
6 0

Griechischer Bankchef brachte Millionen nach London

Was soll das Geschrei. Er hat den wohlverdienten Bonus richtig angelegt. Faymann wird auch einen schönen Posten in der EUdSSR bekommen wenn die Kiste gegen die Wand gefahren ist und wir genau so pleite sind wie Griechenland.

Gast: Wähler
06.08.2012 16:43
2 0

Österreichische Banken

Dann macht doch bitte einmal einen Blick zu den österreichischen Banken!
Da werdet ihr aber schön schauen!

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Re: Österreichische Banken

Schaut fast so aus, als ob die Sozialdemokratischen Politiker der EU eine Euro-weite Haftung vorschlagen, damit so "notleidende" Banker nicht am Hungertuch nagen müssen!

Und das gutgläubige Wahlvolk nickt alles ab, was von dieser Seite kommt! Wollte gerne wissen, ob Max Frisch an solche Menschen gedacht hat, als er "Herr Biedermann und Brandstifter" schrieb! Wäre ja direkt visionär.

Gast: Romanino
06.08.2012 15:44
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GRIECHEN VERBRECHER

DIE GEHÖREN ALLE EINGESPERRT UND ERST FREIGELASSEN WENN SIE DAS GELD ZURÜCK BRINGEN UND DEN SCHADEN GUTMACHEN
ES IST SO EINE SAUEREI WAS DIE GRIECHEH MACHEN UND AUCH DIE BEI UNS IN ÖSTERREICH SOLLEN GENAUSO BESTRAFT WERDEN UND SCHADEN GUTMACHEN UND NICHT V ERHANDLUNGEN VERZÖGERN; AUSREDEN AUF DEN TISCH BRINGEN ETC
ABER WENN DAS SO GEHEN WÜRDE; HÄTTEN WIR KEINEN PLATZ IN UNSEREN GEFÄNGNISSEN!

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Re: GRIECHEN VERBRECHER

Die Griechen - es geht hier um den Herrn Pantalakis!
Hier in Österreich gibt es genügend Leute, die mit der Unschuldsvermutung herumlaufen, da braucht's gar keinen Vergleich mit Griechenland!

Re: Re: GRIECHEN VERBRECHER

guten Tag ;
man solle das Wort Unschuldsvermutung in Schuldvermutung ändern das wäre besser und ehrlicher den ein Gauner bleibt ein Gauner

Gast: donso
06.08.2012 15:18
7 0

"Niemand hat behauptet, Herr Pantalakis hat das Geld illegal ins Ausland geschafft."

Illegal ist nur, was Regierungen per Gesetze verbieten. Alles andere ist erlaubt.

Österreichische "Pantalakisse" werden in spätestens ein paar Jahren, wenn Österreich dank der Volksvertreter in der Sitaution von Griechenland ist, genau das selbe machen.

Eigentlich sollte man die Volksvertreter viel mehr hinterfragen, was diese zum Wohle des Volkes als Ganzes und auch zum Wohle der eigenen Person leisten.

Gast: E.T.
06.08.2012 14:48
1 1

Neue Wege

Absolut sollte es jedem frei stehen, sein Geld dort anzulegen, wo er es für richtig hält. Ob nur paar Cent oder Milliarden.

Nachdem Griechenland aber mit Milliarden gestützt wird, denke ich doch, es wäre nur legitim, bei solchen Beträgen auch die Herkunft zu prüfen und gegebenen Falls einen Teil des Geldes für die EU einzubehalten, sollte dieses aus nachweislich dunklen Kanälen zum Schaden Griechenlands stammen.

Soferne Griechenland sich selbst erhält und nicht unser Geld verprasst, kann es uns egal sein, welcher Grieche wie auch immer an sein Geld kommt. In diesem Fall aber ist es höchstwahrscheinlich zum Schaden von allen Euroländern abgezweigt worden, was geprüft werden sollte.

Unschuldsvermutung natürlich immer vorangestellt.

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Re: Neue Wege

Steht doch eh im Artikel: Es war sein Geld. Also wo liegt das Problem?

Antworten Antworten Gast: E.T.
06.08.2012 20:26
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Re: Re: Neue Wege

Danke für den Hinweis, das habe ich doch tatsächlich übersehen.
Revidiere alles und werde Banker in Griechenland.

Gast: Christofferitsch S
06.08.2012 14:38
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Gar nicht so untypisch sein Verhalten

Einer von tausendebn Griechen, die ihre Schäfchen auf Kosten der Allgemeinheit ins Trockene gebracht haben.

Gast: Fprester
06.08.2012 14:05
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Ist jetzt GB auch ein Schurkenstaat?

Was, nach London wurde das Geld gebracht? Ist jetzt Grossbritannien auch ein Schurkenstaat? Oder wird dieser Begriff nur jenen Ländern angehängt, die nicht in der EU sind?

Antworten Gast: Affffe
06.08.2012 14:40
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Re: Ist jetzt GB auch ein Schurkenstaat?

GB kooperiert in vielen Fällen mit den USA und genießt somit auch deren Schirmherrschaft, da wagen andere EU Länder doch keine Kritik - Kritik übt man nur an kleineren Ländern, das sollten wir als Österreicher, doch nur allzu gut wissen.

Sozusagen die Brücke USA Europa.

Pantalakis ist doch ein Beispiel von vielen

Er hat "nur" einige Milliönchen in Londoner Immobilien angelegt, "ganz legal" wie er sagt. In Spanien bekam der ehem. Chef der Bankia, die er an die Wand gefahren hat, zum Abschied ein "kleines Geschenk" in Form einer Abfindung. Wie hoch? Nicht der Rede wert, es waren "nur" 20 Millionen. Darüber hinaus gibt es noch weitere "legale" Geldexporteure, aber auch die sind nicht der Rede wert. So etwas ist ja (nicht nur) in den Südstaaten alltäglich. Aber dass die Steuerzahler es sind, die das ausbaden müssen, das ist nun auch schon alltäglich. Und diese ganze korrupte Politik von Brüssel über Madrid nach Athen soll man noch aushalten? Dafür soll man noch bezahlen? Und wenn uns diese gottverdammte korrupte EU um die Ohren fliegen sollte, ein Ende mit Schrecken ist noch immer besser als ein Schrecken ohne Ende.

Antworten Gast: Kuya
06.08.2012 15:48
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Brüssel, das Kukuksei der Wirtschaftsgemeinschaft

. . . eine Bastelstube ausrangierter Politiker, ahnungslos und machtlos in der Finanzwelt frönen sie dem globalen Markt.

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